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(Rotation um die x-Achse)
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Das Volumen des Körpers beträgt <math>V=294\pi * </math>
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Das Volumen des Körpers beträgt <math>V=294\pi</math>
===Approximation von Funktionen===
===Approximation von Funktionen===

Version vom 11. Januar 2009, 15:56 Uhr

Kurzinfo
Kurs
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Inhaltsverzeichnis

Funktionsbegriff und wiederholende Betrachtung elementarer Funktionsklassen

Funktionen sind eindeutige Zuordnungen, dass heißt, man muss jedem Element der Defintionsmenge genau ein Element der Wertemenge zuordnen können.

Umgangssprachlich ausgedrückt, bedeutet die Definition, dass man aus jedem Wert, den man in die Funktion einsetzen darf, ein Ergebnis errechnen kann. Ausserdem darf man nicht zwei oder mehr Ergebnisse für einen Ausgangswert erhalten (sonst wäre die Funktion nicht eindeutig). Stellt man sich die Funktion anschaulich als Graph vor, dann darf der Graph nie senkrecht zur x-Achse (allgemeiner und richtiger: der Achse mit den Elementen der Definitionsmenge) verlaufen oder an einer Stelle der Achse zwei Werte abzulesen sein.

Definitionsmenge

Die Defintionsmenge ist die Menge der Werte, für die eine Funktion definiert ist, das heißt, für welche Bereiche von LaTeX: x bei LaTeX: f%28x%29 die Funktion ein gültiges Ergebnis liefert.

Beispiel:

LaTeX: f%28x%29%3D%7B1%5Cover2%7Dx%5E2%20%5C%2C
LaTeX: %5Cmathbb%7BD%7D%3D%5C%7B%5Cmathbb%7BR%7D%5C%7D%20%5C%2C

Wertemenge

Die Wertemenge beschreibt die Menge der Zahlen, die aus der Funktion resultieren.

Beispiel:

LaTeX: f%28x%29%3De%5Ex%20%5C%2C
LaTeX: W%3D%5C%7BR%20%7C%20f%28x%29%3E0%5C%7D%20%5C%2C

Funktionsterm

Funktionsgleichung

Die Funktionsgleichung beschreibt die mathematischen Rechenvorschriften, welche die Funktion beinhaltet. Es gibt mehrere Notationsformen:

f(x) = x² (sprich "f von x ist gleich...")

x -> x²

x² wäre in diesem Fall der Funktionsterm.

Funktionsgraph

Ein Funktionsgraph ist die gemalte Version einer Funktion oder gehoben ausgedrückt die Visualisierung. Ein Funktionsgraph zeigt meist den Verlauf einer Funktion in einem bestimmten Interval, wobei die Elemente der Definitionsmenge aus der x-Achse eines karteisischen Koordinatensystems aufgetragen werden. Die zugeordneten Werte werden auf die y-Achse des gleichen Systems aufgetragen.

Um einen Funktionsgraphen zu skizzieren muss man die charakteristischen Punkte einer Funktion durch eine Funktionsuntersuchung bestimmen. Diese Punkte sind Nullstellen, Wendepunkte und Extrempunkte. Weiterhin muss man den Verlauf der Funktion für große beziehungsweise kleine Werte bestimmen.

Ein Funktionsplotter wie Derive kann einen Funktiongraphen perfekt darstellen. <<< Beschreibung wie man in Derive einen Funktionsgraphen bekommt >>>

Verschiedene Funktionstypen haben charakteristische Funktionsgraphen. <<< Bilder von Typen einfügen >>>

Wertetabelle

Eine Wertetabelle ist eine Tabelle, die zusammengehörende Werte auflistet. Für eine Funktion kann man so einige zusammengehörige x- und y-Werte auflisten und anschließend mit deren Hilfe einen Graph zeichen, wenn man die Wertepaare in ein Koordinatensystem einträgt.

Umkehrfunktion

Die Umkehrfunktion dreht die Ursprungsfunktion um, statt den Elementen der Definitionsmenge diejenigen der Ergebnissmenge zuzuordnen, ordnet die Umkehrfunktion den Werten der Ergebnissmenge die der Definitionsmenge zu. Bei der Umkehrfunktion wird also die Definitionsmenge der Ursprungsfunktion zur Ergebnissmenge und die Ergebnismenge der Ursprungsfunktion zur Definitionsmenge.

Einführung des Ableitungsbegriffs

Änderungsrate einer Funktion; Steigung eines Graphen

Die Werte einer Funktion unterscheiden sich voneinander und haben somit, betrachtet man sie als eine Kette, eine Änderungsrate. Man kann also die Unterschiede zwischen den einzelnen Funktionswerten beschreiben, wieder durch eine andere Funktion. Diese Funktion beschreibt dann die Änderungsrate der Funktion.

Betrachtet man die Funktion mit dem Graphenmodell, also einer visuellen Veranschaulichung, dann spiegelt sich die Änderungsrate der Funktion in deren Verlauf als Steigung wider.

Differenzquotient

Grenzwert des Differenzquotienten

Bestimmung durch algebraische Vereinfachung des Quotienten

Ableitung einer Funktion an einer Stelle - Ableitungsfunktion

Berechnung von Ableitungen elementarer Funktionen

Die Ableitung an einem Punkt LaTeX: x_1 sagt aus, mit welcher Steigung die Tangente an LaTeX: x_1 verläuft. Man berechnet somit die Steigung eines bestimmten Punktes LaTeX: x_1 auf einer Funtkion LaTeX: f%28x%29%3Dax%5En%5C%2C.

Wenn LaTeX: f%28x%29%3Dax%5En%5C%2C; n€N, ergibt sich mit dem Grenzwert der Sekantensteigung folgende allgemein gültige Ableitung:

LaTeX: f%20%27%28x%29%3Danx%5E%7Bn-1%7D%5C%2C

Ableitungsfunktionen bzw. höhere Ableitungsfunktionen

Die Ableitungsfunktion ist der Funktionsterm der Tangente an dem Punkt LaTeX: x_i, durch das Anwenden der oben genannten Ableitungsregel: LaTeX: f%20%27%28x%29%3Danx%5E%7Bn-1%7D%5C%2C.

Erläuterung an einem Beispiel: LaTeX: f%28x%29%3Dx%5E2%2B2%5C%2C

LaTeX: f%28x%29%3D1x%5E2%2B2%5C%2C

Die einzelnen Summanten werden einzelnd abgeleitet;im konkreten Fall LaTeX: x%5E2 und LaTeX: 2. Bei dem zweiten Teil muss beachtet werden, dass LaTeX: 2%5C%2C in LaTeX: 2%2Ax%5E0%5C%2C umgeschrieben werden kann, da LaTeX: x%5E0%3D1%5C%2C.

Basierend auf diesen Fakten, kommt man zur folgender Rechnug:

LaTeX: f%20%27%28x%29%3Danx%5E%7Bn-1%7D%20%3D%201%2A2%2Ax%5E%7B2-1%7D%2B%200%2A2%5E%7B0-1%7D%20%3D%202%2Ax%5E1%20%2B%200%20%3D%202x%5C%2C

Es ist erkennbar, dass die Konstante LaTeX: 2 beim Ableiten verällt. Das geschieht mit jeder Konstante <\,/math>.

Typische Ableitungskalküle

Summenregel

Maehnrot.jpg
Merke:

{{{MERK}}}


Beispiel mit LaTeX: %20g%28x%29%3Dx%5E2%20%5C%2C und LaTeX: %20h%28x%29%3Dx%5E3%20%5C%2C

LaTeX: %20f%28x%29%3Dx%5E2%20%2B%20x%5E3%20%5C%2C

In die Formel eingesetzt lautet der Term:

LaTeX: %20f%27%28x%29%3D2x%20%2B%203x%5E2%20%5C%2C


Würde man die Funktionen einzeln ableiten erhält man für:

LaTeX: %20g%28x%29%3Dx%5E2%20%5C%2C

das Ableitungsergebnis

LaTeX: %20g%27%28x%29%3D2x%20%5C%2C

und für

LaTeX: %20h%28x%29%3Dx%5E3%20%5C%2C

das Ableitungsergebnis

LaTeX: %20h%27%28x%29%3D3x%5E2%20%5C%2C


Da das Ergebnis dasselbe ist, ist es egal, ob man die Sumanden einzeln ableitet, oder ob man die Formel benutzt.

Faktorregel

Wenn eine Funktion LaTeX: f%28x%29%3Da%2Av%28x%29%20%5C%2C mit dem Vorfaktor LaTeX: a%5C%2C abgeleitet werden soll, dann wird der Faktor LaTeX: a%5C%2C in der Ableitung der Funktion unverändert beibehalten.


Bei der Ableitung muss gelten:

LaTeX: v%28x%29%5C%2C muss differenzierbar sein, sodass auch LaTeX: f%28x%29%5C%2C mit LaTeX: f%28x%29%20%3D%20a%2Av%28x%29%20%28a%5Cin%20%5Cmathbb%7BR%7D%29%20%5C%2C differenzierbar ist.



Beispiel: Wir nehmen die Funktion:

         LaTeX: f%28x%29%3Da%2Av%28x%29%5C%2C

Die Ableitung dieser Funktion lautet also:

        LaTeX: f%27%28x%29%3Da%2Av%27%28x%29%5C%2C
Zahlenbeispiel:

LaTeX: f%28x%29%3D3x%5E2%20%5C%2C

LaTeX: f%27%28x%29%3D3%2A2%2Ax%20%3D6x%5C%2C


Quelle:

Dudenverlag Abiturwissen Mathematik

Umkehren des Ableitens

Die Umkehrung des Ableitens wird auch als Integrieren bezeichnet. Die Funktion, die sich beim Integrieren der Funktion LaTeX: %20f%28x%29%20%5C%2C ergibt, nennt man auch Stammfunktion LaTeX: %20F%28x%29%20%5C%2C der Funktion LaTeX: %20f%28x%29%20%5C%2C.

Das Umkehren des Ableitens ist außerdem eine Methode zum Ausrechnen von Flächeninhalten unter einem Graphen.


Zur Bestimmung der Stammfunktion im Allgemeinen:


Gegben sei die Funktion LaTeX: %20f%28x%29%3D%204x%5E5%20%5C%2C

Die Ableitung dieser Funktion ist

LaTeX: %20f%27%28x%29%3D%2020x%5E4%20%5C%2C.

Man sieht, dass der Exponent nach vorne gezogen wurde und mit dem Koeffizienten multipliziert wird. Der Exponent wird danach um eins kleiner.

Beim Integrieren benutzt man dieses Wissen, da der Exponent um eins größer werden muss und der Koeffizient mit dem Kehrwert des neuen Exponentes multipliziert werden muss, um die Ausgangsfunktion wieder zu erhalten.


Bei der nun neuen Funktion LaTeX: %20f%28x%29%3D%2020x%5E4%20%5C%2C muss man, wie oben beschrieben, den Exponenten 4 um eins auf 5 erhöhen, und den Koeffizienten 20 durch den neuen Exponenten 5 teilt.


