Videos im Unterricht

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Inhaltsverzeichnis

Audioschnitt

Es gibt verschiedene Programme für Audioschnitt. Für die Schule ist die kostenlose Software Audacity gut geeignet. Den Download findet man unter: [[1]] Um Tondateien im mp3-Format zu exportieren benötigt man zusätzlich den Lame-encoder. Zu finden unter: [[2]] Und so bindet man in ein: [[3]] Videotutorials zum Audioschnitt findest du unter: [[4]] Didaktische Einsatzmöglichkeiten von Audioproduktion, wie die Produktion von Podcasts, Hörspielen..., findest du unter: [[5]] Um Tonaufnahmen zu erzeugen gibt es verschiedene Aufnahmegeräte: Laptop (eingebautes Mikrofon), Smartphone, Tablet, Headset, Audiorecorder, USB-Mirkofon,... Die Aufnahme mit verschiedenen Geräten findest du hier (runterscrollen): [[6]] Die Geräte kannst du im Geräte-Pool der PH oder im Medienzentrum Heidelberg ausleihen. [[7]] Hier findest du viele Informationen rund um Hörspiele: http://www.audiyou.de/

Hörspielkaraoke

Einsatz von Videos im Unterricht

An welcher Stelle im Unterricht können Videos gewinnbringend eingesetzt werden? Videos können im Unterricht in verschiedenen Phasen mit unterschiedlicher Zielrichtung eingesetzt werden. Dabei sind verschiedene Sozialformen möglich. Die Entscheidung für die Sozialform sollte in Abhängigkeit von der Lerngruppe, dem Thema und der Geräteausstattung der Schule sein.

Videos Kinoformat

Vorteile Nachteile Tipps
nur Beamer/DVD notwendig Differenzierung schwierig Arbeitsblätter verwenden
Einsatz von didaktischen DVDs möglich gleiches Lerntempo Pausen zur Klärung von Fachbegriffen

Videos in Einzelarbeit

Vorteile Nachteile Tipps
Differenzierung möglich viele Geräte/Breitbandinternet notwendig Pausetaste zum Nachschlagen verwenden
Einsatz von Videos aus dem Internet Selbstlernkompetenz notwendig Arbeitsblatt zur Ergebnissicherung

Wie man Video sinnvoll im Unterricht einsetzt findest du in folgendem Artikel.

Im Flipped Classroom Konzept nach Bergmann und Sams (2012) können Videos in Form dem Unterricht vorgelagerten Hausaufgabe eingesetzt werden. Dabei werden Lehr-/Lernziele der unteren Ebene nach der Lernzieltaxonomie nach Bloom 1985 remembering und understanding fokussiert. Im Unterricht hat man dann Zeit auf Fragen der Schülerinnen und Schüler einzugehen und höhere Lernziele, wie applying, analysing, evaluation und creating zu verfolgen. Soll jedoch der Ansatz von problembasiertem oder entdeckenden Lernen gefördert werden, kann im Unterricht zunächst mit diesem Ansatz gearbeitet werden. Als nachgeschaltete Hausaufgabe wird nun das Video zur Sicherung und zur Vertiefung zur Verfügung gestellt.


Filme vom Schulfernsehen (SWR/WDR) findest du unter [8]


Literatur

Bloom, Benjamin (1985). Developing Talent in Young Peoble. New York, NY: Ballantine Books.

