Anfänge des Buchdrucks

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Zurück zur Übersicht

Inhaltsverzeichnis

Altertum

Antike

Der Buchdruck lässt sich bis in die Frühzeit zurückverfolgen. In den Gräbern von Theben und Babylon sind Ziegel mit eingeprägten Inschriften gefunden worden. Reiche Römer gaben ihren Kindern Elfenbein- oder Metallalphabete. Diese bestehen aus geschnitzten einzelnen Buchstaben. Im Altertum fehlte Papier um das Drucken weiter zu verfolgen. Die Gelehrten gaben sich mit den von ihren Sklaven abgeschriebenen Büchern zufrieden.

China

In China wurde der Holztafeldruck erfunden. Shen Kuo hat im 11 Jhd. Mit beweglichen Lettern geschrieben. Kaiser Kangxi ließ 1661 Lettern aus Kupfer herstellen. Diese wurden allerdings später wegen Geldmangel wieder eingeschmolzen. Noch im 19 Jhd. Wurden Bücher in China per Holztafeldruck hergestellt.

Korea

In Korea benutzten die Menschen schon 1232 einzeln geschnittene Buchstaben aus Metall. Das Buch „Jikjisimgyeong“ wurde 1377 im Heungdeoksa-Tempel gedruckt und befindet sich heute in der Französischen Nationalbibliothek. „Jikji“ ist as älteste Buch mit beweglichen Metalllettern (gedruckt 1377).

Comics

Comics gab es schon vor 400/500 Jahren und waren für die vielen Analphabeten im Mittelalter. Diese konnten die Geschichten anhand der Bilder begreifen (z.B. in Kirchen). Comics sind heute auch noch (oder wieder) beliebt.

Holzdruck

Der Holzdruck wird auch Blockdruck genannt und als Xylographie bezeichnet. Um ein Holzstück zum drucken zu verwenden, muss man das Holz um die „Schrift“ heraus schnitzen. Die Schrift steht dann heraus. Dabei ist wichtig das man die Schrift spiegelverkehrt einritzt. Die Buchstaben werden dann in Farbe getunkt und das Holz wird auf das Papier gedrückt.

Fvu Lettern1.jpg

Kupferstich

Als erstes wurden die Buchstaben spiegelverkehrt in eine Kupferplatte eingeritzt. Danach wurde die Druckfarbe hineingegossen. Diese füllte dann die Buchstaben aus. Die überflüssige Farbe, die sonst heraus geflossen wäre, wurde sofort abgewischt. Es blieb allerdings noch ein wenig übrig. Diese Farbe sah man dann auf dem Papier, wenn die Platte daraufgedruckt wurde. Die Schrift war dann nicht mehr spiegelverkehrt.

Mittelalter

Im Mittelalter war bereits der Buchdruck vorhanden. Es ist nachzuweisen, dass bereits 1119 nach Christus in Stempeldruck eine Weineinschrift in Regensburg erstellt wurde. Auch in England fand man Reste von einem Buchstabenziegel vom 13. Jahrhundert. Am Anfang des Mittelalters blieb der Buchdruck eher im Hintergrund. Erst als die Kreuzzüge begannen, begann der Buchdruck aufzublühen. Da das Interesse an Wissen und Lesematerial stieg und die bücherschreibende Mönche konnten bei dem steigenden Bedarf an Lesematerial nicht mehr mithalten. Neben den Mönchen bildeten sich weitere Gruppen, welche Briefe malten und Karten herstellten. Dazu benötigte man wiederum Briefdrucker und Formschneider. Da viele Menschen nicht lesen und schreiben konnten, wurden vor allem bildliche Darstellungen gewünscht. Die dazugehörigen Bildbeschreibungen waren meist einfach und verständlich geschrieben.

Nach dem Bilderbüchern wurden vor allem Schriftbände gedruckt. Da es zunächst sehr umständlich war, Bilder zu drucken, ließ man diese weg. Der Druck lieg folgendermaßen ab: Die Umrisse der Buchstaben wurden in eine Metallplatte geritzt, so, dass sie beim Druck (wo Farbe auf die Platte gegossen wurde) weiß erschienen. Der Körper der Figur und deren Umgebung blieben schwarz.

Gleichzeitig wurde auch das „Schrotmanier“ - Verfahren entwickelt. Man ersetzte die Umrisslinien mit Leder bzw. Metall hineingeschlagenen Punkten. Dies verwendete man meist in den Werkstätten, wo mit Gold und Silber gearbeitet wurde. Aus den Metallplatten wurden später Holzplatten, da diese billiger und leichter zu bearbeiten waren. Die Umrisse der Buchstaben wurden mit dem Messer hineingeritzt. Die produzierten Tafel nannte man „Holztafeln“. Die Bücher, wo keine Bilder gedruckt worden waren hießen „Holztafeldrucke“.

Typendruck

Johannes Gutenberg stellte seine Erfindungen so zusammen, sodass sie einen ganzen Druckvorgang ergaben.

Die Städte Mainz und Bamberg, aber auch Straßburg, Feltre (Italien) und Haarlem (Holland) erweiternden auch diese Technik.

Straßburg

Sehr wichtig war dabei Johann Mentel: Bevor er erlernte, Bücher zu drucken, war er Gold-oder Schönschreiber. Seine Fähigkeit nutzte er auch für seine eigene Druckerei.

Bamberg

Ein Miterfinder des Buchdrucks soll Albrecht Pfingster gewesen sein. Man hielt die 36 zeilige Bibel bis zum 19. Jahrhundert als sein Werk.

Feltre

Pamfilo Castaldi soll es gelungen sein, verschiedene bewegliche Holzstafeldruck-Lettern hergestellt zu haben. Von den Forschern wurde das allerdings nicht bestätigt.

Haarlem

Van Zuren und Coornhert, die 1561 eine Druckerei gründeten, wollten diese holländische Stadt als Erfindungs-Ort geltend machen. Doch das Werk von Luigi Guicciardini hatte dazu beigetragen. Es gab allerdings noch viele Werke von anderen Buchdruckern.

Quellen

Links

Siehe auch