Wissen
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Wissen zu vermitteln bzw. es zu ermöglichen, dass jemand sich Wissen aneignen kann, ist ein allgemeines Unterrichtsziel. Neben diesem Ziel der Wissensvermittlung gewinnt zunehmend die Vermittlung und Aneignung von Kompetenzen an Bedeutung.
Inhaltsverzeichnis |
Welches Wissen?
Der Begriff Wissen umfasst verschiedene Bedeutungen und wird in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. So kann man wohl zumindest Folgendes unterscheiden:
- Alltagswissen <-> Expertenwissen
- Faktenwissen <-> Regelwissen und Methodenwissen
Die Vermittlung von Faktenwissen im Sinne von enzyklopädischem Wissen tritt in seiner Bedeutung zunehmend hinter der Vermittlung von Methodenwissen bzw. Methodenkompetenzen zurück.
Definition
| Wissen (ahd. wischan, gesehen haben) bezeichnet die Gesamtheit aller organisierten Informationen und ihrer wechselseitigen Zusammenhänge, auf deren Grundlage ein vernunftbegabtes System handeln kann.
Das Wissen erlaubt es einem solchen System - vor seinem Wissenshorizont und mit der Zielstellung der Selbsterhaltung - sinnvoll und bewusst auf Reize zu reagieren. Die Epistemologie, die den griechischen Wortstamm für Wissen (episteme) im Namen trägt, ist die Lehre von der Erkenntnis. Erkenntnis folgt erst dann aus Wissen, wenn erkannt wird, welche Relevanz die Einzelinformationen für die Lösung eines gegebenen Problems besitzen. Wissen kann man demnach also als potentielle Nutzinformation definieren. Das Wissen erfordert eine aussagekräftige Erklärung bzw. Begründung. Grundlegendes Kriterium ist das der Überprüfbarkeit bzw. Nachvollziehbarkeit. Als weiterer Maßstab gilt die Übereinstimmung des Wissens mit der wahrnehmbaren Realität. [...] Wissen steht seit der griechischen Philosophie im Gegensatz zur Meinung. Demnach impliziert Wissen Wahrheit und kann durch keine Argumentation widerlegt werden, während eine Meinung zwar wahr sein kann, aber diskutabel ist.
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Denkanstöße
| [...] In der Bildungsdiskussion der letzten Jahre wurde weltweit übereinstimmend festgestellt, dass eine moderne Wissensgesellschaft
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- Werner Marx (Max-Planck-Institut für Festkörperforschung Stuttgart): Wächst der Wissenschaft das Wissen über den Kopf? (PDF-Datei, 19 Seiten) - (verfasst 1994, aktualisiert im Juli 2005)
Unterricht
Material
- Uwe H. Bittlingmayer (Uni Bielefeld): Zwischen Prekariat und neuer Wissenselite (PDF-Datei, 31 Seiten)
- Zur Erklärungskraft der Zeitdiagnose „Wissensgesellschaft“ (Folien/Präsentation)
Literatur
- Daniel Geiger & Georg Schreyögg: Wenn alles Wissen ist, ist Wissen am Ende nichts?!, in: DBW, 63. Jhrg., 2003.
- Jean-François Lyotard: Das postmoderne Wissen. Ein Bericht (Towards the Postmodern), Passagen-Verlag, Wien 1999.
- Matthias Vogel & Lutz Wingert (Hg.): Wissen zwischen Entdeckung und Konstruktion. Erkenntnistheoretische Kontroversen, Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 2003.
- Paschen, Harm: Zur Entwicklung menschlichen Wissens Die Aufgabe der Integration heterogener Wissensbestände. März 2005
- Jacques Maritain: Die Stufen des Wissens. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1954
Weitere externe Links
- Wissen
- Kollektive Wissenskonstruktion
- Universal Access: Wem gehört das Wissen? Artikel von Rainer Kuhlen
- Sonderforschungsbereich/Forschungskolleg "Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel" der Johann-Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
- Langzeitgedächtnis
- Intelligenz
, Kollektive Intelligenz
, Künstliche Intelligenz
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