Die daraus resultierende Funktion LaTeX: %20F%28x%29%3D%20%7B20%20%5Cover%205%7D%20x%5E%7B4%2B1%7D%5C%2C entspricht der Stammfunktion LaTeX: %20F%28x%29%3D%204x%5E5%5C%2C.


Quelle:

http://www.mathe-online.at/mathint/int/i.html#4

Funktionsuntersuchung

Bei einer Funktionsuntersuchung (Kurvendiskussion) wird der Graph einer Funktion hinsichtlich seines Verlaufs und seiner Eigenschaften untersucht. Dabei geht man auf Definitions- und Wertebereich, Grenzverhalten, Symmetrie, Schnittpunkte mit den Koordinatenachsen, Extrempunkte, Wendepunkte, sowie eventuelle Polstellen ein. Zur Veranschaulichung fertigt man anhand der zuvor ermittelten Ergebnisse eine Skizze des Graphen an.

Grenzverhalten

Hier wird das Verhalten des Graphen bestimmt, wenn dieser sich den Grenzen des Definitionsbereichs annähert. Dies wird durch den Limes ausgedrückt, der besagt, welchem Wert sich der Graph anschmiegt.

Symmetrie

Ein Funktionsgraph kann folgende symmetrische Eigenschaften aufweisen: Punktsymmetrie oder Achsensymmetrie, muss jedoch nicht symmetrisch sein. Allgemein lässt sich sagen, dass Polynomfunktionen mit ausschließlich ungeraden Exponenten punktsymmetrisch zum Ursprung sind und Polynomfunktionen mit ausschließlich geraden Exponenten (auch absolutes Glied) achsensymmetrisch zur Y-Achse sind. Es gilt:

   f(-x) = f(x) , dann ist der Graph von f achsensymmetrisch bezüglich der Y-Achse.
   f(-x) = -f(x) , so ist der Graph von f punktsymmetrisch bezüglich des Ursprungs.

Schnittpunkte mit den Koordinatenachsen

Nimmt man f(0), so errechnet man den Y-Achsenabschnitt. Um die Nullstellen zu berechnen setzt man die Funktion mit 0 gleich und löst dann nach x auf. Bei komplizierten Funktionen kann man hierzu auf Polynomdivision oder Substitution, sowie den Taschenrechner zurückgreifen. Um zu wissen ob der Graph über oder unter der X-Achse verläuft, nutzt man Vorzeichenintervalle.

relative und absolute Extremalpunkte

Zunächst muss man die erste Ableitung der Funktion bilden und diese mit 0 gleichsetzen. Um die X-Werte der Extrempunkte zu berechnen, kann man auf die gleichen Rechenmethoden zurückgreifen, die man bei der Nullstellenbestimmung auch schon benutzen konnte. Den/Die errechneten X-Wert/e setzt man nun in die Ausgangsfunktion ein und erhält dadurch die Y-Koordinate des Extrempunktes. Man unterscheidet die Extrema in Hoch-, Tief- und Sattelpunkte. Um herauszufinden, welches der 3 Extrema vorliegt, nutzt man Monotonieintervalle. Außerdem unterscheidet man relative (lokal) und absolute (global) Extremalpunkte. Relative Extremalpunkte beziehen sich auf ein bestimmtes Intervall des Graphen, Absolute auf den gesamten Graph.

Monotonie

Die Monotonie sagt etwas darüber aus, ob die Funktionswerte einer Funktion immer größer oder kleiner werden.

Werden die Funktionswerte (y-Werte) mit zunehmendem x immer größer, so heißt die Funktion streng monoton steigend. Der Graph steigt dann nach rechts immer weiter an.

Werden die Funktionswerte mit zunehmendem x immer kleiner, so heißt die Funktion streng monoton fallend. Der Graph fällt dann nach rechts immer weiter ab.

Ist eine Funktion weder streng monoton fallend noch steigend, kann sie immer noch monoton sein. Man spricht von einer monoton steigenden Funktion, wenn die Funktionswerte immer mehr zunehmen oder konstant bleiben. Analog dazu sind monoton fallende Funktionen, Funktionen die immer mehr abnehmen oder zumindest konstant bleiben (dies trifft beispielsweise bei einem Sattelpunkt zu).

Weist eine Funktion positive und negative Steigung auf, weist sie keine Monotonie auf.

Man kann die Monotonie einer Funktion immer nur für ein bestimmtes Intervall angeben.

Wendepunkte

Wendepunkte ermittelt man mit Hilfe der 2. Ableitung, indem man diese 0 setzt. Am Wendepunkt ändert der Graph die Richtung seiner Krümmung. Man kann erneut die bereits erwähnten mathematischen Operationen (s.o.: Achsenschnittpunkte) durchführen um die X-Werte der Wendepunkte herauszufinden. Die X-Werte setzt man nun in die Ausgangsfunktion ein um die Y-Koordinate des Wendepunktes zu erhalten. Krümmungsintervalle zeigen auf, in welche Richtung sich der Graph krümmt.

Krümmungsverhalten

Die Krümmung einer Funktion gibt an, ob der Graph eine "Linkskurve" oder eine "Rechtskurve" beschreibt. Zur Vereinfachung kann man sich denken, man sitzt in einem Auto und fährt den Graphen ab. Müsste man dabei nach links lenken, heißt die Funktion linksgekrümmt oder konvex. Müsste man nach rechts lenken, heißt die Funktion rechtsgekrümmt oder konkav.

vollständige Kurvendiskussion

Eine vollständige Kurvendiskussion besteht aus den oben genannten Schritten, die wir anhand eines Musterbeispiels genauer erläutern wollen. Dazu sei LaTeX: f%28x%29%20%3D%202x%5E4%2B7x%5E3%2B5x%5E2

Grenzverhalten: LaTeX: %5Clim_%7B%7Cx%7C%5Cto%5Cinfty%7D%3D%5Cinfty


Symmetrie: LaTeX: f%28x%29 hat gerade und ungerade Exponenten. Der Graph besitzt daher weder eine Symmetrie zum Ursprung noch eine Symmetrie zur Y-Achse.


Schnittpunkte mit den Koordinatenachsen:

Y-Achsenabschnitt: Da die Funktion kein absolutees Glied aufweist, liegt der Y-Achsenabschnitt im Ursprung.[ f(0)=0 ]

Nullstellen:

           Ansatz: f(x)=0
           x²(2x²+7x+5)=0
           Lösung: x=0 v x=-1 v x=-2,5 (p-q-Formel)


Extrempunkte: 1.Ableitung f'(x)=8x³+21x²+10x

      Ansatz f'(x)=0
      x(8x²+21x+10)=0
      Lösung x=0 v x=-0.625 v x=-2

Diese X-Werte setzt man nun in die Ausgangsunktion ein, um die Y-Koordinaten der Extrempunkte herauszubekommen. Extrempunkte T1(0|0), H(-0,625|0,55), T2(-2|-4)


Wendepunkte: 2.Ableitung f´´(x)=24x²+42x+10

       Ansatz f´´(x)=0
       x LaTeX: %5Capprox 0,28 v x LaTeX: %5Capprox -1,47

Diese X-Werte setzt man nun in die Ausgangsunktion ein, um die Y-Koordinaten der Wendepunkte herauszubekommen. Wendepunkte W1(-0,28|0,25), W2(-1,47|-2,09)

Zeichnung des Graphen mit Geogebra: Fx.jpg

Bestimmung funktionaler Zusammenhänge

Bestimmung von Funktionen mit vorgegebenen Eigenschaften

Die Bestimmung von Funktionen mit vorgegebenen Eigenschaften ist der umgekehrte Vorgang zur Kurvendiskussion. Bei ihr hat man normalerweise eine Funktionsgleichung und versucht mit Hilfe von Schnitt-, Extrem- und Wendepunkte usw. den Graphen zu beschreiben, um ihn zeichnen zu können. Bei der Funktionsbestimmung macht man im Prinzip dasselbe rückwärts. Durch beispielsweise in einer Textaufgabe gegebene Eigenschaften kann man Bedingungen aufstellen und schließlich eine Funktionsgleichung bestimmen.

Allgemein

Es geht um das Bestimmen von Funktionsgleichungen zu Graphen oder auch nur zu Aufgaben. Oftmals ist ein Graph gegeben oder einfach mehrere Punkte bzw. Eigenschaften. Manchmal muss man diese so genannten Bedingungen auch aus einem Text entnehmen. Voraussetzung ist also, dass man genügend Daten / Eigenschaften / Bedingungen hat.

Vorgehensweise

Aus einem Aufgabentext kann man die verschiedenen Bedingungen herauslesen. Ist bei einer Kosten-Nutzenfunktion beispielsweise der maximale Gewinn bei dem Punkt P angegeben (also ein Hochpunkt), so ist die erste Ableitung an diesem Punkt Null. Bei Schnittpunkten mit der X-Achse ist die ganz normale Funktion mit null gleichzusetzen - bei Wendepunkten natürlich die zweite Ableitung. Es müssen nicht immer Nullstellen der Funktion / Ableitung sein; es können auch verschiedene Steigungen oder ähnliches gegeben werden.

Generell gilt: drei Bedingungen beschreiben eine Funktion 2. Grades, 4 Bedingungen ergibt 3. Grades usw.

Wenn man nur einen Graphen hat muss man entsprechende Bedingungen aus der Grafik entnehmen. Das funktioniert aber sonst gleich: Graph anschauen, verschiedene Bedingungen finden und rausschreiben.

Wenn man alle Bedingungen gefunden hat, den Grad der Funktion bestimmt hat und sich beider sicher ist, so bestimmt man die allgemeinen Ableitungen. In diese setzt man dann die gefundenen Bedingungen ein und löst sie in Form einer Matrix (händisch, mit Taschenrechner oder Derive).

Wichtig!: Es ist sehr wichtig dass man ALLE Bedingungen findet, sonst hat man am Ende eine falsche Funktionsgleichung und kann die Richtige nicht bestimmen (Die ganze Arbeit war dann umsonst.).

Checkliste

  1. Bedingungen suchen und herausschreiben
  2. Alle Bedingungen kontrollieren !
  3. Grad der Funktion bestimmen (Allgemeine Form und Ableitungen bestimmen)
  4. Werte in einer Matrix auflösen
  5. Funktionsgleichung aufstellen
  6. Überprüfen, da beim händischen Lösen der Matrix schnell Fehler passieren

Ein Beispiel

Folgende Funktion stellt den Verlauf einer Skischanze dar.

Skischanze

Aus dem Bild kann man nun diese Bedingungen herleiten:

  1. Die Funktion schneidet den Ursprung, daraus folgt LaTeX: %5C%20f%280%29%3D0
  2. Die Steigung an der Stelle (0|0) ist -0,5, da ansonsten keine nach oben laufende Rampe vorhanden wäre, also LaTeX: %5C%20f%27%280%29%3D-0%2C5
  3. Die Steigung beim Losfahren ist 4, demnach LaTeX: %5C%20f%27%282%29%3D4
  4. Als letztes muss der Startpunkt bei (2|6) liegen: LaTeX: %5C%20f%282%29%3D6

Wir sehen: es sind 4 Bedingungen gefunden worden, also handelt es sich um eine Funktion 3. Grades.





