Begriffsklärung

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Inhaltsverzeichnis

Klimaveränderung

"Der Begriff Klimaveränderung bezeichnet eine Veränderung des Klimas auf der Erde über einen längeren Zeitraum. Seit Bestehen der Erde verändert sich das Klima ständig. Eine Klimaveränderung kann beispielsweise eine tendenzielle Abkühlung oder Erwärmung der Oberflächentemperatur über Jahrtausende bezeichnen." (KlimaveränderungWikipedia-logo.png, 21.03.2007)

Ozonschicht

Die Ozonschicht ist ein Teil der Stratosphäre in 15-50 km Höhe, in der unter Einwirkung der energiereichen ultravioletten Strahlung der Sonne Sauerstoff (O2) in Ozon (O3) umgewandelt wird. Die vergleichsweise hohe Konzentration von Ozon (bis ca. 8 ml/m³) absorbiert gefährliche UV-Strahlung (insbesondere UV-B), indem das Ozon von dieser Strahlung wieder in Sauerstoff zerlegt wird, so dass sich ein chemisches Gleichgewicht, der sogenannte Ozon-Sauerstoff-Zyklus ausbildet, bei dem die Menge von Ozon annähernd konstant bleibt

Ozonloch

Bestimmte Gase, insbesondere FCKW, können durch katalytische Effekte einen beschleunigten Abbau des Ozons bewirken, so dass das Gleichgewicht in Richtung auf Sauerstoff O2 verschoben wird. Dieses führt zum Ozonloch.

Nimmt die UV-B-Exposition zu, so ist mit einem deutlichen Anstieg von Hautkrebsfällen und schweren Augenerkrankungen zu rechnen. Auch das Immunsystem wird gestört. Bei Pflanzen wird die Photosynthese im Blattgrün beeinträchtigt - mit der Folge starker Ernterückgänge. In den Meeren geht die Entstehung der Kleinstlebewesen (Phytoplankton) zurück - mit spürbaren Folgen für die gesamte Nahrungskette.

Methan

Sumpfgas (CH4), farbloses, geruchloses, ungiftiges Gas, verbrennt zu Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasser. Vorkommen im Erdgas (80 - 90%), Leuchtgas (rd. 30%), sowie als Grubengas in Steinkohlenflözen.

Methan ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Acetylen und wird als Heiz- und Treibgas verwendet.

Methan besitzt eine atmosphärische Lebenszeit von ca. 12 Jahren; es reichert sich in der Atmosphäre an. Es ist ein etwa 30fach stärkeres Treibhausgas als CO2 und ist daher Teil der Klimadiskussion.

Quellen
  • Umwelt-Lexikon <genauere Angaben???>

Kohlenstoffdioxid

Kohlenstoffdioxid (CO2) ist ein farbloses, nicht brennbares, geruchloses und ungiftiges Gas, das mit ca. 0,03% natürlicher Bestandteil der Erdatmosphäre ist. CO2 ist für langwellige Wärmestrahlen "undurchlässig" und verhindert so eine gleichgewichtige Abstrahlung der auf die Erde treffenden Sonnenstrahlen.

Dadurch werden auf der Erdoberfläche die zum Leben notwendigen Temperaturen eingestellt. Durch Assimilation wird es zusammen mit Wasser von Pflanzen mit Hilfe der Sonnenenergie bei der Photosynthese in energiereichere Kohlenhydrate überführt, wobei Sauerstoff frei wird.

CO2 dient damit als Grundsubstanz zum Aufbau aller organischen Verbindungen.


Quellen

Siehe auch

Treibhauseffekt

Der Treibhauseffekt wird größtenteils verursacht durch den Ausstoß von Treibhausgasen (THG) hervorgerufen durch menschliche Aktivitäten. Diese in der Atmosphäre angesammelten THG verhindern die Wärmerückstrahlung von der Erdoberfläche ins All. Das ist zunächst ein normaler Prozess. Durch die industrialisierte Welt erhöht sich aber der Anteil der Spurengase, so dass es zu einer überdurchschnittlichen Erwärmung kommt. Als relevante Treibhausgase sind festgelegt worden:

~> Kohlenstoffdioxid (CO2)

~> Methan (CH4)

~> Distickstoffoxid (N2O)

u.a.

Verschiebung der Klimazonen

In den feuchten Tropen wird mit einer Zunahme der Niederschläge gerechnet. Die subtropischen Trockenzonen werden sich polwärts um ca. 200 bis 300 km pro Grad Temperaturerhöhung polwärts ausdehnen (d.h. in die heute fruchtbaren Kornkammern in Südeuropa, USA, China und Südamerika)

Höhere Windgeschwindigkeiten, mehr Stürme und Stark-Niederschläge Höhere Temperaturen bedingen eine höhere Verdunstung des Wassers. Die in der Troposphäre freigesetzte Kondensationsenergie bewirkt eine Verstärkung des Luftdruckgefälles und damit der Windströmungen.

Existenzielle Bedrohung der Wälder

Eine Temperaturerhöhung um mehrere °C innerhalb eines Jahrhunderts würde nach der großflächigen Vernichtung des Waldes in den Tropen (zur Landgewinnung) auch die Wälder in den gemäßigten und nördlichen Breiten bedrohen. Die Bäume, welche schon jetzt durch erhöhte UV- und Schadstoffeinwirkung gefährdet sind, würden den Klima-Stress und die aufkommenden Starkwinde nicht überleben. Eine Aufforstung mit angepassten Sorten hätte nur Sinn, wenn der Temperaturanstieg geringer als 1°C pro Jahrhundert ist.

Zunahme der Wetterextreme

Die Variabilität des Wetters wird zunehmen, dabei werden Stark-Niederschläge und Dürreperioden, Hitze- und Kälteperioden hinsichtlich Dauer, Ausmaß und Häufigkeit zunehmen. Die großen Versicherungen, die über Naturkatastrophen genau Buch führen, können diese Vorhersagen bereits jetzt tendenziell bestätigen.

Gletscherrückgang

Die Gletscher der Alpen ziehen sich massiv zurück. Sie stellen eine wichtige Wasserreserve für die Alpenregionen dar. Noch wesentlich gravierender könnte sich das Abschmelzen der nordpolaren Eisdecke, deren Dicke in den letzten 20 Jahren um ca. 40% abgenommen hat, auswirken. Der Golfstrom, eine wesentlicher Klimafaktor, lebt nämlich vom starken Temperaturunterschied zwischen den nördlichen und den äquatorialen Breiten. Wird der Temperaturunterschied geringer kann dies den Fluss des Golfstroms verändern.

Quellen