Disziplin
aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
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Disziplin im Sinne von Konzentration auf ein Thema bzw. Motivation ist eine notwendige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Dies gilt um so mehr, wenn das Lernen in einer Gruppe erfolgt. Denn dann ist eine ausreichende Disziplin im Sinne einer Beachtung von Gruppenregeln notwendig, damit ein gemeinsames bzw. ein Lernen aller Beteiligten gelingt.
Außerdem ist Disziplin notwendig, um ein gewissen Maß an Gerechtigkeit verbreiten zu können (vgl. dazu Westernfilme bzw. Pragmatismus). Auch im wilden Westen bedufte es gewisser Methoden, um die Übeltäter zu Recht zu weisen und dannvdem Recht zum Durchbruch verhelfen zu können.
Als Lehrperson muss man sich auf SchülerInnen bis zu einem gewissen Grad verlassen können. Wie soll man sonst mit Schülern z. B. eine Klassenfahrt machen. Außerdem kann Disziplinlosigkeit Mobbing begünstigen, da "verhaltensauffällige"[1] Kinder ihre "Macht" innerhalb der Gruppe ausspielen möchten.
Goldene Regel
Die Goldene Regel bezeichnet den Grundsatz der praktischen Ethik, sich seinem Nächsten gegenüber so zu verhalten, wie man es vom ihm einem selbst gegenüber erwartet.
Die "Goldene Regel" enthält implizit ein - allgemeingültiges - Prüfkiterium für das individuelle (eigene) Handeln im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Verantwortung.
Vgl. hierzu auch:
- Wiki-Lexikon für Bildungsthemen (Deutscher Bildungsserver): Demokratische Erziehung (Erziehungsansatz)
Respektvolles Verhalten von sich selbst gegenüber den Schülern vorleben (Vorbildwirkung), gleich zeitig respektvolles Verhalten sich selbst gegenüber an den Tag legen (z.B. sich selber nicht lächerlich machen)
- Problem
- Was ist, wenn der Umgangston von mehreren Mitschülern sehr "tief" ist und dann auf die Schule trifft.
Wie kann sich Disziplinlosigkeit äußern?
- "Indirekte Respektlosigkeit" - Einfache Aufgaben (z.B. "Hol das Deutschbuch raus") absichtlich nicht verstehen wollen oder aufgrund ihres psychischen Entwicklung (Schulreifekriterien) nicht verstehen können.
- Lehrer soll sich "gefälligst" nach meinen Bedürfnissen (Schüler) richten und nicht umgekehrt; Stichwort "kleine Tyrannen" (Audio-Interview siehe unten); Erziehungsdefizit; dem Kind konnte bisher noch nicht ausreichend vermittelt werden, dass es im Leben nicht ausschließlich nach seinen Interessen/ Vorstellungen läuft.
Höflichkeit
- Höflichkeit
- Grüßen & Bitte / Danke
- Regeln ("Knigge") siehe (beispielsweise): Knigge, Begrüßung und Grüßen, Grußregeln, richtig, Reihenfolge beim Grüßen
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Wobei anzumerken ist, dass die Lehrperson nicht darauf warten sollte, dass sie von den Schülern zuerst gegrüßt wird! Erfahrungsgemäß werden die Schüler nur dann von SELBST grüßen beginnen, wenn die Lehrperson von sich aus bereit ist, ggf. auch in dieser Hinsicht aktiv den ersten Schritt zu tun.Uptojoe 18:18, 16. Mai 2010 Bitte ändere den Inhalt dieses Beitrags nicht. Denn er gibt eine persönliche Meinung wieder. |
- "Du" statt "Sie" - abfälliges Grüßen
Träumereien eines Lehrers:
Ein Kollege sinnierte im Lehrerzimmer nach einem Zusammenstoß mit einem Schüler über den Umgangston der Schüler und nannte als Beispiel:
- Ein Schüler klopft bei Lehrer X während dem Unterricht an die Tür, kommt herein und sagt:
- Der Herr Y sagt ich soll 'nen Overhead-Projektor holen. ... slurft hin, holt ihn und geht ohne Kommentar.
