Markus Werner
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Markus Werner
Geboren 1944 in der Schweiz, von 1975 bis 1990 arbeitete er als Lehrer, lebt im Kanton Schaffhausen
- "Stadt und Kanton Schaffhausen ehrten am Sonntag 20. Januar 2008 Markus Werner für sein herausragendes literarisches Schaffen. Anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums der Schaffhauser Buchwoche wurde ihm in der Rathauslaube für sein literarisches Gesamtwerk den Ehrenpreis von 10'000 Fr überreicht."
Am Hang
S.Fischer Verlag 2004. Gebunden. 190 Seiten, 19,90 €. ISBN 3-10-091066-4
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Ein überschaubarer Handlungsort, ein kurzer Zeitraum, wenige Hauptfiguren und nur 200 Seiten Text! Zwei Männer unterhalten sich zwei Abende lang in einem Hotel in den Bergen, am Ende ist der ältere verschwunden und der jüngere bleibt verwirrt und mit Schuldgefühlen zurück. Warum das so ist, weiß man nicht genau, kann man nur ahnen. Und dennoch ist dies ein spannendes Buch. Warum? Zuerst einmal weil die beiden Männer deutliche Gegensätze sind, sowohl im Alter, im Beruf als auch in der Weltsicht. Ganz zu schweigen von ihrem Verhältnis zu Frauen. So drehen sich die Gespräche um Gott und die Welt - und um Frauen. Des Weiteren drängt sich dem Leser immer stärker der Verdacht auf, dass eine untergründige Beziehung zwischen den Männern herrscht und nicht alles auf den Tisch kommt, was wichtig wäre. Und schließlich macht sich eine Ahnung breit, dass das untergründig Gemeinsame etwas mit den Frauenbeziehungen der beiden zu tun haben könnte. Wie gesagt, ein spannendes Buch mit vielen scharfsichtigen und scharfzüngigen Gedanken und Beobachtungen zur aktuellen Befindlichkeit. Die besten kommen übrigens von dem älteren der beiden Herren: Er ist Lehrer und ein wenig resigniert ! Schon dessen Äußerungen über die Schule und die Schulbürokratie wegen lohnt sich die Lektüre des Romans. U.a. erzählt dieser Lehrer, Loos sein Name, einen seiner LQS-Träume so:
Hinzuzufügen ist, dass Lehrer Loos in der Schweiz unterrichtet, wo es das LQS tatsächlich gibt, siehe zum Beispiel: Evaluation der lohnwirksamen Beurteilung der Lehrkräfte im Kanton Schaffhausen
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Rezensionen und Materialien
- "Markus Werners Roman »Am Hang« liest man am besten von hinten nach vorne
- Es gibt Bücher, die man zweimal lesen will – das ist der Glücksfall. Und es gibt Bücher, die man zweimal lesen muss – das ist der Fall von Markus Werners Am Hang, dem siebten Roman des bald sechzigjährigen und von Buch zu Buch bislang nur immer virtuoseren Schweizer Erzählers." (Von Andreas Isenschmid © DIE ZEIT 16.09.2004 Nr.39)
- Rezension Stuttgarter Zeitung (06.08.2004): "Mitten im Leben - wo ist das?"
- Rezension Die Welt (07.08.2004): "Poesie des Abgrunds"
- Rezension von Oliver Pfohlmann in der Reihe „Junge Literaturkritik“ - ein gemeinsames Projekt von ARTE und dem Rezensionsforum literaturkritik.de.
- "Seit seinem Erstling von 1984, "Zündels Abgang", ist der 60-jährige Schweizer Markus Werner ein Garant für suchterzeugende Prosa. In nun sieben Romanen voller Tragikomik, (Selbst-)Ironie und virtuosem Humor präsentiert der ehemalige Lehrer seine sympathischen Dünnhäuter: Identifikationsfiguren wie jenen Fünfziger, der sich Loos nennt und als Altphilologe vorstellt. Schwerblüter, denen die Welt abhanden gekommen ist und die sich vor lauter Verzweiflung eine misanthropische Maske aufsetzen."
Einen Vorschlag für eine Unterrichtseinheit in Klasse 11 findet man in Eva und Gerald Rainer, Carsten Gansel: Zeitgenössische Prosa, Unterrichsvorschläge und -materialien zu 14 Romanen. Veritas-Verlag Linz 2006, S. 211-236. ISBN: 978-3-7058-7124-3
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