Erster Weltkrieg

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Thema im Geschichtsabitur


Nordrhein-Westfalen, 2011, 2012 und 2013

Inhaltsverzeichnis

Materialien

Zeitleiste

Kriegsursachen und Kriegsausbruch

Chronologie
  • 28. Juni: Attentat von Sarajevo auf Thronfolger Franz Ferdinand
  • 5./6. Juli: „Mission Hoyos“ und der deutsche „Blankoscheck“
  • 20. bis 23. Juli: Besuch der französischen Regierung in St. Petersburg
  • 23. Juli: Österreichisches Ultimatum an Serbien
  • 25. Juli: Vorbehalte Serbiens gegen Teile des Ultimatums
  • 25. Juli: Österreichische Teilmobilmachung
  • 27. Juli: Russische Teilmobilmachung
  • 28. Juli: Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien
  • 30. Juli: Russische Generalmobilmachung
  • 31. Juli: Österreichische Generalmobilmachung
  • 31. Juli: Deutsches Ultimatum an Russland, seine Mobilmachung einzustellen
  • 31. Juli: Deutsches Ultimatum an Frankreich, sich neutral zu erklären
  • 1. August: Generalmobilmachung und Kriegserklärung Deutschlands an Russland
  • 3. August: Kriegserklärung Deutschlands an Frankreich
  • 3. August: Einmarsch deutscher Truppen in Belgien
  • 4. August: Kriegserklärung Großbritanniens an Deutschland
Die offizielle Bündnissituation in der Julikrise

Anlass für den Ausbruch des 1. Weltkrieges war das Attentat von Sarajewo am 28. Juni 1914, bei dem der Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand, und seine Gemahlin ermordet wurden. Dies führte zur so genannten Julikrise, die in ihrem Verlauf den Ersten Weltkrieg auslöste.

Die Ursachen des 1. Weltkrieges liegen jedoch weiter zurück. So gab es schon weit vor 1914 viele Kriege und Kriesen auf dem Balkan, - eine Folge des Imperialismus und der Kolonialpolitik. Eine erste Problematik und Instabilität der Bündnispolitik zeigt sich bereits unter Bismarck in der Krieg-in-Sicht-Kriese 1875 in der das die anderen Großmächte wirtschaftlich, aber auch militärisch, überagende Deutschland einen Präventivkrieg gegen das wiedererstarkende Frankreich in Erwägung zog ( letztenlich aber für saturiert erklärt wurde) um das Misstruen der übrigen Mächte abzubauen und einen Krieg zu verhindern. Zu diesem Zwecke folgte eine durchdachte auf Geheimdiplomatie beruhende Bündnispolitik Bismarcks.

Die Lage auf dem Balkan war kritisch, ein Weltzkrieg konnte in der Orientkriese 1875-78 aber durch den Berlinerkongress verhindert, der Frieden kurzzeitig wieder hergestellt werden. Doch als "ehrlicher Makler" begann Bismarck einen weiteren Fehler, der zu Kriesen und letztendlich zum 1. WK führte: Er verkleinerte, vergrößerte und verteilte die Balkanländer ohne Rücksicht auf ihre nationalen Interessen um die Großmächte an den Balkan zu binden. Gerade die Besetzung Bosnien-Herzegowinas durch Östereich erwies sich als äußerst verhängnisvoll, sie führte nach der Besetzung 1908 zu inneren Aufständen gegen Östereich und die Türkei,- der Bosnischen Kriese 1908, in der Deutschland durch die Ausbremsung des kriegsbereiten Österreichs einen Krieg verhindert. Die Marokkokriesen 1905 und 1911, sowie die Balkankriese 1912/13 zeigen ebenfalls die extreme Kriesenanfälligkeit des Balkangebiets, was zu verstärkten Rüstungsanstrengungen, Wettrüsten und zur letztlichen Unvermeidbarkeit eines Krieges führt.

Ferner wurde das ausgeglichene Bündnissystem Bismarcks unter Wilhelm II aufgehoben, bzw. nicht verlängert, was Bündnisse zwischen Englan, Frankreich und Russlan, sowie eine Isolation Deutschlands mit sich trug. Durch seine Flottenpolitik verfeindete sich Deutschland zusätzlich mit der Seemacht England, nur Österreich blieb Deutschland aus "Nibelungentreue" als Bündnispartner. Sich verbreitender Nationalismus und Militarismus in den Ländern, sowie ein Wettrüsten im Zeichen des Imperialismus ließen den Krieg in eine immer nähere Zukunft rücken. Russland wollte versuchen seine durch die prärevolutionären Zustände bedingten innenpolitischen Probleme durch einen Krieg zu überdecken, Österreich und Deutschland ihren Noch vorhandenen Rüstungsvorsprung nutzen.