Statt dieser kurzer Anfrage würde man sich als Lehrer vielleicht eher eine solche Anfrage wünschen.
- Guten Tag Herr X, entschuldigen Sie bitte die Störung. Herr Y hat mich gebeten bei Ihnen nachzufragen, ob wir uns mal den Overhead-Projekt ausleihen können, da unserer kaputt ist. Natürlich nur, wenn Sie ihn gerade nicht brauchen.
- Nach der Zusage holt der Schüler den OHP und sagt beim Herausgehen: Vielen Dank, verzeihen Sie bitte noch mal die Störung. Ich werde den OHP am Ende der Stunde wieder zurückbringen. Auf Wiedersehen..
Geschlechtliche Einflüsse
Im Zusammenhang mit dem Thema Disziplin und Jungs, kann auf die Seite Jungen verwiesen werden, auf der die Aussagen von Frank Beusterm, Autor von "Die Jungenkatastrophe, aufgegriffen werden.
Auf der anderen Seite, stellt man auch bei Mädchen, früher als das "schwache Geschlecht" angesehen, teilweise eine Zunahme von Gewalt fest.[2] Desweiteren versuchen manche Mädchen durch aufreizende Bekleidung (vgl. Schuluniform) ihre Klassenkameraden, aber auch männliche Lehrpersonen in "missliche" Situationen zu bringen. ...
Jungen
- Die Jungs - das benachteiligte Geschlecht!?
- Ist dieser Befund richtig und welche Maßnahmen können da weiterhelfen? Eine Diskussion in der ZUM-Unity.
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Hallo, ich würd' sagen, dieser "Befund" richtig ist. Den Burschen fällt es oft schwerer, den ganzen Vormittag still und brav zu sein bzw. "beschult" zu werden. Gruß j--Uptojoe 05:24, 3. Okt. 2009 (UTC) Bitte ändere den Inhalt dieses Beitrags nicht. Denn er gibt eine persönliche Meinung wieder. |
| [...]Auf die Eigenheiten von Jungs müsse Rücksicht genommen werden, fordert Hurrelmann daher: "Jungen müssen in der Schule ihre Körperlichkeit und Aggression einbringen können." Und sie brauchen klare Regeln im Unterricht, "denn sie erfassen sie nicht so schnell wie die Mädchen". Außerdem benötigen sie Hilfe für ihre eigene Selbstorganisation: "Ihre Frustrationstoleranz muss trainiert werden, damit sie angesichts von Misserfolgen nicht so schnell aufgeben." [...]
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Mädchen
Rückschlüsse
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Kann man davon ausgehen, dass Schüler, die in der Schule nicht hören wollen, zuhause erst recht nicht auf ihre Eltern hören?
Es verbietet sich von selbst (vgl. hierzu auch: Systemtheorie[1]), diese Frage (voreilig) bejahend zu beantworten.
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Die Eltern
- → Familie
Welchen Einfluss können Eltern auf ihre Kinder ausüben. Wann macht es Sinn, ihnen nachzutelefonieren, wann nicht?
Ein Schwieriger Dialog zwischen Eltern und Lehrern. Stichwort Elternsprechtag, Schulforum, ...
Typen
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Beziehungsstörungen
- "Symbiotisches Verhalten" (nach Michael Winterhoff) - Kind erlebt Erwachsene, die man steuern kann, Kindliches Weltbild: "Jeden Erwachsenen kann man steuern".
Tipps für den Schulalltag
Wie in jedem anderen Beruf wird auch im Lehrberuf professionelles Handeln, das heißt Entscheidungen mit Reife treffen, langfristig zu mehr Erfolg und Zufriedenheit führen.
Hier einige konkrete Tipps:
- Beruf professionell sehen ... professionelles Handeln, freundlich sein, sachlich bleiben, Freundlichkeit ist ein Zeichen für Professionalität und Ausdruck einer gefestigten Lehrerpersönlichkeit
- Beschämungen vermeiden - Stärken entdecken.[3]
- "Dicke Haut haben" ... entweder man hat sie von Natur aus, sonst muss man sich ein dickes Fell unbedingt irgendwie antrainieren.
- Nicht alles zu Schülern sagen, was man sich grad' denkt.
