Soziale Frage: Unterschied zwischen den Versionen

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{{Zitat rechts fix|35|Es gibt Zeiten, in denen die wirtschaftlichen Verhältnisse die Lebensbedingungen der [[Mensch]]en in besonderer Weise belasten.|* Sabine Hering (23.07.2009): [http://www.springerlink.com/content/l044005p11708338/ Die soziale Frage • Erinnerung an eine Rede von Gustav Schmoller 1872]}}
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Als '''Soziale Frage''' bezeichnet man (im engeren Sinne resp. im historischen Rückblick) die sozialen Missstände, die sich während der [[Epoche]] der (ersten) [[Industrielle Revolution|Industriellen Revolution]] (das ist der Gesellschaftswandel von der Agrar- zur Industriegesellschaft) entwickelten, sowie die Reaktion auf diese Missstände. Der Begriff kam in Deutschland um 1830 als Übersetzung des französischen ''„question sociale“'' auf.<ref name="Hohmann_Wünsche">''Zur Begriffsgeschichte vgl.:'' Karl Hohmann, Horst Friedrich Wünsche: Grundtexte zur Sozialen Marktwirtschaft Bd. II • [http://books.google.de/books?id=k6ELXfOP-sUC&pg=PA104&lpg=PA104&dq=%22Question+sociale%22+Arbeiterfrage+%22Soziale+Frage%22&source=bl&ots=8kVVp7TTJ6&sig=Hg-ciAJZWxvCnLb7SKHHVl3bJco&hl=de&ei=gy_QSrirJ9PDsAbdlLCsCA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=4&ved=0CA4Q6AEwAw#v=onepage&q=%22Question%20sociale%22%20Arbeiterfrage%20%22Soziale%20Frage%22&f=false Das Soziale in der Sozialen Marktwirtschaft, Seite 103 ff.] mit weiteren Nachweisen (Hrsg.: [http://www.ludwig-erhard-stiftung.de/?seite=sonstige&druck=j Ludwig-Erhard-Stiftung e.V.])</ref> Als Kernproblem bezeichnet  {{wpd|Otto von Bismarck}} die Existenzunsicherheit der {{wpd|Arbeiter}} (bzw. {{wpd|Arbeitnehmer}}).
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{{Siehe|#Soziale Frage: das Kernproblem}}
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Zur Spezifikation des unspezifischen (d. h. begifflich unscharfen) Epochenbegriffs ''Soziale Frage'' finden sich in der zeitgenössischen Literatur (Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892) folgende Kriterien und Systematik:
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{{Zitat Geschichte|''[...] Ein soziales Problem entsteht erst dadurch, daß die thatsächlichen Zustände der Gesellschaft in Widerspruch geraten mit einem Gesellschaftsideal, mit einem Zustand, wie er nach der idealen und sittlichen Anschauung sein sollte, und daß man allgemein zu der Überzeugung gelangt ist, daß Staat und Gesellschaft die Möglichkeit und die Pflicht haben, diesen Widerspruch zwischen Ideal und Wirklichkeit, zwischen dem, was sein sollte, und dem, was ist, zu heben. Soziale Probleme können deshalb doppelten Ursprungs sein. Sie können einerseits entstehen dadurch, daß die thatsächlichen Zustände sich gegen früher verschlechtert haben. Sie können aber auch anderseits entstehen, ohne daß eine solche Verschlechterung eingetreten, lediglich dadurch, daß ein Volk sich höhere Gesellschaftsideale stellt als früher. [...]''|2 =
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Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, 1. Band: [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=100954 Arbeiterfrage] (Seite 750)
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{{Siehe|#Entwicklungspfade nach dem 2. Weltkrieg (Menschenrechte der ersten, zweiten und dritten Generation)}} ''= "Gesellschaftsideal"''}}
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Der Begriff ''»Soziale Frage«'' wird heutzutage im weiteren Sinne (das heißt unabhängig von der geschichtlichen Epoche) - sowohl von Historikern als auch beispielsweise in der [[Soziologie]] - durch die folgende (zentrale) Fragestellung beschrieben bzw. charakterisiert:
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<center>'''Wie geht die Gesellschaft mit [[Armut]] und [[Arbeit]]slosigkeit um?'''</center>
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Die beiden folgenden Präsentationen enthalten grundlegende Informationen:
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* S. Bosancic (Lehrstuhl für Soziologie I): [http://www.philso.uni-augsburg.de/lehrstuehle/soziologie/sozio1/medienverzeichnis/Bosancic_WS_07_08/BL_PP_Gegenstand.pdf Medienanalyse (Untersuchungsgegenstand: Die soziale Frage), Präsentation (PDF, 26 Seiten)]
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* S. Bosancic (Lehrstuhl für Soziologie I): [http://www.philso.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/soziologie/sozio1/medienverzeichnis/Bosancic_WS_07_08/IE_Einf.pdf Individualisierung und Exklusion im Wohlfahrtsstaat (Präsentation, PDF-Datei, 17 Seiten)]
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{{Idee|; Mentale Einstimmung (für Schüler) / (Gewissens-)Fragen
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{{versteckt|Nimm Dir bitte einen Moment Zeit und beantworte (still / Dir selbst!) folgende Fragen bzw. positioniere Dich:
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# Kommst Du mit Deinem [[Taschengeld]] klar oder fühlst Du Dich bisweilen benachteiligt ("[[Armut#Soziale_Exklusion|ausgeschlossen]]"), weil andere Kinder mit einem höheren Taschengeld sich mehr leisten können?
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# Mit Deinen Freunden hast Du für das Wochenende einen Konzertbesuch ins Auge gefasst. Deine Eltern sind dagegen. Sie halten Dir bei dieser Gelegenheit vor, dass Du Dich daheim zu wenig einbringst und bieten Dir folgenden "Deal" an: Wenn Du am Wochenende 1&nbsp;Stunde im Garten (Keller o. ä.) Ordnung schaffst, erhältst Du für Deine Arbeitsleistung 1,–&nbsp;Euro.
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# Auf Deinen Einwand, 1&nbsp;Euro für eine ganze Stunde Arbeit sei zu wenig, machen Deine Eltern folgende Rechnung auf: <br />Du mögest bedenken, dass Du ja schließlich die 25 Euro für den geplanten Konzertbesuch "gespart" habest, sodass im Ergebnis ein Stundenlohn von 26 Euro resultiere.}}}}
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<div style="float:right;background:#ffffff;margin-left:5px; padding:0px; border:1px solid #aaaaaa; width:25em">
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{{Hinweis|1= Im Zentrum des Lehrstoffs ''Soziale Frage'' steht <br />{{wpde|Allgemeine Erklärung der Menschenrechte|die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte}}.
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{{Siehe|#Entwicklungspfade nach dem 2. Weltkrieg (Menschenrechte der ersten, zweiten und dritten Generation)}}
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Alle, die den "Stoff" verstanden haben, werden sagen:<br />''<center>»Ja klar, das ist doch [[Logisches Denken|logisch]]!<br /> Daran wollen wir alles „messen“.<br /><br />Aber dann erklärt uns doch bitte mal<br />  – Ihr, die ihr behauptet,Verantwortung zu tragen<br /> für die und in der Gesellschaft, – <br /> erklärt uns doch bitte mal, [[Soziale_Frage/UN-Menschenrechtscharta|'''warum ...«''']]<sup>[http://wiki.zum.de/Soziale_Frage/UN-Menschenrechtscharta {{Taste|KLICK}}]</sup></center>'' }}</div>
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== Zeit-Tafel (Übersicht)==
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* Erläuterungen zu den zwei verschiedenen Bedeutungsebenen ''(Prozessbegriff einerseits  und Epochenbegriff andererseits)'' siehe:
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{{Siehe|Industrielle_Revolution als politische Frage#Definition_des_Begriffs}}
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{| class="wikitable"
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! colspan="4" align="center"  |S&nbsp;C&nbsp;H&nbsp;A&nbsp;U&nbsp;B&nbsp;I&nbsp;L&nbsp;D:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1.&nbsp;bis&nbsp;3.&nbsp;industrielle Revolution
+
|-
+
| align="center" |''Zeit''
+
| align="center" |''Terminus technicus''
+
| align="center" |''Charakteristika / Details''
+
| <small>&nbsp;&nbsp;&nbsp;</small>
+
|-              <!-- unsichtbarer Kommentar - ZEILEN-ENDE INNERHALB DER TABELLE-->
+
| style="background:#CAE1FF;" |ab&nbsp;ca.&nbsp;1750
+
| colspan="2" align="left" style="background:#CAE1FF;" |'''[[Industrielle Revolution|Erste industrielle Revolution]]'''
+
| style="background:#CAE1FF" |&nbsp;
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|-
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| style="background:#CAE1FF" |&nbsp;
+
| style="background:#B9FFC5" align="right" |maßgebliche&nbsp;Erfindungen
+
| style="background:#B9FFC5" |{{wpde|Dampfmaschine|Dampfmaschine}}; mechan. Webstuhl; {{wpde|Spinnmaschine|Spinnmaschine}}; {{wpde|Eisenbahn|Eisenbahn}}
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| style="background:#CAE1FF" |&nbsp;
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|-     
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| style="background:#CAE1FF" |'''Prozessbegriff'''
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| align="right" |Technischer Wandel
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| align="left" |Industrialisierung
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| style="background:#CAE1FF" |&nbsp;
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|-           
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| style="background:#CAE1FF" |&nbsp;
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|&nbsp;
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| align="left" |Mechanisierung (menschliche Muskel- wird durch Maschinenkraft ersetzt)
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| style="background:#CAE1FF" |&nbsp;
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|- style="height:5px"
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| colspan="4" style="background:#CAE1FF" |
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|-           
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| style="background:#CAE1FF" |'''{{Schrift_orange|Epochenbegriff}}'''
+
| align="right" |'''Gesellschaftswandel'''
+
| align="left" |Übergang von der {{wpde|Agrargesellschaft|Agrargesellschaft}} zur {{wpde|Industriegesellschaft|Industriegesellschaft}}<br/ >Entstehung eines {{wpde|Lohnarbeit|Lohnarbeiter-}}{{wpde|Proletariat|Proletariats}} mit Tendenz zu [[Armut|absoluter Armut]]
+
| style="background:#CAE1FF" |<small>&nbsp;</small>
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|-           
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| style="background:#CAE1FF" |<small>&nbsp;</small>
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! style="background:#EEAEEE" align="right" |[[Soziale Frage]]
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| style="background:#EEAEEE" |Verelendung und totale [[Existenzminimum|Existenzunsicherheit]] der Arbeiter
+
| style="background:#CAE1FF" |&nbsp;
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|-
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| style="background:#CAE1FF" |&nbsp;
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| style="background:#CAE1FF" |&nbsp;
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| style="background:#EEAEEE" align="center" |Massen[[arbeitslosigkeit]], [[Working Poor|Hungerlöhne]] etc. pp.
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| style="background:#CAE1FF" |&nbsp;
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|- style="height:20px"
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| colspan="4" style="background:#CAE1FF" |
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|-
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| style="background:#CDC673" |um 1900
+
| colspan="2" align="left" style="background:#CDC673" |'''[[Zweite industrielle Revolution]]''' (Epoche der "Hochindustrialisierung")
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| style="background:#CDC673" |&nbsp;
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|-
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| style="background:#CDC673" |&nbsp;
+
| style="background:#B9FFC5" align="right" |maßgebliche  Erfindungen
+
| style="background:#B9FFC5" |Dieselmotor; Ottomotor; Automobil
+
| style="background:#CDC673" |&nbsp;
+
|-
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| style="background:#CDC673" |&nbsp;
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| align="right" |'''Technischer Wandel'''
+
| align="left" |Elektrifizierung; (großindustrielle) Chemieindustrie; Rüstungsindustrie
+
| style="background:#CDC673" |&nbsp;
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|-
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| style="background:#CDC673" |&nbsp;
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|<small>&nbsp;</small>
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| [[Rationalisierung]] ({{wpde|Fließbandarbeit|Fließbandarbeit}}); Ausbau der Massenproduktion
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| style="background:#CDC673" |<small>&nbsp;</small>
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|- style="height:5px"
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| colspan="4" style="background:#CDC673" |
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|-
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| style="background:#CDC673" |<small>&nbsp;</small>
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| align="right" | '''Gesellschaftswandel'''
+
| align="left" | [[Imperialismus]] und [[Realer Sozialismus]] führen zur Dreiteilung der Welt.<br />Industrialisierte Kriegsführung; Umweltverschmutzung durch die Industrie
+
| style="background:#CDC673" |<small>.</small>
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|-
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| style="background:#CDC673" |<small>.</small>
+
| align="right" style="background:#FFCBCB" |''(Anomalie)''
+
| style="background:#FFCBCB" | => ''[[Erster Weltkrieg|WK I]]; [http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/100083/04.html Weltwirtschaftskrise]; [[Zweiter Weltkrieg|WK II]]''
+
| style="background:#CDC673" |<small>.</small>
+
|-
+
| style="background:#CDC673" |nach 1945
+
| align="right" style="background:#D3D3D3" | politische Entwicklung<br />nach Blöcken getrennt
+
| style="background:#D3D3D3" |
+
# westlich-kapitalsitische "Wohlfahrtsstaaten"
+
# sozialistische "Staatengemeinschaft"
+
# "[[Entwicklungsland|Entwicklungsländer]]" der [[Dritte Welt|"Dritten Welt"]]
+
| style="background:#CDC673" |&nbsp;
+
|- style="height:20px"
+
| colspan="4" style="background:#CDC673" |
+
|-
+
| style="background:#7EC0EE" |ab&nbsp;ca.&nbsp;1975
+
| colspan="2" align="left" style="background:#7EC0EE" |'''Dritte industrielle Revolution'''  bzw. "[[Digitale Revolution]]"
+
| style="background:#7EC0EE" |&nbsp;
+
|-
+
| style="background:#7EC0EE" |<small>&nbsp;</small>
+
| style="background:#B9FFC5" align="right" | maßgebliche  Erfindungen
+
| style="background:#B9FFC5" | [[Computer]]; [[Mikrochip]]; [[Mikroprozessor]]en
+
| style="background:#7EC0EE" |<small>&nbsp;</small>
+
|-
+
| style="background:#7EC0EE" |'''Prozessbegriff'''
+
| align="right" | Technischer Wandel
+
| align="left" | "Computerisierung", Digitalisierung
+
| style="background:#7EC0EE" |&nbsp;
+
|-
+
| style="background:#7EC0EE" |&nbsp;
+
|<small>.</small>
+
| align="left" | Automatisierung (Automaten, {{wpd|Roboter}})
+
| style="background:#7EC0EE" |&nbsp;
+
|- style="height:5px"
+
| colspan="4" style="background:#7EC0EE" |
+
|-
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| style="background:#7EC0EE" |'''{{Schrift_orange|Epochenbegriff}}'''
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| align="right" |'''Gesellschaftswandel'''
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| align="left" |[[Globalisierung]]
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| style="background:#7EC0EE" |&nbsp;
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|-
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| style="background:#7EC0EE" |&nbsp;
+
|&nbsp;
+
| align="left" | Übergang von der Industriegesellschaft zur postindustriellen Wissensökonomie
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| style="background:#7EC0EE" |&nbsp;
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|-
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| style="background:#7EC0EE" |&nbsp;
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! style="background:#EEAEEE" align="right" |Soziale Frage
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| style="background:#EEAEEE" | Verelendung + massive [[Existenzminimum|Existenzunsicherheit]] der Arbeiternehmer
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| style="background:#7EC0EE" |&nbsp;
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|-
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| style="background:#7EC0EE" |&nbsp;
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| style="background:#7EC0EE" |.
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| style="background:#EEAEEE" align="center" |Massen[[arbeitslosigkeit]], [[Niedriglohn|Hungerlöhne]] etc. pp.
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| style="background:#7EC0EE" |&nbsp;
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|-
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| style="background:#7EC0EE" |&nbsp;
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! style="background:#EED2EE" align="right" |&nbsp;
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| style="background:#EED2EE" | Schwinden einzelstaatlichen wirtschaftspolitischen Einflusses gegenüber Weltmarkt und Weltfinanzströmen: Erosion der bisherigen sozialen Sicherungssysteme in den Industriestaaten; Zunahme der individuellen Arbeitsplatz- und [[Niedriglohn]]-Risiken durch weltweite Konkurrenz um die kostengünstigsten Produktionsstandorte; rückläufige Bedeutung der beruflichen Erstqualifikation; statt dessen: "lebenslanges Lernen".
+
| style="background:#7EC0EE" |&nbsp;
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|-
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| colspan="4" style="background:#7EC0EE" |
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|}
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=== Soziale Frage im 19. Jahrhundert ===
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* Bundeszentrale für politische Bildung (Politiklexikon): [http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=9YBMNM Soziale Frage]
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Der Begriff '''»Soziale Frage«''' hat seinen Ursprung im französischen Sprachraum ("question soziale"). Im deutschen Sprachraum wurde in der politischen Debatte seinerzeit häufig auch der sinngleiche Ausdruck '''»die Arbeiterfrage«<ref name="Meyers_Konversationslexikon">''Vgl.:'' Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, 15. Band: [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=115038 Soziale Frage]</ref>''' verwendet.<ref name="Hohmann_Wünsche">''Zur Begriffsgeschichte vgl.:'' Karl Hohmann, Horst Friedrich Wünsche: Grundtexte zur Sozialen Marktwirtschaft Bd. II • [http://books.google.de/books?id=k6ELXfOP-sUC&pg=PA104&lpg=PA104&dq=%22Question+sociale%22+Arbeiterfrage+%22Soziale+Frage%22&source=bl&ots=8kVVp7TTJ6&sig=Hg-ciAJZWxvCnLb7SKHHVl3bJco&hl=de&ei=gy_QSrirJ9PDsAbdlLCsCA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=4&ved=0CA4Q6AEwAw#v=onepage&q=%22Question%20sociale%22%20Arbeiterfrage%20%22Soziale%20Frage%22&f=false Das Soziale in der Sozialen Marktwirtschaft, Seite 103 ff.] mit weiteren Nachweisen (Hrsg.: [http://www.ludwig-erhard-stiftung.de/?seite=sonstige&druck=j Ludwig-Erhard-Stiftung e.V.])</ref> So thematisierte beispielsweise Papst&nbsp;{{wpd|Leo XIII.}} im  Jahr&nbsp;1891 in seiner Enzyclica&nbsp;»Rerum&nbsp;Novarum« (Über die Arbeiterfrage) die sozialen Verwerfungen und Missstände und benannte seinerseits Lösungswege.<ref name="Enzxclica-RN">[http://198.62.75.1/www1/overkott/rerum.htm Papst Leo XIII: ''Enzyklika RERUM NOVARUM'' (1891)]</ref>
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{{Zitat|[...] '''III Soziale Mißstände:'''
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  1. Ungesunde und unhygienische Arbeitsplätze  2. Keine Sicherheitsvorkehrungen
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  3. Überlange Arbeitszeiten                    4. Hungerlöhne
+
  5. Trucksystem                                6. Wohnungselend, Schlafgängerwesen, Slums
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  7. Krankheit                                  8. Kinderarbeit
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  9. Schwerarbeit für Frauen                    10. Auflösung der Familie
+
11. Sittliche Verrohung                        12. Totale Existenzunsicherheit [...]
+
Die Auswertung von Zeitquellen befördert bzgl. Punkt 8 ''(Kinderarbeit)'' folgende Argumente zutage:
+
# Kinderarbeit bewahrt Kinder vor Müßiggang und Bettelei.
+
# Kinder sind mit ihren flinken Händen und auch wegen ihrer kleinen Statur zur Bedienung mancher Maschinen geeigneter als Erwachsene (vor allem in der Textilindustrie).
+
# Arbeit erhält Kinder gesund und läßt sie zu kräftigen Menschen heranwachsen.
+
# Kinder tragen mit ihrem Verdienst zum Familienunterhalt bei.
+
# Die Löhne der Industrie sind erheblich höher als die Löhne in der Heimarbeit und in der Landwirtschaft.
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# Die deutsche Industrie ist ohne Kinderarbeit konkurrenzunfähig.<br /><br />Eine Stellungnahme des {{wpde|Centralverband deutscher Industrieller|"Zentralverbandes deutscher Industrieller"}} aus dem Jahre 1884 zeigt, daß diese Ansicht nicht nur am Anfang des Industrialisierungsprozesses herrschte:
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{{Zitat|''"Wir sind der festen Ansicht, daß die gegenwärtige Gesetzgebung allen berechtigten Anforderungen der Humanität genügt und in bezug auf {{Hintergrund_gelb|die Interessen der Industrie}} und auf die Wohlfahrt der Arbeiterbevölkerung die Grenze bildet, welche nicht überschritten werden darf. {{Schrift_orange|Es scheint doch vernünftiger, die Kinder angenehme Arbeit verrichten zu lassen, als sie dem Müßiggang und der Verwilderung preiszugeben.}} Ein Gesetz, welches die Arbeit der Kinder im schulpflichtigen Alter ganz verbietet, würde Sorge und Not vieler Arbeiterfamilien verlängern und die Lebenshaltung verschlechtern. Unter diesen Verhältnissen würden auch die geschützten Kinder in ihrer körperlichen Entwicklung durch ungenügende Nahrung mehr leiden als durch Fabrikarbeit ..."''|}}|[http://www.gymlohne.de/livepage/kwe_inhalte/allgemeines/aktuell/akt05.htm#grundungsvater Bruno Huhnt:] Industrielle Revolution und Industriezeitalter, Seite 46 f. (Schriftenreihe der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung, 1966)}}
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{{Frage|Wie reagierte "man" damals (zu Zeiten der ersten »Industriellen Revolution«) auf die Nöte der Arbeitnehmer?}}
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<popup name="Antwort">{{Antwort|Lies dazu die Ausarbeitung von Carola Dietrich & Annika Burchard und skizziere stichwortartig,<br /> ''wer'' (Staat / Kirchen / Arbeiterbewegung / Unternehmer) die sozialen Probleme ''wie'' lösen will.
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* Carola Dietrich & Annika Burchard (Schülerhausarbeit): [http://www.geschi.de/artikel/sozfrage19j.shtml  Soziale Frage im 19. Jahrhundert]
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}}</popup>
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{{Übung|* Faust-Gymnasium Staufen: [http://www.fgs.snbh.schule-bw.de/geschichte/soziale_frage.doc Die soziale Frage (Übersicht)] (2 Seiten; Word-Dokument: *.doc)}}
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{{Zitat|Anfänge der Arbeiterbewegung<br />''Der Ruf, die soziale Frage, die Arbeiterfrage zu lösen, wird lauter.''<br />1848 analysieren [[Karl Marx|Marx]] und Engels im „Kommunistischen Manifest“<ref name="Textdokumente">Vgl. bspw.: [http://www.schule.bremen.de/industrie/textdokumente.htm Textdokumente] (Erwachsenenschule Bremen; Schulzentrum für Erwachsene)</ref> die Weltgeschichte als Geschichte von Klassenkämpfen. Aber ihr Einfluss auf die deutsche Arbeiterbewegung bleibt gering.<br />''Auf dem ersten deutschen Arbeiterkongress 1848 in Berlin wird die „Allgemeine Deutsche Arbeiterverbrüderung“ gegründet, die sich für soziale Reformen einsetzt. Der Staat verbietet 1854 die Arbeiterverbrüderungen.''<br />1863 gründet Ferdinand Lassalle den „Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein“. Er fordert das allgemeine, gleiche und geheime Wahlrecht und die politische Vertretung der Arbeiter. Bismarck bietet Lassalle das Wahlrecht an, um die liberale Partei zu spalten.<br />''Wilhelm Liebknecht und August Bebel gründen 1869 die „Sozialdemokratische Arbeiterpartei“. Sie wollen Demokratisierung und parlamentarische Mehrheiten. Arbeiterverein und Arbeiterpartei verschmelzen 1875 zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands.'' [...]|2=BMAS: [http://www.bmas.de/portal/1512/property=pdf/a195__in__die__zukunft__gedacht.pdf In die Zukunft gedacht - Broschüre zur Ausstellung (Seite 17 von 89 der PDF-Datei)]}}
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==== Soziale Frage: das Kernproblem ====
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{{Frage|Wie wird das Kernproblem der sozialen Verwerfungen (der »Sozialen Frage«) beschrieben?}}
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<popup name="Antwort">
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{{Antwort|Otto von Bismarck bezeichnet als Kernproblem die Existenzunsicherheit der arbeitenden Bevölkerung.}}</popup>
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Vgl. {{wpde|Otto von Bismarck|Otto von Bismarcks}} Rede im Deutschen Reichstag am [http://www.reichstagsprotokolle.de/Blatt3_k5_bsb00018445_00193.html 20. März 1884;] ''<small>(auch abrufbar bei der Staatsbibliothek zu Berlin: [http://amtspresse.staatsbibliothek-berlin.de/ausgabe.php?file=9838247/1884/1884-03-26.xml&s=8&druck=1&sg=8 online]): </small><blockquote style="border: 2px solid violet; padding: 1em; background-color:#E0E0E0;">[...] Der eigentliche Beschwerdepunkt des Arbeiters ist die Unsicherheit seiner Existenz. Er ist nicht sicher, daß er immer [[Arbeit]] haben wird, er ist nicht sicher, daß er immer gesund ist, und er sieht voraus, daß er einmal alt und arbeitsunfähig sein wird. Verfällt er aber der [[Armut]] auch nur durch eine längere Krankheit, so ist er darin nach seinen eigenen Kräften vollständig hilflos, und die Gesellschaft erkennt ihm gegenüber bisher eine eigentliche Verpflichtung außer der ordinären Armenpflege nicht an, auch wenn er noch so treu und fleißig die Zeit vorher gearbeitet hat. Die ordinäre Armenpflege läßt aber viel zu wünschen übrig [...]. Wenn wir in den Berliner Zeitungen lesen von [[Suizid|Selbstmord]] aus Nahrungssorgen, von Leuten, die [...]</blockquote>
+
 
