Globen

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Inhaltsverzeichnis

FE-Globen

Lernen mit Geodaten im fliegenden Klassenzimmer

Das Menü von Google-Earth

Das Menü "Google-Earth"-GIS: Links die GIS-Layer; Unten die Steuerung der Bildposition, Zoomen, Drehen oder Einnorden, Bewegen des Kartenausschnitts bzw. der Kugelansicht auch einfach mit gedrückter Maustaste im Bild; Bei gewähltem "Terrain" kann ein Kartenausschnitt auch gekippt werden, dann tritt das Relief hervor.

Die Online-Globen "Google-Earth", "Flashearth" und NASA's "WorldWind" eröffnen eine neue Sichtweise auf unsere Welt, sie führen aber auch zu einer unbewussten Erweiterung unseres individuellen Lebensraumes. Die Globalisierung unserer Wahrnehmung ist die Folge. Dies sollten wir im Geographie-Unterricht thematisieren. Mehr zur Software unter [1].

Der Visionär Al Gore, ehem. Vizepräsident der USA, sah 1998 die Entwicklung voraus:
"I believe we need a 'Digital Earth'. A multi-resolution, three-dimensioned representation of the planet, into which we can embed vast quantities of geo-referenced data." Die GLOBE-Community (auch eine Initiative Al Gores) hat 2006 ihre täglichen Messergebnisse auf NASA's "WorldWind" bereits abrufbar. Die geographischen Anwendungen sind bereits nach dem ersten Jahr der Innovation "Google-Earth" unüberschaubar: Informieren Sie sich selbst:

Die eigentliche Revolution durch die digitalen Online-Globen:

  1. Jeder Lehrer und Schüler kann sich, wenn er einen modernen Rechner hat, die Software und die zugehörigen Geodaten kostenlos auf den eigenen Rechner laden. Damit erreicht Google-Earth nicht nur eine privilegierte User-Gruppe.
  2. Die Erde erforschen zu wollen, das gehört zum Grundverhalten des Menschen, das ist angeboren. Die Online-Globen ermöglichen dies schon im Kinderzimmer.
  3. Der Blick auf unsere Erde fasziniert jeden Menschen. Ein wahres Abbild von der Erde von oben zu sehen, und nicht nur eine abstrakte Karte, das war bisher nur Gästen von Flugzeugen und Astronauten vorbehalten. Google-Earth und WorldWind erzeugen über Satellitenbilder virtuelle Welten am Bildschirm. Die Wirkungen dieser virtuellen Welten auf unser Leben kennen wir noch nicht. Ein Geographie-Unterricht mit Google-Earth hilft "Globalisierung lernen". Schule sollte Jugendliche dabei pädagogisch begleiten.
  4. Die vertikale Sicht von oben und die 3D-Modelle von Google-Earth verändern unser Landschafts-bezogenes Vorstellungsvermögen. So wie in der Evolution erst der aufrechte Gang den Menschen einen lokalen Weitblick ermöglicht hat, so führen auch die Bilder der Fernerkundung zu einem neuen globalen Weitblick. Der ständige Wechsel von grober und feiner Sicht auf unseren Lebensraum durch Zoomout und Zoomin erlaubt etwas auf globaler Ebene, was wir bislang nur in unserem realen Lebensraum unbewusst machen: Wir ordnen unseren unmittelbaren Nahraum in einen größeren Wahrnehmungsraum ein. Diese Kompetenz nennen wir Orientierungsvermögen. Nun brauchen wir neue Orientierungskompetenzen für den globalen Raum.
  5. Die Möglichkeiten zum Drehen, Zoomen, Bewegen und zum Verändern der dargestellten Inhalte (GIS) sind ein zusätzlicher "Spaß-Faktor", der "Google-Earth" beim geographischen Lernen zum Selbstläufer werden lässt. Wir müssen nur darauf achten, dass dieser Selbstläufer nicht außer Kontrolle gerät.
  6. Die freien Programmierschnittstellen bei Google-Earth und bei WorldWin eröffnen in Richtung Geoinformatik völlig neue Wege. Sie auch schulisch zu beschreiten, das wird noch einige Zeit brauchen. Die Schulinformatik ist leider noch nicht so weit.

Tipps zur schulischen Nutzung

Methodische Ansätze:

  1. Veränderungen der räumlichen Wahrnehmung
  2. 3D-Effekte auswerten
  3. Lern- und Behaltenseffekte studieren

Inhaltliche Ansätze:

  1. Topographische Orientierungsübungen
  2. Erkennen geologischer Großstrukturen
  3. Kooperation: Geographie - Geschichte (Schauplätze)
  4. Kooperation: Geographie - Wirtschaft (Verflechtungen)
  5. Kooperation: Geographie - Fremdsprachen (Landeskunde)

Erfahrungsaustausch

Was geht nicht? Was gibt es noch alles? Welche Schülerreaktionen? ...

Siehe auch