Kategorisierung von Videos

Beispiel Link Art Ziel Gestaltung Dramaturgie
Wo ist Klaus? [9] real, Annimation Aufklärung, Warnung Action Storytelling
5%-Hürde [10] Annimation Erklärung ikonische und symbolische Darstellung Sachlich
Vernetzt [11] Annimation Aufklärung, Warnung Symbole, einfaches Level Storytelling
Berechnen von Termen mit einer Variablen [12] Zeichnung wie an Schultafel Erklärung Zeichnung, Gleichung Denkpausen, direkte Ansprache, strategische Tipps, vertrauensmäßig
Audacity Einblenden Ausblenden [13] Screencast Tutorial Zoom, Hervorheben sachlich, Vormachen, Nachmachen
Die EZB und das Eurosystem [14] Annimation, Legetrick Wissen, Erklärung, Werbung Bilder, Symbole spielerische Art, Storytelling
Ein Trick beim 9er 1x1 [15] real Erklärung, Lernen durch Lehren Schreiben auf Präsentationsplakat sachlich, vormachen
Metamorphose [16] Legetrickfilm, Stopmotion Erklärung, Lernen durch Lehren gebastelte Figuren sachlich, Geschichte
Gegenseitige Lage von Ebenen [17] Annimation, Lehrervideo eingeblendet Erklärung Computerzeichnung sachlich, Dialogform, witzig, Ritual für Denkpause (3-2-1)
Was muss ich bei der Bildschirmaufnahme beachten? [18] Annimation Erklärung Avatare, Symbole, Bilder sachlich

Das Erklärvideo

Prof. Dr. Carsten Wolf zum Thema Erklärvideo:

Lernen Schüler mit Youtube & Co. einprägsamer?

Youtuber


Salman Khan der Begründer der Khan-Academy über Erklärvideos

Gütekriterien bei der Videoproduktion

Um Erklärvideos zu erstellen, müssen die Regeln zum Design von Multimedia beachtet werden. Visualisierungen gehören selbstverständlich dazu. Erstellt man beispielsweise einen Screencast einer Präsentation sollten die Regeln zur Visualisierungen in Präsentationen beachtet werden.

In diesem Video werden die wichtigsten Dinge behandelt, die bei der Erstellung eines Erklärvideos beachtet werden sollten.

Checkliste gute Erklärvideos

  • gute Audioaufnahme (möglichst wenig Störgeräusche wie Hall oder Rauschen)
  • nur ein Thema (je nach Umfang sollte dieses unterteilt oder segmentiert werden)
  • Video unter Berücksichtigung fachdidaktischer Prinzipien gestalten
  • Dauer 5 bis 10 min.
  • Urheberrecht beachten (OER-Materialien oder CC verwenden und auf korrekte Verwendung der jeweiligen CC-Lizenz achten)
  • Regeln einer guten Präsentation beachten
    • Aufbau
    • Motivation (Bild, Anekdote,…), Gliederung, Inhalt kurz und knapp, Zusammenfassung/Ausblick, Dank/Kontakt
    • Nicht mehr als vier Worte pro Zeile
    • nicht mehr als sechs Zeilen pro Folie → besser mit Grafiken und Bildern arbeiten
    • sparsam mit Effekten umgehen, sie lenken eher vom Inhalt ab
    • keine Überblend- und Soundeffekte
    • nicht mehr als zwei Schrifttypen; am besten serifenlose Schrift
    • Diagramme: sollten ausführlich inklusive der Achsenbeschriftung erklärt werden
    • Bilder sollten passend eingesetzt werden
  • Kognitionspsychologische Grundlagen beachten (Split-Attention-Effekt, Dual-Code-Theory, Arbeitsgedächtnis)
  • Neun Wege cognitve Load zu reduzieren (Mayer & Moreno, 2003)
  • Der visuelle Kanal ist überlastet -> Informationen über den auditiven Kanal geben (Modality Effekt)
  • Der visuelle und der auditive Kanal sind überlastet
    • Segmentierung in Teile, die der Lerner steuern kann (Segmentation Effekt)
    • Vorentlasten, Fachbegriffe und Konzepte, die zum Verständnis notwendig sind, davor erklären (Pretraining Effekt)
  • Einer oder beide Kanäle sind durch wesentliche Informationen und Nebeninformationen überlastet (Informationsflut)
    • Sich auf das Wesentliche konzentrieren, beiläufige Informationen weglassen (Coherence Effekt)
    • Lenken der Aufmerksamkeit auf relevante Bereiche mittels Signalen (z.B. Kreis drum herum oder Pfleile, Hervorhebungen von Bildteilen und Wörtern (Signaling Effect)
  • Einer oder beide Kanäle sind durch eine verwirrende Präsentation überlastet
    • Geschriebener Text zur Erklärung einer Grafik sollte in deren Nähe platziert werden (Spatial contiguity Effekt)
    • Vermeiden geschriebenen Text vorzulesen (Redundancy Effect)
  • Einer oder beide Kanäle sind durch die Verarbeitung im Arbeitsgedächtnis und das In-Erinnerung halten überlastet
    • Zusammengehörende Animation und gesprochene Erklärung sollten gleichzeitig (synchron) präsentiert werden (Temporal Contiguity Effect)
  • Lehr-/Lernziele: erinnern und verstehen (Bergmann & Sams, 2012)
    • Ist das Lernziel „erinnern“, z.B. wenn bereits behandelter Stoff vergessen wurde, kann die Erklärung zügiger mit weniger Details erfolgen.
    • Ist das Lernziel „verstehen“ und handelt es sich um eine Erstvermittlung des Stoffes, dann muss beachtet werden, dass an vorhandenes Wissen angeknüpft wird und langsam erklärt wird.
  • Ziel des Videos? Handelt es sich um ein Erklärvideo oder ein Impulsvideo?
    • Ein Erklärvideo gibt Informationen, erklärt einen Sachverhalt
    • Ein Impulsvideo gibt Anregungen zum entdeckenden Lernen
    • Wiederholung
    • Tipp
    • Lernen durch Lehren
    • Aufklärung/Warnung
    • Lösungsvideo
  • Interaktionselemente mit den Schülerinnen und Schülern im Video (z.B. Pause, damit Schüler über eine Frage nachdenken kann, Zeit um Notizen zu machen, etwas auszuprobieren, einen Link nachschlagen kann)Wie wir dem beiläufigen Sehen des Videos entgegengewirkt? Bzw. Schüler bearbeiten Aufgaben und nutzen als Hilfe hierfür das Video.
    • Gibt es eine Möglichkeit zur Selbstkontrolle/interaktives Video (z.B. ein Quiz)?
    • Gibt es begleitende Aufgaben?
  • Das Video enthält keine inhaltlichen Fehler.
  • Die Planung für die Unterrichtsstunde nach dem Video mit schülerzentrierten Methoden ist vorhanden.

