Disziplin

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Kurzinfo
Bildbeschreibung
Diese Seite enthält Unterrichtsideen, die du ausprobieren oder hier diskutieren kannst.

Disziplin im Sinne von Konzentration auf ein Thema bzw. Motivation ist eine notwendige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Dies gilt um so mehr, wenn das Lernen in einer Gruppe erfolgt. Denn dann ist eine ausreichende Disziplin im Sinne einer Beachtung von Gruppenregeln notwendig, damit ein gemeinsames bzw. ein Lernen aller Beteiligten gelingt.

Außerdem ist Disziplin notwendig, um ein gewissen Maß an Gerechtigkeit verbreiten zu können (vgl. dazu Westernfilme bzw. Pragmatismus). Auch im wilden Westen bedufte es gewisser Methoden, um die Übeltäter zu Recht zu weisen und dannvdem Recht zum Durchbruch verhelfen zu können.

Als Lehrperson muss man sich auf SchülerInnen bis zu einem gewissen Grad verlassen können. Wie soll man sonst mit Schülern z. B. eine Klassenfahrt machen. Außerdem kann Disziplinlosigkeit Mobbing begünstigen, da "verhaltensauffällige"[1] Kinder ihre "Macht" innerhalb der Gruppe ausspielen möchten.

Inhaltsverzeichnis

Goldene Regel

Die Goldene Regel bezeichnet den Grundsatz der praktischen Ethik, sich seinem Nächsten gegenüber so zu verhalten, wie man es vom ihm einem selbst gegenüber erwartet.

Die "Goldene Regel" enthält implizit ein - allgemeingültiges - Prüfkiterium für das individuelle (eigene) Handeln im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Verantwortung.

Vgl. hierzu auch:

Respektvolles Verhalten von sich selbst gegenüber den Schülern vorleben (Vorbildwirkung), gleich zeitig respektvolles Verhalten sich selbst gegenüber an den Tag legen (z.B. sich selber nicht lächerlich machen)

Problem
Was ist, wenn der Umgangston von mehreren Mitschülern sehr "tief" ist und dann auf die Schule trifft.

Wie kann sich Disziplinlosigkeit äußern?

  • "Indirekte Respektlosigkeit" - Einfache Aufgaben (z.B. "Hol das Deutschbuch raus") absichtlich nicht verstehen wollen oder aufgrund ihres psychischen Entwicklung (Schulreifekriterien) nicht verstehen können.
  • Lehrer soll sich "gefälligst" nach meinen Bedürfnissen (Schüler) richten und nicht umgekehrt; Stichwort "kleine Tyrannen" (Audio-Interview siehe unten); Erziehungsdefizit; dem Kind konnte bisher noch nicht ausreichend vermittelt werden, dass es im Leben nicht ausschließlich nach seinen Interessen/ Vorstellungen läuft.

Höflichkeit

Regeln ("Knigge") siehe (beispielsweise): Knigge, Begrüßung und Grüßen, Grußregeln, richtig, Reihenfolge beim Grüßen
Noia 64 apps kontour.png   Meinung

Wobei anzumerken ist, dass die Lehrperson nicht darauf warten sollte, dass sie von den Schülern zuerst gegrüßt wird! Erfahrungsgemäß werden die Schüler nur dann von SELBST grüßen beginnen, wenn die Lehrperson von sich aus bereit ist, ggf. auch in dieser Hinsicht aktiv den ersten Schritt zu tun.Uptojoe 18:18, 16. Mai 2010


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  • "Du" statt "Sie" - abfälliges Grüßen

Träumereien eines Lehrers:

Ein Kollege sinnierte im Lehrerzimmer nach einem Zusammenstoß mit einem Schüler über den Umgangston der Schüler und nannte als Beispiel:

Ein Schüler klopft bei Lehrer X während dem Unterricht an die Tür, kommt herein und sagt:
Der Herr Y sagt ich soll 'nen Overhead-Projektor holen. ... slurft hin, holt ihn und geht ohne Kommentar.

Statt dieser kurzer Anfrage würde man sich als Lehrer vielleicht eher eine solche Anfrage wünschen.