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{{Zitat|"Eine positive Lösung der sozialen Frage stellt Bismarcks Sozialgesetzgebung dar.<br />'''Bismarck erkennt das Kernproblem: Die Unsicherheit der Existenz des Arbeiters".'''|Bruno Huhnt: Industrielle Revolution und Industriezeitalter (Hrsg.: Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung, 1966), Seite 73, ''unter Hinweis auf die Ausführungen Otto von Bismarcks zur Begründung seiner sozialpolitischen Gesetzgebung, Reden im Deutschen Reichstag am 15. und [http://www.reichstagsprotokolle.de/Blatt3_k5_bsb00018445_00193.html 20. März 1884;]'' }}
+
 
+
==== Auswanderung ====
+
[[Bild:GermanEmigrantsBoardingAShipInHamburg.jpg|thumb|Deutsche Auswanderer im Hamburger Hafen (um 1850)]]
+
{{Siehe|Imperialismus und Kolonialismus#Unterrichtsmaterialien}}
+
 
+
Um die Massenarbeitslosigkeit einzudämmen, wird von staatlicher Seite die [[Migration|Auswanderung]] gefördert. 
+
* Tabelle '''"Auswanderung nach Übersee in Zahlen"''' ''siehe:''<br />Sozialgeschichte 1871 bis 1889: [http://www.sozialpolitik.com/webcom/show_article.php/_c-110/_nr-4/i.html Reichsgründung und Sozialgesetze]
+
 
+
{{Zitat_float| ''[...] Während England, Frankreich und Russland in außenpolitische Zwistigkeiten verstrickt waren, verlieh der Kanzler den von deutschen Handelsherren zusammengekauften Territorien den Status eines "Schutzgebiets", wie er die Kolonien aus diplomatischen Gründen nannte. Bismarck-Anhänger jubelten, die von Bismarck bekämpften Sozialdemokraten durchschauten die Pläne der Regierung. "Sie exportieren einfach die soziale Frage", rief im Reichstag der SPD-Politiker {{wpd|Wilhelm Liebknecht}} dem Kanzler zu, "Sie zaubern vor die Augen des Volkes eine Art Fata Morgana in den Sand Afrikas." [...]|
+
* Jochen Bölsche (DER SPIEGEL 3/2004): [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29665604.html KOLONIEN • Die Peitsche des Bändigers]}}
+
 
+
{{Idee|
+
* [[Integration#Integration Deutschstämmiger im Ausland]]
+
* Vgl. hierzu aber insbesondere auch: {{wpde|Indianer#Kolonialgeschichte|Indianer#Kolonialgeschichte}}
+
'''Denkanstöße'''{{Zitat|''[...] Der Western war das Genre für [[Rassismus|Rassisten]]. Weiße Helden schossen entmenschlichte Indianer vom Pferd und wurden für diese Leistung als Kulturhelden gefeiert. [...]''
+
|Hans Schmid (tp vom 28.11.2009): [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31427/1.html Wiederentdeckt: The Prisoner of Shark Island]}}}}
+
 
+
==== Bevölkerungsexplosion und Landwirtschaft ====
+
* {{wpde|Agrarrevolution|Agrarrevolution}} - Umstrukturierung der Landwirtschaft
+
: ''(Fruchtwechselwirtschaft anstatt Dreifelderwirtschaft etc.)''
+
 