>>HIER<< geht's zur Lösung

Anwendung und Weiterführung des Ableitungskalküls: Extremalprobleme

Arten von Extrema

Es gibt verschiedene Extrema(Definition):

  • Lokale Extrema: Hochpunkte und Tiefpunkte
  • Globale Extrema: Der höchste Hochpunkt und der tiefste Tiefpunkt
  • Randextrema: Extrema an den Rändern des Definitionsbereichs


Wichtige Hilfen um Extremalprobleme zu lösen:

  1. Die Größen die extremal werden sollen, müssen durch einen Term beschrieben werde
  2. Suchen von Nebenbedingungen
  3. Zielfunktion bestimmen
  4. Zielfunktion auf Extremwerte untersuchen
  5. "Bei Extremalproblemen kann die Wahl der Variablen und die geeignete Verwendung von Nebenbedingungen entscheidend sein für die Einfachheit der Zielfunktion."

Vorraussetzung für die Berechnung eines Extremalproblems

  1. Zielfunktion (soll extrem werden)
  2. Nebenbedingung (Einschränkung)
  3. Intervall


Beispiel:

In dem Graphen von LaTeX: %5C%20f%28x%29%3D%20x%5E2 soll ein Rechteck mit maximalem Flächeninhalt, in den Grenzen von LaTeX: %5C%20x%3D%200 bis LaTeX: %5C%20x%3D4 einbeschrieben werden.

Wie muss die Länge und Breite des Rechteckes gewählt werden, damit der Flächeninhalt maximal wird ?

Hauptbedingung: LaTeX: f%28x%29%20%3D%20x%5E2%20%5C%2C LaTeX: %20%5B0%3B4%5D%5C%2C%20

Nebenbedingung: LaTeX: %284-x%29%2A%20f%28x%29%20%3D%20max%20%20%5C%2C%20

In den Grenzen: LaTeX: %5C%20%5C%3B%200%20%5Cle%20x%20%5Cle%204

Flächeninhalt: LaTeX: %5C%20A%28x%29%3D%20%284-x%29%2Ax%5E2%20

Ableitung: LaTeX: %5C%20A%27%28x%29%3D%20-1%2Ax%5E2%20%2B%20%284-x%29%2A2x

Vereinfacht: LaTeX: %5C%20A%27%28x%29%3D%20-3x%5E2%2B8x

Gesucht ist der Hochpunkt (Ableitung 0 setzen): LaTeX: %5C%20m_%7Bhp%7D%20%3D0

Ableitung 0 gesetzt: LaTeX: %5C%200%3D%20-3x%5E2%2B8x

x ausklammern: LaTeX: %5C%200%20%3D%20x%2A%28-3x%2B8%29

Daraus ergibt sich: LaTeX: %5C%20x_1%20%3D%200

Der Restterm wird nach x aufgelöst: LaTeX: %5C%200%20%3D%20-3x%2B8

Daraus ergibt sich für x: LaTeX: %5C%20x_2%20%3D%20%5Cfrac%7B8%7D%7B3%7D%20

Prüfung der Extremwerte (Zweite Ableitung wird gebildet): LaTeX: %5C%20A%27%27%28x%29%20%3D%20-6x%2B8

In diese werden die x-Werte der Extremwerte eingesetzt: LaTeX: %5C%20A%27%27%280%29%20%3D%208 Da LaTeX: %5C%208%20%3E%200 ist, handelt es sich um einen Tiefpunkt.

Der zweite x Wert wird eingesetzt: LaTeX: %5C%20A%27%27%28%5Cfrac%7B8%7D%7B3%7D%29%20%20%3D%20-8%20 Da LaTeX: %5C%20-8%20%3C%200 ist, handelt es sich um einen Hochpunkt. Da das Maximum gesucht ist, wird dieser benötigt.

Y-Wert der Extremstelle(es wird nur der eine benötigt): LaTeX: %20f%28%5Cfrac%7B8%7D%7B3%7D%29%3D%20%28%5Cfrac%7B8%7D%7B3%7D%29%5E2%0A%3D7.11


Zeichnung:

Zeichnung

Einführung in die Integralrechnung

Berechnung von Flächeninhalten durch Approximation und Grenzprozesse

Definition des bestimmten Integrals

Das bestimmte Integral ist ein Integral einer Funktion mit den Grenzen a und b.

LaTeX: %5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx%0A


Das bestimmte Integral unterscheidet sich von dem unbestimmten Integral lediglich in einem einzigen Aspekt: den Grenzen! Während bei einem unbestimmten Integral noch keine Grenzen definiert sind, werden sie beim bestimmten Integral eingefügt. Generell kann man das bestimmte Integral also als spezifiziertes unbestimmtes Integral bezeichnen.

Umformung des unbestimmten Integrals: LaTeX: %5Cint%20f%20%28x%29%5C%2Cdx


in ein bestimmtes: LaTeX: %5Crightarrow%20%20%5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx

LaTeX: %5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx%20%3D%20F%28b%29%20-%20F%28a%29

Eigenschaften und Anwendungen des bestimmten Integrals

Eine problematische und häufig nicht beachtete (und damit Fehler verursachende) Eigenschaft des bestimmten Integrals entsteht durch die Kombination von Flächen oberhalb und uterhalb der x-Achse. Oftmals wird vergessen, dass auch wenn das Integral in einem Intervall [a;b] Null ergibt, der Flächeninhalt in dem Teilintervall [a;c] (mit a<c<b) nicht zwingenderweise Null ist: LaTeX: %5Cint_%7B0%7D%5E%7B2%5Cpi%7D%20%5Csin%5Cleft%28x%5Cright%29%20%3D0%20%5Cqquad%20aber%20%5Cqquad%20%5Cint_%7B0%7D%5E%7B%5Cpi%7D%20%5Csin%5Cleft%28x%5Cright%29%20%3D2

Da die Fläche von 0 bis LaTeX: %5Cpi genauso groß wie die von LaTeX: %5Cpi bis LaTeX: 2%5Cpi ist, jedoch einmal positiv und einmal negativ erbibt die Summe der Flächen Null. Diesen Fehler kann man leicht vermeiden, indem man nicht über Nullstellen hinweg integriert!

Ein weiterer kleiner, häufig gemachter Fehler tritt bei der Berechnung von Flächen unterhalb der x-Achse auf, da in solch einem Fall das Integrationsergebnis negativ ist, und häufig nicht weiter überdacht wird. Ein Flächeninhalt ist jedoch immer positiv!



Um die Eigenschaften eines bestimmten Integrals besser verdeutlichen zu können, definiert man außerdem verschiedene Sonderfälle:

1) LaTeX: %5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx = -LaTeX: %5Cint_%7Bb%7D%5E%7Ba%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx%20 für a<b

2) LaTeX: %5Cint_%7Ba%7D%5E%7Ba%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx%3D0

3) LaTeX: %5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx%3D%5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bc%7D%20f%28x%29%5C%2Cdx%2B%5Cint_%7Bc%7D%5E%7Bb%7D%20f%28x%29%5C%2Cdx

Punkt 3) besagt, dass jede im Intervall I=[a;b] integrierbare Funktion auch in einem beliebigen Teilintervall von I integrierbar ist (für a<c<b).


Für das bestimmte Integral gibt es eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten, wobei die wahrscheinlich wichtigste die Berechnung eines Flächeninhaltes unter einem Graphen ist. Eine weitere Anwedungsmöglichkeit in der Mathematik ist die Berechnung des Volumens eines Rotationskörpers (Punkt 9.2.5.2.1). Die Integralrechnung spielt außerdem in der Physik eine wichtige Rolle, da sie in nahezu jedem Unterthema angewendet werden kann/muss. So erhält man beispielsweise durch Integration einer Funktion, die die Leistung (pro Zeit) eines Motors angibt, die insgesamt geleistete Arbeit.

Summen- und Faktorregel

Die Summenregel ist eine der Grundregeln der Integralrechnung. Sie besagt, dass die Summe zweier integrierbarer Funktionen wieder integrierbar ist und dass eine solche Summe aus Funktionen gliedweise integriert werden kann.

(Gleiches gilt natürlich auch für Differenzen.)

LaTeX: %20%5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20%28f%20%28x%29%20%5Cpm%20g%20%28x%29%29%5C%2Cdx%20%3D%20%5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx%20%5Cpm%20%5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20g%20%28x%29%5C%2Cdx%20

Kurz: LaTeX: %20%5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20%28%20f%20%5Cpm%20g%20%29%5C%2Cdx%20%3D%20%5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20f%20%5C%2Cdx%20%5Cpm%20%5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20g%20%5C%2Cdx%20%20

Beispiel:

f(x) mit LaTeX: %20f%28x%29%20%3D%203%20x%5E2%20-%20x%5E3%20 zeigt den ungefähren Verlauf der zur Unterdrückung der Wut erbrachten Leistung der vom Mathematiklehrer gedissten Schülerinnen an einem Freitagmorgen (x in Schulstunden, y in J/Schulstunde). Wie viel Arbeit müssen sie leisten, um dem Lehrer nicht zu zeigen, dass seine Mobbingversuche Erfolge erzielen? (Lohnt sich das? Begründen Sie mit einem adäquaten Vergleich.)

LaTeX: W%3D%5Cint_%7B0%7D%5E%7B2%7D%203%20x%5E2%20-%20x%5E3%20%5C%2Cdx%20%3D%20%5Cint_%7B0%7D%5E%7B2%7D%203%20x%5E2%20%5C%2Cdx%20-%20%5Cint_%7B0%7D%5E%7B2%7D%20x%5E3%5C%2Cdx usw.

(Diese Aufgabe kann nach Aneignung von 8.6 in geringer Zeit vollständig gelöst werden.)


Die Faktorregel besagt, dass ein konstanter Faktor vor einer Funktion bei der Integral rechnung ( und der Differentialrechnung) immer vor der Funktion bestehen bleibt, beziehungsweise diesen faktor man aus dem Integral "herausziehen" kann.

LaTeX: %20%5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20k%2Af%20%28x%29%5C%2Cdx = LaTeX: k%2A%5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx

Beispiel: LaTeX: %5Cint_%7B3%7D%5E%7B4%7D%203%2A%20%284x%5E3%20-%202x%29%5C%2Cdx = LaTeX: %203%2A%5Cint_%7B3%7D%5E%7B4%7D%204x%5E3-2x%5C%2Cdx = LaTeX: %5C%203%2A168%20%3D%20504%0A

Begriff der Stammfunktion und unbestimmtes Integral

Die Stammfunktion ist die Umkehrung der Differnetiation. Um auf sie zu kommen muss man also nicht ableiten, wie beim differenzieren, sondern integrieren. Sie Schwierigkeit der Stammfunktion besteht darin, dass es unendlich viele Stammfunktionen zu einer Funktion f(x) gibt, aber auch manchmal gar keine. Als Regel zum aufleiten kann man sich merken: "Exponenten um 1 erhöhen und dann durch den neuen Exponenten teilen."

