Lessing Beweis des Geistes und der Kraft: Unterschied zwischen den Versionen

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Grundkurs Deutsch 11. Jgst.: Arbeit an einer [http://www.uni-koblenz.de/~odsleis/leseverstehen2004/4.pdf Texterschließung]
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Lessing spricht hier über Wunder und Prophezeihungen und ihre Glaubwürdigkeit.
  
  
 
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Wenn er in der Zeit Jesu gelebt hätte, würde er ohne Zweifel an die dort geschehenen Wunder glauben. Er ist der Ansicht, dass man das glauben kann, was man sieht. Der Glaube an Jesus jedoch ist gleichzeitig ein Glaube an die von ihm vollbrachten Wunder. (Fabian und Tobi K.)
Lessing argumentiert folgendermaßen: ...
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===Abschlussreflektion===
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''ich'' lebt im 18. Jahrhundert, in dem es keine Wunder mehr gibt.
Die Hauptüberlegungen sind also folgende ...
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Der Beweis aus Geist und Kraft hat jetzt nur noch den Wert der Zeugnisse aus Geist und Kraft.
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Die Nachricht von einem Wunder ist nicht gleich ein Wunder.
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Nur gesehene Wunder sind unmittelbar.
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Das Medium nimmt Wundern die Kraft (z.B. beinhaltet das Internet viele unglaubliche und falsche Dinge - warum also sollten die Wunder stimmen???)
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Schon damals waren es unbegreifliche Wahrheiten, wie also sollte man sie 2000 Jahre später glauben, wenn sie schon damals sehr unglaubwürdig waren. (Nick)
  
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Wenn er zu Christi Zeiten gelebt und selbst gesehen hätte, wie Christi Wunder tut, hätte er keinen Grund gehabt, an der Wahrheit dieser Wunder zu zweifeln. Er hätte so viel Vertrauen in ihn, dass er ihm auch alles andere glauben würde. Würden heute noch christliche Weissagungen erfüllt, würde er diese für echte Wunder halten. Origenes sagte, dass das Christentum einen eigenen göttlichen Beweis für diese Wunder habe. In der Zeit in der er lebte, hatten die Menschen, die so lebten, wie Christi es wollte, die Kraft Wunder zu tun. Er hatte solche Wunder gesehen und deshalb musste er die Beweise anerkennen.
  
Meine eigene Ansicht zu dieser Frage ist ...
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Lessing ist der Meinung, dass es im 18. Jahrhundert keine Wunder mehr gibt und daher auch keine Beweise des Geistes und der Kraft. Nachrichten von erfüllten Weissagungen sind keine erfüllten Weissagungen und Nachrichten von Wundern sind keine Wunder. Weissagungen und Wunder, die vor seinen Augen geschehen, sind unmittelbar, wohingegen Weissagungen und Wunder als Nachricht nur als Medium dienen. Außerdem kann man Orignes nicht sagen lassen, dass der Beweis der Kraft wegen der Wunder so heißt, welche zur Bestätigung Jesu Wunder sind, da die Leute es nicht glauben würden und im Buch nachschlagen würden. Lessing stellt fest, dass der Beweis der Kraft aus den Wundern kommt
  
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Die Nachrichten von Wundern sind nach Lessing genauso wahr wie historische Wahrheiten. Er sagt auch, dass Begebenheiten, die man selbst erlebt hat wahr sind. Begebenheiten, die man jedoch nicht erlebt hat können wahr sein oder nicht.Man kann daran glauben oder nicht.Er führt das Beispiel an, dass man nicht weiß, ob Christi Weissagungen erfüllt worden sind.Wenn man aber Beweise dafür hätte, würden bestimmt mehr Menschen daran glauben.
  
  
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Laut Lessing glaubt man an verschiedene Geschichtliche Begebenheiten,die man nicht wirklich beweisen kann, weil sie nur von einer Person aufgeschrieben wurden.Aber man würde sich nicht wirklich darauf verlassen, obwohl man nicht das Gegenteil beweisen kann.Wenn man keine Beweise gegen Christi Existenz hat, müsste man auch alles glauben, was ihn betrifft.Dann müsste man also alles glauben,gegen das man nichts Bewiesenes einwenden kann.Man findet keine Beweise gegen Christi Auferstehug, deswegen muss man auch glauben, dass er für den Sohn Gottes gehalten wurde.Das heißt aber noch lange nicht, dass man selbst daran glauben muss.
  