Guten Tag Herr X, entschuldigen Sie bitte die Störung. Herr Y hat mich gebeten bei Ihnen nachzufragen, ob wir uns mal den Overhead-Projekt ausleihen können, da unserer kaputt ist. Natürlich nur, wenn Sie ihn gerade nicht brauchen.
Nach der Zusage holt der Schüler den OHP und sagt beim Herausgehen: Vielen Dank, verzeihen Sie bitte noch mal die Störung. Ich werde den OHP am Ende der Stunde wieder zurückbringen. Auf Wiedersehen..

Geschlechtliche Einflüsse

Im Zusammenhang mit dem Thema Disziplin und Jungs, kann auf die Seite Jungen verwiesen werden, auf der die Aussagen von Frank Beusterm, Autor von "Die Jungenkatastrophe, aufgegriffen werden.

Auf der anderen Seite, stellt man auch bei Mädchen, früher als das "schwache Geschlecht" angesehen, teilweise eine Zunahme von Gewalt fest.[2] Desweiteren versuchen manche Mädchen durch aufreizende Bekleidung (vgl. Schuluniform) ihre Klassenkameraden, aber auch männliche Lehrpersonen in "missliche" Situationen zu bringen. ...

Jungen

  • Die Jungs - das benachteiligte Geschlecht!?
Ist dieser Befund richtig und welche Maßnahmen können da weiterhelfen? Eine Diskussion in der ZUM-Unity.
Noia 64 apps kontour.png   Meinung

Hallo, ich würd' sagen, dieser "Befund" richtig ist. Den Burschen fällt es oft schwerer, den ganzen Vormittag still und brav zu sein bzw. "beschult" zu werden. Gruß j--Uptojoe 05:24, 3. Okt. 2009 (UTC)


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[...]Auf die Eigenheiten von Jungs müsse Rücksicht genommen werden, fordert Hurrelmann daher: "Jungen müssen in der Schule ihre Körperlichkeit und Aggression einbringen können." Und sie brauchen klare Regeln im Unterricht, "denn sie erfassen sie nicht so schnell wie die Mädchen". Außerdem benötigen sie Hilfe für ihre eigene Selbstorganisation: "Ihre Frustrationstoleranz muss trainiert werden, damit sie angesichts von Misserfolgen nicht so schnell aufgeben." [...]

Mädchen

These
Weibliche Wesen neigen eher zu "emotionaler Gewalt". z.B. Mitschülerinnen mobben.
→ Mobbing

Rückschlüsse

Fragezeichen.gif   Frage

Kann man davon ausgehen, dass Schüler, die in der Schule nicht hören wollen, zuhause erst recht nicht auf ihre Eltern hören?

Es verbietet sich von selbst (vgl. hierzu auch: Systemtheorie[1]), diese Frage (voreilig) bejahend zu beantworten.

Denkanstöße
  1. Es kann - beispielweise - durchaus vorkommen, dass ein Schüler während des Unterrichts durch vorbildliches Verhalten "glänzt", daheim jedoch (infolge von Erziehungsdefiziten) die Familienangehörigen "terrorisiert". Unter Umständen ist es vielleicht sogar gerade dieser Schüler, der als "opinionleader" - auf dem Pausenhof oder nachmittags - in seiner "Clique" mittels »Intrige« die Ursachen für die Disziplinlosigkeit "seiner" Klasse setzt.
  2. Wie "tickt" ein Opinionleader?
    1. Motiv ist relativ häufig dessen eigene Angst / Schwäche. ("Macht" über andere als "Schutzschild".)
    2. Handlungsmuster ist (in der Regel) "divide et impera"; ein Opinionleader wählt sich seine Opfer i.d.R. sehr gezielt aus: sensible ("schüchterne"), wehrlose Mitmenschen.
    3. Juristisch lässt sich der Sachverhalt folgendermaßen auf den Punkt bringen: der "opinionleader" macht sich ggf. schuldig einer vorsätzlichen Körperverletzung (begangen auch in mittelbarer Täterschaft - vgl. hierzu Mobbing#Juristische Aspekte).
  3. Wie "ticken" die "Mitläufer"?
    1. In der Regel nach dem Prinzip: "Wenn und solange ein anderer das Opfer ist, trifft es mich wenigstens nicht."
    2. Unter Umständen äußert ein "Mitläufer" zur "Rechtfertigung" seiner dementsprechenden Aktivität (aktives Zuschauen; Applaudieren und Lachen pp.): „Der/Die ist so ‚doof‘ ...“ - es folgen zumeist in die Person des Opfers projizierte Unzulänglichkeiten - „der/die hat das nicht anders ‚verdient‘.“
    3. Juristisch liegt hier ggf. - kurz und knackig auf den Punkt gebracht - (zumindest) die Teilnahme an einer strafbaren Handlung vor.
  4. Man kann es - gerade auch in diesem Kontext - gar nicht oft genug betonen: mit dem vollendeten 14. Lebenjahr ist "man" strafmündig.W-Logo.gif

