Brokatbarbe (Barbus P. semifasciolatus schuberti)

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Ver101011ena Brokatbarbe.jpg
Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse Neuflosser (Neopterygii)
Überordnung Ostariophysi
Ordnung Karpfenartige (Cypriniformes)
Familie Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung Barbus
Wassertemperatur 19-25°C
Wasserhärte 3-12°dGH (sehr weich bis hart)
pH-Werttoleranz 6-7,5 (leicht sauer bis neutral)


Beschreibung

Brokat- oder Goldbarbe ist die Bezeichnung für eine wissenschaftlich nicht anerkannte, sehr farbenfrohe Zuchtform der Messingbarbe. Die Messingbarbe war ursprünglich in Südostchina und Nordvietnam angesiedelt, daher auch die Bezeichnung Hongkongbarbe. Sie bevorzugt Flüsse und Bäche und gilt als Schwarmfisch, der ab 10 Individuen gehalten werden sollte.

Die Messingbarbe hat eine gelbe bis goldene Grundfarbe und ist dunkel gefleckt. Die Brokatbarbe besitzt ebenfalls eine gelbliche Grundfarbe mit dunklen Flecken, ihr Bauch ist allerdings rötlich gefärbt. Auf der Seitenlinie befinden sich größere, stärker sichtbare Flecken. An der Schwanzwurzel befindet sich ein großer dunkler Fleck. Die Seiten sind metallisch schillernd. Die Flossen sind hellrot und gelb gestreift. Sie erreicht eine Länge von ca. 7-10 cm. Die Weibchen dieser Art werden größer und besitzen dunkle Flecken an den Seiten. Die Männchen entfalten prächtigere Farben.

Die Brokatbarbe gilt als Freilaicher, daher laicht sie auf Pflanzen oder Steinen ab und übernimmt keinerlei Brutpflege. Die Elterntiere sollten nach dem Ablaichen aus dem Becken entfernt werden, da die Brokatbarbe als Laichräuber gilt.

Die Brokat- oder Goldbarbe ernährt sich omnivor (Allesfresser), wobei pflanzliche Kost bevorzugt wird. Das Aquarium sollte mindestens 80 cm lang und relativ dicht bepflanzt sein, jedoch muss auch ausreichend Schwimmraum zur Verfügung stehen, da sich die Brokatbarbe hauptsächlich in der Mitte und im unteren Bereich des Beckens aufhält. Der Bodengrund darf nicht zu hart sein. Sie gilt als lebhaft, friedlich, neugierig und reagiert empfindlich auf Reize. Zur Vergesellschaftung eignen sich Prachtbarben und Ritterkämpflinge hervorragend.


Literatur

  • Baensch, Ulrich (1987): Bunte Zierfischwelt. Melle: Tetra Verlag; S. 126
  • Gilbert, John (21975): Das große Aquarienbuch. Stuttgart: Eugen Ulmer; S. 124
  • Meyer, Rolf (2000): Lexikon Süßwasseraquarienfische. Augsburg: Weltbild Verlag; S. 60-61
  • Mills, Dick (41995): Aquarienfische. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag; S. 54
  • Schliewen, Ulrich (2001): Wasserwelt Aquarium. 300 Süßwasserfische und Pflanzen in Gesellschafts-, Art- und Biotopaquarien. Bindlach: Gondrom Verlag: S. 83
  • Schmitz, Siegfried (81999): Aquarienfische. Merkmale, Pflege, Haltung wichtiger Süßwasserarten. München: BLV; S. 46
  • Sterba, Günther (1959): Süßwasserfische aus aller Welt. Berchtesgaden: Zimmer & Herzog; S. 215


weiterführende Links