+
Im Todesjahr Otto von Bismarcks - im Jahr 1898 - hielt der englische Naturwissenschaftler Sir {{wpde|William Crookes|William Crookes}} in Bristol einen Vortrag, der seinerzeit weithin Beachtung fand. Crookes sprach in dem Vortrag das sogenannte "Weizenproblem" an, nämlich die Beobachtung, dass die Enteerträge damals aufgrund der Bodenerschöpfung dramatisch zurückgingen. Wenn die abendländische Bevölkerung weiter so wachsen würde (wie es damals der Fall war), dann sei - so warnte Crookes - in wenigen Jahrzehnten mit einer weltweiten Hungerkatastrophe zu rechnen.
+
{{Frage|
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# Welche Ursache hat die von ''William Crookes'' beschriebene Problematik?
+
# Auf welche Weise konnte diesem Problem begegnet werden?}}
+
<popup name="Antwort">
+
{{Antwort|
+
# Mangel an {{wpde|Nährstoff_(Pflanze)|Nährstoffen}}
+
# Durch die industrielle Herstellung von Düngemitteln:
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{{Zitat_wpde|''Haber-Bosch-Verfahren (Geschichte und Bedeutung)''
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''[...] Ammoniak kann beispielsweise zu {{wpde|Düngemittel|Düngemittel}} durch Reaktion mit Kohlendioxid (CO<sub>2</sub>) zu Harnstoff oder im Ostwaldverfahren zu Salpetersäure weiterverarbeitet werden. [...]''|Haber-Bosch-Verfahren#Geschichte_und_Bedeutung|11:42, 14. Jan. 2010}}}}
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</popup>
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=== Soziale Frage im 20. Jahrhundert ===
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==== Weimarer Republik ====
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{{Zitat|''In der [[Weimarer Republik]] erlebte der Sozialstaat zuerst einen bis dahin nicht gekannten Aufschwung. Während der [[Weltwirtschaftskrise]] gegen Ende der 20er-/Anfang der 30er-Jahre wurden er und mit ihm die [[Demokratie]] aber schrittweise zerstört. Wie die steigende Massenarbeitslosigkeit, mehr noch jedoch der Abbau des Sozialstaates die junge Republik untergruben, stellt ein Lehrstück historisch-politischer Bildung dar.''|Christoph Butterwegge: [http://www.uni-koeln.de/ew-fak/seminar/sowi/politik/butterwegge/pdf/Weimarer%20Sozialstaat.pdf Mit dem Sozialstaat stirbt die Demokratie • Die Geschichte der Weimarer Republik als warnendes Beispiel (PDF-Datei; 6 Seiten; ca. 22 KB)]}}
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* [http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/100081/index.html Die Weimarer Republik, Band I (1919-1923), Das schwere Erbe] (umfangreiche, in 9 Kapitel gegliederte Online-Publikation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit)
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* [http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/100083/index.html Die Weimarer Republik, Band III (1929-1933), Das Ende der Demokratie] (eine in 10 Kapitel gegliederte Online-Publikation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit)
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:# ''Michael Ruck: [http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/100083/04.html Wirtschaft und Arbeitsgesellschaft im Zeichen der Großen Krise] (Online-Publikation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit: [http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/100083/index.html Die Weimarer Republik Band III] - Kapitel 4)
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:# [http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/100083/10.html#dok2 Eingabe von Industriellen, Bankiers und Großagrariern an Reichspräsident von Hindenburg vom November 1932]
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:#[http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/100083/10.html#dok4 Rundfunkrede des Reichskommissars für Arbeitsbeschaffung Gereke. 23. Dezember 1932] (SOFORTPROGRAMM ZUR ARBEITSBESCHAFFUNG.)''
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* Wilhelm Adamy, Johannes Steffen: [http://doku.iab.de/mittab/1982/1982_3_MittAB_Adamy_Steffen.pdf „Arbeitsmarktpolitik“ in der Depression • Sanierungsstrategien in der Arbeitslosenversicherung 1927-1933 (PDF-Datei; 18 Seiten)]
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==== Die nationalsozialistische Diktatur (1933 bis 1945) ====
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{{Zitat2|[...] Heinrich Himmler<ref name="Auschwitz">Siehe hierzu insbesondere auch: [http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/holocaust/auschwitz/ Auschwitz] (Deutsches Historisches Museum)</ref> [...]: ''"Man kann die soziale Frage nur dadurch lösen, daß man die anderen totschlägt, damit man ihre Äcker bekommt"'' (Sommer 1942, Rückfahrt von Kiew).|2=
+
Götz Aly (Berliner Zeitung vom 10. Juli  1999 - Magazin): [http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1999/0710/magazin/0002/index.html Am Ende des völkischen Jahrhunderts]}}
+
* Stefan Brandhuber (Bündnis gegen Rechts; 29.7.06): [http://www.buendnis-gegen-rechts.net/?Aktuell:Nazis_und_die_soziale_Frage Nazis und die soziale Frage] (Kompakter Überblick)
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<br />
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{{Zitat|''„Um sich die Erfolge der Arbeitsunterbringung der Unterstützten auch für die Zukunft zu sichern, werden die Gemeinden [...] die Methoden fortsetzen, die sie, ohne daß ihnen hierin von den Arbeitsämtern besondere Gefolgschaft geleistet worden wäre, in den letzten Jahren zur Anwendung gebracht haben, und zwar auch sog. Aussichtslosen Fällen gegenüber.Diese Methoden heißen: <br />Pflichtarbeit,<ref name="BVerfGE74-102-120f">''Vgl. demgegenüber Rdnr. 66; 69; 70 ff. in'' Deutsches Fallrecht (DFR): [http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv074102.html BVerfGE 74, 102 - Erziehungsmaßregeln]</ref> <ref name="BVerwG-V-C-22.67">
+
Vgl. hierzu auch den kompakten geschichtlichen Rückblick - Absatz Nr. 10 bis 14 in: [http://ein-euro-job-handbuch.de/entscheidungen/bverwgzarbeit0.htm BVerwG 5. Senat, Urteil vom 31. Januar 1968, Az: V C 22.67]</ref> Fürsorgearbeit, Unterstützungssperre, wenn die Arbeit verweigert wird, schärfstes Vorgehen gegen DRÜCKEBERGER, FAULENZER,<ref name="Oschmiansky">''Vgl. hierzu insbesondere auch '' Frank Oschmiansky: [http://www.bpb.de/publikationen/C25W0J,0,0,Faule_Arbeitslose.html Faule Arbeitslose? • Zur Debatte über Arbeitsunwilligkeit und Leistungsmissbrauch] Aus Politik und Zeitgeschichte (B 06-07/2003)</ref> Unterhaltsverweigerer usw. <br />Gerade bei dem heutigen Stand der Entwicklung wird man auf solche Einrichtungen nicht verzichten können, wo es gilt, die in Arbeit zu bringen, welche nicht arbeiten wollen und angeblich auch nicht können.“ ''
+
|So der städtische Wohlfahrtsreferent ''Friedrich Hilble'' in seinem Aufsatz: "Die Neuregelung der unterstützenden Arbeitslosenhilfe", in: Der Gemeindetag. Zeitschrift für deutsche Gemeindepolitik. 31. Jahrgang, Nr. 4 vom 15. Februar 1937. Stadtarchiv München. Sozialamt 2613.}}
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* [http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/holocaust/flossenbuerg/index.html KZ Flossenbürg] <br/ >''[...] Die ersten Insassen wurden aus den KZ Dachau, Buchenwald und Sachsenhausen nach Flossenbürg überstellt. Sie waren 1937 und 1938 im Rahmen der sogenannten vorbeugenden Verbrechensbekämpfung als "Berufs- und Gewohnheitsverbrecher", "Gemeingefährliche", "Arbeitsscheue", "Asoziale" sowie durch Sonderaktionen der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in die Konzentrationslager eingeliefert worden. [...]''
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* Wolf Gruner: [http://books.google.de/books?id=trP0MiuZGYMC&pg=PA25&lpg=PA25&dq=%22Wolf+Gruner%22+%22Das+System+der+F%C3%BCrsorge+in+Deutschland%22&source=bl&ots=0cz6_VGrhH&sig=RGyPdEoVB9kN_j56vKSp75xZN3A&hl=de&ei=_MeeSpXwH6XymwPxrK3SAg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1 Öffentliche Wohlfahrt und Judenverfolgung, Seite 25]
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{{Zitat|''Innerhalb der Öffentlichen Wohlfahrtspflege führten sozialrassistische Konzepte, antisemitische Ambitionen und finanzielle Interessen seit 1933 zu einer Ausgrenzung jüdischer Deutscher, ohne dass hierzu Gesetze vorlagen. In vielen Städten wurden zunächst jüdische Beamte und Angestellte entlassen, dann jüdische Wohlfahrtsempfänger durch Leistungskürzungen, Arbeitszwang und Isolierung diskriminiert.'' [...]|Wolf Gruner: [http://www.perlentaucher.de/buch/12170.html Öffentliche Wohlfahrt und Judenverfolgung]}}
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* [http://www.kz-walldorf.de/g5400_vernichtung.html Vernichtung durch Arbeit und Verwertung von Menschen] während der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Diktatur]]
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* {{wpd|Vernichtung durch Arbeit}}
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==== Entwicklungspfade nach dem 2. Weltkrieg (Menschenrechte der ersten, zweiten und dritten Generation) ====
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===== International =====
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{{Achtung|* Allgemeine Erklärung der [[Menschenrechte]]}}
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===== Europa =====
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* bpb (Duden Recht A-Z): [http://www.bpb.de/wissen/JFJ4QF,0,0,Europ%E4ische_Sozialcharta.html Europäische Sozialcharta]
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* {{wpde|Europäische_Sozialcharta|Europäische Sozialcharta}}
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{{Zitat|''[...] Wesentliche Kriterien sind für die Gestaltung von {{wpde|Arbeitsentgelt|Arbeitsentgelten}} Art. 1, 2 Abs. 1, 20 Abs. 1 [[Grundgesetz|GG]] sowie Art. 4 Nr. 1 der Europäischen Sozialcharta (EuSC - in der Bundesrepublik in Kraft seit 26. Februar 1965). '''Nach Art. 4 Nr. 1 EuSC erkennen die Vertragsstaaten das Recht der Arbeitnehmer auf ein Arbeitsentgelt an, welches ausreicht, um diesen'' und ''deren [[Familie]]n einen angemessenen {{wpde|Lebensstandard|Lebensstandard}} zu sichern. {{Schrift_orange|Die Vorschrift ist einfaches Bundesrecht auf {{wpde|Gesetz|Gesetzes-,}} nicht auf Verfassungsebene.}}''' Sie räumt Bürgern zwar keine subjektiven Rechte ein (BAG Urteil vom 24.03.2004, Az. 5 AZR 303/03), ist allerdings als Auslegungsmaßstab bei Wertentscheidungen, wie denen des {{wpde|Lohnwucher|§ 138 Abs. 1 BGB}} heranzuziehen. [...]''|2=Sozialgericht Berlin, Urteil vom 27.02.2006, Az.: S 77 AL 742/05 • Aktenzeichen (neu) S 22 AL 742/05; erl. seit 01.03.2006; Urteil ist rechtskräftig<br />[http://www.sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=25969&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive= Lohn unter Sozialhilfe-Niveau ist (verfassungs-)rechtlich unzulässig]}}
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* Raoul Rigault (tp vom 27.05.2010): [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32682/1.html "Das soziale Europa gibt es nur in Sonntagsreden"]
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: ''Der französische Soziologe Robert Castel über die Unzulänglichkeit des Nationalstaates, das "neue kapitalistische Regime" und die Notwendigkeit einer "transnationalen Antwort auf die [[Weltwirtschaftskrise#Krise ab 2007|Krise]]"''
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===== Bundesrepublik Deutschland =====
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* [[Soziale Marktwirtschaft ]] (''siehe auch:'' [[Deutschland nach 1945]])
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=== Soziale Frage im 21. Jahrhundert ===
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: ''[[synonym|Sinngleiche Ausdrücke]]:'' "Soziale Frage des 21. Jahrhunderts" ''bzw.'' "Soziale Frage der Digitalen Revolution"
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::::::::: ''bzw.'' "Globalisierung und Soziale Frage"
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{{Zitat|''[...] Nirgends zeigt sich deutlicher, wie eng [[Globalisierung]] und Soziale Frage bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert miteinander verwoben waren als in den Arbeiten des deutschen Ökonomen {{wpde|Kathedersozialismus|Gustav Schmoller}} (Rieter/Zweynert 2006), der den Hauptteil seiner Schriften zwischen 1870 und 1900 verfasste und der als der geistige Wegbereiter der Bismarckschen {{wpd|Sozialpolitik}} gilt (Grimmer-Solem 2005). [...] Schmoller erkennt den Beitrag der internationalen Arbeitsteilung zum wirtschaftlichen und technischen Fortschritt durchaus an. Aber er gibt auch zu bedenken, und das ist für ihn die eigentliche Soziale Frage:''
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{{Zitat|„Jeder große wirthschaftliche Fortschritt, der eine Nation mit vorher ungeahnten Reichthümern überschüttete, bringt die ganze Gesittung des Volkes in Fluss, verändert in der Regel alle bisherigen Gewohnheiten ... des gesellschaftlichen Zusammenwirkens. Die alten sittlichen Bande und Vorstellungen sind gelöst; das Gleichgewicht der sittlichen Kräfte stellt sich nicht sofort wieder her (Schmoller [1874] 1998, 79).“|}}|
+
* Joachim Zweynert (Schriftfassung eines Vortrages vom 02. November 2006): [http://www.hwwi.org/uploads/tx_wilpubdb/HWWI_Research_Paper_5-1.pdf Europa als Wirtschafts- und Sozialmodell? (PDF-Datei, 20 Seiten)]
+
:  HWWI Research Paper Paper 5-1 der Zweigniederlassung Thüringen, Mai 2007}}
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<br />
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{{Zitat|[...] Es ist dahin gekommen, daß eine neue Maschine, die heute in [[England]] erfunden wird, binnen einem Jahre Millionen von Arbeitern in [[China]] außer Brot setzt. Auf diese Weise hat die große Industrie alle Völker der Erde miteinander in Verbindung gesetzt, alle kleinen Lokalmärkte zum {{wpd|Weltmarkt}} zusammengeworfen, überall die Zivilisation und den Fortschritt vorbereitet und es dahin gebracht, daß alles, was in den zivilisierten Ländern geschieht, auf alle anderen Länder zurückwirken muß. [...]|
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* [http://www.weissenseerblaetter.de/h03_06.htm#t05 Globalisierung. Friedrich Engels und Karl Marx über den Weltmarkt]
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: ''von Eike Kopf - Weißenser Blätter (Heft 3 / 2006)''}}
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===== International bzw. global =====
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{{Siehe|{{wpd|Globalisierungskritik}}}}
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{{Zitat| ''[...] Neben der globalen ökologischen Frage stellt sich den [[Mensch]]en {{Hintergrund_gelb|die globale soziale Frage,}} der Kampf für mehr [[Gerechtigkeit]] und gegen Hunger und [[Armut#Armut in der Welt|Armut in der Welt]]. Es ist ein gutes, ein ermutigendes Zeichen, dass [[Brasilien]] das erste Ziel der {{wpd|Millennium Development Goals}} der Vereinten Nationen, die Bekämpfung von extremer Armut und Hunger, aus eigener Kraft erreicht hat.<br /> Eine gute Entwicklung hängt davon ab, dass alle [[Armut#Soziale Schichten|Bevölkerungsschichten]] für sich Chancen sehen, am wachsenden Wohlstand teilzuhaben, und die Einkommensschere nicht zu weit auseinander klafft. Der Zugang zu [[Bildung]] spielt hier eine entscheidende Rolle. Und Transparenz im staatlichen und wirtschaftlichen Handeln bleibt Voraussetzung für eine bessere Zukunft. [...]''|2=
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* "Für eine bessere Welt: Ordnung in der [[Globalisierung]]" - [http://www.bundespraesident.de/Reden-und-Interviews/Reden-Horst-Koehler-,12213.659952/Fuer-eine-bessere-Welt-Ordnung.htm Tischrede von Bundespräsident Horst Köhler] beim Staatsbankett zu Ehren des Präsidenten der Föderativen Republik [[Brasilien]], Herrn Luiz Inácio Lula da Silva (03.12.2009)}}
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{{Zitat| [...] Seit einigen Jahren gewinnt die Frage nach den Auswirkungen des [[Klimawandel]]s an Bedeutung. Dabei gelten die „Länder des Südens“ als überproportional von den Folgen der Erderwärmung betroffen. Die Frage nach dem Zusammenwirken von „sozialen“ und „natürlichen“ Prozessen erlangt dabei eine besondere Aktualität. Unklar ist, wie dieses Zusammenwirken analysiert werden soll, und welche politischen Antworten auf {{Hintergrund_gelb|die „soziale Frage des Klimawandels“}} gegeben werden können? Im Seminar sollen kritisch-theoretische Zugänge zum Verhältnis Gesellschaft und Natur vorgestellt und auf das Konfliktfeld [[Klimawandel]] angewendet werden. Im Anschluss werden die internationale Klimapolitik sowie zentrale klimapolitische Instrumente vorgestellt und diskutiert. Gefragt wird, welche theoretische Vorannahmen die Problembewältigungsstrategien anleiten, und wie die soziale Frage thematisiert wird.  [...]''|
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* Kristina Dietz, Maria-Angela Backhouse (FU Berlin, [[Lateinamerika]]-Institut (LAI), Forschungszentrum Brasilien): [http://www.lai.fu-berlin.de/brasil/lehre/kvv/soziologie/index.html Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis » Soziologie (Stand: 21.03.2010)]}}
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===== Bundesrepublik Deutschland =====
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Erst in den Jahren um die Jahrtausendwende<ref>Vgl. beispielsweise das Kapitel [http://www.ekd.de/EKD-Texte/2139_sozialwort_1997_sozial2.html "Gesellschaft im Umbruch"; Sozialwort der Kirchen vom 28. Februar 1997]</ref> wurden jene sozialen Verwerfungen aufgegriffen und thematisiert, die - weltweit - als Begleiterscheinung der sich ab Mitte der 1970er Jahre rasant entwickelnden Computer-Technologie (der "[[Industrielle_Revolution#Digitale_Revolution_.28Dritte_industrielle_Revolution.29|Digitalen Revolution]]" bzw. "Dritten industriellen Revolution") zu beobachten sind: [[Arbeitslosigkeit|Massenarbeitslosigkeit]], [[Armut]] und Verslumung auch unter Erwerbstätigen (''{{wpd|Working Poor}}'').<ref name="DigitaleRevolution">Jens Berger (Telepolis vom 09.12.2008): [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29286/1.html Von der Finanzkrise in die 20:80 Gesellschaft • Die Weltwirtschaft befindet sich im freien Fall – wie wird die Gesellschaft mit der zu erwartenden Massenarbeitslosigkeit umgehen?]</ref> Hinzu kommen ferner weitere Formen mangelnder Teilhabe<ref name="IT-Gettos">''Vgl. beispielsweise:'' [http://www.uni-heidelberg.de/presse/news/2112drent.html Die digitale Revolution in den Wissenschaften: ein "mixed blessing"] Festvortrag von Prof. Dr. Drenth anlässlich der Verleihung des Lautenschläger-Forschungspreises der Universität Heidelberg</ref> (sozialer {{wpde|Exklusion|Exklusion}}), die von Einigen als Gefährdung der politischen Stabilität wahrgenommen werden - ''vgl.'' z.B. {{wpde|Zweidrittel-Gesellschaft|Zweidrittel-Gesellschaft}}, {{wpde|Parallelgesellschaft|Parallelgesellschaft}}.