Als allgemeine Defenition kann man sich merken: Eine Funktion F ist dann eine Stammfunktion von f, wenn gilt: F'(x)=f(x)


aufleiten: LaTeX: %5C%20f%20%28x%29%20%3D%20F%28x%29%2Bc

Beim Ableiten fällt dann dieses LaTeX: %5C%20%20%20%2B%20%20c%20%20%20 weg:

ableiten: LaTeX: F%27%28x%29%2B%20c%20%3D%20f%28x%29

Beispiel:

aufleiten: LaTeX: 12x%5E3%20-%203x%20%3D%2012%2A%5Cfrac%7B1%7D%7B4%7D%20x%5E4%20-%203%2A%5Cfrac%7B1%7D%7B2%7D%20x%5E2%20%2B%2023%20%3D%203x%5E4%20-%20%5Cfrac%7B3%7D%7B2%7Dx%5E2%20%2B%2023

ableiten: LaTeX: 3x%5E4%20-%20%5Cfrac%7B3%7D%7B2%7D%20x%5E2%20%2B%2023%20%3D%204%2A3x%5E3%20-%202%2A%5Cfrac%7B3%7D%7B2%7D%20x

Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung

Der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung besteht aus zwei Teilen und bringt Differenzial- und Integralrechnung in einen Zusammenhang.


Aus dem ersten Teil des Satzes folgt die Existenz von Stammfunktionen (unbestimmten Integralen) und die Erkenntnis, dass Ableiten und Integrieren jeweils die Umkehrung des anderen sind.

Es gilt LaTeX: %20F%20%27%20%5Cleft%28x%5Cright%29%20%20%3D%20f%28x%29%20%20%20%20 , mit x є I, wenn F und f in einem Intervall I definiert sind und F in I differenzierbar ist.

Beispiel: In welchem Zusammenhang stehen LaTeX: f%28x%29%20%3D%202x%5E7%2B8x und LaTeX: g%28x%29%20%3D%200%2C25%20x%5E8%20%2B%204x%5E2%20%2B%2056 ?

⇒ F(x) = g(x) beziehungsweise g'(x) = f(x)


Der zweite Teil des Satzes erklärt die Berechnung von Integralen.

Es gilt LaTeX: %5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx%20%3D%20F%28b%29%20-%20F%28a%29 , wenn f eine im Intervall [a;b] stetige Funktion und F eine Stammfunktion von f ist.

Dies ermöglicht es den Freunden der Mathematik den genauen Flächeninhalt auf eine schnelle Art und Weise und nicht durch mühsame Annäherung zu berechnen.


Zur Erklärung und Verdeutlichung: Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung


Beispiel: Berechnen Sie den Inhalt der Fläche, welche der Graph mit der Funktion f mit LaTeX: f%28x%29%20%3D%205x%5E2-x%5E3 mit der x-Achse einschließt.

Vorgehensweise:

Gesucht: LaTeX: %5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx%20

Schritt 1: Bestimmung von a und b, also der Nullstellen

⇒ Aus LaTeX: %205x%5E2-x%5E3%20%3D%200%20%20 folgt, LaTeX: x_1%20%3D%20x_2 = 0 = a und LaTeX: x_3 = 5 = b.

Schritt 2: Bestimmung der Stammfunktion F

⇒ Wenn LaTeX: f%28x%29%20%3D%205x%5E2-x%5E3 , dann LaTeX: F%28x%29%20%3D%20%285%2F3%29x%5E3-%281%2F4%29x%5E4%2Bc


Schritt 3: LaTeX: %5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx%20%20%3D%20F%20%28b%29%20-%20F%28a%29

LaTeX: %5Cint_%7B0%7D%5E%7B5%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx%20%20%3D%20F%20%285%29%20-%20F%280%29%20%3D%20%28%5Cfrac%7B5%7D%7B3%7D%2A5%5E3-%5Cfrac%7B1%7D%7B4%7D%2A5%5E4%29%20-%20%28%5Cfrac%7B5%7D%7B3%7D%2A0%5E3-%5Cfrac%7B1%7D%7B4%7D%2A0%5E4%29%20%5Capprox%20364%2C583%20%2B%200%20%3D%20364%2C583 FE

Numerische Integration

Numerische Integration (lat.: „Zahlenmäßige Wiederherstellung eines Ganzen“)

Die numerische Integration wird dann eingesetzt, wenn wir eine Fläche zwischen der x-Achse und dem Funktionsgraphen berechnen wollen und uns es nicht möglich ist eine Stammfunktion der vorgegebenen Funktion zu bilden.


Beispiel: LaTeX: %20f%20%28x%29%20%3D%20e%5E%7Bx%5E2%7D%20


Es gibt mehrere Regeln zur Berechnung des Flächeninhaltes. Eine ist z.B. die Trapezregel. Hier teilt man das Intervall als erstes in n-Teile , die alle die gleiche Breite LaTeX: h%3D%7Bb-a%5Cover%20n%7D%20 haben. Nun berechnet man die Fläche der jeweiligen Teile aus und addiert sie miteinander.


LaTeX: %5Csum_%7Bk%3D1%7D%5En%20%7Bh%5Cover2%7D%20%5Bf%28x_%7Bi-1%7D%29%2Bf%28x_i%29%5D%20


Das Endergebnis ist nicht der exakte Wert, es ist nur ein Näherungswert, der dem eigentlichen Flächeninhalt am nächsten kommt.

Erweiterung und Verknüpfung der Integral- und Differentialrechnung

Ableitungsregeln

Ableitungsregeln werden bei zusammengesetzten Funktionen verwendet. Also zwei Funktionen die mathematisch miteinander verrechnet werden. Die korrekte Formel zum ableiten lautet: LaTeX: f%28x%29%20%3D%20k%2Ax%5En%0A%0A%20%3B%20f%27%28x%29%20%3D%20k%2An%2Ax%5E%5Cleft%28%20n-1%5Cright%29 wobei n und k beliebige reelle Zahlen sind.

Ein Beispiel herfür ist: LaTeX: %5Cleft%28%20x%2B2%5Cright%29%20%5E2 Es gibt acht verschiedene Regeln mit denen man Funktionen so ableiten kann, das eine Ableitung einer leichteren Funktion herauskommt.

Bei folgenden Beispielen, handelt es sich bei u und v um Funktionen, k dagegen ist eine reelle Zahl. Bei allen Funktionen wird nach x abgeleitet.

Konstante Funktion

Wenn eine Reelle Zahl abgeleitet wird kommt immer null als Ergebnis raus, da die Ableitung einer Funktion die Steigung angibt. Da k eine Gerade ist mit der Funktion LaTeX: f%28x%29%20%3D%20k ist die Steigung an jedem Punkt null.

LaTeX: %5Cleft%28%20k%5Cright%29%20%27%3D0

Faktorregel

Da k ein Faktor von x ist, fällt dieser beim ableiten nicht weg, weil er die Steigung der Funktion beeinflusst.

LaTeX: %5Cleft%28%20k%2Au%5Cright%29%20%27%3Dk%2Au%27

Summenregel

u und v sind getrennte Funktionen und werden addiert bzw. voneinander subtrahiert, deshalb sie getrennt abgeleitet und wieder miteinander addiert oder subtrahiert

LaTeX: %5Cleft%28%20u%20%5Cpm%20v%5Cright%29%27%20%3Du%27%20%5Cpm%20v%27

Produktregel

Bei der Produktregel wird beim ableiten die Ableitung der ersten Funktion mit der zweiten Funktion multipliziert und dies wird dann mit der ersten Funktion, welche mit der Ableitung der zweiten Funktion multipliziert wird, addiert.

LaTeX: f%28x%29%20%3D%5Cleft%28%20u%2Av%5Cright%29

LaTeX: f%27%28x%29%3D%5Cleft%28%20u%27%2Av%5Cright%29%20%2B%5Cleft%28%20u%2Av%27%5Cright%29

Quotientenregel

Die Quotientenregel ist der Produktregel sehr ähnlich. Hier werden lediglich die zwei Produkte subtrahiert und werden durch das quadrat von der zweiten Funktion geteilt.

LaTeX: %5Cleft%28%20%5Cfrac%7Bu%7D%7Bv%7D%5Cright%29%20%27%3D%5Cfrac%7Bu%27%2Av-v%27%2Au%7D%7Bv%5E2%7D

Potenzregel

Die Potenzregel ist der oben beschriebene Vorgang beim ableiten (s. O). Der Exponent wird also zum Faktor und der neue Exponent ist der ursprüngliche Exponent mit eins subtrahiert.

LaTeX: f%28x%29%20%3D%20x%5Ek%20%0Af%27%28x%29%3D%20k%2Ax%5E%5Cleft%28%20k-1%5Cright%29%20

Kettenregel

Bei der Kettenregel wird die äußere Ableitung mit der inneren Ableitung multipliziert.

LaTeX: f%28x%29%20%3D%20u%2A%5Cleft%28%20v%5Cleft%28%20x%5Cright%29%20%5Cright%29%20%0Af%27%28x%29%3D%20u%27%5Cleft%28%20v%5Cleft%28%20x%5Cright%29%20%5Cright%29%20%2Av%27%5Cleft%28%20x%5Cright%29%20


Regel für Umkehrfunktionen

LaTeX: f%27%28y%29%20%3D%20%5Cfrac%7B1%7D%7Bf%27%28x%29%20%7D


e-Funktionen

Wenn man die LaTeX: f%28x%29%20%3De%20%5E%5Cleft%28x%5Cright%29 Funktion ableitet kommt immer LaTeX: e%20%5E%5Cleft%28x%5Cright%29 raus. Egal wie oft man also LaTeX: e%20%5E%5Cleft%28x%5Cright%29 ableitet es wird immer LaTeX: e%20%5E%5Cleft%28x%5Cright%29 bleiben. Beim ableiten von e-Funktionen bleibt der Exponent immer gleich nur der Faktor verändert sich.

Weitere Funktionen

Exponentialfunktionen

Definition:

Exponentialfunktionen sind Wachstums- bzw. Zerfallsfunktionen mit der allgemeinen Form LaTeX: f%28x%29%3Da%5Ex%5C%2C oder auch LaTeX: g%28x%29%3Dc%2Aa%5Ex%5C%2C mit LaTeX: c%5Cin%20%5Cmathbb%7BR%7D, LaTeX: a%3E0%5C%2C, LaTeX: x%20%5Cin%20%5Cmathbb%7BR%7D.

Sie beschreiben ein exponentielles Wachstum zur Basis a.


Dabei ist a der Wachstumsfaktor, der bei einer Wachstumsfunktion mit LaTeX: a%3D1%2B%20%5Cleft%28%20%5Cfrac%7Bp%7D%7B100%7D%20%5Cright%29%2C%20p%3DProzentsatz%5C%2C und bei einer Zerfallsfunktion mit LaTeX: a%3D1-%20%5Cleft%28%20%5Cfrac%7Bp%7D%7B100%7D%20%5Cright%29%2C%20p%3DProzentsatz%5C%2C berechnet wird. C ist der Startwert.


Eigenschaften von Exponentialfunktionen:


  • Der Graph der Exponentialfunktion LaTeX: f%28x%29%3Dc%2Aa%5Ex%5C%2C ...

