Blaubarsch (Badis badis)

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Badis badis.jpg
Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse Neuflosser (Neopterygii)
Überordnung Stachelflosser (Acanthopterygii)
Ordnung Barschartige (Perciformes)
Familie Blaubarsche (Badidae)
Gattung Badis
Wassertemperatur 24-26°C
Wasserhärte 5-19°dGH (weich bis hart)
pH-Werttoleranz 6-8 (leicht sauer bis leicht alkalisch)


Beschreibung

Die Ursprünge des Blaubarsch liegen in Pakistan, Indien und Nepal. Er bevorzugt stehende oder schwach fließende Gewässer, die dicht bepflanzt sind. Er erreicht eine Länge von 6-8 cm und sollte im Paar gehalten werden.

Der Blaubarsch besitzt einen gestreckten, meist braun gefärbten Körper, der teilweise mit einer roten und blauen Zeichnung versehen ist. Die Farbgebungen sind facettenreich. Welche Farberscheinung der Blaubarsch besitzt, ist abhängig von der Umgebung. Die Rückenflosse ist breit und besteht aus weichen und stachligen Flossenstrahlen. Der Blaubarsch hat ein kleines Maul. Die Männchen sind auffälliger gefärbt, farbenfroher und besitzen größere Flossen, die Weibchen sind unscheinbarer. Der Bauch der Weibchen ist nach aussen gewölbt.

Die Eiablage erfolgt an Decken von Höhlen. Hierbei umschlingt das Blaubarschmännchen das Blaubarschweibchen ähnlich wie bei Labyrinthfischen. Der Blaubarsch ist ein Höhlenbrüter und betreibt Brutpflege. Diese wird vom Männchen übernommen (Vaterfamilie). Die Jungtiere schlüpfen nach 3 Tagen. Er ernährt sich carnivor (Fleischfresser). Im Aquarium hält er sich im unteren und mittleren Bereich auf. Das Becken sollte ausreichend Versteckmöglichkeiten bieten und mindestens 60 cm lang sein.

Die Männchen sind stark revierbildend gegenüber Artgenossen. Insgesamt ist der Blaubarsch jedoch eher friedlich und scheu, zudem zählt er als Einzelgänger. Mit kleineren Arten lässt sich der Blaubarsch gut vergesellschaften. Er sollte aber am Besten einzeln gehalten werden, da er Futterkonkurrenz gegenüber nicht gewachsen ist. Eine Besonderheit des Blaubarsches ist, dass er chamäleonartig eine andere Musterung und/oder Färbung annehmen kann.


Literatur

  • Hunnam, Peter, u.a. (1997): Lebensraum Aquarium. Ein Handbuch der Süß- und Seewasseraquaristik. Augsburg: Weltbild Verlag; S. 115
  • Meyer, Rolf (2000): Lexikon Süßwasseraquarienfische. Augsburg: Weltbild Verlag; S. 49
  • Mills, Dick (41995): Aquarienfische. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag; S. 180
  • Schliewen, Ulrich (2001): Wasserwelt Aquarium. 300 Süßwasserfische und Pflanzen in Gesellschafts-, Art- und Biotopaquarien. Bindlach: Gondrom Verlag: S. 146
  • Sterba, Günther (1959): Süßwasserfische aus aller Welt. Berchtesgaden: Zimmer & Herzog; S. 485-486


weiterführende Links