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In der politischen Debatte in Deutschland lautet das Credo hinsichtlich der ''"Sozialen Frage unserer Zeit"'' gegenwärtig, ''"Bildung"''<ref>"Eine Ära geht zu Ende. Das muß auch die Schule lernen und lehren." Jürgen Rüttgers in: [http://www.zeit.de/1997/39/contra.txt.19970919.xml DIE ZEIT Nr. 39/1997]</ref> bzw. ''"die Frage des Zugangs und der Teilhabe am Wissen"'' <ref name="NSM-CDU">Positionspapier der CDU:  [http://www.cdu.de/neue_soziale_marktwirtschaft/soziale_marktwirtschaft_lang.pdf "Neue soziale Marktwirtschaft" (PDF-Datei; ca. 1,9 MB)]</ref> sei die Soziale Frage des 21. Jahrhunderts. Unterdessen wurden bei der Festlegung des '''für alle Bürger geltenden »[[Armut_und_Reichtum#Definitionen|soziokulturellen Existenzminimum]]s«'''<ref name="SoziokulturellesExistenzminimum">Marie-Luise Hauch-Fleck (in: DIE ZEIT Nr. 01/2007 vom 28.12.2006): [http://pdf.zeit.de/2007/01/Argument.pdf Rechnen, bis es passt • Die Bundesregierung manipuliert das Existenzminimum – zum Schaden aller Steuerzahler. (PDF-Datei)]</ref> <ref name="SteuerrechtlichesExistenzminimum">Siehe: ''Existenzminimumberichte der Bundesregierung'' in  Wikipedia:'' [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Grundfreibetrag&oldid=65281653 Grundfreibetrag (in der Version vom 12:30, 6. Okt. 2009)]</ref>("[[Hartz IV]]"<ref name="Hartz-IV">''Vgl. die Solidaritätsaktion der evangelischen Kirchen:'' [http://www.leben-mit-hartz-iv.de/2124.htm "Und plötzlich bist Du arm – 7 Wochen leben mit Hartz IV"]</ref> bzw. [[Arbeitslosengeld II]] resp. {{wpd|Sozialgeld}}) Ausgaben für Bildung ''nicht'' vorgesehen. Einer  (vorläufigen) Statistik der Bundesagentur für Arbeit zufolge<ref>[http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/200605/iiia7/kreise-bedarfk.xls Bericht der Bundesagentur für Arbeit, Mai 2006, xls-Datei (77 KB)]</ref> waren hiervon im Mai 2006 beispielsweise etwas mehr als 7,1 Millionen Empfänger von Leistungen nach dem SGB II betroffen (davon ca. 5,2&nbsp;Millionen  ALG-II-Empfänger sowie rund 1,9&nbsp;Millionen Kinder und Jugendliche als Empfänger von Sozialgeld<ref>Vgl. [http://bundesrecht.juris.de/sgb_2/__28.html Sozialgesetzbuch II, § 28]</ref>), so dass zur Zeit - bezogen auf die Einwohnerzahl - rund jeder zehnte Bundesbürger (direkt) von Leistungen nach dem SGB II abhängig und somit vom Zugang und der Teilhabe am Wissen ausgeschlossen ist.<ref name="Kinder_in_Armut">FREILAW (Ausgabe 2/2009): [http://www.freilaw.de/journal/de/ausgabe_12/12_Borchert_Interview.pdf „Wir haben das Schlimmste noch vor uns.“ (PDF-Datei, 5 Seiten)] - Im Gespräch mit Sozialrichter Dr. Jürgen Borchert, Darmstadt</ref> <ref name="Kinderarmut">''Vgl. hierzu auch (ein beispielhaftes Schulprojekt):'' [http://blk-demokratie.de/schulen/schulen-hb/7-nacht-der-jugend-in-bremen-hinsehen-bei-verletzung-der-menschenwuerde-hinsehen-bei-kinderarmut-in-bremen/ "Wir müssen über Armut sprechen!" Bremer Schüler informieren über Kinderarmut] ''bzw.'' {{lo|http://www.lehrer-online.de/569924.php | Schulprojekt - Kinderarmut in Bremen}} </ref>
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{{Zitat|1= ''[...] Die soziale Frage des 19. Jahrhunderts lautete: Wie verhindert man die [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lohnwucher&oldid=76543557 Ausbeutung der arbeitenden Menschen]? Für mich lautet die soziale Frage des 21. Jahrhunderts: Wie stellen wir sicher, dass alle Menschen gebraucht werden und an der Gesellschaft teilhaben können? Die Erfahrung zeigt: Die besten Chancen zur Teilhabe hat, wer Arbeit hat. [...]''|2=
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[http://www.bundespraesident.de/dokumente/-,2.627806/Rede/dokument.htm "Sozialpolitik im 21. Jahrhundert" - Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler] zum Festakt anlässlich des 125-jährigen Bestehens des {{wpde|Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge|Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge}}, Berlin, 08.12.2005}}
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====== Bildung als "Soziale Frage des 21. Jahrhunderts"? ======
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{{Aufgabe|
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{{Zitat|''„Auf eine Formel gebracht, hieß dieses Versprechen der [[Soziale Marktwirtschaft|sozialen Marktwirtschaft]] zu Beginn der [[Bundesrepublik Deutschland]]: Wohlstand für alle. Heute gehen wir in Zeiten internationaler Verflechtungen, die wir mit dem Wort "[[Globalisierung]]" beschreiben, noch einen Schritt weiter. "Wohlstand für alle" heißt heute: Bildung für alle. Dabei geht es wie bei den soliden Finanzen nicht einfach um ein sektorales Politikfeld, das als Selbstzweck daherkommt. Das wäre ein grobes Missverständnis. Nein, meine Damen und Herren, es geht um viel mehr: Es geht um die Zukunft der Menschen in unserem Land; denn [[Bildung]] für alle ist die entscheidende Voraussetzung für Einstieg in [[Arbeit]] und Aufstieg durch [[Arbeit]], und zwar für jeden, der in diesem Land lebt, egal aus welchem Elternhaus er kommt.“'' [...]|Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (Redetext, Seite 8 von 128 der PDF-Datei; Abschnitt B), [http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/16/16175.pdf Stenogr. Protokoll der 175. Sitzung des Deutschen Bundestages (Generaldebatte zum Bundeshaushalt 2009; PDF-Datei; ca 1,8 MB)]}}
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* Recherchiere: Welcher Betrag steht in [[Armut]] lebenden Schülern monatlich für Bildung zur Verfügung?
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<popup name="Antwort">
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<center>Für Bildung sind in der sozialen Grundversorgung (im [[Armut#Definitionen|soziokulturellen Existenzminimum]]) vorgesehen: {{Schrift_orange|'''0,00 Euro.'''}} Vgl.:</center>
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# Grafik aus Böckler Impuls 09/2006: [http://www.boeckler.de/32015_82086.html "Ganz unten überleben"]
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# Böckler Impuls 09/2006: [http://www.boeckler.de/cps/rde/xchg/SID-3D0AB75D-FCB1C84D/hbs/hs.xsl/32014_82075.html Grundsicherung • Zum Leben zu wenig]
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# Prof. Dr. Rainer Roth (Vortrag bei GEW [[Rheinland-Pfalz]] vom 12.12.2006): [http://www.klartext-info.de/vortraege/Roth-gew-rp-061212.pdf Nebensache Kinder • Mehr Kinderarmut - weniger Bildungschancen (PDF-Datei, 9 Seiten)]
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{{Zitat|''[...] Die seit dem 1. Januar 2005 geltende {{wpd|Regelsatzverordnung}} fußt auf der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe aus dem Jahre 1998. {{Schrift_orange|Bei der Bestimmung des regelsatzrelevanten Verbrauchs in § 2 Abs. 2 Regelsatzverordnung wurde die Abteilung 10 der {{wpd|Einkommens- und Verbrauchsstichprobe}} (Bildungswesen) '''nicht''' berücksichtigt.}} [...]|
+
* Bundesverfassungsgericht, Pressemitteilung Nr. 5/2010 vom 9. Februar 2010: [http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg10-005 Regelleistungen nach SGB II ("Hartz IV-Gesetz") nicht verfassungsgemäß]}}
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</popup>
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* Wie bewertest Du vor diesem Hintergrund die obigen zitierte Verlautbarung? Bitte positioniere Dich.
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}}
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====== Massenarbeitslosigkeit ======
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* [http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/916564?_seite=1 Jeremy Rifkin, Interview über das Ende der Arbeit mit der Stuttgarter Zeitung, 29. April 2005]
+
: ''„Langfristig wird die Arbeit verschwinden“ - US-Ökonom {{wpd|Jeremy Rifkin}}: Deutschland führt Scheindiskussion''
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{{Frage|Auf welches Jahr datiert man den Beginn der »Digitalen Revolution« (''synonym:'' »Dritte industrielle Revolution«)?}}
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<popup name="Antwort">{{Antwort|Auf das Jahr 1975. ''(Seit dieser Zeit steigt die Massenarbeitslosigkeit kontinuierlich an.)'' Vgl.:
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# Werner Bührer: [http://www.bpb.de/publikationen/00512723458910463984222595608493,2,0,Wirtschaftliche_Entwicklung_in_der_Bundesrepublik.html#art2 Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik, in: Informationen zur politischen Bildung, Heft 270: Deutschland in den 70er/80er Jahren]
+
# Bundeszentrale für politische Bildung: [http://www.bpb.de/wissen/H9NU28,0,0,Arbeitslose_und_Arbeitslosenquote.html Arbeitslose und Arbeitslosenquote (1980 bis 2007)]
+
# Frank Oschmiansky: [http://www.bpb.de/publikationen/C25W0J,0,0,Faule_Arbeitslose.html Faule Arbeitslose? Zur Debatte über Arbeitsunwilligkeit und Leistungsmissbrauch] (Aus Politik und Zeitgeschichte (B 06-07/2003); Bundeszentrale für politische Bildung}}</popup>
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{{Frage|Wurde sofort erkannt, dass durch die sich seit Mitte der 1970er Jahre abzeichnende ''"Dritte industrielle Revolution"'' auf die Gesellschaft erneut (sozialpolitische) Herausforderungen zukommen?}}
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<popup name="Antwort">{{Antwort|1=
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Nein. Wie - exemplarisch - ein Zitat aus dem Jahresgutachten 76/77 des Sachverständigenrats zeigt, wurden seinerzeit - lediglich - Mutmaßungen über die Ursache(n) der stetig steigenden Arbeitslosigkeit angestellt (zum direkten Vergleich daneben ein Bismarck-Zitat):
+
{{Zitat rechts fix|60|2=  ''[...] Wir hatten uns bemüht, die Lage der Arbeiter nach drei Richtungen hin zu verbessern: einmal, indem wir zu einer Zeit, wo die Arbeitsgelegenheit gering und [[#Hungerl.C3.B6hne_.2F_Armutsl.C3.B6hne_.2F_Niedriglohn|die Löhne niedrig geworden]] waren, zum Schutze der vaterländischen Arbeit Maßregeln getroffen haben gegen Konkurrenten [...]. In Folge dieser Maßregeln hat sich eine wesentliche Besserung der Löhne vollzogen und eine Verminderung der Arbeitslosigkeit. [...]''|3=
+
[[#Soziale_Frage:_das_Kernproblem|Otto von Bismarck, Rede im Deutschen Reichstag am 20. März 1884]]}}
+
{{Zitat_float|''[...] „In einer Marktwirtschaft kann es den Fall einer mehr als nur vorübergehenden Arbeitslosigkeit eigentlich gar nicht geben, außer wenn für Arbeit ein zu hoher Preis festgelegt ist.“ [...]''|Zitat aus dem Jahresgutachten 76/77 des {{wpde|Sachverständigenrat_zur_Begutachtung_der_gesamtwirtschaftlichen_Entwicklung|Sachverständigenrats}}
+
* [http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/download/gutachten/0705902.pdf Jahresgutachten 76/77 (PDF-Datei, 316 Seiten)]
+
: "Zeit zum Investieren" (veröffentlicht am 24.11.1976)
+
: ''dort: Seite 127, Randziffer 281 (Seite 139 vom 316 der PDF-Datei)''}}
+
<br />
+
* Lies dazu ferner:
+
# Frank Oschmiansky: [http://www.bpb.de/publikationen/C25W0J,0,0,Faule_Arbeitslose.html Faule Arbeitslose? • Zur Debatte über Arbeitsunwilligkeit und Leistungsmissbrauch]
+
#: Aus Politik und Zeitgeschichte (B 06-07/2003)
+
: 2. {{Zitat|'' [...] Auf dem 22. Bundesparteitag der Christdemokraten im Jahr 1973 ließ der Professor in einer Rede die Katze aus dem Sack und forderte eine "Revolution durch Sprache". Durch die Schöpfung von neuen Begriffen, so Biedenkopf, müssten Politik und Partei das eigene Versagen relativieren. Sprache sei Strategie, mit der die Medienlandschaft in Deutschland besetzt werden müsste. [...]''|2=
+
* Udo Schulze (tp vom 02.02.2010): [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32010/1.html Die deutsche Tradition der manipulativen Wortschöpfung] - Von der Leyen: Wenn nichts mehr hilft, wird getrickst. }}
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: 3. Bundeszentrale für politische Bildung (Politiklexikon): [http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=Y31TMM Neue Soziale Frage]
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{{Siehe|Sprache#Deutsch}}
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}}</popup>
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{{Frage|Mit welchen Maßnahmen wollten/wollen die Politiker die (seitdem) stetig steigende Massenarbeitslosigkeit eindämmen?}}
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<popup name="Antwort">{{Antwort|1=Seit Mitte der 1970er Jahre hoffen die Politiker darauf, dass eine '''"angebotsorientierte Wirtschaftspolitik"''' ''(gemäß der neoliberalen '''GIB&nbsp;Formel''' [G=Gewinn - führt zu I=Investitionen - führt zu B=Beschäftigung];  offenbar „eher ein Glaubensdogma als eine wissenschaftlich bewiesene Tatsache“<ref name="GIB">Michael Schmidt (Tagesspiegel vom 17.08.2008): [http://www.tagesspiegel.de/politik/Gerd-Bosbach-Arbeitsplaetze;art771,2595049 Wirtschaftstheorie • Gewinne = Investitionen = Arbeitsplätze?]</ref>)'' zu mehr Arbeitsplätzen führen würde. Vgl.
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# Werner Bührer, a. a. O., [http://www.bpb.de/publikationen/00512723458910463984222595608493,5,0,Wirtschaftliche_Entwicklung_in_der_Bundesrepublik.html#art5 Wirtschaftliche „Wende“]
+
Parallel zur Entlastung der Unternehmer forderte man von den Arbeitnehmern "Lohnzurückhaltung". Ferner wurden (seither) die Arbeitnehmerrechte "zurückgefahren" sowie auf breiter Ebene die sozialen Leistungen wie Arbeitslosengeld etc. reduziert ('''"Sozialabbau"'''). Siehe hierzu (z. Bsp.):
+
# Joachim Jahnke: [http://www.jjahnke.net/rundbr61.html#spd Ein Nachruf auf 11 Jahre SPD in der Bundesregierung] (lange "Liste der Volkslasten")
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# NachDenkSeiten: [http://www.nachdenkseiten.de/?p=4226#h18 Klassenunterschiede: Wie gerecht ist unser Steuersystem?]
+
# Nobelpreisträger Joseph Stiglitz: [http://www.nachdenkseiten.de/?p=4243#h10 Von Ungleichheit zu Überschuldung (NachDenkSeiten)] ''<blockquote style="border: 2px solid violet; padding: 1em; background-color:#E0E0E0;"> [...] Stiglitz’ Argumentation beginnt mit der Einkommensverteilung: In den vergangenen 30&nbsp;Jahren hat die Ungleichheit in den USA – aber nicht nur dort – zugenommen. '''„Im Ergebnis haben wir Geld von den Armen an die Reichen umverteilt, von Leuten, die das Geld ausgeben würden, an Leute, die es nicht nötig haben, das Geld auszugeben.“ Daraus resultierte eine zu schwache gesamtwirtschaftliche Nachfrage.''' [...]</blockquote>
+
# DIW Wochenbericht Nr. 4/2009 vom 21. Januar 2009: [http://www.diw.de/documents/publikationen/73/93785/09-4-1.pdf Abbildung 1: Individuelles Nettovermögen nach Dezilen in Deutschland 2002 und 2007, Seite 59 (Seite 6 von 15 der PDF-Datei)]
+
## www.tagesschau.de (21.Januar 2009): [http://www.tagesschau.de/wirtschaft/armreich100.html Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich weiter]
+
## Georg Schramm (Neues aus der Anstalt): [http://www.youtube.com/watch?v=CFrn2JYAdJw Aufschwung 2002 bis 2007 ('''Video;''' www.youtube.com)]{{Zitat|[...] Seit 2005 hat sich in Deutschland die Armut, die Kinderarmut und die Anzahl der Tafeln verdoppelt. Der Niedriglohnsektor hat sich innerhalb der letzten zwanzig Jahre gleichfalls dupliziert. Während Einkommen aus Gewinnen und Vermögen um 36 Prozent zugenommen haben, bleibt die Lohnquote mit 66,2 Prozent auf einem historischen Tiefstand: Neun Prozentpunkte unter dem Spitzenniveau von 1974. [...]|2=Reinhard Jellen (Telepolis vom 22.09.2009): [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31162/1.html Aushungern und Fordern]}}}}</popup>
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<br />
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* Vgl. zu den o. a. Maßnahmen: Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, 1. Band: Arbeiterfrage (Soziale Frage)<br /> - [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=100955 Vorschläge zur Lösung der A., - Die individualistische Richtung. (Seite 751)]
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{{Zitat| ''[...] Mit der Herausbildung urbaner industrialisierter Zentren aber entstand schließlich auch die soziale Frage, die insbesondere in Deutschland zu staatlichen Regelungen des Arbeitslebens und den Anfängen einer {{wpd|Sozialpolitik}} führte. Die {{Hintergrund_gelb|soziale Frage bezeichnet den (temporär) plötzlich wachsenden Gegensatz von massiven Einkommens- und Vermögensgewinnen für Kapitaleigner und sich verschlechternden Lebensbedingungen urbanisierter Arbeiter. }}[...]''|2=
+
* Paul J.J. Welfens:  [http://books.google.de/books?id=TmfKxlcTgBEC&pg=PA612&lpg=PA612&dq=%22Soziale+Frage%22+Massenarbeitslosigkeit&source=bl&ots=MJcBV8Viu1&sig=Eb3a5OMr_1y-3cLOeUSxcflQA_M&hl=de&ei=BGJPTPn4KsyosAbOksiOAQ&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=45&ved=0CKIBEOgBMCw#v=onepage&q=%22Soziale%20Frage%22%20Massenarbeitslosigkeit&f=false Grundlagen der Wirtschaftspolitik: Institutionen - Makroökonomik - Politikkonzepte (Springer-Lehrbuch), Seite 612]
+
{{Siehe|Finanzkrise ab 2007}} <ref name="Zweifel_an_liberaler_Theorie">''Vgl. in diesem Kontext:'' Florian Rötzer (tp/blogs vom 08.08.2010): [http://www.heise.de/tp/blogs/8/148148 Steuerentlastungen für die Reichen] • ''Selbst der ehemalige US-Notenbank-Chef Greenspan zweifelt jetzt an der liberalen Theorie, dass Steuerkürzungen das [[Wirtschaftswachstum]] fördern.''</ref>
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{{Siehe|Arbeitsrecht#Unterrichtsmaterial}} ''→ Die Anfänge des Arbeitsrechts (Begiffsdefinition "Soziale Frage" in MEYERS Konversations-Lexikon von 1904)''}}
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====== Hungerlöhne / Armutslöhne / Niedriglohn ======
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{{Frage|Lies den folgenden Text ''(ein Zitat, das die Not der Arbeiterfamilien im 19. Jahrhundert beschreibt)'' aufmerksam durch.
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{{Zitat|Niedrige Löhne, hohe Lebenshaltungskosten
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Genauso schlecht wie die Arbeitsbedingungen sind auch die Löhne. '''Es reicht deshalb nicht aus, wenn nur die Männer arbeiten.''' Frauen und sogar Kinder müssen ihren Teil dazu beitragen, '''um das [[Armut_und_Reichtum#Definitionen|Existenzminimum]] der [[Familie]]n zu sichern.''' Sie verdienen jedoch nur einen Bruchteil dessen, was die Männer an Lohn für die gleiche Arbeit erhalten.|2=[http://www.bmas.de/portal/37930/property=pdf/a204__sozialgeschichte__arbeitsheft__aktuell.pdf Sozialgeschichte - ein Arbeitsheft für die Schule (Seite 9 von 48 der PDF-Datei; ca.  3,2 MB)]}}
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Mit welchen Worten lässt sich die  wirtschaftliche Sitiution der Arbeiter auf eine kurze - prägnante - "Formel" bringen? }}
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<popup name="Antwort">{{Antwort|1= Vgl. das nachstehende Zitat:
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* Deutsches Fallrecht (DFR): [http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv098169.html BVerfGE 98, 169 - Arbeitspflicht (dort insbesondere Rdnr. 189 ff.] mit weiteren Nachweisen: [http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv074102.html BVerfGE 74, 102 <120 f.> = Rdnr. 71 ff.)]
+
 