...verläuft im positiven Wertebereich, wenn LaTeX: c%3E0%5C%2C

...hat keine Nullstellen, wenn LaTeX: c%3E0%5C%2C

...verläuft durch den Punkt P(0/c)

...verläuft bei LaTeX: %5Clim_%7Bx%20%5Cto%20%5Cinfty%7Df%28x%29%3D%5Cinfty%20

...verläuft bei LaTeX: %5Clim_%7Bx%20%5Cto%20-%5Cinfty%7Df%28x%29%3D0%20

...ist streng monoton wachsend, wenn LaTeX: a%3E1%5C%2C

...ist streng monoton fallend, wenn LaTeX: 0%3Ca%3C1%5C%2C

Funktion LaTeX: f%28x%29%20%3D%202%5Ex%5C%2C Normal funktion.jpg

  • Verschiebung:

Wenn im Exponenten eine Zahl addiert wird (LaTeX: a%5E%7Bx%2B2%7D%5C%2C), verschiebt sich der Graph nach links.

Wenn im Exponenten eine Zahl subtrahiert wird (LaTeX: a%5E%7Bx-2%7D%5C%2C), verschiebt sich der Graph nach rechts.

Funktion LaTeX: f%28x%29%20%3D2%5E%7Bx%2B2%7D%5C%2C Verschoben links.jpg

Wenn eine Konstante k addiert wird, verschiebt sich der Graph nach oben.

Wenn eine Konstante k subtrahiert wird, verschiebt sich der Graph nach unten.

Funktion LaTeX: f%28x%29%20%3D%202%5Ex%2B2%5C%2C Verschoben hoch.jpg


  • Streckung und Stauchung:

Wenn LaTeX: c%3E1%5C%2C, dann ist der Graph gestreckt.

Wenn LaTeX: 0%3Cc%3C1%5C%2C, dann ist der Graph gestaucht.

Funktion LaTeX: f%28x%29%20%3D%200%2C25%2A2%5Ex%5C%2C Gestaucht.jpg

  • Ableitung und Stammfunktion:

Die Bildung der Ableitung bzw. der Stammfunktion ist einfacher, wenn man zunächst die Exponentialfunktion in eine e-Funktion umwandelt.

gegeben:

LaTeX: f%28c%29%3Dc%2Aa%5Ex%5C%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%5Cquad%20%20%20%5Cquad%20%20%20%5Cquad%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20a%2C%20c%5Cin%20%5Cmathbb%7BR%7D

LaTeX: f%28x%29%3Dc%2A%09e%5E%7Bx%2A%5Cln%20%28a%29%20%7D%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%5Cquad%20%20%20%5Cquad%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20%20a%3E0%5C%2C

Wenn man LaTeX: a%5Ex%5Cquad in LaTeX: e%5E%7Bx%2A%5Cln%20%28a%29%20%7D%5Cquad umformt, ergibt es das selbe.

Nun bestimmt man die Ableitung mit Hilfe der Kettenregel.

LaTeX: f%27%28x%29%3Dc%2A%5Cln%20%28a%29%2A%09e%5E%7Bx%2A%5Cln%20%28a%29%20%7D%5Cquad

LaTeX: f%27%28x%29%3Dc%2A%5Cln%20%28a%29%2A%09a%5Ex%5Cquad

Mit der e-Funktion kann man nun die Stammfunktion bilden, die wichtig für die Integralrechnung ist.

LaTeX: F%28x%29%3D%20%5Cleft%28%20%5Cfrac%7Bc%7D%7B%5Cln%20%28a%29%7D%20%5Cright%29%2A%20e%5E%7Bx%2A%5Cln%20%28a%29%20%7D%20%20%20%20%20%20%20%20%20%5Cquad

LaTeX: F%28x%29%3D%20%5Cleft%28%20%5Cfrac%7Bc%7D%7B%5Cln%20%28a%29%7D%20%5Cright%29%2A%20a%5Ex%20%20%20%20%20%20%20%20%20%5Cquad


Bildung der Ableitung mit Hilfe des Differenzenquotients:

Differenzenquotient: LaTeX: m%28h%29%3D%20%7B%5Cnabla%20y%20%5Cover%20%5Cnabla%20x%7D%20%3D%7Bf%28x_0%20%2Bh%29-f%28x_0%29%20%5Cover%20h%7D


Beispiel: LaTeX: f%28x%29%3D2%5Ex%5C%2C

- LaTeX: m%28h%29%3D%5Cleft%28%20%5Cfrac%7Bf%28x_0%2Bh%29-f%28x_0%29%7D%7Bh%7D%20%5Cright%29%20%5C%2C

- Funktion einsetzen: LaTeX: m%28h%29%3D%5Cleft%28%20%5Cfrac%7B2%5E%7Bx_o%2Bh%7D-2%5E%7Bx_0%7D%7D%7Bh%7D%20%5Cright%29%20%5C%2C

=LaTeX: m%28h%29%3D%5Cleft%28%20%5Cfrac%7B2%5E%7Bx_o%7D%2A2%5E%7Bh%7D-2%5E%7Bx_0%7D%7D%7Bh%7D%20%5Cright%29%20%5C%2C

=LaTeX: m%28h%29%3D%5Cleft%28%202%5E%7Bx_0%7D%5Cfrac%7B2%5E%7Bh%7D-1%7D%7Bh%7D%20%5Cright%29%20%5C%2C

- da LaTeX: f%28x%29%3D2%5Ex%5C%2C ist LaTeX: m%28h%29%3D%5Cleft%28%20f%28x%29%5Cfrac%7B2%5E%7Bh%7D-1%7D%7Bh%7D%20%5Cright%29%20%5C%2C

- den Grenzwert bilden, denn LaTeX: f%27%28x%29%5C%2C = LaTeX: %5Clim_%7Bh%20%5Cto%200%7Dm%28h%29%20

- also LaTeX: f%27%28x%29%5C%2C = LaTeX: %5Clim_%7Bh%20%5Cto%200%7D%5Cleft%28%20f%28x%29%5Cfrac%7B2%5E%7Bh%7D-1%7D%7Bh%7D%20%5Cright%29%20

- LaTeX: f%27%28x%29%5C%2C = LaTeX: f%28x%29%5C%2C * LaTeX: %5Clim_%7Bh%20%5Cto%200%7D%5Cleft%28%5Cfrac%7B2%5E%7Bh%7D-1%7D%7Bh%7D%20%5Cright%29%20

- da LaTeX: %5Clim_%7Bh%20%5Cto%200%7D%5Cleft%28%5Cfrac%7B2%5E%7Bh%7D-1%7D%7Bh%7D%20%5Cright%29%20 LaTeX: %5Capprox LaTeX: 0%7B%2C%7D693 ist LaTeX: f%27%28x%29%5C%2C = LaTeX: f%28x%29%5C%2C * LaTeX: 0%7B%2C%7D693

- und damit ist LaTeX: f%27%28x%29%5C%2C = LaTeX: 2%5Ex%5C%2C * LaTeX: 0%7B%2C%7D693

Logarithmusfunktionen

Definition:

Logarithmusfunktionen sind Funktionen mit der Formel LaTeX: f%28x%29%3D%5Clog%20_a%20%28x%29%5C%2C

mit LaTeX: a%5Cepsilon%5Cmathbb%7BR%7D

LaTeX: a%5Cneq1

LaTeX: x%5Cge%200%5C%2C


Eigenschaften:

  • Zusammenhang mit der Exponentialfunktion:

Die Logarithmusfunktion LaTeX: f%28x%29%3D%5Clog%20_a%20%28x%29%5C%2C ist die Umkehrfunktion der Exponentialfunktion LaTeX: f%28x%29%3Da%5Ex%5C%2C .


  • Der Graph der Logarithmusfunktion LaTeX: f%28x%29%3D%5Clog%20_a%20%28x%29%5C%2C...

...verläuft im Wertebereich LaTeX: %5Cmathbb%7BR%7D der reellen Zahlen

...hat eine Nullstelle bei P(1\0)

...hat die y-Achse als Asymptote

...ist streng monoton wachsend, wenn LaTeX: a%3E1%5C%2C

...ist streng monoton fallend, wenn LaTeX: 0%3Ca%3C1%5C%2C

Funktion LaTeX: f%28x%29%20%3D%20lg%28x%29%5C%2C Log normal.jpg

  • Verschiebung

Wenn zu x eine Zahl addiert wird (LaTeX: %5Clog%20_a%20%28x%2B2%29%5C%2C), verschiebt sich der Graph nach links.

Wenn von x eine Zahl subtrahiert wird (LaTeX: %5Clog%20_a%20%28x-2%29%5C%2C), verschiebt sich der Graph nach rechts.

Funktion LaTeX: f%28x%29%20%3D%20lg%28x%2B2%29%5C%2C Log verschoben links.jpg

Wenn zu dem gesamten Term eine Zahl addiert wird (LaTeX: %5Clog%20_a%20%28x%29%2B2%5C%2C), verschiebt sich der Graph nach oben.

Wenn von dem gesamten Term eine Zahl subtrahiert wird (LaTeX: %5Clog%20_a%20%28x%29-2%5C%2C), verschiebt sich der Graph nach unten.

Funktion LaTeX: f%28x%29%20%3D%20lg%28x%29%2B2%5C%2C Log verschoben hoch.jpg

  • Stauchung und Streckung

gegeben: LaTeX: g%28x%29%3Dc%2A%5Clog%20_a%20%28x%29%5C%2C

Wenn LaTeX: c%3E1%5C%2C, dann ist der Graph gestaucht.

Wenn LaTeX: 0%3Cc%3C1%5C%2C, dann ist der Graph gestreckt.

Funktion LaTeX: f%28x%29%20%3D%200%2C25%2Alg%28x%29%5C%2C Log gestaucht.jpg

Ableitung:

  • allgemein

LaTeX: f%28x%29%3D%5Clog%20_a%20%28x%29%5C%2C

LaTeX: f%27%28x%29%3D%7B1%5Cover%20x%2A%5Cln%20%28a%29%7D

  • für natürlichen Logarithmus

LaTeX: f%28x%29%3D%5Cln%20%28x%29%5C%2C

LaTeX: f%27%28x%29%3D%7B1%5Cover%20x%7D

Stammfunktion für natürlichen Logarithmus:

LaTeX: f%28x%29%3D%5Cln%20%28x%29%5C%2C

mit Hilfe der Produktintegration erhält man:

LaTeX: %5Cint%20%5C%20%5Cln%20%28x%29%20%5Cmathrm%7Bd%7Dx%20%3D%20%5Cint%20%5C%201%2A%20%5Cln%20%28x%29%20%5Cmathrm%7Bd%7Dx

LaTeX: %3D%20%5Cln%20%28x%29%20%2Ax%20-%20%5Cint%20%5C%20%7B1%20%5Cover%20x%7D%20%2Ax%20%5Cmathrm%7Bd%7Dx

LaTeX: %3D%20%5Cln%20%28x%29%20%2Ax%20-%20%5Cint%20%5C%201%20%5Cmathrm%7Bd%7Dx

LaTeX: %3D%20%5Cln%20%28x%29%20%2Ax%20-%20x%20%2B%20C%20%5C%2C

Mathematisierung von Wachstums- und Zerfallsprozessen

Beispiel zum exponentiellen Wachstum (Schulbuch S.281 Nr.3)

Aufgabenstellung

Cholera wird durch den Bazillus Vibrio cholerae hervorgerufen. Zu Beginn eines Experiments werden 400 Bazillen in eine Nährlösung gebracht. Zwei Stunden später zählt man 30000. In diesem Stadium wird von einer exponentiellen Vermehrung ausgegangen. a) Bestimmen Sie diezugehörige Wachstumsfunktion zum Zeitschritt 2 Stunden. b) Wie lautet die Wachstumskonstante und die Wachstumsfunktion zum Zeitschritt 1 Stunde (bzw. 1 Minute)? Wie viele Bakterien erhält man jeweils nach 30 Minuten?