- Nicht zu offen und ehrlich gegenüber einer Klasse sein. Wird im ungünstigen Fall gegen dich verwendet.
- Lehrer sollte nicht sagen, das ihm dies oder jenes gleichgültig wäre, sondern sagen was einem wichtig ist - worauf man Wert legt. Gleichzeitig Fehlverhalten von SchülerInnen nicht persönlich nehen.
- Keine "Spielerischen Dinge" in Verbindung mit Disziplin (Gelbe Karten usw.), nicht über Disziplin diskutieren, da das nur Interesse für das Thema erzeugt.
- Jeder Lehrer muss dem anderen die gleiche Autorität (zumindest in Anwesenheit von Schülern) zugestehen. Disziplinlosigkeiten bei einen Lehrer stellen einen "Angriff" auf das gesamte Kollegium dar.
- In jeder Unterrichtsstunde sollte 1x gelacht werden. Dadurch entspannt sich der stressige Schulalltag. Gleichzeitig aber nicht die Kontrolle verlieren.
- Spontanität - auf unvorhersehbares Geschehen während einer Unterrichtsstunde reagieren können
- Ruhe ausstrahlen und gleichzeitig in höchstem Maße konzentriert sein, damit man das Gespür für die Situation nicht verliert. Teamteaching hilft bei schwierigen Klassen, um der ständigen Anspannungen zu entkommen und etwas mehr "relaxen" zu können zwischendurch.
- Transparenz bei der Benotung:
- "Strategie der kleinen Schritte": die Schüler können in jeder Unterrichtsstunde "Plus-Punkte" sammeln
(aktive und konstruktive Mitarbeit im Unterricht gewährleistet den Schülern (zumindest) ein "ausreichend" als Zeugnisnote); - der - gewichtete - Notenspiegel von Klassenarbeiten ist quasi Benotung (der Lehrkraft selbst bzw.) der Qualität des Unterrichts.
- sachliches Gespräch am Ende der Stunde > Schulordnung als Bringschuld > Nachmittag reinkommen (nur einzeln) > Trainingsraum bei Gefahr in Verzug (z. B. Gewalt).
- These
- "Gute Menschenkenntnis" ist von Vorteil. Gleichgültigkeit ist ein schlechter Ratgeber, allerdings kann Passivität (siehe Meinung Liebesentzug) durchaus gezielt eingesetzt werden.
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Liebesentzug[1] Eine Form der Passivität bei störendem Verhalten ist das, was eine Kollegin Liebesentzug nannte. Man kann diesen Liebesentzug bei Klassen anwenden, die zwar nett aber verspielt und deshalb unruhig sind. Bei Klassen mit Schülern, die "aus Spaß" stören geht es nicht. Die Klasse liebt die Zuwendung des Lehrers, vor allem wenn er Späßchen macht aber auch mal laut brüllt, mit ihnen schimpft und sich über ihr Verhalten aufregt. Um so verwirrter sind solche Klassen, wenn man sich ganz anders verhält! Und so funktioniert Liebesentzug: Wichtig ist absolut ruhiges und sachliches Verhalten. Es wird nicht geschimpft oder kritisiert, man fordert bei den Schülern alles freundlich aber bestimmt ein. Man hat das Notenheft in der Hand und führt den übliches Unterrichtsablauf wie gewohnt durch. Hat etwa ein Schüler Hausaufgaben nicht gemacht, wird dies nicht kritisiert sondern für alle deutlich notiert. So ähnlich geht man auch in anderen Konflikt-Situationen vor: nicht laut werden oder irgendwelche Kommentare abgeben, sondern Konsequenzen folgen lassen. Wichtig ist eine eigene gute Vorbereitung, so dass alles was man braucht sofort parat ist. Erstaunlicherweise wirkt dies tatsächlich bei einigen Klassen und sie werden plötzlich ganz ruhig. BirgitLachner Bitte ändere den Inhalt dieses Beitrags nicht. Denn er gibt eine persönliche Meinung wieder. |
Kommunikation
Aufmerksames Wahrnehmen der stattfindenden verbalen und nonverbalen Kommunkation innerhalb des Klassenzimmers und darüber hinaus der aktuellen Situation im Schulhaus, Elternkontakte im Hinterkopf haben, Einzelgespräche mit Schüler am Ende des Unterrichts, was einem stört. Wach sein. Bei der Sache sein ist wichtig, um den Wahrheitsgehalt von Kommunikation zu erkennen. Wird man auf den Arm genommen? Das geht ja noch. Jeder will ab und zu gern auf den Arm genommen werden. Oder wird man verarscht und man merkt es nicht mal, dann ist man für Schüler ein "gefundenes Fressen".
