Flüchtlinge
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Als Flüchtling im engeren Sinn bezeichnet man eine Person, die ihre Heimat verlassen musste und Schutz in einem fremden Land sucht. Im weiteren Sinn rechnet man auch die meisten Arten von Migranten hinzu.
Damit eine Person im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention
als Flüchtling anerkannt wird, bedarf es strikter Kriterien. Dass jemandem Asyl im Sinne des Grundgesetzes gewährt wird, ist noch an weit engere Kriterien gebunden. Gegenüber dem ursprünglich aufgrund der Erfahrung mit dem nationalsozialistischen Terrorregime im Grundgesetz verankerten Asylrecht ist das heutige Asylrecht durch Artikel 16a GG stark eingeschränkt.[1]
Aufgrund dieser Einschränkungen, die seit dem Schengener Abkommen
vereinheitlicht worden sind, versuchen immer mehr Menschen illegal einzureisen. Dabei nehmen sie nicht selten Fluchthilfe in Anspruch, gehen dabei aber, wie die Bootsflüchtlinge (vgl. Bilder) beweisen, oft lebensgefährliche Risiken ein.
Inhaltsverzeichnis
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Aktuell
- Griechenland baut Graben zur Abwehr von Migranten (4.8.11)
- 200 Flüchtlinge ertrinken im Roten Meer ZEIT online, 6.7.11
- Syrische Flüchtlinge berichten von Gräueltaten (11.6.11)
- Im Flüchtlingscamp an der libysch-tunesischen Grenze entlädt sich die Gewalt (25.5.11)
- Über 450 000 Flüchtlinge kamen von Libyen nach Tunesien. Viele gingen in das Kriegsgebiet zurück. Viele Schwarzafrikaner sind verzweifelt. (sieh auch: taz, Youtube)
- Flüchtlinge von Libyen nach Europa (18.5.2011)
- Gaddafi hindert Flüchtlinge nicht mehr, sondern fördert Flucht.
- Frankreich, Italien und Dänemark unternehmen Vorstöße zu mehr Kontrollen an den Grenzen im Schengenraum (Mai 2011)
- Klaus J. Bade: Zuwanderer braucht das Land, Frankfurter Rundschau, 20.4.11 (Modellrechnungen zeigen, dass Deutschland schon 2015 bis zu drei Millionen Arbeitskräfte fehlen könnten. Deshalb braucht es mittelfristig Zuwanderung aus den nordafrikanischen Ländern, deren Flüchtlinge gegenwärtig durch Frontex
ferngehalten werden)
- Arbeitsblätter zur Frage: Soll Deutschland afrikanische Flüchtlinge aufnehmen? (u.a. "Europas Guantánamos")
- Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof untersagt Abschiebung von Flüchtlingen nach Griechenland
- "In Griechenland, das mit einem massiven Ansturm von Flüchtlingen über die türkische Grenze zu kämpfen hat, werden das Verbot unmenschlicher und erniedrigender Behandlung (Artikel 3) und das Recht auf wirksame Rechtsbeschwerde (Artikel 13) in der Menschenrechtskonvention verletzt, urteilen die Straßburger Richter." (dapd 21.1.2011)
- Amnesty zu Griechenlands Grenzzaun (Januar 2011)
- Über 30 Flüchtlinge ertrinken vor der australischen Weihnachtsinsel (Dezember 2010)
Beispiel einer Unterrichtsplanung
ThemenbereicheGründe für FluchtabwehrDie Devise "Das Boot ist voll." klingt auf europäische Länder angewandt zwar grotesk, wenn man betrachtet, wie viele Flüchtlinge in Ländern der Dritten Welt Zu den Methoden der Fluchtabwehr
Fluchtgründe
Ursachen der Verhältnisse, die zur Flucht führen
FlüchtlingszahlenDas Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen nennt für 2008 folgende Zahlen: 42 Mill. gewaltsam Vertriebene, darunter 15,2 Mill. Flüchtlinge, 827 000 Asylbewerber und 26 Mill. innerhalb eines Landes Geflohene (Binnenflüchtlinge)[5] Illegale EinwandererDie illegalen Einwanderer spielen in Spanien eine wichtige Rolle dafür, dass in der EU Obst und Gemüse kostengünstiger produziert werden können als in Nordafrika. Dadurch verlieren dortige Bauern ihre Absatzmöglichkeiten. Abschiebung
Aktuelles
Situation in einzelnen LändernKongo
vgl. auch: SudanTrotz einer Reihe anderer Konflikte innerhalb des Sudan ist der Darfur-Konflikt bei weitem der folgenschwerste.