Lösung:

a) Ausgangsfunktion: LaTeX: f%28x%29%20%3Dc%2Aa%5Ex%5C%2C

Gegeben:

  • Startwert c=400;
  • Zeitschritt= 2 Stunden;
  • LaTeX: f%281%29%3D30000%5C%2C

Gesucht:

  • Wachstumsfaktor a

Einsetzen in die Ausgangsfunktion:

LaTeX: 30000%3D400%2Aa%5E1%5C%2C

LaTeX: 75%3Da%5C%2C

LaTeX: %5CRightarrow LaTeX: f%28x%29%3D400%2A75%5Ex%5C%2C

Mit dieser Gleichung kann man nun den Bestand von Cholera nach jeweils 2 Stunden berechnen. Um den Bestand auch nach 1 stunde (1 Minute) ausrechenen zu können, muss man x neu definieren, wodurch sich der Wachstumsfaktor a verändert.

b) Gegeben:

  • Startwert c=400;
  • Zeitschritt x=1 Stunde (bzw. 1 Minute);
  • LaTeX: f%282%29%3D30000%5C%2C LaTeX: %28f%28120%29%3D30000%29%5C%2C

Gesucht:

  • Wachstumsfktor a für den Zeitschritt 1 Stunde (bzw. 1 Minute)

Einsetzten in die Ausgangsfunktion:

Mit Zeitschritt 1 Stunde:

LaTeX: 30000%3D400%2Aa%5E2%5C%2C
LaTeX: 75%3Da%5E2%5C%2C
LaTeX: a%3D%5Csqrt%7B75%7D%5C%2C
LaTeX: %5CRightarrow LaTeX: f%28x%29%3D400%2A%5Csqrt%7B75%7D%5Ex%5C%2C

Mit Zeitschritt 1 Minute:

LaTeX: 30000%3D400%2Aa%5E%7B120%7D%5C%2C
LaTeX: 75%3Da%5E%7B120%7D%5C%2C
LaTeX: a%3D1%2C0366%5C%2C
LaTeX: %5CRightarrow LaTeX: f%28x%29%3D400%2A1%2C0366%5Ex%5C%2C

Nun kann man den Bestand nach 30 Minuten ausrechnen:
LaTeX: f%280%2C5%29%3D400%2A%5Csqrt%7B75%7D%5E%7B0%2C5%7D%5C%2C
LaTeX: y%3D1177%2C12%5C%2C
oder
LaTeX: f%2830%29%3D400%2A1%2C0366%5E%7B30%7D%5C%2C
LaTeX: y%3D1177%2C12%5C%2C

Um nun die Wachstumskonstante k bestimmen zu können, muss man die Funktion LaTeX: f%28x%29%20%3Dc%2Ae%5E%7Bk%2Ax%7D%5C%2C benutzten. Hierbei wird die Wachstumskonstante k mit LaTeX: k%3Dln%28a%29%5C%2C beschrieben.

Daraus ergibt sich nun also folgendes:
LaTeX: k%3Dln%28%5Csqrt%7B75%7D%29%5C%2C LaTeX: %28bzw.k%3Dln%281%2C0366%29%29%5C%2C
LaTeX: f%28x%29%3D400%2Ae%5E%7Bln%28%5Csqrt%7B75%7D%29%2Ax%7D%5C%2C LaTeX: %28bzw.f%28x%29%3D400%2Ae%5E%7Bln%281%2C0366%29%2Ax%7D%29%5C%2C

Trigonometrische Funktionen

Ableitung und Stammfunktion von Trigonometrischen Funktionen
LaTeX: %5Coperatorname%7B%7D sin(x) cos(x) tan(x) arc sin(x) arc cos(x) arc tan(x)
F(x) LaTeX: %5Coperatorname%7B-cos%28x%29%7D LaTeX: %5Coperatorname%7Bsin%28x%29%7D LaTeX: %5Coperatorname%7B-%5Cln%7C%5Ccos%20x%7C%7D LaTeX: %5Coperatorname%7Bx%20%5Carcsin%20x%2B%5Csqrt%7B1-x%5E2%7D%7D LaTeX: %5Coperatorname%7Bx%20%5Carccos%20x-%5Csqrt%7B1-x%5E2%7D%7D LaTeX: %5Coperatorname%7Bx%20%5Carctan%20x-%5Ctfrac%2012%5Cln%5Cleft%281%2Bx%5E2%5Cright%29%7D
f '(x) LaTeX: %5Coperatorname%7Bcos%28x%29%7D LaTeX: %5Coperatorname%7B-sin%28x%29%7D LaTeX: %5Coperatorname%7B1%2Btan%5E2%28x%29%7D LaTeX: %5Cfrac%7B1%7D%7B%5Csqrt%7B1-x%5E2%7D%7D LaTeX: %5Cfrac%7B-1%7D%7B%5Csqrt%7B1-x%5E2%7D%7D LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Cfrac%7B1%7D%7Bx%5E2%2B1%7D%7D

Eigenschaften der Funktionen

Trigonometrische Funktionen.png

Eigenschaften der Sinusfunktion

  • Funktion:
    • LaTeX: %5Coperatorname%7Bf%28x%29%3D%5Csin%28x%29%7D
  • Definitionsbereich:
    • LaTeX: x%5Cin%5Cmathbb%7BR%7D
  • Wertebereich:
    • LaTeX: %5Coperatorname%7B%5B-1%3B1%5D%7D
  • Nullstellen:
    • LaTeX: f%280%29%3Dk%5Ccdot%20180%5E%5Ccirc
    • bzw. LaTeX: %5Coperatorname%7Bf%280%29%3Dk%5Ccdot%20%5Cpi%7D
    • wobei LaTeX: k%5Cin%5Cmathbb%7BZ%7D
  • Hochpunkte:
    • bei LaTeX: x%5Cin%5B0%3B2%5Cpi%5D  ; LaTeX: x%3D%5Cfrac%7B%5Cpi%7D%7B2%7D
    • bzw. LaTeX: x%3D90%5E%5Ccirc
  • Tiefpunkte:
    • bei LaTeX: x%5Cin%5B0%3B2%5Cpi%5D  ; LaTeX: x%3D%5Cfrac%7B3%7D%7B2%7D%5Cpi
    • bzw. LaTeX: x%3D270%5E%5Ccirc
  • Periode:
    • LaTeX: 360%5E%5Ccirc bzw. LaTeX: %5Coperatorname%7B2%5Cpi%7D
  • Symmetrie:
    • punktsymmetrisch zum Ursprung LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Csin%28-x%29%3D-%5Csin%28x%29%7D

Eigenschaften der Cosinusfunktion

  • Funktion:
    • LaTeX: %5Coperatorname%7Bf%28x%29%3D%5Ccos%28x%29%7D
  • Definitionsbereich:
    • LaTeX: x%5Cin%5Cmathbb%7BR%7D
  • Wertebereich:
    • LaTeX: %5Coperatorname%7B%5B-1%3B1%5D%7D
  • Nullstellen:
    • LaTeX: f%280%29%3D90%5E%5Ccirc%2Bk%5Ccdot%20180%5E%5Ccirc
    • bzw. LaTeX: f%280%29%3D%5Cfrac%7B%5Cpi%7D%7B2%7D%2Bk%5Ccdot%20%5Cpi
    • wobei LaTeX: k%5Cin%5Cmathbb%7BZ%7D
  • Hochpunkte:
    • bei LaTeX: x%5Cin%5B0%3B2%5Cpi%5D  ; LaTeX: %5Coperatorname%7Bx%3D0%7D ; LaTeX: %5Coperatorname%7Bx%3D2%5Cpi%7D
    • bzw. LaTeX: x%3D0%5E%5Ccirc ; LaTeX: x%3D360%5E%5Ccirc
  • Tiefpunkte:
    • bei LaTeX: x%5Cin%5B0%3B2%5Cpi%5D  ; LaTeX: %5Coperatorname%7Bx%3D%5Cpi%7D
    • bzw. LaTeX: x%3D180%5E%5Ccirc
  • Periode:
    • LaTeX: 360%5E%5Ccirc bzw. LaTeX: %5Coperatorname%7B2%5Cpi%7D
  • Symmetrie:
    • achsensymmetrisch zur y-Achse LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Ccos%28-x%29%3D%5Ccos%28x%29%7D


Eigenschaften der Tangensfunktion

  • Funktion:
    • LaTeX: %5Coperatorname%7Bf%28x%29%3D%5Ctan%28x%29%7D
  • Definitionsbereich:
    • LaTeX: x%5Cin%5Cmathbb%7BR%7D%5Csetminus%20%5Cleft%20%5C%7B%282k%2B1%29%5Ccdot%20%5Cfrac%7B%5Cpi%7D%7B2%7D%20%5Cright%20%5C%7D%20%20
  • Wertebereich:
    • LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Cmathbb%7BR%7D%7D
  • Nullstellen:
    • LaTeX: f%280%29%3Dk%5Ccdot%20180%5E%5Ccirc
    • bzw. LaTeX: %5Coperatorname%7Bf%280%29%3Dk%5Ccdot%20%5Cpi%7D
    • wobei LaTeX: k%5Cin%5Cmathbb%7BZ%7D
  • Extrema:
    • Es gibt keine Hochpunkte und Tiefpunkte, da LaTeX: %5Coperatorname%7Bf%27%28x%29%7D an keiner Stelle den Wert 0 annimmt.
  • Periode:
    • LaTeX: 180%5E%5Ccirc bzw. LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Cpi%7D
  • Symmetrie:
    • punktsymmetrisch zum Koordinatensystem LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Ctan%28-x%29%3D-%5Ctan%28x%29%7D


trigonometrischer Pythagoras

  • LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Csin%5E2%20x%20%2B%5Ccos%5E2x%20%3D1%7D
    • Pythagoras lautet LaTeX: %5Coperatorname%7Ba%5E2%20%2B%20b%5E2%20%3D%20c%5E2%7D. Die Kathete und die Ankathete sind LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Csin%20%5Calpha%7D und LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Ccos%20%5Calpha%7D. Die Hypotenuse hat die Länge LaTeX: %5Coperatorname%7B1%7D.
    • Es gilt LaTeX: %5Coperatorname%7B1%5E2%20%3D%201%7D.