Entscheidungen
Aufgrund der Erkenntnislage, Entscheidungen reifen lassen und dann auch eigeniniazialiv umsetzen, bevor andere das Heft des Handeln in die Hand nehmen.
Als Lehrperson sollte man folgendes unbedingt vermeiden
Oder: Die überforderte Lehrperson
- Schüler auf Grund äußerlicher Merkmale (z.B. lange Ohren) ironisch anzusprechen.
- Kollektivstrafen vermeiden bzw. nicht also solche ansprechen, eine ganze Klasse für das Verhalten von wenigen bestrafen; es ist falsch anzunehmen, dass eine Klasse die "Störenfriede" kontrollieren würde, vielmehr werden sich auch andere gegen die Lehrperon wenden.
- Versuche KEINESFALLS (!) andere Lehrer zu kopieren bzw. ihrem Vorbild nachzueifern (genauso fleißig sein wie Lehrer xy);
- Keinesfalls eine z.B. "Mathegruppe" mit einer anderen "von früher" vergleichen! Erzeugt nur Leistungsstress beim Lehrer und ein ungutes Gefühl bei den Schülern. Die Schüler eben so nehmen, wie sie halt sind.
- Vor dem Schulleiter Angst haben. Er fragt:"Gebt mir die richtigen Informationen." Man soll keine Scheu davor haben, sie ihm zu geben. Er darf dann ja auch professionell agieren - im Rahmen seiner Möglichkeiten (Reife).
Klassenkonferenz
Unter Klassenkonferenz versteht man alle Lehrpersonen, welche eine bestimmte Klasse unterrichten. Bei der Klassenkonferenz kann auch der Schulleiter anwesend sein...
- Es kann beschlossen werden, einen Schüler in eine Parallelklasse zu versetzen, um ihm/ihr das gewohnt-applaudierende Publikum zu entziehen.[1]
Denkanstöße
- Erich Kästner: Ein Quartaner
denkt beim Anblick des Lehrers (online: "Gesang zwischen den Stühlen", Seite 45)
| [...] Kinder fühlen sich geborgen, weil sie ihre Eltern als mächtig erleben. [...]
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Wie schaut es aus mit den Gefühlen all jener Kinder, die im Elternhaus Armut und Resignation Bitte ändere den Inhalt dieses Beitrags nicht. Denn er gibt eine persönliche Meinung wieder. |
- WDR Regional (Hier und Heute): Hauptfach Zukunft - Samstag, 30. Januar 2010, 18.20 - 18.50 Uhr
webTV: VIDEO - Sehr empfehlenswert.
- Eine Hauptschule im Kölner Problem-Viertel Chorweiler. [...] Lernen ist längst abgehakt und bedeutet für die meisten Frust, schlechte Noten und das Stigma, ein Ghettokind
zu sein. Zukunft heißt hier Hartz IV. [...]
| [...] Sind es nicht die gleichen Kinder, die morgens in der Schule und nachmittags im Fußballverein sind? Zum Fußball gehen sie freiwillig, in die Schule müssen sie gehen. Fußball interessiert sie, das Meiste, was ihnen in der Schule geboten wird, interessiert sie nicht. Dieselben Kinder, die bei einem Fußballspiel klaglos eine Zeitstrafe akzeptieren, werden in der Schule durch eine läppische Strafaufgabe plötzlich traumatisiert? [...]
