Das Vektorprodukt ... geht das auch anschaulich?
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Motivation
Mit Hilfe des Vektorproduktes lässt sich ein zu zwei vorgegebenen Vektoren orthogonaler Vektor bestimmen, die gemeinsam ein Rechtssystem aufspannen. Bei Abstandsberechnungen ist das Vektorprodukt ein hilfreiches Instrument. Das Vektorprodukt hat vor allem in der Physik viele Anwendungen. Im folgenden Beitrag soll eine Anwendung beispielhaft näher vorgestellt werden.
Fachlicher Hintergrund
Physikalischer Hintergrund
Eine Kraft , die auf ein Teilchen am Ort
bezüglich des Ursprungs wirkt, verursacht ein Drehmoment
(die Kraft, die die Drehbewegung bewirkt). Das Drehmoment ist ein Vektor mit Betrag
und steht senkrecht auf
und
, hierbei ist
der Winkel zwischen
und
. Folglich gilt für das Drehmoment:
.
Mathematischer Hintergrund
Die Schüler verfügen über grundlegende Kenntnisse von Vektoren.
Die Schüler kennen die grundlegenden Funktionen von Archimedes 3D.
Die Aufgabe kann zur Einführung der Formel verwendet werden. Hierbei muss nicht zwingend die Formel zur Berechnung des Vektorproduktes
bekannt sein.
Aufgabenstellung
|
Ein Fahrradpedal ist im Abstand (i) (ii) |
Bezug zum Lehrplan
Die Behandlung des Vektorproduktes ist nach dem Lehrplan kein obligatorisches Thema. Für die Behandlung im Leistungskurs wird es jedoch explizit als ergänzendes Thema genannt, denn besonders Abstandsberechnungen lassen sich mit Hilfe des Kreuzproduktes besonders elegant lösen.
Didaktischer Kommentar
Die Behandlung des Vektorproduktes ist im Unterricht der Jahrgangsstufen 12 und 13 nicht verpflichtend, jedoch ein oft gewähltes ergänzendes Thema. Dieser Beitrag zeigt eine Anwendung des Vektorproduktes, für die das Kalkül zur Berechnung des Vektorproduktes nicht benötigt wird. Durch die Behandlung des Zusammenhangs zwischen der Fläche des von den beiden Vektoren aufgespannten und dem Betrag des Vektorproduktes können sich die Schüler eine geometrische Vorstellung des Vektorproduktes machen. Es ist wichtig diese geometrische Vorstellung bei Schülern zu schaffen, da das Kreuzprodukt sonst zu einem sinnentleerten Kalkül wird, das die Schüler benutzen ohne zu verstehen warum.
Quellen
- Hans Bock, Werner Walsch: Mathematik: entdecken, verstehen, anwenden. Analytische Geometrie/ Lineare Algebra. München: R. Oldenbourg Verlag GmbH, 1994. ISBN 3-637-13027-0
- Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen: Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II – Gymnasium/Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen, Mathematik. Frechen: Ritterbach Verlag GmbH, 1999
- Paul A. Tipler, Gene Mosca: Physik für Wissenschaftler und Ingenieure. Zweite deutsche Auflage herausgegeben von Dietrich Pelte. Berlin, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag, 2007. ISBN 978-3827411648 (
Vorwort zur deutschen 6. Auflage)

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