Netzliteratur

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de

Wechseln zu: Navigation, Suche

Einordnung

Mit dem Wandel von der speicherarmen Diskette zum multimedialen Web haben sich die Möglichkeiten von Hypertext und Hyperfiction drastisch erweitert. Gerade die visuellen und akustischen Mittel werden heute stärker genutzt, weshalb man mittlerweile auch gern von Hypermedia spricht. Dadurch treten die Textanteile zurück, Hyperfiction nähert sich der Ästhetik einer elektronischen Medienkunst an und nimmt Elemente von Computerspielen auf. Auch in Deutschland ist Mitte der 90er Jahre eine eigene Netzliteratur-Szene von ambitionierten, jungen Autoren entstanden. Entscheidend stimuliert wurde die Produktion von Hyperfiction durch die Wettbewerbe der Wochenzeitung DIE ZEIT (1996-99). Ausgezeichnet mit dem Pegasus-Preis wurde u.a. das Projekt Die Aaleskorte der Ölig (1998) der Essener Autoren Frank Klötgen und Dirk Günther. In ihrem Bilderdrama muss der Leser bzw. Zuschauer die Abfolge der 20 Szenen und die jeweiligen Besetzung der Hauptrolle wählen. Daraus ergibt sich eine unendliche Zahl an Variationen der Geschichte. Im Vorspann heißt es daher lapidar: "Regie und Drehbuch: zuschauergeneriert."

Netzliteratur (Uni Duisburg-Essen)

Weblinks


Siehe auch