* JochenEnglish (Englisch und Sport im Gymnasium): Disziplin, Regeln und Strafen - 6. Dezember 2006 |
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Das wirft die Frage auf: Wer (welche Familie) kann es sich - finanziell - leisten, den Kindern ein ein derartiges Angebot zu finanzieren? - Ist der finanzielle Aufwand (Beiträge für Vereinsmitgliedschaften, entsprechende Ausstattung (Sportkleidung, Musikinstrumente etc. pp.) im Existenzminimum der Bundesbürger berücksichtigt? Bitte ändere den Inhalt dieses Beitrags nicht. Denn er gibt eine persönliche Meinung wieder. |
Lehrer & Schule in der Jugendkultur (Musik, Kino, TV, Literatur)
- (Ende der 1950er) "Charly Brown" (Hans Blum: Video)
- (Mitte der 1970er) "When I Kissed The Teacher" (ABBA
(Band): Video / Text)
- (Mitte der 1970er) "School" (Supertramp: Video / Text)
- (Anfang der 1980er) "Another brick in the wall" (Pink Floyd: Video / Text)
- (1990er)
- (2000/aktuell)
- TV (Fernsehen):
- Sven Sakowitz (taz vom 14.01.2010): Dokusoap über Lehrer auf Zeit • Hefte raus, die Promis kommen!
- Schloss Einstein Die offizielle Homepage zur Kinder- und Jugendserie
- Unser Lehrer Doktor Specht / Unser Lehrer Doktor Specht
- MTV Networks Germany GmbH: iCarly / icarly.de
- Film:
- Die Feuerzangenbowle (mit Heinz Rühmann)
Humor
- Uwe Lyko alias Herbert Knebel:
- "Rocker" (Video)
- Georg Schramm:
- Rüdiger Hoffmann:
- "Im Restaurant": So sind Kinder nunmal. (Video)
- "Erziehung" (Elternhaus): Kinder und Statussymbole. (Video)
Gesundheit am Arbeitsplatz
Positiv
- Im günstigen Fall hält der tägliche Umgang mit Kinder geistig jung und dynamisch. Man wird flexibel und schlagfertig.
Negativ
- "Überforderungen" der Lehrperson mit verhaltensauffälligen Kindern belasten die psychische Gesundheit sowohl des Lehrers als auch die mancher Kinder (Mobbing) ...
- Der Arbeitgeber muss daher auf diese schwierigen Arbeitsbedingen Rücksicht nehmen und diesem Umstand durch Hilfestellungen (z.B. zusätzliche Lehrer, Sozialpädagogen) tragen.
- Eine gute Zusammenarbeit des Kollegium ist wichtig. Gerade junge Lehrer wollen häufig nicht als "schwach" dastehen und nicht über ihre Probleme mit einer Klasse berichten, weshalb sie etwaige Probleme nicht zugeben (wollen) oder herunterspielen.
- Auch gibt es Fachunterschiede, so dass ein Lehrer, der ein Fach unterrichtet bei dem eine unruhige Klasse weniger auffällt (z.B. Deutsch, Sozialkunde -> Diskussionen üblich), die Klasse anders einschätzt als die Lehrer anderer Fächer (zum Beispiel Mathematik -> Konzentration auf Erklärungen des Lehrers sind öfters nötig). Letztendlich ist eine Klasse bei allen disziplinlos, wird nur entweder bei einigen Lehrern unterdrückt (hohe Autorität), fällt nicht so auf (Lehrer sind froh einigermaßen Unterricht abzuhalten) oder toben sich aus (Lehrer beschweren sich, sind aber alleine).
- Eine weitere Art der Verdrängung ergibt sich gerade bei jungen Lehrern, die sich eine Art Deal mit den Schülern eingehen. Der Lehrer sieht es vielleicht so: "Ihr seid mit mir einigermaßen brav und dürft euch dafür hin und wieder austoben". Während die Schüler es so verstehen: "Wenn du uns hin und wieder mal machen lässt, was wir wollen, hören wir hin und wieder mal zu." So scheint der Lehrer die Schüler einigermaßen im Griff zu haben, tatsächlich aber ist es umgekehrt und die scheinbare Disziplin hängt vom Wohlwollen der Klassen gegenüber dem Lehrer ab.