Einen weiteren Punkt stellt zudem die Feindschaft zwischen den einzelnen Mächten dar. Frankreich hofft seit dem Deutsch-Französchen-Krieg 1971 der mit der Annexion Elsass-Lothringens und hohen Reparationskosten für Frankreich endete und die deutsch-französische Feindschaft zementierte. Der ehemalige deutsche Bündnispartner Russland war nach nicht Verlängerung des Rücksicherungvertrages von 1887 und einer durch den Helgoland-Sansibar-Vertrag (1890) bedingten Annährung an England irritiert und stellte sich auf die gegnerische Seite.;Weblinks

Der Erste Weltkrieg als „moderner“ Krieg

Neue Waffe: englischer Tank „Mark I“ im Einsatz in der Schlacht an der Somme
Deutscher Fernmeldesoldat, 1914

Der Erste Weltkrieg war geprägt von den als Folge der Industriellen Revolution neu entwickelten Waffensysteme.

Weblinks

Epochenjahr 1917

Das Jahr 1917 kann insofern als Epochenjahr bezeichnet werden, als zumindest zwei Ereignisse prägend für eine nachfolgende, grundsätzlich veränderte Entwicklung (eine neue Epoche der Geschichte) geworden sind:

Material
"Die welthistorische Bedeutung des Ersten Weltkriegs für die Geschichte des 20. Jahrhunderts macht das Jahr 1917 mit seinen Kriegsereignissen und der russischen Revolution zu einem Epochenjahr der Weltgeschichte."
kurze, einprägsame Übersicht
Weblinks

Kriegsende und politischer Umbruch in Deutschland

...

→ Novemberrevolution 1918

Friedensverträge

...


Einzelne Ereignisse

Weihnachtsfrieden 1914

"Sie sangen Weihnachtslieder, spielten zwischen den Schützengräben Fußball: An Heiligabend 1914 verbrüderten sich deutsche, britische und französische Soldaten für wenige Stunden. Kurz darauf schossen sie wieder aufeinander. Dennoch hat die Feuerpause bis heute Symbolkraft."

Mythos von Langemarck

Bei der belgischen Stadt Ypern entbrannte die erste von insgesamt drei Flandernschlachten im I. Weltkrieg, die Ende November mit dem Erstarren der Front endete. Hierbei trafen hastig zusammengestellte und unerfahrene deutsche Reservistenverbände, die teilweise aus Studenten bestanden und die ohne Artillerieunterstützung auskommen mussten, auf gut ausgerüstete britische Verbände. Die Verluste waren riesig. Um die Niederlage zu verherrlichen, verbreiteten die deutschen Heerführer, dass die jungen Soldaten tapfer und mit dem Deutschandlied auf den Lippen in die "Schlacht bei Langemarck" gezogen wären. Dieser "Langemarck-Mythos" wurde gegen Ende der 20er Jahre auch von den Nationalsozialisten in ihrer Propaganda aufgegriffen. Die NSDAP versuchte hiermit, die gebildete Jugend für sich zu gewinnen und für ihre Politik zu missbrauchen.

  • Geschichtspfad.de - Wiki, das sich u.a. mit dem Mythos von Langemarck beschäftigt.

Am Rande

"Wenn ein Teilnehmer des Ersten Weltkriegs stirbt, ist es den Medien in Frankreich, England, USA immer eine Story wert. Jetzt ist der letzte Deutsche, der den Krieg von 1914 bis 1918 als Soldat erlebte, im Alter von 107 Jahren gestorben - und um ein Haar hätte die deutsche Öffentlichkeit von dem Ende einer Epoche nie erfahren."

Geschichten am Rande

"Zehntausende Menschen, verborgen in Stollen und Gängen: Im Ersten Weltkrieg errichteten Arbeiter unter dem belgischen Ypern ein gigantisches Höhlensystem mit Schutzräumen, Küchen, Kliniken. 90 Jahre danach haben Forscher die Stadt unter der Stadt wieder entdeckt - sie ist erstaunlich gut erhalten."
"Wenn ein Teilnehmer des Ersten Weltkriegs stirbt, ist es den Medien in Frankreich, England, USA immer eine Story wert. Jetzt ist der letzte Deutsche, der den Krieg von 1914 bis 1918 als Soldat erlebte, im Alter von 107 Jahren gestorben - und um ein Haar hätte die deutsche Öffentlichkeit von dem Ende einer Epoche nie erfahren."

Literatur

Quellen

  • Kriegsbriefe gefallener deutscher Juden. Stuttgart-Degerloch 1961.[1]

Anmerkungen

  1. ↑ Die Briefe der Gefallenen des Ersten Weltkriegs sind inzwischen gemeinfrei.

Unterrichtsmaterialien

Der Erste Weltkrieg. Kriegserleben an der Front und in der Heimat, Geschichte betrifft uns, 05/2005, Bergmoser + Höller Verlag AG, ISSN 0176-943X

Linkliste

Karikaturen

Siehe auch