Drehbuch

Beispiel Mathematik Thema Gleichungen

Titel: Äquivalenzumformungen

Dauer Was passiert? Text
30s Waagenmodell wird eingeblendet Wir veranschaulichen Gleichungen anhand des Waagenmodells. Die Waage muss stets im Gleichgewicht bleiben.
1 min. Gewichte auf den beiden Waagschalen werden eingeblendet. Links sind 3 Kugeln und ein Würfel und rechts sieben Kugeln. Auf der linken Waagschale liegen 3 Kugeln und eine unbekannte Masse. Auf der rechten Seite liegen 7 Kugeln....
... ... ...


Didaktische Einbettung Wann wird das Video eingesetzt?

Was passiert davor im Unterricht?

Was passiert danach im Unterricht?

Lehr-/Lernziele/Kompetenzen


Bildungsplanbezug


Alternative Drebuchstruktur:

Was passiert? Text Interaktionselemente
Waagenmodell wird eingeblendet. Gewichte auf den beiden Waagschalen werden eingeblendet. Links sind 3 Kugeln und ein Würfel und rechts sieben Kugeln. Wir veranschaulichen Gleichungen anhand des Waagenmodells. Die Waage muss stets im Gleichgewicht bleiben. Versuche die Gewichte auf der linken und der rechten Waagschale mathematisch auszudrücken. Das Video geht weiter in 3-2-1 Sekunden. Pause, damit der Schüler nachdenken kann
Einblendung bleibt gleich. Auf der linken Waagschale liegen 3 Kugeln und eine unbekannte Masse. Auf der rechten Seite liegen 7 Kugeln.... Auflösung Schüler vergleicht mit seiner Lösung.
... ... ...

