Welche Formen von Naturholz und welche Holzwerkstoffe gibt es?

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Naturholz ⟷ Holzwerkstoffe

Wenn Holz für Bauzwecke jeder Art (Gebäude, Möbel, Geräte etc.) eingesetzt wird, kann man grundsätzlich zwischen zwei Formen unterscheiden:

  • Naturholz besteht aus einem Stück Holz, das zwar bearbeitet wurde (z.B. in Form von sägenWikipedia-logo.png, hobelnWikipedia-logo.png, schleifenWikipedia-logo.png), aber nicht aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt wurde.
  • Holzwerkstoffe sind solche Materialien, die zusätzlich zur übrigen Bearbeitung aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt wurden.


Naturholz

Bei der Verarbeitung eines Baumstamms entstehen im Sägewerk in der Regel zunächst Bohlen mit noch vorhandener Rinde (in diesem Zusammenhang »Waldkante« genannt). Daraus werden durch weitere Bearbeitungsschritte verschiedene Grundformen hergestellt: Balken, Kanthölzer, Bohlen, Bretter, Latten, Leisten, FurnierWikipedia-logo.png etc..

Naturholz hat charakteristische Eigenschaften, die bei seiner Verarbeitung berücksichtigt werden müssen.

  • Die Jahresringe des Xylems ergeben eine Maserung, die dem Werkstück einen interessanten, lebendigen und einzigartigen Charakter gibt. Allerdings muss man bei der Verarbeitung die Masserrichtung und die Eigenschaften des verwendeten Holzes berücksichtigen.
  • Der Holzkörper (das Xylem) eines Baums besteht außerdem oft aus zwei verschiedenen Abschnitten:
    • Der äußerer Ring des Holzes wird vom Baum für den aktiven Wassertransport verwendet. Diesen nennt man SplintholzWikipedia-logo.png oder Splint.
    • Der innere Zylinder des Holzkörpers wird in der Regel nicht mehr für den aktiven Wassertransport verwendet. Manche Baumarten lagern hier Abfallstoffe ein oder auch so genannte Gerbstoffe, die das Holz konservieren und davor schützen, von Mikroorganismen abgebaut zu werden. Diesen Teil des Holzes nennt man KernholzWikipedia-logo.png. Bei vielen Baumarten (z.B. der Eiche oder der Eibe) ist das Kernholz aufgrund der Gerbstoffe dunkler als der Splint.
  • Äste können die Verarbeitung und die Optik des Holzes stören, aber auch gezielt als interessante Akzente eingesetzt werden.
  • Das Holz enthält beim Fällen des Baums sehr viel Feuchtigkeit (bis zu 70 % des Volumens). Im Verlauf der Verarbeitung trocknet das Holz und verändert dabei auch seine Form. Das Volumen verringert sich in dem Maß, wie die Feuchtigkeit aus dem Holz entweicht. Man sagt: das Holz »schwindet« und ist daher nicht »maßhaltig« (d.h.: es behält das im feuchten Zustand zugesägte Maß nicht bei). Um Probleme in diesem Zusammenhang zu vermeiden, wird das Holz in der Regel gezielt und langsam getrocknet, bevor es endgültig verarbeitet wird. Allerdings nimmt es auch später noch Luftfeuchtigkeit auf und gibt diese wieder ab. Dabei kann es seine Form ebenfalls noch leicht verändern: Naturholz »arbeitet«. Kern- und Splintholz schwinden typischerweise unterschiedlich stark.
  • Beim Fügen des Holzes mit Schrauben oder Nägeln kann das Werkstück reißen, weil eine Schraube oder ein Nagel das Holz entlang seiner Maserung spalten kann. Man kann dieses Problem durch Vorbohren eines Loches vermeiden.




Holzwerkstoffe


  1. # Pinus sylvestris (Kiefer)