'''Weiterleitung zu''' [[Benutzer:Fontane44/Delius_Spaziergang_von_Rostock_nach_Syrakus]]
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III. Der Stoff und seine Traditionen
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Abschnitt 1
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Im ersten Abschnitt des Textes wird der Leser langsam an das Thema und die Deutung des Begriffes der relativen Wahrheit, hinsichtlich Überlieferungen, herangeführt. So wird als Beispiel angeführt, dass man ja auch an Jesus geglaubt hätte, hätte man zu dessen Zeit gelebt. Dies wäre ein wahres Wunder. Als Gegenthese verdeutlicht der Autor jedoch auch, dass man, wie er sagt, willig seinen Verstand unterworfen hätte und vielleicht Dinge überinterpretiert oder nach seiner Überzeugung gedeutet hätte. Seine Meinung ist, dass sich kein Mensch der Wahrheit verschließen kann, wenn es für diese einen Beweis gibt.
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Der Autor ist der Meinung, dass die Nachrichten von Weissagungen und Wundern genauso zuverlässig sind wie historische Wahrheiten. ... <<<UNDER CONSTRUCTION>>>
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===Roter Faden===
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Lessing argumentiert folgendermaßen:
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Vorhersagungen, die vor meinen Augen erfüllt werden, sind etwas anderes als solche, von denen ich gehört habe, dass sie erfüllt worden sind. Wenn ich zur Zeit Jesu gelebt hätte, hätte ich sicher aufgrund seiner Wunder geglaubt. Das hätte ich auch zur Zeit des Origines getan, da auch zu seiner Zeit noch solche "Beweise des Geistes und der Kraft" erfolgten.
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Heute aber geschehen solche Wunder nicht mehr. Da selbst Origines die Wahrheit der Wunder Jesu primär aus den Wundern seiner Zeit erklärt, ist es also verständlich, dass ich den heutigen ''Berichten'' über Wunder nicht die Beweiskraft zugestehe wie Wundern.
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Ich bezweifle daher nicht, dass Jesus die Wunder getan hat, genauso wenig, wie ich bezweifle, dass Alexander der Große gelebt hat. Aber eine solche geschichtliche Tatsache kann kein Beweis sein, dass ich meiner Vernunft nicht mehr trauen darf. Ich kann also an den historischen Vorgang glauben, dass Jesus sich nach seiner Auferstehung als Sohn Gottes bezeichnet hat, doch deshalb muss ich nicht meine Vorstellungen darüber, was Gott sei, ändern.
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Was ich gegenwärtig erlebe, ist, dass die Vernunft zu erstaunlichen Voraussagungen und Bestätigungen dieser Voraussagungen kommt, wer sollte von mir verlangen dürfen, dass sie mich nicht überzeugen?
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Man kann von mir nicht verlangen, dass ich einen falschen Beweis für richtig halte, nur weil er (aufgrund eines Fehlers) zu einem richtigen Ergebnis geführt hat.
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===Abschlussreflektion===
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Die Hauptüberlegungen sind also folgende ...
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Meine eigene Ansicht zu dieser Frage ist ...

Aktuelle Version vom 14. Juli 2006, 22:30 Uhr

Grundkurs Deutsch 11. Jgst.: Arbeit an einer Texterschließung


LessingWikipedia-logo.png: Über den Beweis des Geistes und der Kraft (1777)

Diese Schrift verfasste Lessing im Zuge des FragmentenstreitsWikipedia-logo.png.

Inhaltsverzeichnis

Texterschließung

Thema

Lessing spricht hier über Wunder und Prophezeihungen und ihre Glaubwürdigkeit.


Verstehensinseln

Wenn er in der Zeit Jesu gelebt hätte, würde er ohne Zweifel an die dort geschehenen Wunder glauben. Er ist der Ansicht, dass man das glauben kann, was man sieht. Der Glaube an Jesus jedoch ist gleichzeitig ein Glaube an die von ihm vollbrachten Wunder. (Fabian und Tobi K.)

ich lebt im 18. Jahrhundert, in dem es keine Wunder mehr gibt. Der Beweis aus Geist und Kraft hat jetzt nur noch den Wert der Zeugnisse aus Geist und Kraft. Die Nachricht von einem Wunder ist nicht gleich ein Wunder. Nur gesehene Wunder sind unmittelbar. Das Medium nimmt Wundern die Kraft (z.B. beinhaltet das Internet viele unglaubliche und falsche Dinge - warum also sollten die Wunder stimmen???) Schon damals waren es unbegreifliche Wahrheiten, wie also sollte man sie 2000 Jahre später glauben, wenn sie schon damals sehr unglaubwürdig waren. (Nick)

Wenn er zu Christi Zeiten gelebt und selbst gesehen hätte, wie Christi Wunder tut, hätte er keinen Grund gehabt, an der Wahrheit dieser Wunder zu zweifeln. Er hätte so viel Vertrauen in ihn, dass er ihm auch alles andere glauben würde. Würden heute noch christliche Weissagungen erfüllt, würde er diese für echte Wunder halten. Origenes sagte, dass das Christentum einen eigenen göttlichen Beweis für diese Wunder habe. In der Zeit in der er lebte, hatten die Menschen, die so lebten, wie Christi es wollte, die Kraft Wunder zu tun. Er hatte solche Wunder gesehen und deshalb musste er die Beweise anerkennen.

