Niederschlag in Vergangenheit und Gegenwart und Reliefsituation: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 4. Januar 2018, 10:53 Uhr

Inhaltsverzeichnis

Niederschlagshöhe und -gang

WINDELSBACH LINDEN niederOHRENBACH niederDIETENHOFEN GOETTELDORF niederSCHILLINGSFUERST niederWOERNITZ BOTTENWEILER nieder.png FEUCHTWANGEN niederCOLMBERG nieder DINKELSBUEHL KARLSHOLZ nieder

Variabilität WINDELSBACH LINDEN nieder

Geologie und Relief

Entwässerungsrichtungen an einer Schichtstufe



Historische Wetterereignisse

Die folgenden Zitate wurden vons der DFG-Forschungsdatenbank TAMBORA (tambora.org) übernommen (CC BY 4.0).

Sie sollen die häufigen wetterbedingten Hinternisse für Wassermüller zeigen.

Burgbernheim

1616 es war dieß Jahr ein dürrer Sommer und fehlte an Mahlwasser, Mäuse und Heuschrecken gabs viel, die Schaden thäten, auch sind verderblich Wetter gewesen, im Herbst ist alles erfrohren und alles theuer worden, auch Ruhr und Fieber überall grassiret. Deßgleichen Anno 1617 war wieder ein dürrer Sommer, viel Mäus und Heuschrecken haben großen Schaden gethan;

Ansbach

Der Herbst des Jahres 1835/36 war bis zum 9. Oktober ziemlich gelind, worauf es kalt wurde und viel Schnee kam, ungewöhnlich kalt war die erste Hälfte des Novembers, so daß manche Früchte, namentlich Rüben und Erdbirnen wegen des Frostes nicht mehr ausgegraben und erst al in der zweiten Hälfte des Novembers Thauwetter eintrat, noch heimgebracht werden konnten. - Der Winter war zwar mäßig kalt, aber lange ahaltend und brachte nicht viel Schnee. - Der Frühling war bis Ende Mai meistens rauh und unfreundlich, im April gab es an 5 Tagen Eis und sogar noch am 11. Mai war die Kälte – 2 1/2° . Erst in den letzten Wochen des Frühlings fanden sic warme Tage ein. - Der Sommer war sehr warm und besonders trocken, doch gab es nur wenige warme Nächte auch nur sehr wenige Gewitter, daher fortwährender Wassermangel, besonders an Mahlwasser. 

1671, Rothenburg,Dehner

1. Jan. von Christtag an biß den Oberstag [06.01.] ist ein grausamliche fast unerträgliche kält gewesen, ,sind alle Bronnen und die Mühlen eingefroren, daß man nichts malen können. Derwegen widerumb die Roßmühlen hat gehen laßen. Haben die Graven von Schillingsfürst auf einmal 23 Malter malen lassen. 7. Jan. Ist ein starker Wind kommen, da ist der Schnee aufgangen und wider vollauf Waßer worden. 28. Jan. ligt ein groser diker Schnee. Ist grose kält. 4. Febr. [...] Ist damalß ein lidelicher und neblichter Tag gewesen. 9.10. Febr. ligt der dicke Schnee noch aller Orten. 4. 5. 6. Mart. ists warm worden und der dicke Schnee angefangen zu schmelzen. Hat kein groß waßer geben. 14. Mart. war der Schnee aller hin. 3. May [...] warm, schön. Sonnenschein, gar lustig. 11.12. May hat man angefangen, Pflanzen zu setzen. Mense hoc haben sich die Raupen wider an Heken und Bäumen gehangen und das Laub sehr abgefreßen. 5. Jun. Kirchweyhe. Schön warm. 7. Sept. [...] Weil aber bald ein Wind und Regen eingefallen [...] 4. 5. Oct. noch warm wie in Hundtstagen. 13. Oct. hat man angefangen zu lesen. Schön, trucken. Hat sich zimmlich ergeben ein guter Herbst [...] Nov. Dieser Monat war noch warm. Dec. Hat fast diesen ganzen Monat geregnet, lauter Schneewaßer. 25. bis 29. warm, doch trüb, regnerisch, gantz kein Schneee, Wetter wie im Früling. 30.31. Dec. hat sich das Jar mit warmem truckenem Wetter beschloßen.*


1656 Bad Windsheim, Dienst, Teildatenbank Hisklid

 Sonsten war ein kalter Winter, Vermischter Früling, der Sommer ganz hizig, und dürr, Inn der heü Ernd regnete es Zwar offt, doch ohne frucht, dan es nur ein Seüm Wetter war, Wuchs sonsten ein Zimblicher überflus ann Getraid, also das das Mltr Korn 11. in 12. pazen, dinckel 12. in 13. und der habern 10.Pazen galte, und war gar ein schöne Ernd. der Sommer war gar ungeschlacht, Wann es gleich regnete, so war es doch allweg kalt, und rauch darauff, es verbrunnen die Wißen, das ganz kein Grumat wuchs, So seind auch nicht allein die aysch, und fast alle bäche, meisten versihen, und ausgetrocknet, also das man die Roßmühlen gebrauchen, oder das Getraid in die Tauber, alda in den Muhlen zu vermahllen, führen müste, Waren sonsten in den Sommer große donner: und hagelwetter, Im anfang des Augusti funde man in den Weinbergen weiche beer genug, der herbst war gleich im anfang kalt, also das den 1.2.3. und 4. Septembr. der Weinstock schaden namme, und müste derselbe von Gefrüst viel leiden, bis im anfang des Octobr. wie wohl es wenig und sauer, endlich abgeleßen worden, der Aymer galt 2.f. auch 2. thaler. Fast im end des Novembr. warff es einen großen Schnee heraus, welcher aber gar geschwind wider verschmelzete, das es ein großes Gewäßer, welches allenthalben schaden thete, gabe, [...].* 1717 Bad Windsheim, Teildatenbank Hisklid 2 Es ist auch im August die Erde, aller Orthen, wegen des truckenen Wetters und rechten Dürre sehr auffgesprungen, und große Riße gehabt, und ob es gleich am Ende des Monaths zu Zeiten geregnet, so hat Doch solches nicht viel geholffen.  Der Monath September hat sich Ziemlich kalt windig und regnerisch angelaßen, iedoch der Regen gar nicht geholffen, und großer Mangel an Mahlwaßer gewesen, auch die Dürre auff den Feldt Schaden gethan, daß es keine rechte Vieh=weid abgegeben

Abflusswerte

Überschwemmung bei Geslau