Additionstheoreme

  • LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Csin%28%5Calpha%2B%5Cbeta%29%3D%5Csin%20%5Calpha%5Ccdot%20%5Ccos%20%5Cbeta%20%2B%20%5Ccos%20%5Calpha%20%5Ccdot%20%5Csin%20%5Cbeta%7D
  • LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Csin%28%5Calpha-%5Cbeta%29%3D%5Csin%20%5Calpha%5Ccdot%20%5Ccos%20%5Cbeta%20-%20%5Ccos%20%5Calpha%20%5Ccdot%20%5Csin%20%5Cbeta%7D
  • LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Ccos%28%5Calpha%2B%5Cbeta%29%3D%5Ccos%20%5Calpha%5Ccdot%20%5Ccos%20%5Cbeta%20-%20%5Csin%20%5Calpha%20%5Ccdot%20%5Csin%20%5Cbeta%7D
  • LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Ccos%28%5Calpha-%5Cbeta%29%3D%5Ccos%20%5Calpha%5Ccdot%20%5Ccos%20%5Cbeta%20%2B%20%5Csin%20%5Calpha%20%5Ccdot%20%5Csin%20%5Cbeta%7D
  • LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Ctan%28%5Calpha%2B%5Cbeta%29%3D%5Cfrac%7B%28%5Ctan%20%5Calpha%2B%20%5Ctan%20%5Cbeta%29%7D%7B%281-%5Ctan%20%5Calpha%20%5Ccdot%20%5Ctan%20%5Cbeta%29%7D%7D
  • LaTeX: %5Coperatorname%7B%5Ctan%28%5Calpha-%5Cbeta%29%3D%5Cfrac%7B%28%5Ctan%20%5Calpha-%20%5Ctan%20%5Cbeta%29%7D%7B%281%2B%5Ctan%20%5Calpha%20%5Ccdot%20%5Ctan%20%5Cbeta%29%7D%7D

Integrationsregeln

Logarithmische Integration

Die einfachste Integrationsmethode ist die logarithmische Integration, deshalb überprüft man als erstes, ob sie möglich ist.

Das Integral der 1.Ableitung einer Funktion LaTeX: f%28x%29 geteilt durch die Funktion selbst kann durch LaTeX: %5Cln%28%5Cleft%7Cf%28x%29%5Cright%7C%29 angegeben werden :

LaTeX: %5Cint%20%5Cfrac%7Bf%27%28x%29%7D%7Bf%28x%29%7D%20%5C%2Cdx%20%3D%20%5Cln%28%5Cleft%7Cf%28x%29%5Cright%7C%29

Die Betragsstriche sind notwenig, da der LaTeX: ln%28x%29 für LaTeX: x%20%5Cle%200 nicht definiert ist.

Beispiel :

LaTeX: %5Cint%20%5Cfrac%7B2x%2B2%7D%7Bx%5E2%2B2x%7D%20%5C%2Cdx%20%3D%20%5Cln%28%5Cleft%7Cx%5E2%2B2x%5Cright%7C%29

LaTeX: %5Cint%20%5Cfrac%7B4x%2B2%7D%7Bx%5E2%2Bx%7D%20%5C%2Cdx%20%3D%20%5Cfrac%7B1%7D%7B2%7D%20%5Cint%20%5Cfrac%7B2x%2B1%7D%7Bx%5E2%2Bx%7D%20%5C%2Cdx%20%3D%20%5Cfrac%7B1%7D%7B2%7D%20%5Cln%28%5Cleft%7Cx%5E2%2Bx%5Cright%7C%29

Partielle Integration

Integrale der Form

LaTeX: %5Cint%20P%28x%29%20%2A%20e%5E%7Bax%7D%20%5C%2Cdx

LaTeX: %5Cint%20P%28x%29%20%2A%20%5Csin%20%28ax%2Bb%29%20%5C%2Cdx

LaTeX: %5Cint%20P%28x%29%20%2A%20%5Ccos%20%28ax%2Bb%29%20%5C%2Cdx

LaTeX: %5Cint%20P%28x%29%2Ae%5E%7Bax%7D%20%2A%20%5Csin%20%28ax%2Bb%29%20%5C%2Cdx

lassen sich durch partielle Integration bestimmen.

Wir vereinbaren als Kurzschreibweise für die Funktionen LaTeX: %20u%28x%29%20%3D%20u%20 und LaTeX: %20v%28x%29%20%3D%20v%20

Die Regel für die partielle Integration leitet sich von der Produktregel zum Ableiten her:

LaTeX: %5Cleft%28%20u%2Av%5Cright%29%27%20%3Du%27%2Av%2Bv%27%2Au%20%5Cqquad%7C%5Cint

LaTeX: u%2Av%3D%5Cint%20u%27%2Av%5C%20%2B%20%5Cint%20u%2Av%27%20

Damit ergibt sich für uns folgende Integrationsregel:

LaTeX: %5Cint%20u%27%2Av%5C%20%3D%20u%2Av%20-%20%5Cint%20u%2Av%27%20

Nun wird P(x) = v(x) gesetzt und die Exponential- oder trigonometrische Funktion als u'(x) , da sie beim integrieren nicht komplizierter wird. Anschließend wird nach der obenstehenden Regel integriert.

Beispiel a)

LaTeX: %5Cint%20x%2A%20%5Csin%20%28x%29%5C%2Cdx%20%5Cqquad%20v%20%3D%20x%20%5Cquad%20v%27%20%3D%201%20%5Cquad%20u%27%20%3D%20%5Csin%20%28x%29%20%5Cquad%20u%20%3D%20-%5Ccos%20%28x%29

LaTeX: %5Cint%20x%2A%5Csin%20%28x%29%5C%2Cdx%20%3D%20x%2A%5Cleft%28-%5Ccos%20%28x%29%5Cright%29-%5Cint%20-%5Ccos%20%28x%29%5C%2Cdx%20%3D%20-x%2A%5Ccos%20%28x%29%20%2B%20%5Csin%20%28x%29%20%2BC%20

Beispiel b)

LaTeX: %5Cint%20x%2Ae%5Ex%20%5C%2Cdx%20%5Cqquad%20v%20%3D%20x%20%5Cquad%20v%27%20%3D%201%20%5Cquad%20u%27%20%3D%20e%5Ex%20%5Cquad%20u%20%3D%20e%5Ex%20

LaTeX: %5Cint%20x%2Ae%5Ex%5C%2Cdx%20%3D%20x%2Ae%5Ex%20-%20%5Cint%20e%5Ex%20%5C%2Cdx%20%3D%20%5Cleft%28x-1%5Cright%29%2Ae%5Ex%2BC%20


3 typische Aufgaben/Tricks zur Produktintegration/partielle Integration:

a) Abbau von Potenzen

LaTeX: %5Cint_%7B0%7D%5E%7B%5Cleft%20%28%20%5Cfrac%7B%5Cpi%7D%7B2%7D%20%5Cright%20%29%7D%20x%5E2%2A%5Csin%20%28x%29%5C%2Cdx%20%5Cqquad%20v%3Dx%5E2%20%5Cquad%20v%27%3D2x%20%5Cquad%20u%27%3D%5Csin%20%28x%29%20%5Cquad%20u%3D-%5Ccos%20%28x%29

LaTeX: %5Cint%20x%5E2%2A%5Csin%20%28x%29%5C%2Cdx%20%3D%20-%5Ccos%20%28x%29%2Ax%5E2%20%2B%20%5Cint%202x%20%2A%20%5Ccos%20%28x%29%20%5C%2Cdx%20%5Cqquad%20v%3D2x%20%5Cquad%20v%27%3D2%20%5Cquad%20u%27%3D%5Ccos%20%28x%29%20u%3D%5Csin%20%28x%29%20

da ein zweites Integral entstanden ist, das wir nicht so einfach lösen können, benutzen wir die partielle Integration ein zweites Mal, um das x abzubauen.

LaTeX: %5Cint%202x%2A%5Ccos%20%28x%29%5C%2Cdx%20%3D%202x%2A%5Csin%20%28x%29%20-%20%5Cint%202%5Csin%20%28x%29%5C%2Cdx%20

LaTeX: %5Cint%20x%5E2%2A%5Csin%20%28x%29%5C%2Cdx%20%3D%20-x%5E2%2A%5Ccos%20%28x%29%20%2B%202x%2A%5Csin%20%28x%29%20%2B%202%2A%5Ccos%20%28x%29

Grenzen einsetzen:

LaTeX: %5Cint_%7B0%7D%5E%7B%5Cleft%20%28%20%5Cfrac%7B%5Cpi%7D%7B2%7D%20%5Cright%20%29%7D%20x%5E2%2A%5Csin%20%28x%29%5C%2Cdx%20%3D%20%5Cpi%20-%202


b) Faktor 1:

LaTeX: %5Cint%201%2Aln%20%28x%29%5C%2Cdx%20%5Cqquad%20v%3D%5Cln%20%28x%29%20%5Cquad%20v%27%3D%5Cfrac%7B1%7D%7Bx%7D%20%5Cquad%20u%27%3D1%20%5Cquad%20u%3Dx

Um LaTeX: %5Cln%28x%29 integrieren zu können, denken wir uns ein LaTeX: %2A1 vor dem LaTeX: %5Cln%28x%29, um dann die Produktintegration anwenden zu können.

LaTeX: %5Cint%201%2Aln%20%28x%29%5C%2Cdx%20%3D%20x%2A%5Cln%20%28x%29-%5Cint%201%5C%20%3D%20x%2A%5Cln%20%28x%29%20-%20x%20%3D%20x%2A%5Cleft%28%5Cln%20%28x%29-1%5Cright%29


c) Wiederauferstehung eines Integrals(Zombies^^):

LaTeX: %5Cint%20e%5Ex%2A%5Csin%20%28x%29%5C%2Cdx%20%5Cqquad%20v%3D%5Csin%20%28x%29%20%5Cquad%20v%27%3D%5Ccos%20%28x%29%20%5Cquad%20u%27%3De%5Ex%20%5Cquad%20u%3De%5Ex%20

LaTeX: %5Cint%20e%5Ex%2A%5Csin%20%28x%29%5C%2Cdx%20%3D%20e%5Ex%2A%5Csin%20%28x%29%20-%20%5Cint%20e%5Ex%2A%5Ccos%20%28x%29%5C%2Cdx%20

LaTeX: %20v%3D%5Ccos%20%28x%29%20%5Cquad%20v%27%3D-%5Csin%20%28x%29%20%5Cquad%20u%27%3De%5Ex%20%5Cquad%20u%3De%5Ex%20

LaTeX: %5Cint%20e%5Ex%2A%5Csin%20%28x%29%5C%2Cdx%20%3D%20e%5Ex%2A%5Csin%20%28x%29%20-%20e%5Ex%2A%5Ccos%20%28x%29%20-%20%5Cint%20e%5Ex%2A%20%5Csin%28x%29%5C%2Cdx%20

Das hintere Integral ist das gleiche wie das, nach dem wir suchen (es ist wieder auferstanden). Also bringen wir es auf die andere Seite der Gleichung und teilen dann die Gleichung durch 2, um das gesuchte Integral zu erhalten.