Die Eltern

→ Familie

Welchen Einfluss können Eltern auf ihre Kinder ausüben. Wann macht es Sinn, ihnen nachzutelefonieren, wann nicht?
Ein Schwieriger Dialog zwischen Eltern und Lehrern. Stichwort Elternsprechtag, Schulforum, ...

Typen

  • "Nette" Lehrer, "strenge" Lehrer, "Cooler Lehrer", ...
  • "Dauerstörer", "Musterschüler", ...

Beziehungsstörungen

  • "Symbiotisches Verhalten" (nach Michael Winterhoff) - Kind erlebt Erwachsene, die man steuern kann, Kindliches Weltbild: "Jeden Erwachsenen kann man steuern".

Tipps für den Schulalltag

Wie in jedem anderen Beruf wird auch im Lehrberuf professionelles Handeln, das heißt Entscheidungen mit Reife treffen, langfristig zu mehr Erfolg und Zufriedenheit führen.

Hier einige konkrete Tipps:

  • Beruf professionell sehen ... professionelles Handeln, freundlich sein, sachlich bleiben, Freundlichkeit ist ein Zeichen für Professionalität und Ausdruck einer gefestigten Lehrerpersönlichkeit
  • Beschämungen vermeiden - Stärken entdecken.[3]
  • "Dicke Haut haben" ... entweder man hat sie von Natur aus, sonst muss man sich ein dickes Fell unbedingt irgendwie antrainieren.
  • Nicht alles zu Schülern sagen, was man sich grad' denkt.
  • Nicht zu offen und ehrlich gegenüber einer Klasse sein. Wird im ungünstigen Fall gegen dich verwendet.
  • Lehrer sollte nicht sagen, das ihm dies oder jenes gleichgültig wäre, sondern sagen was einem wichtig ist - worauf man Wert legt. Gleichzeitig Fehlverhalten von SchülerInnen nicht persönlich nehen.
  • Keine "Spielerischen Dinge" in Verbindung mit Disziplin (Gelbe Karten usw.), nicht über Disziplin diskutieren, da das nur Interesse für das Thema erzeugt.
  • Jeder Lehrer muss dem anderen die gleiche Autorität (zumindest in Anwesenheit von Schülern) zugestehen. Disziplinlosigkeiten bei einen Lehrer stellen einen "Angriff" auf das gesamte Kollegium dar.
  • In jeder Unterrichtsstunde sollte 1x gelacht werden. Dadurch entspannt sich der stressige Schulalltag. Gleichzeitig aber nicht die Kontrolle verlieren.
  • Spontanität - auf unvorhersehbares Geschehen während einer Unterrichtsstunde reagieren können
  • Ruhe ausstrahlen und gleichzeitig in höchstem Maße konzentriert sein, damit man das Gespür für die Situation nicht verliert. Teamteaching hilft bei schwierigen Klassen, um der ständigen Anspannungen zu entkommen und etwas mehr "relaxen" zu können zwischendurch.
  • Transparenz bei der Benotung:
  1. "Strategie der kleinen Schritte": die Schüler können in jeder Unterrichtsstunde "Plus-Punkte" sammeln
    (aktive und konstruktive Mitarbeit im Unterricht gewährleistet den Schülern (zumindest) ein "ausreichend" als Zeugnisnote);
  2. der - gewichtete - Notenspiegel von Klassenarbeiten ist quasi Benotung (der Lehrkraft selbst bzw.) der Qualität des Unterrichts.