Auf der Seite von Planet Schule wird in 5 Schritten erklärt wie ein Film entsteht: [19]

Filmbegriffe für Einsteiger: [20]

Programme und Apps für die Videoproduktion

Geräte

Für die Produktion von Erklärvideos können die Geräte verwendet werden, die vorhanden sind: Computer, Interaktives Whiteboard, Tablet, Videokamera, Fotokamera Zubehör: Externes Mikrofon, Grafiktablet

Die folgende Auswahl von Programmen und Apps ist lediglich als Auswahl zu verstehen.

Programme

Je nach Gerät und Betriebssystem gibt es entsprechende Programme. Im Anschluss sollen jeweils Beispiele genannt werden. Screencast-O-Matic ist in der Grundversion kostenlos. Es ist browserbasiert und deshalb geräteunabhängig. Office Mix ist kostenlos bei Powerpoint 2013/365 unter dem Reiter "Bildschirm Präsentation" und dann "Bildschirm Präsentation" kann man die Aufnahme starten. Den Text spricht man einfach während der Präsentation ein. Hat man die Aufnahme beendet geht man unter dem Reiter "Datei" auf "Exportieren" und "Video erstellen". Möchte man die Videos mit mehr Details erstellen benötigt man ein Programm mit mehr Funktionen wie beispielsweise das kostenpflichtige Programm CamtasiaStudio. Die Software für das jeweilige interaktive Whiteboard haben häufig eine Aufnahmefunktion. Apps Für das iPad gibt es die App Doceri oder Explain Everything. Für Win8-Tablets gibt es beispielsweise die App iXplain.


Verwendet man eine Videokamera oder zeichnet man ein Video mit einer Fotokamera oder dem Smartphone auf ist der Ton, falls kein externes Mikrofon anschließbar ist nicht ausreichend und muss gegebenenfalls aufwendig nach vertont werden.

Mit dem Windows MovieMaker kann man nachträglich einen Audiokommentar einfügen:


Erklärvideo mit der Videokamera

Vorteile Nachteile Tipps
wenig Aufwand mehrere Personen notwendig Stativ verwenden
Bildqualität sehr gut Animationen, computergestützte Präsentationen sehen möglicherweise professioneller aus externes Mikrofon (wenn möglich Ansteckmikro) verwenden
reale Objekte können gefilmt werden Videokamera muss vorhanden sein eventuell Sprechtext aus dem OFF, damit man keine Teleprompter benötigt
Tafelanschrieb/Posterpräsentation kann gefilmt werden viel Speicherkapazität fehlerfreie Aufnahme, spart Zeit, da man am Ende nicht schneiden muss

Erklärvideo mit dem Smartphone

Vorteile Nachteile Tipps
wenig Aufwand, schneller Dreh wackeln bei Filmen ohne Stativ Stativ basteln
Tonqualität schlecht in der Galerie schlecht auffindbar evtl. Headset anschließen, um den Ton zu verbessern
kann schnell hochgeladen werden Bildqualität ausreichend je nach Ziel Audiokommentar kann nachträglich eingefügt werden

Erklärvideo mit einem Screencastprogramm

Vorteile Nachteile Tipps
wenig Aufwand, schneller Dreh Urheberrecht (Bilder, Ton, Musik) beachten Externes Mikrofon anschließen
vorhandene Präsentationen können verwendet werden "kostenlose" Programme erfordern teilweise die Eingabe persönlicher Daten eigene Bilder verwenden
intuitiv bedienbar weitere Bearbeitung bei kostenlosen Programmen nicht möglich deswegen Drehbuch schreiben
gute Qualität wenig Gestaltungsmöglichkeiten bei kostenlosen Programmen Pausetaste zum Nachdenken verwenden


Erklärvideo mit dem interaktiven Whiteboard

Vorteile Nachteile Tipps
wenig Aufwand muss calibriert sein externes Mikrofon verwenden
Aufnahmequalität sehr gut Computer muss gute Rechnerleistung haben über Werkzeugleiste anpassen -> "Recorder"
Handschrift/Präsentationen können aufgenommen werden Smartboard muss funktionsfähig vorhanden sein

