Denkanstöße

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In den ersten beiden Stunden wollen wir uns langsam dem Thema nähern. Für die unten stehende Aufgabe habt ihr 60 Minuten Zeit. Anschließend tragen wir eure Notizen zusammen und sammeln die Fragen.


Stift.gif   Aufgabe 1

Bildet Gruppen zu je 4 Schülern. Wählt aus den Aufgaben 2-3 (je nach Zeit) aus und bearbeitet diese. Notiert euch während der Arbeit Stichpunkte, was ihr unter Altern versteht, was mit dem Tod zusammen hängt, welche Probleme / Schwierigkeiten es gibt. Notiert auch Fragen, die sich aus den Aufgaben ergeben und die im Unterricht geklärt bzw. diskutiert werden sollten.


Inhaltsverzeichnis

Empathie-Spiel

(derzeit ist die Seite offline, ich hoffe, sie geht bald wieder) Spiele mit deiner Gruppe das Empathie-Spiel zum Thema Altern und Tod von Ekpyrosis.de. (Vorarbeit: Fragen- und Antwortkärtchen ausdrucken, Spielanleitung verstehen)


Fragebogen zum Thema Tod

Beantwortet jeder für sich die Fragen von Max Frischs Fragebogen zum Thema Tod. Besprecht anschließend in der Gruppe eure Antworten.

Max Frisch stellte in seinen Tagebüchern Fragebögen zusammen. Dieser beschäftigt sich mit dem Thema Tod.

  1. Haben Sie Angst vor dem Tod und seit welchem Lebensjahr?
  2. Was tun Sie dagegen?
  3. Haben Sie keine Angst vor dem Tod (weil Sie materialistisch denken, weil Sie nicht materialistisch denken), aber Angst vor dem Sterben?
  4. Möchten Sie unsterblich sein?
  5. Haben Sie schon einmal gemeint, dass Sie sterben, und was ist Ihnen dabei eingefallen:
    a.was Sie hinterlassen?
    b.die Weltlage?
    c.eine Landschaft?
    d.dass alles eitel war?
    e.was ohne Sie nie zustandekommen wird?
    f.die Unordnung in den Schubladen?
  6. Wovor haben Sie mehr Angst: dass Sie auf dem Totenbett jemand beschimpfen könnten, der es nicht verdient, oder dass Sie allen verzeihen, die es nicht verdienen?
  7. Wenn wieder ein Bekannter gestorben ist: überrascht es Sie, wie selbstverständlich es Ihnen ist, dass die andern sterben? Und wenn nicht: haben Sie dann das Gefühl, dass er Ihnen etwas voraushat, oder fühlen Sie sich überlegen?
  8. Möchten Sie wissen, wie Sterben ist?
  9. Wenn Sie sich unter bestimmten Umständen schon einmal den Tod gewünscht haben und wenn es nicht dazu gekommen ist: finden Sie dann, dass Sie sich geirrt haben, d. h. schätzen Sie infolgedessen die Umstände anders ein?
  10. Wem gönnen Sie manchmal Ihren eigenen Tod?
  11. Wenn Sie gerade keine Angst haben vor dem Sterben: weil Ihnen dieses Leben gerade lästig ist oder weil Sie gerade den Augenblick genießen?
  12. Was stört Sie an Begräbnissen?
  13. Wenn Sie jemand bemitleidet oder gehasst haben und zur Kenntnis nehmen, dass er verstorben ist: was machen Sie mit Ihrem bisherigen Hass auf seine Person beziehungsweise mit Ihrem Mitleid?
  14. Haben Sie Freunde unter den Toten?
  15. Wenn Sie einen toten Menschen sehen: haben Sie dann den Eindruck, dass Sie diesen Menschen gekannt haben?
  16. Haben Sie schon Tote geküsst?
  17. Wenn Sie nicht allgemein an Tod denken, sondern an Ihren persönlichen Tod: sind Sie jeweils erschüttert, d. h. tun Sie sich selbst leid oder denken Sie an Personen, die Ihnen nach Ihrem Hinschied leidtun?
  18. Möchten Sie lieber mit Bewusstsein sterben oder überrascht werden von einem fallenden Ziegel, von einem Herzschlag, von einer Explosion usw.?
  19. Wissen Sie, wo Sie begraben sein möchten?
  20. Wenn der Atem aussetzt und der Arzt es bestätigt: sind Sie sicher, dass man in diesem Augenblick keine Träume mehr hat?
  21. Welche Qualen ziehen Sie dem Tod vor?
  22. Wenn Sie an ein Reich der Toten (Hades) glauben: beruhigt Sie die Vorstellung, dass wir uns alle wiedersehen auf Ewigkeit, oder haben Sie deshalb Angst vor dem Tod?
  23. Können Sie sich ein leichtes Sterben denken?
  24. Wenn Sie jemand lieben: warum möchten Sie nicht der überlebende Teil sein, sondern das Leid dem andern überlassen?
  25. Wieso weinen die Sterbenden nie?

Quelle: Max Frisch: Fragebogen, ISBN 3518394525


Demographie

Schaut euch gemeinsam die Bevölkerungspyramide von Deutschland und deren Veränderung an. Besprecht eure Erkenntnisse sowie die Konsequenzen daraus in der Gruppe.

Lebenswege

Stufenalter 01.jpg

Zeichne deine eigene Lebenstreppe. Notiere zu jedem Alter, was dir wichtig erscheint. Besprecht eure Zeichnungen in der Gruppe (was ist gut dargestellt, was ist wichtig, was ist eher unwichtig, wie realistisch ist die Aussicht), überarbeitet eure eigenen.