Wabenschilderwels (Glyptoperichthys gibbiceps)

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Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse Neuflosser (Neopterygii)
Überordnung Ostariophysi
Ordnung Welsartige (Siluriformes)
Familie Harnischwelse (Loricariidae)
Gattung Glyptoperichthys
Wassertemperatur 23–27°C
Wasserhärte 5–19°dGH (weich bis mittelhart)
pH-Werttoleranz 6–7,5 (neutral)


Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Wabenschilderwels (auch: Pterygoplichthys gibbiceps) ist im Amazonas und im Orinoco Flußsystem beheimatet. Er erreicht eine Größe von bis zu 50 cm und ernährt sich vorwiegend herbivor (Pflanzenfresser), wobei er als omnivor (Allesfresser) gilt.

Er besitzt ein leopardenähnliches Muster, welches sich durch eine helle Grundfarbe mit dunklen wabenartigen Flecken auszeichnet. Charakteristisch ist außerdem eine sehr große, segelartige Rückenflosse, die aus 12-13 Strahlen besteht. Männchen und Weibchen sind optisch nicht zu unterscheiden. Die Weibchen sind allerdings kleiner als die Männchen.

Er vermehrt sich ovipar (legt Eier). Es wird vermutet, dass die Männchen in ihrem natürlichen Lebensraum am Ufer tiefe Höhlen graben und darin Eier und die Jungtiere umsorgen (Nestbauer). Einmalig ist eine Nachzucht im Aquarium gelungen, hier diente eine Wurzel der Eiablage. Vermutlich betreibt der Wabenschilderwels Brutpflege. Hierfür ist allein das Männchen zuständig (Vater-Familie). Die Jungtiere schlüpfen nach 3 Tagen aus den Eiern.

Grundsätzlich gilt er als Einzelgänger, wobei eine Vergesellschaftung mit anderen Fischarten aufgrund seiner friedlichen Verhaltensweise möglich ist. Moorkienholz oder andere Hölzer zum Abraspeln (zur Förderung der Verdauung) sollten ihm geboten werden. Das Becken sollte mindestens 250 cm lang sein und keinen scharfkantigen Kies enthalten. Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten zwischen Steinen und Wurzeln sollten vorhanden sein.

Der Magen von Wabenschilderwelsen ist in der Lage Sauerstoff aus der Luft aufzunehmen und zu veratmen.


Videos

http://youtu.be/Njjv7IwP184


Literatur

  • Meyer, Rolf (2000): Lexikon Süßwasseraquarienfische. Augsburg: Weltbild Verlag; S. 266


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