- Dieses Vermeidungsverhalten hat dann zwei Arten von Opfern:
- Einerseits diejenigen, die Probleme mit einer Klasse herunterspielen und damit die Last der Probleme alleine tragen und andererseits jene Lehrer, die derartige Probleme thematisieren, aber von Kollegen vor den Kopf gestoßen werden, weil sie scheinbar die einzigen sind, bei denen sich eine Klasse "schlecht" benimmt.
- Abhilfe schaffen kann hier eventuell ein Studientag, an dem das Kollegium Disziplin-Probleme thematisiert und Lösungsstrategien erarbeitet. Erfahrene Kollegen, die sich schon Autorität in der Schule und unter der Schülerschaft erarbeitet haben, müssen mit den jüngeren zusammenarbeiten, um den Schülern zu verdeutlichen, dass jeder der Lehrer dem anderen die gleiche Autorität zugesteht und dass Disziplinlosigkeit bei einen Lehrer ein "Angriff" auf das gesamte Kollegium ist.
Regelungen in den Bundesländern
Rheinland-Pfalz
- Abschnitt 14, §82 bis 87 der Übergreifenden Schulordnung zum Thema "Störung der Ordnung"
- Informationsseite einer Anwaltskanzlei über Pädagogische Maßnahmen.
- Informationsseite einer Anwaltskanzlei über Unterscheidung zwischen "pädagogischen Maßnahmen" und "förmlichen Ordnungsmaßnahmen".
- Informationsseite einer Anwaltskanzlei zu Rechtsschutz bei Ordnungsmaßnahmen (Welche Fehler machen eine Maßnahme angreifbar!)
Urteile und rechtliche Informationen
- Toilettengänge verbieten?
Schüler nehmen gerne mal eine Auszeit und müssen plötzlich auf die Toilette, obwohl nur noch wenige Minuten bis zum Stundenende sind. Ein Rechtsanwalt argumentiert, dass das Verbot eine Toilette während dem Unterricht aufzusuchen Folter und Körperverletzung ist.
- RA Dr. Thomas Etzel (München): Verbot Toilettenbesuch an Schulen und Universitäten
- Toilettenverbot
- Mögliche Maßnahmen des Lehrers bei solchen Anschuldigungen
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- Schüler muss am Anfang der Stunde auf Toilette gehen, da er später den Unterricht stört. 45 Minuten sollte er dann schon durchhalten können. Außer er kann ein Attest vorlegen.
- Bei jüngeren Schülern kann man eine Toilettenampel einführen: Die Schüler dürfen immer ohne zu fragen auf Toilette, aber es dürfen nicht zwei gleichzeitig hinausgehen. Eine Ampel (rot-grüne Scheibe) an der Tür dient der Anzeige, ob schon jemand auf Toilette ist oder nicht.
Unterricht
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Arbeitsauftrag:
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Streitgespräch zum Thema "Disziplin" pp. Empfehlenswert: Assistenz durch einen Sozialpädagogen.
"Der Prophet und die langen Löffel" |
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Disziplin oder Disziplinlosigkeit – was ist "schöner" (vorteilhafter)?
Gemeinsamer Musikgenuss (Abspielen der übrigen Videos). |
Siehe auch
Weblinks
-
Michael Winterhoff über "Tyrannische Kinder"
-
Hr2-Podcast über "Was Schulpsychologie leistet"
- Der Lehrer-Freund: 5 Tipps, wie man Schüler/innen richtig bestraft
- Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur: „Weiße Feder - Gemeinsam für Fairness und gegen Gewalt“
- Focus-Artikel, der Unterschiede bei den Bundesländern vergleicht.
- Lehrer und Schiedsrichter - fast das Gleiche: Aus dem Blog von Jochen Englisch.
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 Vgl. hierzu auch: Verhaltensauffällige Kinder sowie Verhaltensauffällige Kinder im Kindergarten
(Kindergartenpädagogik - Online-Handbuch; Herausgeber: Martin R. Textor) - ↑ Vgl. hierzu Luise Strothmann (taz vom 23.12.2009): Studie zur Jugendgewalt • Mehr Mädchen werden angezeigt
- ↑ Stefan Paetzholdt-Hofner: Beschämungen vermeiden - Stärken entdecken
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