  • sachliches Gespräch am Ende der Stunde > Schulordnung als Bringschuld > Nachmittag reinkommen (nur einzeln) > Trainingsraum bei Gefahr in Verzug (z. B. Gewalt).
These
"Gute Menschenkenntnis" ist von Vorteil. Gleichgültigkeit ist ein schlechter Ratgeber, allerdings kann Passivität (siehe Meinung Liebesentzug) durchaus gezielt eingesetzt werden.
Noia 64 apps kontour.png   Meinung

Liebesentzug[1] Eine Form der Passivität bei störendem Verhalten ist das, was eine Kollegin Liebesentzug nannte. Man kann diesen Liebesentzug bei Klassen anwenden, die zwar nett aber verspielt und deshalb unruhig sind. Bei Klassen mit Schülern, die "aus Spaß" stören geht es nicht. Die Klasse liebt die Zuwendung des Lehrers, vor allem wenn er Späßchen macht aber auch mal laut brüllt, mit ihnen schimpft und sich über ihr Verhalten aufregt. Um so verwirrter sind solche Klassen, wenn man sich ganz anders verhält!

Und so funktioniert Liebesentzug: Wichtig ist absolut ruhiges und sachliches Verhalten. Es wird nicht geschimpft oder kritisiert, man fordert bei den Schülern alles freundlich aber bestimmt ein. Man hat das Notenheft in der Hand und führt den übliches Unterrichtsablauf wie gewohnt durch. Hat etwa ein Schüler Hausaufgaben nicht gemacht, wird dies nicht kritisiert sondern für alle deutlich notiert. So ähnlich geht man auch in anderen Konflikt-Situationen vor: nicht laut werden oder irgendwelche Kommentare abgeben, sondern Konsequenzen folgen lassen. Wichtig ist eine eigene gute Vorbereitung, so dass alles was man braucht sofort parat ist. Erstaunlicherweise wirkt dies tatsächlich bei einigen Klassen und sie werden plötzlich ganz ruhig. BirgitLachner


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Kommunikation

Aufmerksames Wahrnehmen der stattfindenden verbalen und nonverbalen Kommunkation innerhalb des Klassenzimmers und darüber hinaus der aktuellen Situation im Schulhaus, Elternkontakte im Hinterkopf haben, Einzelgespräche mit Schüler am Ende des Unterrichts, was einem stört. Wach sein. Bei der Sache sein ist wichtig, um den Wahrheitsgehalt von Kommunikation zu erkennen. Wird man auf den Arm genommen? Das geht ja noch. Jeder will ab und zu gern auf den Arm genommen werden. Oder wird man verarscht und man merkt es nicht mal, dann ist man für Schüler ein "gefundenes Fressen".

Entscheidungen

Aufgrund der Erkenntnislage, Entscheidungen reifen lassen und dann auch eigeniniazialiv umsetzen, bevor andere das Heft des Handeln in die Hand nehmen.

Als Lehrperson sollte man folgendes unbedingt vermeiden

Oder: Die überforderte Lehrperson

  • Schüler auf Grund äußerlicher Merkmale (z.B. lange Ohren) ironisch anzusprechen.
  • Kollektivstrafen vermeiden bzw. nicht also solche ansprechen, eine ganze Klasse für das Verhalten von wenigen bestrafen; es ist falsch anzunehmen, dass eine Klasse die "Störenfriede" kontrollieren würde, vielmehr werden sich auch andere gegen die Lehrperon wenden.
  • Versuche KEINESFALLS (!) andere Lehrer zu kopieren bzw. ihrem Vorbild nachzueifern (genauso fleißig sein wie Lehrer xy);
  • Keinesfalls eine z.B. "Mathegruppe" mit einer anderen "von früher" vergleichen! Erzeugt nur Leistungsstress beim Lehrer und ein ungutes Gefühl bei den Schülern. Die Schüler eben so nehmen, wie sie halt sind.
  • Vor dem Schulleiter Angst haben. Er fragt:"Gebt mir die richtigen Informationen." Man soll keine Scheu davor haben, sie ihm zu geben. Er darf dann ja auch professionell agieren - im Rahmen seiner Möglichkeiten (Reife).

Klassenkonferenz

Unter Klassenkonferenz versteht man alle Lehrpersonen, welche eine bestimmte Klasse unterrichten. Bei der Klassenkonferenz kann auch der Schulleiter anwesend sein...

  • Es kann beschlossen werden, einen Schüler in eine Parallelklasse zu versetzen, um ihm/ihr das gewohnt-applaudierende Publikum zu entziehen.[1]

Denkanstöße


[...] Kinder fühlen sich geborgen, weil sie ihre Eltern als mächtig erleben. [...]