Lessing ist der Meinung, dass es im 18. Jahrhundert keine Wunder mehr gibt und daher auch keine Beweise des Geistes und der Kraft. Nachrichten von erfüllten Weissagungen sind keine erfüllten Weissagungen und Nachrichten von Wundern sind keine Wunder. Weissagungen und Wunder, die vor seinen Augen geschehen, sind unmittelbar, wohingegen Weissagungen und Wunder als Nachricht nur als Medium dienen. Außerdem kann man Orignes nicht sagen lassen, dass der Beweis der Kraft wegen der Wunder so heißt, welche zur Bestätigung Jesu Wunder sind, da die Leute es nicht glauben würden und im Buch nachschlagen würden. Lessing stellt fest, dass der Beweis der Kraft aus den Wundern kommt

Nina+

Die Nachrichten von Wundern sind nach Lessing genauso wahr wie historische Wahrheiten. Er sagt auch, dass Begebenheiten, die man selbst erlebt hat wahr sind. Begebenheiten, die man jedoch nicht erlebt hat können wahr sein oder nicht.Man kann daran glauben oder nicht.Er führt das Beispiel an, dass man nicht weiß, ob Christi Weissagungen erfüllt worden sind.Wenn man aber Beweise dafür hätte, würden bestimmt mehr Menschen daran glauben.


Laut Lessing glaubt man an verschiedene Geschichtliche Begebenheiten,die man nicht wirklich beweisen kann, weil sie nur von einer Person aufgeschrieben wurden.Aber man würde sich nicht wirklich darauf verlassen, obwohl man nicht das Gegenteil beweisen kann.Wenn man keine Beweise gegen Christi Existenz hat, müsste man auch alles glauben, was ihn betrifft.Dann müsste man also alles glauben,gegen das man nichts Bewiesenes einwenden kann.Man findet keine Beweise gegen Christi Auferstehug, deswegen muss man auch glauben, dass er für den Sohn Gottes gehalten wurde.Das heißt aber noch lange nicht, dass man selbst daran glauben muss.

III. Der Stoff und seine Traditionen

Abschnitt 1

Im ersten Abschnitt des Textes wird der Leser langsam an das Thema und die Deutung des Begriffes der relativen Wahrheit, hinsichtlich Überlieferungen, herangeführt. So wird als Beispiel angeführt, dass man ja auch an Jesus geglaubt hätte, hätte man zu dessen Zeit gelebt. Dies wäre ein wahres Wunder. Als Gegenthese verdeutlicht der Autor jedoch auch, dass man, wie er sagt, willig seinen Verstand unterworfen hätte und vielleicht Dinge überinterpretiert oder nach seiner Überzeugung gedeutet hätte. Seine Meinung ist, dass sich kein Mensch der Wahrheit verschließen kann, wenn es für diese einen Beweis gibt.


Abschnitt 3

Der Autor ist der Meinung, dass die Nachrichten von Weissagungen und Wundern genauso zuverlässig sind wie historische Wahrheiten. ... <<<UNDER CONSTRUCTION>>>



Roter Faden

Lessing argumentiert folgendermaßen: Vorhersagungen, die vor meinen Augen erfüllt werden, sind etwas anderes als solche, von denen ich gehört habe, dass sie erfüllt worden sind. Wenn ich zur Zeit Jesu gelebt hätte, hätte ich sicher aufgrund seiner Wunder geglaubt. Das hätte ich auch zur Zeit des Origines getan, da auch zu seiner Zeit noch solche "Beweise des Geistes und der Kraft" erfolgten. Heute aber geschehen solche Wunder nicht mehr. Da selbst Origines die Wahrheit der Wunder Jesu primär aus den Wundern seiner Zeit erklärt, ist es also verständlich, dass ich den heutigen Berichten über Wunder nicht die Beweiskraft zugestehe wie Wundern. Ich bezweifle daher nicht, dass Jesus die Wunder getan hat, genauso wenig, wie ich bezweifle, dass Alexander der Große gelebt hat. Aber eine solche geschichtliche Tatsache kann kein Beweis sein, dass ich meiner Vernunft nicht mehr trauen darf. Ich kann also an den historischen Vorgang glauben, dass Jesus sich nach seiner Auferstehung als Sohn Gottes bezeichnet hat, doch deshalb muss ich nicht meine Vorstellungen darüber, was Gott sei, ändern. Was ich gegenwärtig erlebe, ist, dass die Vernunft zu erstaunlichen Voraussagungen und Bestätigungen dieser Voraussagungen kommt, wer sollte von mir verlangen dürfen, dass sie mich nicht überzeugen?

Man kann von mir nicht verlangen, dass ich einen falschen Beweis für richtig halte, nur weil er (aufgrund eines Fehlers) zu einem richtigen Ergebnis geführt hat.

Abschlussreflektion

Die Hauptüberlegungen sind also folgende ...


Meine eigene Ansicht zu dieser Frage ist ...