+
<blockquote style="border: 2px solid violet; padding: 1em; background-color:#E0E0E0;">''[...] Der Mensch wird in seiner existentiellen Befindlichkeit in Frage gestellt, wenn er - aus welchen Gründen auch immer - einer Ordnung ausgesetzt ist, in der für ihn der Zusammenhang zwischen abverlangter Arbeit und angemessenem (gerechtem) Lohn '''prinzipiell''' aufgehoben ist. Die dann in Betracht kommende Feststellung von '''{{wpde|Lohnwucher|Ausbeutung}} eines zum Objekt degradierten Menschen''' ist unserer Gesellschaft seit dem 19. Jahrhundert geläufig. Sie ist auch in die Sozialethik der Kirchen aufgenommen. [...]</blockquote> }}</popup>
+
<br />
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{{Aufgabe|1=
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Rechne aus, wie hoch der Brutto-Stunden-Lohn bei vollschichtiger Arbeit ''(40-Stunden-Woche, d.h. durchschnittlich 173 Stunden pro Monat)'' sein muss, damit<br />
+
: a) ein alleinstehender Arbeitnehmer (ohne Unterhaltsverpflichtungen)
+
: b) ein Eltern-Paar mit einem Kind
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: c) ein Eltern-Paar mit zwei Kindern
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von dem erzielten monatlichen Netto-Einkommen leben kann (auf "[[Armut_und_Reichtum#Definitionen|Hartz-IV-Niveau]]").
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'''Arbeitsmaterial:'''
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* Johannes Steffen: [http://www.arbeitnehmerkammer.de/sozialpolitik/doku/05_soziales/sgb_ii/2006_05_08_bedarfsdeckende_Bruttoentgelte.pdf Bedarfsdeckende Bruttoarbeitsentgelte (PDF-Datei; ca. 313 KB),] dort: Übersicht 7.1 ff. (Seite 20 ff. von 27)
+
 