Erklärvideo mit dem Visualiser/der Dokumentenkamera

Vorteile Nachteile Tipps
wenig Aufwand nicht alle Modelle haben Filmfunktion Urheberrecht beachten
Handschrift abfilmbar Flimmern bei Bewegungen Lichtverhältnisse möglichst konstant halten
Zeichnungen abfilmen Software zum Filmen muss aufgespielt sein Aufnahme teilweise auf SD-Karte


Wissenswertes rund um Begriffe bei der Videoproduktion


Urheberrecht

Hier findest du eine Zusammenfassung, was zu beachten ist:

Interaktivität von Videos / Aufgaben und Quizze

Zunächst sollte ein Aufgabenblatt erstellt werden, das mithilfe des Erklärvideos gelöst werden kann. Als Lernkontrolle sind Quizze sinnvoll. Diese können über einen Link bereitgestellt werden: z.B. über http://learningapps.org/

Die Quizze können auch direkt in das Video eingebettet werden:

https://h5p.org/

Hier ein interessantes Video mit Jörn Loviscach: https://capira.de/lehren/ Beispiele: https://capira.de/build/client/channel/#/1 https://capira.de/labs/


Beispiel: Video und Arbeitsblatt 40 Wochen - von der Keimzelle zum Kind: [21] Arbeitsblätter passend zum Video findest du hier: [22]

Flipped Classroom

Traditionell wird im Flipped Classroom Konzept die Instruktion in der Schule und die Übung als Hausaufgabe umgedreht. Das bedeutet, dass es eine vorgelagerte Hausaufgabe in Form eines Erklärvideos gibt und die Zeit im Unterricht für Übung und höhere Lernaktivitäten genutzt werden kann. Wenn man jedoch Flipped Classroom von einem problemlösenden Ansatz aus betrachtet, erscheint es sinnvoller, zunächst im Unterricht eine Phase des entdeckenden Lernens zu haben. Darauf das Erklärvideo als Vertiefung in Form einer Hausaufgabe und dann weitere Übungen und Vertiefungen im Unterricht. Gerade bei der Überlegung an welcher Stelle im Unterrichtsverlauf das Video einsetzt werden soll, sollten die Basismodelle nach Oser und Patry als Grundlage der Überlegungen in Betracht gezogen werden. Bergmann und Sams legen ihrem Flipped Classroom Konzept die Lernzieltaxonomie nach Bloom 1985 zugrunde. Diese unterlag einer Überarbeitung durch Anderson und Krathwohl (2001) und Marzano und Kendall (2007). Marzano und Kendall (2007) unterscheiden Levels of Processing: Level 1: Retrieval (Cognitive System), Level 2: Comprehension (Cognitive System), Level 3: Analysis (Cognitive System)", Level 4: Knowledge Utilization (Cognitive System), Level 5: Metacognitive System und Level 6: Self-system. Parallel dazu unterscheiden sie verschiedene Domains of Knowledge. Das bedeutet in jedem Level of Processing" wird zwischen den folgenden Domains of Knowledge unterschieden: Information, Mental Procedures und Psychomotor Procedures. Wie verhindert man das beiläufige Schauen der Videos? Die Videos sollten als Hilfe zur Lösung von Aufgaben dienen. Auf dem Arbeitsblatt sollte stets Platz für die Fragen der Schülerinnen und Schüler sein. Das verhindert das Vergessen der Frage. Anstelle von Arbeitsblättern kann auch das Video Quizfragen enthalten. Weitere Mögliche Fragen sind: Was fandest du interessant? Wie hängt das was du gesehen hast mit dem zusammen was du schon weißt? Welche Fragen haben sich beim Sehen ergeben? Im Unterricht finden dann lernerzentrierte Formen Anwendung. Es gibt Zeit für Lernspiele, die Vorbereitung von Präsentationen, Methoden zur Diskussion und Meinungsaustausch und kreative Medienarbeit. Trickfilme, Filme, Sprechende Bilder oder Hörspiele können produziert werden.

