Diagnose- und Vergleichsarbeiten im Deutschunterricht
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Wie in den einzelnen deutschen Bundesländern diese Form der regelmäßigen und Standard orientierten Leistungsmessung genannt werden, in welchen Klassenstufen sie eingesetzt werden und welchem Zweck sie dienen sollen, wird am besten für jedes Bundesland gesondert dargestellt.
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Baden-Württemberg ab 2009/10
Aus einer Eltern-Information:
- "Die Diagnose- und Vergleichsarbeiten wurden eingeführt, um den Schulen eine methodisch zuverlässige Rückmeldungsmöglichkeit an die Hand zu geben, mit der sie ausloten können, inwieweit - wie es im Bildungsplan 2004 heißt - die Bildungsstandards erreicht wurden. Die Vergleichsarbeiten bilden damit eine Grundlage dafür, dass Fachlehrerinnen und Fachlehrer und ggf. das Kollegium an der Schule den erreichten Lernstand deuten und daraus Rückschlüsse auf Stärken, aber auch auf Verbesserungsmöglichkeiten der Lernsituation an ihrer Schule ziehen. Darüber hinaus informieren die Vergleichsarbeiten die Fachlehrkräfte über den jeweiligen Lernstand ihrer Schülerinnen und Schüler - gegebenenfalls verbunden mit Hinweisen auf individuelle Fördermöglichkeiten.
- Die Vergleichsarbeiten sind mit Abschlussprüfungen oder zentralen Klassenarbeiten nicht gleichzusetzen. Zentrale Nachtermine sind deshalb nicht vorgesehen. Die Vergleichsarbeiten werden von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern Ihres Kindes nach zentral vorgegebenen Korrekturhinweisen ausgewertet. Sie werden benotet und zählen wie eine Klassenarbeit." (http://www.schule-bw.de/unterricht/dva/eltern.html)
- Alle wichtigen Informationen finden sich unter der Adresse http://www.schule-bw.de/entwicklung/dva/vadva: z.B.
- Konzeptioneller Rahmen: Vorgaben, Ziele, Verfahren, Auswertung
- Aktuelles: Antworten auf häufig gestellte Fragen, Hilfen und Tipps, Veranstaltungen
- Informationen für Schulen und Eltern
- Aufgabenformate mit Beispielen Haupt-, Realschule und Gymnasium (Kl. 6/8)
Aktuell
Vergleichsarbeiten ohne Benotung ab 2009/2010
- Laut Infodienst Eltern November/Dezember 2008 (pdf) (Nr. 39)
- "ist das Kultusministerium im Zuge der fortlaufenden Auswertung der Erfahrungen, die mit den seit 2006 in den weiterführenden Schulen jährlich durchgeführten Vergleichsarbeiten gemacht wurden, zu dem Ergebnis gekommen, künftig von einer Benotung dieser Arbeiten abzusehen. Die Arbeiten werden außerdem in den kommenden Durchgängen erst nach der Sommerpause, also zu Beginn des neuen Schuljahres, geschrieben."
Begründung:
- Ein Teaching to the Test soll vermieden werden: "Es widerspricht der Intention der Vergleichsarbeiten, wenn sich die Motivation lediglich auf die Testbearbeitung bezieht, weil es für die einzelne Schülerin oder den einzelnen Schüler wichtig ist, möglichst gut abzuschneiden."
- Der neue Testtermin soll "dazu beitragen, dass künftig an den Schulen kein Vorbereitungsdruck besteht. Da nach Klasse 6 und 8 außerdem häufig ein Fachlehrerwechsel stattfindet, ist zum Beginn des darauffolgenden Schuljahrs eine günstigere Ausgangssituation für einen verantwortungsvollen Umgang mit den diagnostischen Hinweisen zum einzelnen Schüler und zur einzelnen Klasse gegeben." (Infodienst Eltern Nr. 39 S.3f)
Bayern
- "Als Reaktion auf die ernüchternden Ergebnisse der internationalen Schulleistungsstudie TIMSS wurden 1998 zentrale Jahrgangsstufentests in Mathematik an den weiterführenden Schularten eingeführt. Zwei Jahre später erfolgte die Ausweitung auf das Fach Deutsch, mit dem Schuljahr 2004/2005 auch auf das Fach Englisch. Bei den Jahrgangsstufentests geht es um Grundfertigkeiten, die für das weitere Lernen in Schule und Beruf von Bedeutung sind.
- Getestet wird in folgenden Jahrgangsstufen:
- Hauptschule und Realschule: Deutsch in 6 und 8, Mathematik in 6 und 8, Englisch in 7
- Gymnasium: Deutsch in 6 und 8, Mathematik in 8 und 10, Englisch in 6 und 10 (bzw. 11 bei Englisch als zweiter Fremdsprache)
- Wirtschaftsschule: Deutsch in 8, Englisch in 8
- Die Tests haben sich als Diagnoseinstrumente bewährt: Die Rückmeldungen der Ergebnisse liefern den einzelnen Lehrkräften, den Schulen, aber auch den Schulaufsichtsbehörden Aufschlüsse über die Leistungsniveaus der Schüler im innerschulischen, regionalen und landesweiten Vergleich und damit Ansatzpunkte für Verbesserungen. Die Tests stellen darüberhinaus ein relativ einheitliches Anforderungsniveau sicher und leisten damit einen Beitrag zur Objektivierung der Notengebung.
- Aufgabenstellungen und Lösungen aller bisher durchgeführten Tests finden Sie auf der Homepage des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) www.isb.bayern.de
- Orientierungsarbeiten Grundschule Deutsch 2002 - 2005
- Jahrgangsstufentests Hauptschule Deutsch 2000 - 2005
- Jahrgangsstufentests 2000 - 2005 für Deutsch in der Realschule Klassenstufe 6 und 8
- Jahrgangsstufentests 2000 - 2005 für Deutsch im Gymnasium Klassenstufe 6 und 8
Nordrhein-Westfalen
Lernstandserhebungen werden in Nordrhein-Westfalen im 4. und im 9. Jahrgang durchgeführt. Nähere Informationen dazu finden sich auf dem Bildungsserver
learn:line.
- Lernstandserhebung in Deutsch (2005)
Beispielaufgaben:
- Siehe auch: Lernstandserhebung
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