Noia 64 apps kontour.png   Meinung

Wie schaut es aus mit den Gefühlen all jener Kinder, die im Elternhaus Armut und ResignationW-Logo.gif ("Ohnmacht") erleben?

→ Bildung#Polemik gegen Hartz IV-Kinder: Klassenkampf der Bildungsbürger

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  • WDR Regional (Hier und Heute): Hauptfach Zukunft - Samstag, 30. Januar 2010, 18.20 - 18.50 Uhr
    webTV: VIDEO - Sehr empfehlenswert.
Eine Hauptschule im Kölner Problem-Viertel Chorweiler. [...] Lernen ist längst abgehakt und bedeutet für die meisten Frust, schlechte Noten und das Stigma, ein GhettokindW-Logo.gif zu sein. Zukunft heißt hier Hartz IV. [...]


[...] Sind es nicht die gleichen Kinder, die morgens in der Schule und nachmittags im Fußballverein sind? Zum Fußball gehen sie freiwillig, in die Schule müssen sie gehen. Fußball interessiert sie, das Meiste, was ihnen in der Schule geboten wird, interessiert sie nicht. Dieselben Kinder, die bei einem Fußballspiel klaglos eine Zeitstrafe akzeptieren, werden in der Schule durch eine läppische Strafaufgabe plötzlich traumatisiert? [...]

* JochenEnglish (Englisch und Sport im Gymnasium): Disziplin, Regeln und Strafen - 6. Dezember 2006

Noia 64 apps kontour.png   Meinung

Das wirft die Frage auf: Wer (welche Familie) kann es sich - finanziell - leisten, den Kindern ein ein derartiges Angebot zu finanzieren? - Ist der finanzielle Aufwand (Beiträge für Vereinsmitgliedschaften, entsprechende Ausstattung (Sportkleidung, Musikinstrumente etc. pp.) im Existenzminimum der Bundesbürger berücksichtigt?


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Lehrer & Schule in der Jugendkultur (Musik, Kino, TV, Literatur)

  1. (Ende der 1950er) "Charly Brown" (Hans Blum: Video)
  2. (Mitte der 1970er) "When I Kissed The Teacher" (ABBAW-Logo.gif (Band): Video / Text)
  3. (Mitte der 1970er) "School" (Supertramp: Video / Text)
  4. (Anfang der 1980er) "Another brick in the wall" (Pink Floyd: Video / Text)
  5. (1990er)
  6. (2000/aktuell)
  1. Sven Sakowitz (taz vom 14.01.2010): Dokusoap über Lehrer auf Zeit • Hefte raus, die Promis kommen!
  2. Schloss Einstein Die offizielle Homepage zur Kinder- und Jugendserie
  3. Unser Lehrer Doktor Specht / Unser Lehrer Doktor SpechtW-Logo.gif
  4. MTV Networks Germany GmbH: iCarly / icarly.de
  • Film:
  1. Die Feuerzangenbowle (mit Heinz Rühmann)

Humor

  • Uwe Lyko alias Herbert Knebel:
  1. "Rocker" (Video)
  • Georg Schramm:
  1. "Gewalt an Schulen" (Video)
  2. "Systematische Volksverdummung durch die Medien" (Video)
  • Rüdiger Hoffmann:
  1. "Im Restaurant": So sind Kinder nunmal. (Video)
  2. "Erziehung" (Elternhaus): Kinder und Statussymbole. (Video)

Gesundheit am Arbeitsplatz

Positiv

  • Im günstigen Fall hält der tägliche Umgang mit Kinder geistig jung und dynamisch. Man wird flexibel und schlagfertig.

