Ausformulierung
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- Anmerkungen zur Ausformulierung
Die folgenden Versatzstücke sind lediglich Anregungen, um die eigene Analyse und Interpretation in Aufsatzform zu bringen.
FÜR DIE EINLEITUNG:
- Die Parabel/Kurzgeschichte/Anekdote/Fabel... (Titel) von ... (Autor) handelt von ... (Thema)
- In seiner Parabel/Kurzgeschichte/Anekdote/Fabel ... (Titel) beschäftigt sich ... (Autor) mit dem Thema/Problem ...
- Die Parabel/Kurzgeschichte/Anekdote/Fabel... (Titel) von... (Autor) scheint auf den ersten Blick von Thema/Problem zu handeln. Bei genauerem Lesen zeigt sich aber, dass sich hinter der Oberflächenhandlung eine zweite, allgemeine-re/tiefergehende Problematik/Themenstellung ... verbirgt.
FÜR DEN HAUPTTEIL
- Gliederung
- Die Parabel lässt sich in Anzahl Abschnitte gliedern. Der 1. Abschnitt (Z. 1 -x) handelt von ... (Inhalt). Darauf folgt (Z. x - y) ... (Inhalt). Am Ende der Parabel (Z. y - z) geht es um/wird ge-schildert/erzählt... (Inhalt). Nach Möglichkeit, die Aufbauidee erfassen und Fachbegriffe verwenden wie knappe expositorische Einleitung, abrupter Beginn, deskriptive Absätze, unterbrochen von rhetorischen Fragen, offener Schluss, auch Klimax, Spannungssteigerung, steigende Handlung, Pointe, Moral, je nach Textform
- Erzählperspektive
- Die Geschichte wird aus der Perspektive des ... (Typ des Erzählers) erzählt (Beleg zitieren!). Daraus ergibt sich/D.h., dass das ganze Geschehen subjektiv [Ich-/Er-Erzähler]/gleichsam objektiv [auktorialer Erzähler] geschildert wird.
- Ortsstruktur
- Allgemein gibt es in dieser Parabel nur einen Ort, den väterlichen Hof. Jeder Bestandteil bis zum Inneren des Hauses wird jedoch im Detail beschreiben…
- Zeitstruktur- Erzählzeit- erzählte Zeit
- Temporale Bezüge spielen in diesem Text keine Rolle. Es handelt sich um einen Gedanken, der dem Ich-Erzähler angesichts des elterlichen Hofes durch den Kopf geht. Der gesamte Text könnte somit als ein Gedankenstrom aufgefasst werden.
- Personenkonstellation
- Die Parabel dreht sich inhaltlich hauptsächlich um die Beziehung des heimkehrenden Soh-nes zu seinem Elternhaus. Besonders ist die Vater-Sohn-Beziehung hervorgehoben.
- Sprachebene/Stil allgemein + erster Bezug zum Leser
- Die Handlung erscheint auf den ersten Blick einfach/kompliziert, was auch in der Sprache zum Ausdruck kommt. Der Text ist in Hochsprache/Umgangssprache/Slang mit einfachen parataktischen/komplizierten hypotaktischen Sätzen erzählt. Damit steht der Text jedermann offen/setzt konzentriertes Lesen voraus/erfordert eine intensive Beschäftigung mit dem Text.
- Titel und Lesererwartung
- Der Titel „Heimkehr" lässt zunächst ... erwarten. Diese Lesererwartung wird im Ver-lauf der Geschichte bestätigt/erhält aber im Laufe der Handlung eine andere Rich-tung. Dies zeigt sich deutlich ... (Z. x).
- Während der Titel „Heimkehr" zunächst eine Geschichte über ... vermuten lässt, wird bereits Stelle die Lesererwartung nicht erfüllt. Statt ... , wird der Leser mit ... konfron-tiert.
- Mit dem Titel erweckt der Erzähler beim Leser die Erwartung, dass ... Diese Erwar-tung wird jedoch nur teilweise erfüllt. Bereits Stelle/Spätestens ab Stelle wird für den Leser deutlich, dass ...
- Inhalt
- Die Handlung setzt abrupt/mit einer kurzen Einführung in die Situation/mit ... ein.
- Das Hauptmotiv, ...., zieht sich durch den ganzen Text (Z. x, Z. y, Z. zff).
- Am Ende bricht die Handlung abrupt ab und überlässt es dem Leser einen Schluss zu finden.
- Der offene Schluss aktiviert den Leser, der die Geschichte selber zu Ende denken muss.
- Parallel zu dieser Handlung verläuft ein zweiter Handlungsstrang: ...
- In diese Haupthandlung schiebt der Erzähler genau an der Stelle, an der ..., eine Ne-benhandlung ein, ...
- Sprachliche Untersuchung
- Der Erzähler verwendet sehr viele Adjektive/Adverbien/dynamische/statische Ver-ben/..., die die Parabel sehr anschaulich/dynamisch ... gestalten.
- Die evaluativen Adjektive (Beleg) zeigen auf der einen Seite, wie stark der Erzähler wertet, auf der andere Seite wird der Leser durch sie stark beeinflusst.
- Die vielen deskriptiven Adjektive und Adverbien (Beleg) machen das Geschehen und die handelnden Figuren sehr lebendig.
- Der Verzicht auf alle schmückenden und beschreibenden Adjektive und Adverbien lässt den Text (zunächst) sehr sachlich und nüchtern erscheinen.
- Die gehäuft auftretenden Verben der Gemütsbewegung (Z. x,y,z) zeigen, ....
- Deutung
- Der knappe einleitende Abschnitt verdeutlicht…
- Die Beschreibung des elterlichen Hofes steht für….
- Die gedankliche Bewegung ins Innere des Hauses symbolisiert…
- Der offene Schluss enthält die eigentliche Botschaft….
- Insgesamt enthält die Parabel folgende Aspekte…
FÜR DEN SCHLUSS:
- Die Gesamtaussage der Parabel ... ist auch heute noch relevant
- Die Gefühle und Handlungsweisen der Hauptfigur können vom Leser gut nachvollzo-gen werden, da ...
- Die Parabel macht deutlich, dass ...
Sparsam umgehen sollte man mit Spekulationen/ „Aussagen“ über die Intention des Autors nach dem Muster: Kafka wollte hier ... zeigen (vgl. Vorbemerkung)! Wichtig ist, dass alle Aussagen über den Text am Text (Zitat, Zeilenverweis) belegt werden. Auf richtiges Zitieren achten! Jedem Befund muss die Analyse der Wirkung/Funktion folgen.
Diese Seite wurde konzipiert von:
Alexandra Weber und Eckehart Weiß (Alexandra Weber, Eckehart Weiß: Texterschließung zu Kafkas Parabel "Heimkehr" - Aufsatzanleitung mit Lösung, in: deutsch.digital - Aufsatzerziehung für die Oberstufe, Quelle)
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