DDR
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Deutsche Teilung (1949-1989)
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs
war das besiegte Deutschland zunächst 1945 in Besatzungszonen aufgeteilt worden, 1949 waren die beiden neuen Staaten Bundesrepublik Deutschland und Deutsche Demokratische Republik (DDR) gegründet worden. Während des Kalten Kriegs waren sich letztere als Satellitenstaaten der USA bzw. der Sowjetunion feindlich gegenübergestanden
Berliner Mauer
Am 13. 8. 1961 schottete die DDR
ihr Staatsgebiet gegenüber der Bundesrepublik durch die militärische Befestigung der innerdeutschen Grenze (Berliner Mauer
) ab. Auch eine gewisse politische Entspannung im Zuge von Willy Brandts Neuer Ostpolitik ab Anfang der 70er Jahre konnte die deutsche Teilung nicht überwinden.
Fall der Mauer (9. November 1989)
Seit dem 3. November dürfen DDR-Bürger ohne Formalitäten über die Tschechoslowakei ausreisen, es kommt zu einer erneuten Ausreisewelle. Am 4. November kommt es auf dem Berliner Alexanderplatz mit etwa einer Million Teilnehmern zur größten Demonstration in der Geschichte des Staates, dies wird vom Fernsehen live übertragen. Am 7. November treten die Regierung und das Politbüro zurück. Am 9. November verliest Günter Schabowski
vor laufenden Kameras, dass sofort und unverzüglich Privatreisen ins Ausland ohne Vorliegen von Voraussetzungen wie Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse beantragt werden könnten. Die Genehmigungen würden kurzfristig erteilt. Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur Bundesrepublik erfolgen. Tausende eilen an die Grenzen. Die unvorbereiteten Grenzsoldaten öffnen die Übergänge der Berliner Mauer und der Grenze zur Bundesrepublik, zunächst noch kontrolliert im Wege der für Massen-„Provokationen“ vorgesehenen sogenannten Schleusenlösung (= Ausbürgerung aus der DDR per Stempel im Reisedokument), später aufgrund des unbeherrschbaren Andranges unkontrolliert. Am darauffolgenden Tag besuchen Millionen von DDR-Bürgern die grenznahen Städte der Bundesrepublik, vor allem den Westteil Berlins. Es kommt zu überschwenglichen Freudenszenen; fremde Menschen umarmen sich, singen, tanzen und jubeln.
Bundeskanzler Helmut Kohl unterbricht sofort einen Staatsbesuch in Warschau und spricht am Abend vor dem Schöneberger Rathaus
im Westteil Berlins auf einer Kundgebung vor 30.000 Teilnehmern, dabei wurde er ausgepfiffen. Der SPD-Ehrenvorsitzende Willy Brandt prägt dort den Satz „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört“. Am selben Abend gibt außerdem eine Kundgebung vor dem Europa-Center
im Westteil der Stadt mit 150.000 Teilnehmern, bei der Kanzler Kohl begeistert empfangen wurde.
Wiedervereinigung (3. Oktober 1990)
Am 3. Oktober 1990 wurden die beiden deutschen Staaten (wieder)vereint und die DDR hörte hiermit auf zu existieren. Dieser „Tag der Einheit“ wurde auf Vorschlag von Bundeskanzler Helmut Kohl zum Nationalfeiertag
erhoben, weil er von anderen historischen Geschehnissen und Gedenktagen der deutschen Geschichte frei war. Ein besonders prägendes Geschehen im deutschen Einigungsprozess verbindet sich mit diesem Tag nicht; daher bleibt er umstritten und wird vor allem in den frühen 1990er Jahren nicht recht angenommen.
(gekürzt nach: Deutsche Wiedervereinigung
)
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