Negativ

  • "Überforderungen" der Lehrperson mit verhaltensauffälligen Kindern belasten die psychische Gesundheit sowohl des Lehrers als auch die mancher Kinder (Mobbing) ...
  • Der Arbeitgeber muss daher auf diese schwierigen Arbeitsbedingen Rücksicht nehmen und diesem Umstand durch Hilfestellungen (z.B. zusätzliche Lehrer, Sozialpädagogen) tragen.
  • Eine gute Zusammenarbeit des Kollegium ist wichtig. Gerade junge Lehrer wollen häufig nicht als "schwach" dastehen und nicht über ihre Probleme mit einer Klasse berichten, weshalb sie etwaige Probleme nicht zugeben (wollen) oder herunterspielen.
Auch gibt es Fachunterschiede, so dass ein Lehrer, der ein Fach unterrichtet bei dem eine unruhige Klasse weniger auffällt (z.B. Deutsch, Sozialkunde -> Diskussionen üblich), die Klasse anders einschätzt als die Lehrer anderer Fächer (zum Beispiel Mathematik -> Konzentration auf Erklärungen des Lehrers sind öfters nötig). Letztendlich ist eine Klasse bei allen disziplinlos, wird nur entweder bei einigen Lehrern unterdrückt (hohe Autorität), fällt nicht so auf (Lehrer sind froh einigermaßen Unterricht abzuhalten) oder toben sich aus (Lehrer beschweren sich, sind aber alleine).
Eine weitere Art der Verdrängung ergibt sich gerade bei jungen Lehrern, die sich eine Art Deal mit den Schülern eingehen. Der Lehrer sieht es vielleicht so: "Ihr seid mit mir einigermaßen brav und dürft euch dafür hin und wieder austoben". Während die Schüler es so verstehen: "Wenn du uns hin und wieder mal machen lässt, was wir wollen, hören wir hin und wieder mal zu." So scheint der Lehrer die Schüler einigermaßen im Griff zu haben, tatsächlich aber ist es umgekehrt und die scheinbare Disziplin hängt vom Wohlwollen der Klassen gegenüber dem Lehrer ab.
Dieses Vermeidungsverhalten hat dann zwei Arten von Opfern:
Einerseits diejenigen, die Probleme mit einer Klasse herunterspielen und damit die Last der Probleme alleine tragen und andererseits jene Lehrer, die derartige Probleme thematisieren, aber von Kollegen vor den Kopf gestoßen werden, weil sie scheinbar die einzigen sind, bei denen sich eine Klasse "schlecht" benimmt.
Abhilfe schaffen kann hier eventuell ein Studientag, an dem das Kollegium Disziplin-Probleme thematisiert und Lösungsstrategien erarbeitet. Erfahrene Kollegen, die sich schon Autorität in der Schule und unter der Schülerschaft erarbeitet haben, müssen mit den jüngeren zusammenarbeiten, um den Schülern zu verdeutlichen, dass jeder der Lehrer dem anderen die gleiche Autorität zugesteht und dass Disziplinlosigkeit bei einen Lehrer ein "Angriff" auf das gesamte Kollegium ist.

Regelungen in den Bundesländern

Rheinland-Pfalz

  • Informationsseite einer Anwaltskanzlei über Pädagogische Maßnahmen.
  • Informationsseite einer Anwaltskanzlei über Unterscheidung zwischen "pädagogischen Maßnahmen" und "förmlichen Ordnungsmaßnahmen".
  • Informationsseite einer Anwaltskanzlei zu Rechtsschutz bei Ordnungsmaßnahmen (Welche Fehler machen eine Maßnahme angreifbar!)

Urteile und rechtliche Informationen

Toilettengänge verbieten?

Schüler nehmen gerne mal eine Auszeit und müssen plötzlich auf die Toilette, obwohl nur noch wenige Minuten bis zum Stundenende sind. Ein Rechtsanwalt argumentiert, dass das Verbot eine Toilette während dem Unterricht aufzusuchen Folter und Körperverletzung ist.

Mögliche Maßnahmen des Lehrers bei solchen Anschuldigungen
  • Schüler muss am Anfang der Stunde auf Toilette gehen, da er später den Unterricht stört. 45 Minuten sollte er dann schon durchhalten können. Außer er kann ein Attest vorlegen.
  • Bei jüngeren Schülern kann man eine Toilettenampel einführen: Die Schüler dürfen immer ohne zu fragen auf Toilette, aber es dürfen nicht zwei gleichzeitig hinausgehen. Eine Ampel (rot-grüne Scheibe) an der Tür dient der Anzeige, ob schon jemand auf Toilette ist oder nicht.

