Die Ausformulierung

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Texterschließung und Interpretation zu Eichendorff - Die zwei Gesellen:   Die Aufgabenstellung - Die Textanalyse - Die Texterschließung - Die Ausformulierung


Kurzinfo
DSB/Deutsch
Dieser Artikel gehört zu
Digitale Schule Bayern:
Deutsch

Inhaltsverzeichnis

Die Ausformulierung

Die Einleitung

Die Einleitung führt zum Thema hin. Wichtig ist, dass Sie sich auf einen Aspekt, einen Leitgedanken konzentrieren. Hierfür bieten sich verschiedene Themenbereiche an wie die Biografie des Autors, Informationen zum zeitgeschichtlichen Hintergrund, Assoziationen mit Begriffen oder ein Vergleich zu einem anderen Werk oder Autor. Ansatzpunkte dafür finden Sie auch im Text bzw. seinem Thema. So erhalten wir oft bereits in der Überschrift Informationen zum Handlungsgeschehen. Die Überschrift kann somit für die spätere Interpretation ebenfalls wichtig sein. Daher lohnt es sich, ein wenig bei ihr zu verweilen und sich stichpunktartig zu einzelnen Begriffen (Schlüsselbegriffe) Ideen und Gedanken zu notieren, die auch in der Einleitung wieder aufgegriffen werden können. Ihr Einleitungsgedanke kann auch in den Schluss eingehen. Dies rundet Ihren Aufsatz damit ab. Allerdings sollten Sie sich hierbei auf ein Themenfeld, d. h. zum Beispiel „Biografie“ oder „Assoziation“ beschränken.

Stichpunkt Mindmap

Eine Mindmap stellt eine graphische Darstellung zur Strukturierung von Gedanken dar. Dabei wird in der Regel ein Leitbegriff in den Mittelpunkt gestellt. Ausgehend von diesem Leitbegriff werden einzelne Stichpunkte notiert und durch einen "Ast" mit diesem verbunden, d.h. einem Oberbegriff werden verschiedene Unterbegriffe zugeordnet. Dadurch entsteht eine Bäumchenstruktur, die die logischen Verknüpfungen deutlich macht und die sich weiter auffächern lässt, d.h. die einzelnen Unterbegriffe lassen sich erneut strukturieren.

Der Hauptteil

Der Hauptteil beinhaltet folgende inhaltlichen Punkte:

  • Äußre Form ( Aufbau, Reim, Metrum)
  • Inhalt (Textzusammenfassung)
  • Sprachliche Gestaltungsmittel
  • Interpretation (abhängig u.a. von der Aufgabenstellung)


Der Schluss

Zusammenführung der Ergebnisse und weiterführender Gedanke, der mit der Gesamtaussage etwas zu tun hat.


Aufgabe

Formulieren Sie nun Ihren Aufsatz aus. Sie können die folgende Gliederung zu Hilfe nehmen. Denken Sie aber daran, dass Sie die Gliederung entsprechend Ihrer Notizen aus den vorherigen Aufgaben ergänzen bzw. abändern müssen.

Beispielgliederung


A. Einleitende Gedanken (Motive, Romantik als Epoche, Eichendorff)
B. Analyse und Interpretation des Gedichtes „Die zwei Gesellen“ von J. v. Eichendorff
I.Gedichtanalyse
1. Basissatz
2. Gedankliche Struktur
a. Aufbruch der zwei Gesellen in eine unbestimmte Ferne
b. Schicksal des ersten Gesellen
c. Schicksal des zweiten Gesellen
d. Das Lyrische Ich und seine Bitte an Gott
3. Äußere Form
a. Strophenaufbau: 6 Strophen zu je 5 Versen, Liedhaftigkeit
b. Gleichbleibendes Reimschema (abaab – Mehrfachreim/Kreuzreim); teilweise Binnenreim; 3. Und 6. Strophe durch Reim verknüpft
c. Dreihebiges Metrum, meist daktylisch
4. Sprachlich-stilistische Analyse
a. Wortwahl: volkstümliche Sprache
b. Schlichter Satzbau, teilweise Inversionen
c. Sprachlich-stilistische Mittel
i. Beschreibung der Wirkung des Frühlings durch Personifikation und Metapher („hellen, klingenden, singenden Wellen“)
ii. Anapher und Demonstrativpronomen als Ausdruck der Distanz („Die strebten nach hohen Dingen/Die wollten, trotz Lust und Schmerz“)
iii. Antithese zum Aufzeigen der Freuden und Risiken eines solchen Unternehmens („trotz Lust und Schmerz“)
iv. Verwendung des Diminutivs zur Ironisierung des Schicksals des ersten Gesellen („Bübchen“, „Stübchen“)
v. „verlockend` Sirenen“ als Ausdruck/Symbol der körperlichen Verführung
vi. Synästhesie zur Betonung des Gebrauchs aller Sinne („farbig klingenden Schlund“)
vii. Apostrophé als Ausdruck der Hinwendung zu Gott
viii. Metapher als Ausdruck der Gefühlslage des lyrischen Ichs
ix. Verwendung des Personalpronomens „uns“ zum Einbezug des Lesers
II. Gedichtinterpretation
1. Bewertung des Schicksals der zwei Gesellen durch das lyrische Ich
2. Einordnung des Gedichtes in die Epoche der Romantik
a. Liedhaftigkeit des Gedichtes
b. Verwendung zahlreicher romantischer Motive
i. Sehnsucht und Fernweh
ii. Hoffnung auf große Taten („was Recht`s in der Welt vollbringen“)
iii. Motiv der Wanderschaft
iv. Frühling als Jahreszeit des Aufbruchs
v. Bild vom Meer als Ausdruck der Unendlichkeit etc.
C. Verweis auf anderes Gedicht Eichendorffs (z.B. Sehnsucht) oder auf den Taugenichts; gefordert ist ein abrundender, weiterführender, eigenständiger Gedanke


Diese Seite wurde konzipiert von:


Alexandra Weber



Siehe hierzu auch die Analyse des Gedichtes bei Wikipedia