Einzelschicksale"Irgendwann dachte ich, ich kann nicht mehr"Er hatte es fast geschafft, aber kurz vor Lampedusa wurde das Boot von der libyschen Küstenwache gerammt. Seine Reise hatte quer durch Afrika geführt. Zurück in Kamerun, schrieb Georges N. seine Geschichte auf[6]:
Anschläge auf Flüchtlinge
Versuche, Flüchtlingen zu helfenWie Fluchthilfe bewertet werden soll, wird sehr unterschiedlich gesehen. So hat z.B. Ricardo Dominguez, ein Dozent in Kalifornien, das GPS-System des Motorola-i455-Handys geknackt und Hinweise auf Wasserstellen in der Wüste zwischen Mexiko und den USA einprogrammiert. Das so umgebaute Handy nennt er Transborder Immigrant Tool und will es an mexikanische Flüchtlinge verteilen lassen, damit diese eine größere Chance haben, diese Wüste zu durchqueren, ohne zu verdursten.[8] Es ist noch unklar, ob dies Hilfsmittel für illegal erklärt werden wird. Möglichkeiten der BearbeitungEinstiegAls Einstieg in das Thema empfiehlt sich der Fall Cap Anamur (vgl. Artikel Fluchthilfe mit den dortigen Hinweisen). Er braucht nur kurz andiskutiert zu werden, denn auch ohne fundierte Bearbeitung zeigt er auf:
BehandlungArbeitsgruppe 1: Fluchtgründe, Gründe für Fluchtabwehr, Flüchtlingszahlen, Zahl der Flüchtlinge, die man aus dem lokalen Umfeld kennt Arbeitsgruppe 2: Untersuchung der Situation eines Landes (z.B. Sudan oder Kamerun) auf Fluchtgründe Arbeitsgruppe 3: Gegenüberstellung von Gründen für die Flucht, Gefahren während des Weges, Lebensmöglichkeiten im Zielland - Frage: Was müsste geschehen, um Georges zu helfen? Auswertung Gruppenpuzzle, dann Planung einer Aktion:
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Unterrichtsmaterialien
- Unterrichtsmaterialien zum Thema "Flüchtlinge" (Karl Kübel Stiftung)
- 12 Lernstationen (als PDF-Dateien zum kostenlosen Download)
- Pierre Simonitsch (FR vom 07.07.2010): Flüchtlinge • Jung, gebildet - nicht willkommen[9]
Filme
- Festung Europa
, Film, 2000
- Der Marsch
, Film, 1990
Einzelnachweise
- ↑ Nach deutschem Recht haben Einreisende aus so genannten sicheren Drittländern kein Recht auf Asyl in Deutschland. (http://bundesrecht.juris.de/gg/art_16a.html)
- ↑ Allein in Südafrika leben mit 7 Millionen mehr illegale Flüchtlinge als in der gesamten EU (ZEIT, 24.9.09, S.14)
- ↑ In Deutschland wird man dabei vor allem an Naziterror und Konzentrationslager denken.
- ↑ In Deutschland in äußerster Steigerung unternommen im Holocaust
- ↑ http://www.unhcr.org/4a375c426.html (Zahlen vom 16.6.09; abgerufen am 10.8.09)
- ↑ Bericht der taz vom 2.7.2009
- ↑ In München organisierten vier Bürger mit mehreren hundert Helfern am 6. Dezember 1992 die erste Lichterkette in Deutschland. Dies führte in mehreren deutschen Großstädten zu weiteren Lichterketten-Demonstrationen, an denen sich insgesamt fast eine Million Demonstranten beteiligt haben sollen (300.000 in München, 250.000 in Hamburg, 300.000 in Essen, 100.000 in Nürnberg) ( Lichterkette (Protest)
) Dies scheint ein Beweis, dass sich Massendemonstrationen gegen Menschenrechtsverletzungen organisieren lassen. - ↑ Vgl.: Julia Niemann (taz vom 19.11.2009): Handy-Tool für illegale Immigranten • Flüchtlings-Hilfe mit GPS
- ↑ Die UN
suchen für 800.000 Flüchtlinge eine neue Heimat - Europa verweigert sie ihnen, obwohl viele Staaten wirtschaftlich und demografisch nur gewinnen könnten.
Linkliste
- Neueste Meldungen zu Flüchtlingsfällen von Pro Asyl
- Flüchtling
- Boatpeople
- Genfer Flüchtlingskonvention
- Asyl
- Vertreibung
- Flucht aus DDR
- Flucht in der deutschen Nachkriegszeit
- Hilfe für alleinstehende minderjährige Flüchtlinge
Siehe auch
- Integration
- Kassandra (Rittberger) (Theaterstück über das Schicksal von Mittelmeerflüchtlingen)
- Migrant
- Fluchthilfe
- Libanon#Palästinensisches Flüchtlingsproblem
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