Literatur

Bermann, J. & Sams, A. (2012) Flip your classroom. Reach every student in every class every day. Eugene, Oregon: ISTE. Bloom, Benjamin (1985). Developing Talent in Young Peoble. New York, NY: Ballantine Books.

Oser, F. & Patry, J.-L. (1994). Sichtstruktur und Basismodelle des Unterrichts: Über den Zusammenhang von Lehren und Lernen unter dem Gesichtspunkt psychologischer Lernverläufe. In R. Olechowski & B. Rollett (Hrsg.), Theorie und Praxis. Aspekte empirisch-pädagogischer Forschung – quantitative und qualitative Methoden (S.138- 146). Frankfurt a.M., Bern: Lang

Anderson L.W. & Krathwohl D.R. (2001). A taxonomy for learning, teaching and assessing: A revision of Bloom's taxonomy of educational objectives. Boston: Pearson Education Group.

Marzano, R. J. (2007). The new taxonomy of educational objectives (2nd ed.). Thousand Oaks, CA: Corwin Press.


Weiterführende Information zum Flipped Classroom

Unter diesem Link findest du einen Wikiartikel zum Thema Flippd Classroom: [[23]]

Aaron Sams über Flipped Classroom

Mathematikunterricht an der Realschule mit Flipped Classroom - Sebastian Schmidt


Flipped Classroom - Lernprozessgestaltung


Flipped Classroom und Wirksamkeitsstudien

Flipped Classroom - Was tun, wenn viele Studenten nicht vorbereitet sind?

Wie geht man mit großen Gruppen im Flipped Classroom um?


Die Vorbereitungsphase im Flipped Classroom Prof. Dr. C. Spannagel und Joshua Weidlich

Sebastian Schmidt im Unterricht

Flip your class


Individualisierter Unterricht mit digitalen Medien

Schülerproduktionen

Beispielprojekt von Schülerproduktionen:

Ergebnisse eines Projekts mit Schülerinnen und Schüler für die Produktion von Lernvideos. [24] [25]

Hier ein paar wichtige Tipps, wenn Schülerinnen und Schüler Erklärvideos mit dem Smartphone oder der digitalen Fotokamera drehen:


Bei der Erstellung von Erklärvideos mittels Bildschirmaufnahme sollte folgendes beachtet werden:

Dazu gibt es ein Quiz: http://LearningApps.org/display?v=pnfkz95c201

Lernen durch Lehren

Im Zusammenhang der Schülerproduktionen ist es wichtig das Konzept Lernen durch Lehren (LdL) von Jean-Pol Martin einzubeziehen.

Eine Zusammenfassung der Gedanken von LdL erstellen wir in einem Etherpad: http://zumpad.zum.de/p/LdL

Erklärungen zu LdL von Experten, wie Jean-Pol Martin und Joachim Grzega findet ihr hier: http://ldl.mixxt.de/networks/videos/video.244#video

Unterrichtsbeispiele in Form von Videos sind hier zu finden: Englischunterricht und Mathematikunterricht Bericht über Französischunterricht

Der Link zu unserem Drehbuch: http://zumpad.zum.de/p/drehbuchldl


Der fertige Film

Storytelling

Geschichten können Alltagsgeschichten (wie bspw. Alltagsgespräche oder Anekdoten), Erfahrungsgeschichten (z.B. Learing Histories, Lessons Learned), Geschichten als Kunst- und Kulturform (z.B. Märchen, Fabeln, Mythen), Konstruierte Geschichten (z.B. Unternehmenscomics, Werbung) sein. In vielen Geschichten wird auf Archetypen (Urbilder) zurückgegriffen, da sie bei den Zuschauern als bekannt vorausgesetzt werden können. Beispiele für Archetypen sind die große Mutter, Helden und Widersacher. Ein weiteres mögliches Gestaltungselement ist die Heldenreise. Dazu ein Video zu den Stationen der Heldenreise und eines zu den Figuren:

Bildungsplanbezug

Bildungsstandards Baden-Württemberg 2004


Bildungsplan 2016 (Arbeitsfassung zur Erprobung)

Weitere Links

Projekt "Flip your Class"

draufhaber.tv