+
<center>[[Soziale_Frage/Lösung_Bruttostundenlöhne|{{Taste|&rArr; zur Lösung (Skizze des Rechenwegs und Ergebnisse)}}]]</center>
+
Vergleiche das Ergebnis mit den folgenden Modellrechnungen:
+
# Prof. Dr. Helga Spindler: [http://www.boeckler.de/169_87202.html Niveau sozialrechtlicher Existenzsicherung und Mindestlohn in Deutschland]
+
# Prof. Dr. Helga Spindler: [http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2003/zumutbarkeit_niedriglohn.html Grenzen der Zumutbarkeit von Arbeit bei Niedriglöhnen und Lohnwucher]
+
# Dr. Jürgen Borchert: [http://www.diakonie-baden.de/cms/pdf/hv1_borchert.pdf Zur Situation der Familien: Plädoyer für eine radikale familienpolitische Strukturreform! (PDF-Datei)]
+
<center>[[Familie#H.C3.B6he_des_Existenzminimums_als_.22dekadent.22_kritisiert|{{Taste|&rArr; Tabelle 1: "Horizontaler Vergleich / frei verfügbare Einkommen 2003".}}]]</center>
+
 
+
Vergleiche das Ergebnis ferner mit den in folgender Bundestagsdrucksache genannten '''Tariflöhnen:'''
+
* [http://dip.bundestag.de/btd/15/029/1502932.pdf Bundestagsdrucksache 15/2932 - Wandel der Arbeitswelt und Modernisierung des Arbeitsrechts,] dort: Tabelle in Anlage 2, S. 14 ff..
+
'''Recherchiere:'''
+
# Wie viele Arbeitnehmer erhalten - heutzutage - einen Stundenlohn von WENIGER als 6 Euro?
+
#* [http://www.initiative-mindestlohn.de/aktuell/meldungen/boeckler_impuls_zum_thema_mindestlohn/ Böckler Impuls zum Thema Mindestlohn] bzw. [http://www.boeckler.de/pdf/impuls_2009_sn_mindestlohn.pdf Seite 3 der PDF-Datei]
+
#* Eva Roth (FR vom 26.07.2010): [http://www.fr-online.de/wirtschaft/arbeit---soziales/miniloehne-fuer-millionen/-/1473632/4507740/-/index.html Studie • Minilöhne für Millionen]
+
#*: ''[...] Wer glaubt, dabei handle es sich meist um Unqualifizierte, irrt. Fast 80 Prozent der Niedriglöhner haben eine abgeschlossene [[Berufsausbildung]] oder einen Hochschulabschluss.''
+
# Wie viele Arbeitnehmer erhalten einen Stundenlohn von WENIGER als 7,50 Euro?
+
#* Prof. Dr. Rainer Roth: [http://www.klartext-info.de/flugblaetter/Wovon_sollen_Kinder_leben_1407.pdf Wovon sollen Kinder leben? (PDF-Datei)]
+
#* Tagesschau (27.07.2010): [http://www.tagesschau.de/wirtschaft/loehne110.html Jeder Fünfte ist Geringverdiener • Minilöhne für Millionen]
+
'''Bewerte und diskutiere'''
+
: a) die Situation der Arbeitnehmer ''(insbesondere auch im Vergleich zur Situation im 19. Jahrhundert; bedenke: wie groß war eine Familie damals üblicherweise? - Vgl. dazu: Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe (Uni Gießen): [http://www.der-paritaetische.de/fileadmin/dokumente/fam_kongress/vortrag_meier-graewe.ppt Familie im Wandel – Anforderungen an eine Familienpolitik mit Zukunft (Powerpoint-Präsentation) - Folie 3]),''
+
: b) die Rolle der Gewerkschaften (insbesondere auch mit Blick auf deren Entstehungsgeschichte),
+
: c) die Rolle des Staates sowie
+
: d) die Rolle der Unternehmer (Arbeitgeber).
+
 
