Trauer

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Heute geht es eher still zu. Schaut nochmal in eure Tabelle zum Tod in den Weltreligionen - welche Trauerrituale gibt es, welche erscheinen euch hilfreich, welche habt ihr selbst schon erlebt?


Stift.gif   Aufgabe 1

Lest die Anregungen auf dieser Seite, schaut euch das Foto an. Erstellt anschließend allein oder zu zweit eine Collage oder eine Zeichnung zum Thema Trauer.

der Weg
Sechs Thesen zur Trauer
  1. Trauer braucht Zeit. Zeit allein heilt aber keine Wunden.
  2. Trauer braucht einen Ort, damit man Abschied nehmen kann und loslassen kann.
  3. Trauer braucht Mittel und Wege, Rituale und Materialien, um sich ausdrücken zu können.
  4. Trauer löst ein Chaos an Gefühlen aus: Ohnmacht, Wut, Hass, Angst, Schuldgefühle, Liebe.
  5. Trauer kann man nicht „loswerden“, man muss sie aushalten und verarbeiten.
  6. Trauern können ist keine Schwäche, sondern eine Stärke.
Anregungen zum Nachdenken.

Setze dich mit den folgenden Fragen auseinander. Diskutiere leise mit deinem Tischnachbarn. Welche Gemeinsamkeiten / Unterschiede stellt ihr fest?

  • Setze dich mit den Thesen zur Trauer auseinander und überprüft sie anhand eurer eigenen Erfahrungen und Beobachtungen.
  • Inwiefern helfen Gedenken und Erinnern bei der Verarbeitung des Schmerzes beim Tod eines geliebten Menschen?
  • Wenn viele Menschen öffentlich ihre Betroffenheit und Anteilnahme durch Gedenkfeiern und Gedenkstätten zeigen: Durch welche Ereignisse werden solche Reaktionen ausgelöst? Berichte von Beispielen und bewerte diese.
  • Welche Motive haben Menschen, Unfallkreuze am Straßenrand aufzustellen und oft jahrelang zu schmücken und zu pflegen?
  • Inwiefern kann religiöser Glaube Trost sein? Diskutiert darüber und bezieht auch eigene Erfahrungen mit ein.
Verfasst assoziative Satzergänzungen und wertet sie aus
  • Getröstet hat mich, als (dass)…
  • Trost ist für mich, wenn…

Wenige Monate vor seiner Hinrichtung durch die Nationalsozialisten verfasste der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer ein Gedicht als Gruß für seine Angehörigen. Die letzte Strophe dieses Gedichts lautet: „Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“