LaTeX: 2%2A%5Cint%20e%5Ex%2A%20%5Csin%28x%29%5C%2Cdx%20%3D%20e%5Ex%2A%5Cleft%28%5Csin%20%28x%29%20-%20%5Ccos%20%28x%29%5Cright%29%20%5Cqquad%7C%3A2%20

LaTeX: %5Cint%20e%5Ex%2A%20%5Csin%28x%29%5C%2Cdx%20%3D%20%5Cfrac%7B1%7D%7B2%7D%2Ae%5Ex%2A%5Cleft%28%5Csin%20%28x%29%20-%20%5Ccos%20%28x%29%5Cright%29%20

Integration durch Substitution

Integration durch Substitution verwendet man, wenn keine andere Integrationsmethode ohne weiter Probleme möglich ist. Bei der Substitution wird ein Teil der zu integrierenden Funktion durch eine Variable ersetzt, um das Integral zu vereinfachen. Beispiel am Integral der Funktion LaTeX: f%28x%29%3D%5Cfrac%7B4x%7D%7B%5Csqrt%7B1%2Bx%5E2%7D%20%7D In diesem Fall bietet sich an LaTeX: %201%2Bx%5E2%20 zu ersetzen, weil man dadurch eine Zahl erhällt, die man mit dem Zähler kürzen kann. Generell kann man sagen, dass man versuchen sollte einen Integranden so zu wählen, dass man später kürzen kann.

Von LaTeX: 1%2Bx%5E2 bildet man zunächst die 1.Ableitung, welche immer LaTeX: %5Cfrac%7Bdz%7D%7Bdx%7D entspricht. Im nächsten Schritt löst man nach LaTeX: dx auf, damit man dies in das Integral einsetzen kann. LaTeX: z%20%3D%201%2Bx%5E2%20%5Cqquad%20z%27%3D2x%5C%3B%3D%5C%3B%5Cfrac%7Bdz%7D%7Bdx%7D%5C%3B%20%5Crightarrow%20%20dx%3D%5Cfrac%7Bdz%7D%7B2x%7D

Nun vereinfacht man das Integral, um danach die Stammfunktion bestimmen zu können. LaTeX: %5Cint%20%5Cfrac%7B4x%7D%7B%5Csqrt%7Bz%7D%20%7D%20%5C%3B%5Cfrac%7Bdz%7D%7B2x%7D%20%5Cquad%3D%5Cquad%20%5Cint%20f%5Cfrac%7B2%7D%7B%5Csqrt%7Bz%7D%20%7D%20%5C%2C%7Bdz%7D |LaTeX: 2xkürzen sich raus

Die Stammfunktion ist demnach: LaTeX: F%28z%29%3D4%5Csqrt%7Bz%7D%20%20%5Cquad Wenn man das Integral so weit wie möglich vereinfacht hat und die Stammfuntion bestimmt hat setz man für LaTeX: z%20 wieder den urspünglichen Wert ein, somit lautet das Ergebnis LaTeX: F%28x%29%20%3D4%5Csqrt%7B1%2Bx%5E2%7D.


Ein weiteres Beispiel wäre:LaTeX: %5Cint%20%5Cfrac%7Bx%7D%7B%5Csqrt%7B1%2B2x%7D%20%7D%20%5C%2Cdx Hier kann man egal, was man für LaTeX: z nimmt mit dessen Ableitung nicht kürzen. In diesem Fall wird der substituierte Teil nach LaTeX: x aufgelöst und eingesetzt.

LaTeX: z%3D%201%2B2x%20%5Cquad%20z%27%3D%5Cfrac%7Bdz%7D%7Bdx%7D%20%3D2%20%5Cquad%20dx%3D%5Cfrac%7Bdz%7D%7B2%7D%5Cquad%20x%3D%5Cfrac%7B1%7D%7B2%7Dz-%5Cfrac%7B1%7D%7B2%7D%20 Alles wird eingestzt. LaTeX: %5CRightarrow%20%5Cquad%20%5Cint%5Cfrac%7Bx%7D%7B%5Csqrt%7Bz%7D%20%7D%20%20%5Cfrac%7Bdz%7D%7B2%7D%20%20 LaTeX: %3D%20%5Cint%20%5Cfrac%7B%5Cfrac%7B1%7D%7B4%7Dx-%5Cfrac%7B1%7D%7B4%7D%20%20%7D%7B%5Csqrt%7Bz%7D%20%7D%5C%2Cdz Jetzt kann man bereits die Stammfunktion bilden.

Uneigentliche Integrale

Wenn man das Integral einer im Bereich von a bis LaTeX: %5Cinfty stetigen Funktion LaTeX: f%28x%29 mit einer endlichen Zahl bestimmen kann, nennt man dies uneigentliches Integral. D.h. der Grenzwert LaTeX: %5Clim_%7Bb%5Cto%5Cinfty%7D%20%5Cint_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20f%20%28x%29%5C%2Cdx existiert, obwohl für jede Vergrößerung von b eine neue Teilfläche hinzukommt, bzw. die Fläche "ins Unendliche ragt".

Beispiel :

LaTeX: %5Cint_%7B1%7D%5E%7Bb%7D%20%5Cfrac%7B1%7D%7Bx%5E2%7D%20%5C%2Cdx%20%3D%20-%5Cfrac%7B1%7D%7Bx%7D%5CBig%7C_1%5Eb%20%3D%20-%20%5Cfrac%7B1%7D%7Bb%7D%20%2B%201 LaTeX: %28b%20%3E%201%29.

Nun erfolgt die Bestimmung des uneigentlichen Integrals durch Bildung des Grenzwerts: LaTeX: %5Clim_%7Bb%5Cto%5Cinfty%7D%20-%20%5Cfrac%7B1%7D%7Bb%7D%20%2B%201%20%3D%201.

Untersuchung komplexer Funktionen und Extremalprobleme

Anwendung und Vertiefung der Differential- und Integralrechnung

Volumenintegration

Die Volumenintegration ist eine Berechnungsmethode zur Bestimmung des Volumens eines Körpers, welcher entsteht, wenn die Fläche unter einem Graphen f im Intervall [a; b] um eine Achse des Koordinatensystems rotiert.



Rotation um die x-Achse

Formel zur Bestimmung des Volumens V:

LaTeX: V%3D%5Cpi%20%20%2A%09%20%5Cint%5Climits_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20%28f%28x%29%29%5E2%5C%2C%20%5Cmathrm%7Bd%7Dx%20

Herleitung

Bei der Rotation des Graphen um die x-Achse entsteht ein Körper mit einer kreisförmigen Grundfläche.


Geradefvonx.jpg

Rotation Pfeilojeah.jpg

Kegelfinal.jpg


Das Volumen dieses Körpers lässt sich näherungsweise durch die Addition unendlich kleiner und vieler Zylinder berechnen. Dies gilt nur für Funktionen, welche im Intervall [a;b] stetig sind.



Tortentreppengroß.jpg




Da LaTeX: f%28x%29%5C%2C dem Radius des Körpers entspricht und LaTeX: h%3D%28a-b%29%2Fn%5C%2C, lässt sich der gesuchte Rauminhalt auch wie folgt ausrechnen:

Zylindervolumen: LaTeX: %20V_%7BZylinder%7D%20%3D%20r%5E2%20%2A%20%5Cpi%20%2A%20h%20%5C%2C

Gesamtvolumen: LaTeX: %20V_n%3D%5Cpi%2A%28f%28x_1%29%29%5E2%2Ah%20%2B%20...%20%2B%20%5Cpi%2A%28f%28x_%5Cmathit%7Bn%7D%29%5E2%20%2A%20h%20%5C%2C

umgeformt:

LaTeX: %20%5Clim_%7Bn%20%5Cto%20%5Cinfty%7D%20V_%5Cmathit%7Bn%7D%20%3D%20%5Cpi%20%2A%20%5Cint%5Climits_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20%28f%28x%29%29%5E2%5C%2C%20%5Cmathrm%7Bd%7Dx%20

Endergebnis für de Formel:


LaTeX: V%3D%5Cpi%20%20%2A%09%20%5Cint%5Climits_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20%28f%28x%29%29%5E2%5C%2C%20%5Cmathrm%7Bd%7Dx%20




Rotation um die y-Achse


Formel für die Berechnung des Volumens V eines Körpers der entsteht, wenn ein Graph um die y-Achse rotiert:


LaTeX: V%3D%5Cpi%20%2A%20%5Cint%5Climits_%7Ba%7D%5E%7Bb%7D%20%28%5Cbar%20f%28y%29%29%5E2%5C%2C%20%5Cmathrm%7Bd%7Dx%20


Herleitung

Die Herleitung für die Formel ist analog zu der bei der Rotation um die x-Achse. Da die Intervallgrenzen LaTeX: c%5C%2C und LaTeX: d%5C%2C jedoch auf der y-Achse liegen, integriert man lediglich die Umkehrfunktion (im Koordinatensystem: die Spiegelung des Graphen an der ersten Winkelhalbierenden).



'Beispiel'

Die Funktion LaTeX: %20f%28x%29%3D%201%2F3%20%20x%20-%202%20 soll um die y-achse Rotieren. Berechnen sie den Rauminhalt des Körpers im Intervall [1|3].

Schritt 1

Bildung der Umkehrfunktion:

LaTeX: f%28x%29%20%3D%20%5Cfrac%7B1%7D%7B3%7D%20%20%20x%20-2

LaTeX: y%20%3D%20%20%5Cfrac%7B1%7D%7B3%7D%20x%20-2 LaTeX: %7C%2B2

LaTeX: y%2B2%20%3D%20%5Cfrac%7B1%7D%7B3%7D%20%20x LaTeX: %7C%2A3

LaTeX: 3y%2B6%3Dx

LaTeX: %5Cbar%20f%28x%29%3D%203x%2B6

Schritt 2

In die Formel einsetzten und Integrieren:

LaTeX: V%3D%5Cpi%20%2A%20%5Cint%5Climits_%7B1%7D%5E%7B3%7D%20%283x%2B6%29%5E2%5C%2C%20%5Cmathrm%7Bd%7Dx%20

LaTeX: V%3D%5Cpi%20%2A%20%5Cint%5Climits_%7B1%7D%5E%7B3%7D%20%289x%5E2%2B36x%2B36%29%5C%2C%20%5Cmathrm%7Bd%7Dx%20

LaTeX: V%3D%5Cpi%20%2A%20%5B3x%5E3%2B18x%5E2%2B36x%5D_%7B1%7D%5E%7B3%7D%20

LaTeX: V%3D%5Cpi%20%2A%20%5B3%2A3%5E3%2B18%2A3%5E2%2B36%2A3%20-%20%283%2A1%5E3%2B18%2A1%5E2%2B36%2A1%29%5D

LaTeX: V%3D%5Cpi%20%2A%20%5B81%2B162%2B108-3-18-36%5D

LaTeX: V%3D%5Cpi%20%2A%20294


Schritt 3

Antwort:

Das Volumen des Körpers beträgt LaTeX: V%3D294%5Cpi

Approximation von Funktionen

Ausgleichskurven