+
{{Zitat|''[...] Von den insgesamt 424.915 Vollzeitbeschäftigten, bei denen der Lohn so gering ist, dass sie zusätzlich Hartz-IV-Leistungen beanspruchen müssen, sind 75.057 (18 %) im Öffentlichen Dienst tätig. [...] Vom Lohndumping sind viele Bereiche des Öffentlichen Dienstes betroffen - vor allem die Bereiche, die in den Sonntagsreden der Politik immer wieder als besonders wichtig hingestellt werden. [...] Krankenpflege [...] Noch dramatischer ist die Situation im [[Bildung]]sbereich. [...]''|
+
* Jens Berger (tp vom 02.03.2010): [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32175/1.html Lohndumping im Auftrag des Staates]
+
: ''Jeder zehnte Hartz-IV-Aufstocker arbeitet im öffentlichen Dienst. Nicht Lidl und Co., sondern der Staat ist der größte Lohndrücker im Lande.''}}
+
* Markus Sievers (FR vom 11.08.2010): [http://www.fr-online.de/wirtschaft/niedrigloehne-kosten-50-milliarden/-/1472780/4549410/-/index.html Hartz-IV • Niedriglöhne kosten 50 Milliarden]
+
: ''Seit Hartz IV bezahlen Steuerzahler, um die Niedriglöhne auszugleichen. Das zeigen Zahlen des Arbeitsministeriums drastisch auf. [...] Damit dient im Hartz-IV-System fast jeder dritte Euro dazu, niedrige Löhne aufzustocken, weil diese allein den Lebensunterhalt nicht sichern. 2005 hatte dieser Anteil noch bei einem Fünftel gelegen. [...]''
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{{Zitat_blau|''Juncker wirft Deutschland “Sozialdumping” vor''
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''Der [[Luxemburg]]er Premierminister hatte schon im Frühling Lohnerhöhungen in Deutschland gefordert. Am vorigen Dienstag, beim großen Pressebriefing vor der Sommerpause, platzte {{wpd|Jean-Claude Juncker}} der Kragen. “Den Weg, wie Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit verbessert hat, würde ich in unserem Land nicht gerne gehen”, sagte Juncker unverblümt und warf der {{wpde|Bundesregierung_(Deutschland)|Bundesregierung}} ganz offen “Lohn- und Sozialdumping” vor. [...]''|2=
+
Nachdenkseiten (16.08.2010): [http://www.nachdenkseiten.de/?p=6480#h03 Juncker wirft Deutschland “Sozialdumping” vor]}}}}
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{{Aufgabe|<center>'''Diskutiere die beiden folgenden - gegensätzlichen - Positionen:'''</center>
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<center>''(Zusatz-Info: [[Soziale_Frage#Europa|Europäische Sozialcharta]])''</center>
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{{Zitat|Jeder muss von seiner Hände Arbeit leben können? Wer so denkt, der verwechselt Wunsch und Wirklichkeit.|2= Hans-Werner Sinn: [http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/821/428576/text/print.html Der dümmste Spruch des Jahres,] (SZ vom 28.12.2007)}}}}
+
Das Arbeitsentgelt darf keinesfalls geringer sein als das [[Armut_und_Reichtum#Definitionen|soziokulturelle Existenzminimum ("Hartz IV")]] eines Alleinstehenden:
+
{{Kasten blau|1=
+
*[http://www.sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=25969&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive= Sozialgericht Berlin, Az.: S 77 AL 742/05, Urteil vom 27.02.2006,] rechtskräftig
+
''[...] „Aus dem Würdegebot und dem Sozialstaatsprinzip folgt dabei, dass Maßstab nicht das pure Überleben ist (BVerfG Beschluss vom 12. Mai 2005, Az. 1 BvR 569/05), sondern dass das soziokulturelle Existenzminimum gesichert sein muss. Das so verstandene Existenzminimum hat zu gewährleisten, dass auch wesentliche persönliche, familiäre, soziale und kulturelle Bedürfnisse auf bescheidenem Niveau befriedigt werden und auf dem Niveau dieses Existenzminimums lebende Personen in der Umgebung von nicht leistungsbeziehenden Mitmenschen ähnlich wie diese leben können (BVerwG Urteil vom 11.11.1970, Az. V C 32/70). '''Der Preis der Ware Arbeitskraft, der als Arbeitsentgelt durch den Arbeitgeber zu leisten ist, darf unter diesen verfassungsrechtlichen und staatsvertraglichen Prämissen keinesfalls unter das soziokulturelle Existenzminimum des Arbeitnehmers sinken,''' wenn dieser eine durchschnittliche Arbeitsleistung vollschichtig erbringt. '''Inwieweit der Markt und die Produktivität eines Betriebes oder Wirtschaftsbereiches im Vergleich zum übrigen Markt etwa angesichts einer extremen, strukturellen Massenarbeitslosigkeit eine andere Preisgestaltung zulassen oder zu gebieten scheinen, ist angesichts der Wertentscheidung des Grundgesetzes für den Sozialstaat, aber auch des einfachgesetzlichen Gesetzgebers, wie sie sich in der Ratifizierung der [[Europäische Sozialcharta|EuSC]] widerspiegelt, irrelevant.''' Die Würde des Einzelnen würde verletzt, könnte dieser aus einer durchschnittlichen vollschichtigen Arbeitsleistung gerade sein physisches Überleben sichern, oder selbst das nicht. Er würde in seinem Wert unzulässig auf ein pures Marktobjekt reduziert, weil ausschließlich die bloße Erhaltung seiner Arbeitskraft oder noch weniger: der bloße durch geringe Nachfrage und übergroßes Angebot bestimmte Preis, nicht aber sein Wert entscheidendes Entgeltkriterium wäre. Sein Menschsein, sein Subjektsein, würde völlig bedeutungslos. Daher kann die von der bundesdeutschen Verfassungs- und Rechtsordnung vorgegebene unterste Grenze für die Entlohnung, die auch die Tarifparteien bindet, nicht die Grenze zum "Hungerlohn" sein.“ [...]''}}
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{{Aufgabe|Ist die von Hans-Werner Sinn vertretene Position ''<small>([http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/821/428576/text/print.html Der dümmste Spruch des Jahres])</small>'' mit der Werteentscheidung des {{wpde|Grundgesetz_für_die_Bundesrepublik_Deutschland|Grundgesetzes}} zu vereinbaren?
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# Lies den folgenden Text bitte aufmerksam durch und positioniere Dich anschließend.
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# Wie definiert das Bundesverfassungsgericht den Begriff »Ausbeutung«?
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{{Zitat|''[...] Der Staat ist ein Instrument der ausgleichenden sozialen Gestaltung [...] Darüber hinaus entnimmt die {{wpde|FDGO|freiheitliche demokratische Grundordnung}} dem Gedanken der {{wpde|Menschenwürde#Menschenw.C3.BCrde_als_Verfassungsprinzip|Würde}} und Freiheit des Menschen die Aufgabe, auch im Verhältnis der Bürger untereinander für [[Gerechtigkeit]] und Menschlichkeit zu sorgen. Dazu gehört, daß eine Ausnutzung des einen durch den anderen verhindert wird. Allerdings lehnt die freiheitliche Demokratie es ab, den wirtschaftlichen Tatbestand der Lohnarbeit im Dienste privater Unternehmer als solchen allgemein als Ausbeutung zu kennzeichnen. '''Sie sieht es aber als ihre Aufgabe an, wirkliche Ausbeutung, nämlich Ausnutzung der Arbeitskraft zu unwürdigen Bedingungen und unzureichendem Lohn zu unterbinden.''' Vorzüglich darum ist das {{wpde|Sozialstaatsprinzip|Sozialstaatsprinzip}} zum Verfassungsgrundsatz erhoben worden; es soll schädliche Auswirkungen schrankenloser Freiheit verhindern und die Gleichheit fortschreitend bis zu dem vernünftigerweise zu fordernden Maße verwirklichen. [...]|2=Rdnr. 524 f. in: [http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv005085.html BVerfGE 5, 85 - KPD-Verbot]}}
+
<br />
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3. Positioniere Dich bitte: Was ist ein ''unzureichender'' Lohn?
+
: ''Vergleiche den im Text genannten Stundenlohn mit der [[Soziale_Frage/Lösung_Bruttostundenlöhne|{{Taste|&rArr; TABELLE "bedarfsdeckende Bruttoarbeitsentgelte".}}]]
+
{{Zitat|1=
+
''[...] Lange hat es gedauert: Jetzt endlich hat die Bundesagentur für Arbeit reagiert. Alle ARGEn sollen gegen sittenwidrige Löhne vorgehen. So steht es in dieser Dienstanweisung. Allerdings: [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lohnwucher&oldid=76543557 „Lohnwucher“] fängt für die Agentur „im Regelfall“ erst bei Löhnen von „deutlich unter drei Euro pro Stunde“ an. [...]''|2=
+
* SWR (Report Mainz, Sendung vom  01.03.2010): [http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=5893392/10kssio/index.html Hartz IV Sanktionsdebatte • Warum ARGEn Firmen, die Dumpinglöhne bezahlen, nicht zur Kasse bitten]}}}}
+
 
+
{{Aufgabe|1= Diskutiere -  vor dem Hintergrund der obigen Ausführungen des Bundesverfassungsgerichts - die in der Debatte zum "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" ([http://www.bundestag.de/dokumente/tagesordnungen/tabelle_10_Sitz.html Deutscher Bundestag, 10. Plenarsitzung am Freitag, 4.12.2009]) von ''Gregor Gysi (Fraktion Die Linke)'' vorgetragene Kritik.
+
* Video: http://www.youtube.com/watch?v=Ss7eZb1mGBo
+
{{Zitat|''Was sich unser Land leistet und was nicht
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Es leistet sich eine Milliarde Steuersubventionen für Übernachtungen in Hotels, Pensionen oder Gasthöfen. Es leistet sich nicht eine halbe Milliarde für die Erhöhung des Kindergeldes für Familien, die auf [[Hartz IV]] angewiesen sind. [...]
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1,7 Millionen Kinder leben in Deutschland von Hartz IV. [...]
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20 Euro Erhöhung des Regelsatzes im Monat für Kinder würde den deutschen Staat 0,5 Mrd. Euro kosten. [...]''|2=Rüdiger Frohn (nachdenkseiten vom 17.11.2009): [http://www.nachdenkseiten.de/?p=4342 Was sich unser Land leistet und was nicht]}}}}
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{{Aufgabe|1=
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{{Zitat|''[...] Den tarifvertraglich ausgehandelten Löhnen und Gehältern wird damit von Verfassungs und Gesetzes wegen eine '''Richtigkeitsgewähr''' eingeräumt. Sowohl das Grundgesetz als auch der Gesetzgeber gehen davon aus, dass die in frei ausgehandelten Tarifverträgen vereinbarten Arbeitsentgelte den Besonderheiten der Branche Rechnung tragen und wirksam sind. '''Auf Grund dieser Wertung kann die Höhe eines tarifvertraglich vereinbarten Arbeitsentgelts nur dann von den Gerichten als sittenwidrig beanstandet werden, wenn der Tariflohn''' unter Berücksichtigung aller Umstände des räumlichen, fachlichen und persönlichen Geltungsbereichs des Tarifvertrags sowie der im Geltungsbereich des Tarifvertrags zu verrichtenden Tätigkeiten '''einen "Hungerlohn" darstellt.''' [...]''|Bundesarbeitsgericht, [http://lexetius.com/2004,996 Az.:  5 AZR 303/ 03,  Urteil vom 24. 3. 2004 (Lexetius.com/2004,996), Absatz Nr. 24]}}
+
* '''Recherchiere: '''
+
# Was ist ein "Hungerlohn"? ''(Zur Abgrenzung: [http://www.boeckler-boxen.de/4728.htm Was gilt als Niedriglohn?])''
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# Gibt es eine juristische Definition für den Begriff "Hungerlohn" (in der rechtswissenschaftlichen Literatur)?
+
* Versuche selbst, auf (natur-)wissenschaftlicher Basis eine Definition für den Begriff "Hungerlohn" zu erarbeiten.
+
: <small>Definition für das Nomen "Hunger": [http://www.taz.de/pt/2002/06/11/a0118.nf/text.ges,1 Definitionen - Was ist Hunger?] (taz vom 11.06.2002)</small>
+
: <small>Für ein [http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=14330771&top=SPIEGEL "einfaches Leben"] (DER SPIEGEL 18/1980 vom 28.04.1980, Seite 257) wird den Armen zugestanden: eine "Tagesmenge von 2250 Kilokalorien".</small>
+
* Werner Schulten (Onlinezeitung scharf-links vom 03.11.2009): [http://www.scharf-links.de/43.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7421&tx_ttnews%5Bcat%5D=20&cHash=5892587590 DGB fordert Armutslöhne als Mindestlohn]
+
 