Unterricht

Stift.gif   Aufgabe

Arbeitsauftrag:

Nimm zu den in diesem Text geäußerten Gedanken aus deiner Sicht als erfahrene/r Schüler/in Stellung!
[...] Bei der Gratwanderung zwischen Disziplin und Liebe entscheiden sich Eltern heute sehr schnell für mehr Liebe. Aber gerade ihre Liebe würde eine strenge Haltung rechtfertigen. Die Rechnung zahlen sie sonst später. Jugendliche wollen heute Autorität nur anerkennen, wenn sie authentisch wirkt. Wer als Lehrer Unterordnung und Gehorsam fordert, muß nach ihrer Meinung durch Kompetenz, Ausstrahlung und moralische Integrität seine Autorität begründen und rechtfertigen. Sie wollen Charismatiker als Lehrer, als Erzieher und am liebsten auch als Eltern. Schüler müssen sich jedoch auch Lehrern unterordnen, die durch ihre Persönlichkeit den Anspruch auf Autorität nicht einlösen können. Das kann nur gelingen, wenn diesen Lehrern eine Art Amtsautorität zukommt, die ihnen Respekt verschafft und ihre Würde schützt. Darüber hinaus müssen die Lehrer wiederum zu dieser Amtsautorität stehen. Sie dürfen keine Respektlosigkeit dulden. [...]

Aus dem Vorwort zu „Lob der Disziplin. Eine Streitschrift.“ von Bernhard Bueb (2006), ehemaliger Leiter der Internatsschule Schloss Salem (F.A.Z. vom 14.09.2006)

Nuvola apps edu miscellaneous.png   Unterrichtsidee

Streitgespräch zum Thema "Disziplin" pp.

Empfehlenswert: Assistenz durch einen Sozialpädagogen.

Material

"Der Prophet und die langen Löffel"

→ Team#Denkanstöße


Nuvola apps edu miscellaneous.png   Unterrichtsidee

Disziplin oder Disziplinlosigkeit – was ist "schöner" (vorteilhafter)?

Ausstattung
  1. (Mindestens) 4 Computer-Arbeitsplätze; Midi-Software.
  2. Empfehlenswert: Assistenz durch einen Sozialpädagogen.
Vorbereitung
  1. Klasse darf sich aufteilen in vier Gruppen; freie Partnerwahl (Gruppengröße: idealerweise 5 Schüler).
  2. (Haus-)Aufgabe: jede Gruppe einigt sich auf ein Musikstück.
    Idealerweise mit Solo-Part (Gitarre / Saxophon / Schlagzeug / pp.)
  3. Arbeitsauftrag: für dieses Musikstück im Internet Video + Text + midi-Datei suchen.
Stundenverlauf
  1. Klasse darf abstimmen, welches Musik-Video als erstes (weil allgemein „angesagt“) gezeigt wird.
  2. Musik anhören (Video) - was empfindet welcher Schüler als besonders herausragend ("schön")?
  3. Sodann Midi-Datei (Partitur) bearbeiten. Insbesondere per C&P alle Pausen überschreiben.
  4. Entsprechend der Klassenstärke neue Tracks anlegen, alles schön wild durcheinander “arrangieren”.
  5. Die in dieser Weise „nacheditierte“/bearbeitete Midi-Datei (volle Lautstärke) abspielen.
    Aufgabe: die Schüler sollen sich bemerkbar machen, sobald die "Grenze des Zumutbaren" erreicht ist.
  6. Musik alsdann SOFORT abschalten.
  7. Persönliche Eindrücke bei jedem einzelnen Schüler abfragen und an der Tafel notieren.
    (Das hört sich scheiße an. / Das tut mir in den Ohren weh. / Das hält doch auf Dauer kein Mensch aus. / Das nervt. etc. pp.)
Lernziel
  1. Disziplinlosigkeit führt – nicht nur in der Musik - zu einer schier unerträglichen „Kakophonie“.W-Logo.gif
  2. Im Umkehrschluss (Ansage "kurz und knackig"; gegebenenfalls als "Schlüsselwort" geeignet für problematische/kritische Situationen während des Unterrichts ) - Disziplin heißt (nicht nur in der Musik): Du - ja, Du da hinten! - Du hast Pause! (Ein anderer spielt gerade sein „Solo“.)
Ausklang der Stunde

Gemeinsamer Musikgenuss (Abspielen der übrigen Videos).

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Vgl. hierzu auch: Verhaltensauffällige Kinder sowie Verhaltensauffällige Kinder im Kindergarten
    (Kindergartenpädagogik - Online-Handbuch; Herausgeber: Martin R. Textor)
  2. Vgl. hierzu Luise Strothmann (taz vom 23.12.2009): Studie zur Jugendgewalt • Mehr Mädchen werden angezeigt
  3. Stefan Paetzholdt-Hofner: Beschämungen vermeiden - Stärken entdecken