Chemie im Kontext
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Chemie im Kontext - ein Projekt zur Weiterentwicklung des Chemieunterrichts
Chemie im Kontext ist ein Projekt zur Weiterentwicklung des Chemieunterrichts. Die Studien der letzten Jahre haben es gezeigt: Der Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler kann weiter verbessert werden. Aus der Lehr- und Lernforschung wissen wir, dass
Ausgangspunkt einer Unterrichtseinheit ist ein lebensweltlicher Kontext, anhand dessen die Bedeutung der Chemie für das tägliche Leben deutlich wird. An diesem Kontext werden chemische Fachinhalte entwickelt und auf Basiskonzepte, die allen chemischen Fragen zugrunde liegen, rückgeführt. Der Unterricht kennzeichnet sich durch möglichst große methodische Vielfalt und erfolgt in vier Phasen. Chemie im Kontext; 08.09.2008 |
Grundprinzipien
- Kontextorientierung
- Für die Schülerinnen und Schüler stellen Kontexte, d. h. persönlich oder gesellschaftlich relevante Themen den zentralen Anreiz und Bezugspunkt für die Erarbeitung chemischer Fachinhalte dar. Durch den Bezug der einzelnen Kontexte zur ihrer Lebenswelt erfahren sie, dass es für sie und ihren Alltag eine Bedeutung hat, sich mit Chemie zu beschäftigen. Kontexte sind zum Beispiel »Mit dem Wasserstoffauto in die Zukunft«, »Säuren in der Speisekammer« oder »Energy Drinks«.
- Vernetzung zu Basiskonzepten
- Gerade in einem kontextbezogenen Unterricht ist es wichtig, den Lernenden ein Ordnungsschema für den systematischen und kumulativen Aufbau von Wissen und Verständnis zu bieten. Ausgehend von den mittels der Kontexte erarbeiteten Fachinhalten werden daher wenige zentrale Basiskonzepte, die chemischem Wissen zugrunde liegen (bspw. das Donator-Akzeptor-Konzept oder das Stoff-Teilchen-Konzept), entwickelt. Sie bilden die fachliche Basis, von der aus wiederum weitere Kontexte erschlossen werden können.
- Methodenvielfalt
- Der Unterricht nach Chemie im Kontext charakterisiert sich durch eine möglichst große Methodenvielfalt. Selbstgesteuertes Lernen erhält in verschiedenen Phasen eine stärkere Bedeutung. So verändern sich auch die traditionellen Lehrer-Schüler-Rollen. Siehe auch Methoden und Arbeitstechniken
Unterrichtsaufbau
Die Unterrichtseinheiten nach Chemie im Kontext realisieren vier aufeinander aufbauende Phasen in der Unterrichtsgestaltung:
- Begegnungsphase
- Neugier- und Planungsphase
- Erarbeitungsphase
- Vernetzungsphase
Nach der Begegnungsphase, in der sich die Schülerinnen und Schüler mit dem neuen Kontext vertraut machen, findet eine Neugier- und Planungsphase statt, in der sie sich in unterschiedlicher Weise an der weiteren Planung und Strukturierung aktiv beteiligen. Die Erarbeitungsphase ist gekennzeichnet durch eine möglichst große Eigenaktivität der Lernenden, die die Lehrkraft unterstützt und moderiert. Hier kommen wiederum unterschiedliche Methoden zum Einsatz. In der letzten Phase der Vernetzung werden die chemischen Fachinhalte aus dem ursprünglichen Kontext herausgelöst, zu Basiskonzepten vernetzt und in neuen Kontexten angewendet.
Materialien
Auf der Homepage der Projektseite gibt es einige Probematerialien sowie ein umfangreicheres Archiv, dessen Materialien allerdings mit einem Passwort geschützt sind. Nach Anmeldung hat man Zugriff darauf und kann eigene Materialien veröffentlichen.
Bücher
- Chemie im Kontext vom Cornelsenverlag (Schüler-Buch mit CD-ROM) für die Sek II
- Vorstellung des Buches in einem Rundgang
- Link-Listen zu den Kontext und den Basiskonzepten (der Chemie)
- Chemie im Kontext - Sekundarstufe I vom Cornelsenverlag
- Bisher gibt es nur zwei einzelne Themenhefte. http://www.cornelsen.de/cgi/WebObjects/KatalogPlus.woa/wo/13.44.0.9.0.0.1.0.3.3.1.1
- Chemie 2000+ vom C.C.Buchner-Verlag
- ist eine Reihe von 3 Büchern für die Oberstufe, die das Kontextthema anwendet. Mitautor ist der Professor für Chemiedidaktik M. Tausch von der Uni Wupperthal, der auch auf seiner Seite Linklisten und eigene Online-Materialien zu den Büchern anbietet.
- Salters Advanced Chemistry
- Man kann es wohl als das Vorbild für Chemie im Kontext betrachten. In England ist der Kontextorientierte Ansatz schon seit einigen Jahren etabliert. Das englische Oberstufen-Werk besteht aus drei Teilen: Einem "Story-Book" mit den Hintergrundinformationen, quasi dem Kontext, "Chemical Ideas", dem Theorie-Buch und Experimentieranleitungen.
Kontexthemen
Sammlung von Ideen für Kontextthemen
Aufgaben
- Siehe auch → Kontextorientierte Aufgaben im Chemieunterricht
- Siehe auch → Chemie im Alltag - eine Ideensammlung
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