Amok
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Amok ist eine psychische Extremsituation, die durch Unzurechnungsfähigkeit und absolute Gewaltbereitschaft gekennzeichnet ist. Und da es in den letzten Jahren verschiedene Amokfälle auch an deutschen Schulen gegeben hat, müssen sich die Schulen hier mittlerweile auch auf derartige Situationen einstellen und vorbereiten.
Inhaltsverzeichnis |
Aktuelles
- Stefan Höltgen (tp vom 09.08.2010): Störfall: Amoklauf
- Interview mit Jörn Ahrens über den Zusammenhang von extremer Gewalthandlung und Gesellschaft.
- Dr. Jörn Ahrens, derzeit Vertretungsprofessor für Allgemeine Soziologie
an der Universität in Gießen;
- Forschungsprojekt: "Amok und die gesellschaftliche Bearbeitung von Gewalt".
- Joke Frerichs (NDS vom 07.05.2010): Rezension zu: Götz Eisenberg „... damit mich kein Mensch mehr vergisst! Warum Amok und Gewalt kein Zufall sind.“
- Über das Phänomen Amok ist immer noch wenig bekannt. Dabei häufen sich seit den 90er Jahren die Fälle von Amokläufen an Schulen und in anderen Bereichen der Gesellschaft. Warum verüben Menschen, die es mit sich und der Welt nicht länger aushalten, derartige Verzweiflungstaten, deren Spezifikum darin besteht, nicht nur sich selbst, sondern noch möglichst viele Andere mit ins Verderben zu reißen? Wir neigen dazu, derartige Gewaltexzesse als Wahnsinnstat eines Einzelnen abzutun, als etwas Unvorstellbares, Außergewöhnliches und letztlich Unerklärliches. Der Gefängnispsychologe und Sozialwissenschaftler Götz Eisenberg weist uns darauf hin, dass Amokläufer und Gewalttäter keineswegs „Wesen von einem fremden Stern“ sind, sondern meist aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft stammen.
Amokläufe an deutschen Schulen
Nach dem Amoklauf in Erfurt 2002 kam es zu eine starken öffentlichen Diskussion über den Zusammenhang zwischen Gewalt in Computerspielen und und de Ausübung von Gewalt. Vor allem wurde über die Wirkung von Ego-Shootern diskutiert und häufig deren Verbot gefordert.
Gleichzeitig wurde klar, dass die Polizei anders als im Fall einer Geiselnahme bei einem Amoklauf nicht abwarten darf, sondern möglichst schnell reagieren muss.
Nach dem Amoklauf von Emsdetten 2006 begannen dann die Schulen (zumindest in Nordrhein-Westfalen) in Zusammenarbeit mit den zuständigen Polizeidienststellen Notfallpläne für den Fall eines Amoklaufs auszuarbeiten, so wie dies schon immer in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr für den Fall eines Brandes geschieht.
Vorbereitung auf Amok-Situationen
Auf einen möglichen Amoklauf sollen man sich wohl ähnlich vorbereiten wie auf einen möglichen Brandfall: Es muss also entsprechende Notfallpläne geben. Die entsprechenden Abläufe müssen allen Beteiligten bekannt sein und sie müssen in angemessenen Abständen immer wieder einmal in einem Probealarm eingeübt werden.
Da - zum Glück - Amokfälle selten auftreten, geraten die entsprechenden Abläufe vermutlich leicht wieder in Vergessenheit. Sie müssen aber im Alarmfall sehr schnell verfügbar sein. Deshalb ist es unabdingbar, dass entsprechende Hinweise überall gut sichtbar aushängen.
Amok-Alarm
Um schnell und angemessen reagieren und vor allem alle gefährdeten Personen warnen zu können, muss im Amok-Fall schnellst möglich ein eindeutiger Amok-Alarm ausgelöst werden.
Das Verhalten aller Beteiligten (Schüler und Schülerinnen, Lehrkräfte, Schulleitung, Sekretariat, Hausmeister, Polizei) bei einem Amok-Alarm muss genauso wie für einen Feuer-Alarm in einem Probealarm geübt werden.
Verhalten im Amok-Fall
Die Regeln für das Verhalten im Amok-Fall müssen allgemein bekannt sein und sollten deutlich sichtbar in allen Unterrichtsräumen aushängen.
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Wir können hier im ZUM-Wiki keine verbindlichen Hinweise geben. Die Aussagen hier haben eher den Charakter von Überlegungen zum Thema. |
Denkanstöße
- Daniel Satra (Tagesschau vom 19.05.2010, Video): Amokläufe in China • Kinder werden zur Zielscheibe
- 17 getötete Kinder und 90 Verletze: In den letzten zwei Monaten gab es sechs Amokläufe in chinesischen Kindergärten und Schulen. Mit strengen Sicherheitsvorkehrungen will Peking nun dagegen angehen. Die Täter scheinen vor allem Verlierer des wirtschaftlichen Wandels zu sein.
Linkliste
- Üben für den Amoklauf: "Nach dem Einsatz kommt das Zittern" (Spiegel-Online, 19.02.2010)
- Expertengremium: 83 Empfehlungen gegen Amokläufe - Von Birger Menke (Spiegl-Online, 30.09.2009)
- Präventionsprojekt in Zürich: Wie Amokläufe verhindert werden können (Spiegel-Online, 19.09.2009)
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