+
{{Zitat|''[...] Den aktuellsten Zahlen der Bundesregierung zufolge bezogen im vergangenen September etwa 1,4 Millionen Menschen [[Armut#Definitionen|Hartz-IV-Unterstützung]], obwohl sie selber einer [[Arbeit]] nachgingen. Damit war die Zahl der "Lohnaufstocker" auf Rekordniveau. Der Staat finanzierte diese Lohnzuschüsse von Januar bis September mit 8,1 Milliarden Euro. [...]|
+
* Tagesschau (25.02.2010): [http://www.tagesschau.de/inland/aufstocker102.html Dumpinglöhne im öffentlichen Sektor]}}}}
+
 
+
====== Ressentiments der Besitzenden gegenüber den Besitzlosen ======
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{{Siehe|Armut#Verteilungskonflikte}}
+
* Rudolf Stumberger (tp vom 16.03.2010): [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32272/1.html Das unwerte Hartz IV-Leben]
+
{{Zitat| ''[...] Die Kinder von [[Hartz IV]]-Empfängern sind minderwertig, sie sind dümmer und fauler als die Kinder von anderen deutschen Müttern und ihre Ausbildungsfähigkeit steht in Frage. Sie werden in Zukunft den hohen Qualifikationsanforderungen der Gesellschaft nicht mehr genügen. Diese Kinder entstammen einer Unterschicht, die sich durch Sozialhilfe immer mehr vergrößert und hemmungslos vermehrt und den Leistungsträgern auf der Tasche liegt. Das ist eine Gefahr für Deutschland. Während sich die Unterschicht so vermehrt, bekommen die deutschen Frauen der Leistungsträger zuwenig Kinder. Der Staat muss also das weitere Kinderkriegen der Unterschicht verhindern, indem man deren Angehörigen die Lebensgrundlage entzieht. Deutschland braucht diese minderwertigen Kinder nicht, sondern es braucht die sozial wertvollen Kinder der Karrierefrauen. Dies ist, komprimiert zusammengefasst und im Klartext die Aussage von Soziologieprofessor Gunnar Heinsohn. [...] ''|
+
Rudolf Stumberger (tp vom 16.03.2010): [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32272/1.html Das unwerte Hartz IV-Leben]
+
{{Siehe|Rassismus#Sozialrassismus}}
+
{{Siehe|Soziale Frage#Neoliberalismus als Wegbereiter für Rasissmus und Standortnationalismus?}}
+
}}
+
<br />
+
* Eva Völpel (taz vom 18.02.2010, Interview): [http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/es-muss-umverteilt-werden/ Sozialethiker über Hartz-IV-Streit • "Es muss umverteilt werden"]
+
:''Die [[Familie#Höhe des Existenzminimums als "dekadent" kritisiert|Hartz-IV-Debatte]] verschleiert nur die Notwendigkeit einer Umverteilungsdebatte, meint der Sozialethiker Franz Segbers.''
+
*  Quer (Bayrisches Fernsehen; Video): [http://www.nachdenkseiten.de/?p=4534#h11 Held der Deppen • Westerwelles Feldzug gegen den Sozialstaat]
+
{{Zitat|'''''Gehirnwäsche'''<br />[...] Als {{wpde|Denkfabrik|Denkfabriken}} getarnte {{wpd|Propaganda}}-Agenturen versuchen sofort, mit allen Mitteln die Stimmung im Lande in ihrem Sinne zu beeinflussen und sie drehen selbst den {{wpde|Bundesverfassungsgericht|Karlsruher Richtern}} [[Familie#Existenzminimum_und_zwischenmenschliche_Beziehungen|ihren Spruch]] im Munde herum. Wenn es nicht gelingt, '''diese massive [[Manipulation]] der Öffentlichen Meinung''' zu durchschauen und damit auch zu durchbrechen, dann bleibt die Mehrheit der Bevölkerung Freiwild dieser Propagandaapparatur, die mit viel Geld und '''publizistischer Macht''' ausgestattet ist.<br /> [...] Um was geht es letztlich bei dieser Meinungsmache? Sie können es bei jedem Blick in die Medien selbst beobachten: Die Finanzkrise, die [[Weltwirtschaftskrise|Wirtschaftskrise]], eine aktive Wirtschaftspolitik zur Linderung der Arbeitslosigkeit, alle diese zentralen politischen Themen kommen nicht mehr vor. Man hat die öffentliche Debatte von der zunehmenden Armut und vor allem von der Umverteilung von unten nach oben abgelenkt und auf einen Verteilungskonflikt zwischen Niedrigverdienenden und Arbeitslosen gelenkt. Es war schon immer der Trick der Herrschenden, den Zorn der Beherrschten auf den Klassenkampf im Armenhaus zu lenken. [...]''|2=
+
* Wolfgang Lieb (Nachdenkseiten vom 22.02.2010): [http://www.nachdenkseiten.de/?p=4558 Gehirnwäsche]
+
{{Siehe|Medienpädagogik#Die vierte Gewalt / Freiheit der Presse}}
+
{{Siehe|Sprache}}
+
}}
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<br />
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{{Zitat|''Deutschland erwirtschaftet ein Minus von 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Denn: Der Staat nimmt weniger Steuern ein. Doch wer zahlt mehr, wer weniger?''
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''[...] Dabei wurde die Last ungleichgewichtig verteilt: Während das Aufkommen aus der [[Arbeit|Lohnsteuer]] um knapp ein Zehntel auf 182&nbsp;Milliarden Euro kletterte und damit die Mehrwertsteuer als wichtigste Einnahmequelle ablöste, gingen die drei wichtigsten Abgaben der Unternehmens- und Vermögensbesitzer deutlich zurück: Körperschaftsteuer von 17,8 auf 8,8&nbsp;Milliarden, Gewerbesteuer von 42 auf 31&nbsp;Milliarden und Zins-/Abgeltungssteuer von 32 auf 24&nbsp;Milliarden Euro. [...]|
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* Roland Bunzenthal (FR vom 25.02.2010):  [http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2351884_Bruttoinlandsprodukt-Des-Kaisers-neue-Kleider.html Steuerabgaben * Die ungleich verteilte Last]}}
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== Unterricht ==
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{{Siehe|Industrielle Revolution#Unterricht}}
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*[[Benutzer:Fontane44/Geschichte_12-1#Die_.2C.2Csoziale_Frage.E2.80.99.E2.80.99_und_die_L.C3.B6sungsversuche|Benutzer:Fontane44/Geschichte 12-1]] → Die „soziale Frage“ und die Lösungsversuche
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* [[Benutzer:Fontane44/Erste Industrielle Revolution und die Soziale Frage im 19. Jahrhundert]]
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* [http://wikiag.uni-saarland.de/index.php/Hauptseite Wikis im Geschichtsunterricht] (Universität des Saarlandes): [http://wikiag.uni-saarland.de/index.php/Die_%22Soziale_Frage%22_im_Zeitalter_der_Industrialisierung Die "Soziale Frage" im Zeitalter der Industrialisierung]
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: ''Kompakte (wenngleich noch nicht vollständige) - sehr gut verständliche - Übersicht.''
+
* Uta Hartwig (Lehrer-Online, 29.10.2007): [http://www.lehrer-online.de/soziale-frage.php?sid=11626573043029040925485238524720 Die soziale Frage der Frühindustrialisierung] ([[WebQuest]])
+
* Carola Dietrich & Annika Burchard (Schülerhausarbeit): [http://www.geschi.de/artikel/sozfrage19j.shtml  Soziale Frage im 19. Jahrhundert]
+
* Deutsches Historisches Museum: [http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/innenpolitik/arbeiterbewegung/index.html Die Arbeiterbewegung]
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+
* Kai Wünsche (Fontane-Gymnasium des Landkreises Teltow-Fläming): [http://www.fo-gy.de/download/Geschichte/Klasse%2013/13ge_kompendium1.pdf Kompendium 1 (PDF-Datei, 38 Seiten)]
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: ''Abiturwissen zum Thema: Vom aufgeklärten Absolutismus zum modernen Verfassungsstaat''
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=== [[Politik]] und [[Sozialwissenschaften]] ===
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{{Zitat| ''[...] Seit dem [[Vormärz]] hebt die Debatte über die "soziale Frage" bzw. "Arbeiterfrage" an und findet in den Forderungen der entstehenden Arbeiterbewegung nach sozialistischer Revolution bzw. {{wpd|Kommunismus}} einerseits sowie dem staatsbewahrenden Ruf nach sozialer Reform und sozialer [[Demokratie]] - insbesondere bei {{wpd|Lorenz von Stein}}, der oft als Begründer des Sozialstaatsgedankens genannt wird - andererseits ihren Ausdruck. [...]''|2=
+
* Frank Nullmeier: Sozialstaat, Kapitel 1: [http://www.bpb.de/wissen/07999977165127913070062348477902,0,0,Sozialstaat.html?buchstabe=S Sozialstaatsbegriff und Sozialstaatsentwicklung]
+
: ''Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik''}}
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<br />
+
* Klaus Dörre (Essay; {{wpde|Aus Politik und Zeitgeschichte|APuZ}} 33-34/2008): [http://www.bpb.de/publikationen/MN8TWN,0,Armut_Abstieg_Unsicherheit%3A_Die_soziale_Frage_am_Beginn_des_21_Jahrhunderts_Essay.html Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts]
+
{{Zitat|''Man mag es drehen und wenden wie man will, die soziale Frage steht wieder auf der politischen Tagesordnung. Schien es noch in den 1990er Jahren so, als würden [[Armut#Verteilungskonflikte|Verteilungskämpfe]] von den "Problemen der dicken Bäuche" überlagert oder gar verdrängt werden, so sind an der Jahrtausendschwelle Knappheit und Mangel als Konfliktherde wieder aufgeflammt. Für diese Entwicklung gibt es strukturelle wie subjektive Gründe. So kann kein Zweifel daran bestehen, dass die "groben" sozialen Unterschiede zwischen Klassen und [[Armut#Soziale Schichten|Schichten]] wieder an Bedeutung gewinnen. [...] Die Umdeutung der sozialen Frage in ein bloßes Mentalitätenproblem passiver Leistungsempfänger bedient sich der - immer schon problematischen - Negativklassifikationen einer Gesellschaft, die so nicht mehr existiert. [...] Empfehlungen, die soziale Mitte müsse "als strategischer Akteur" auftreten und sich fortgesetzter Umverteilungspolitik zugunsten der Schwachen widersetzen, könnten daher fatale Konsequenzen zeitigen. [...] Gegen letztlich Demokratie gefährdende Potentiale der {{wpd|Prekarisierung}} hilft vor politischen Maßnahmen vor allem eines: eine offene, aufklärerische Debatte über das Ausmaß und die Facetten der reaktualisierten sozialen Frage. Dazu gehört die Einsicht, dass die Lebensqualität auch der Angehörigen der sozialen Mitte in einer zwar reichen, jedoch von {{wpde|Arbeitslosigkeit#Arten_der_Arbeitslosigkeit|struktureller Arbeitslosigkeit}} geprägten Gesellschaft wesentlich davon abhängt, ob es gelingt, den Schwächsten der Gesellschaft ein Leben oberhalb einer "Schwelle der Respektabilität" zu ermöglichen. Wer aus Furcht vor Imageschäden für Standort, Partei oder Regierung weiter auf Beschwichtigung setzt, zwingt die Betroffenen, nach neuen gesellschaftlichen Repräsentationen ihrer Probleme zu suchen. Der Übergang zu "disqualifizierender Armut" verlangt nach realitätstauglichen Deutungen. Ohne angemessenes Problemverständnis wird indessen jede noch so gut gemeinte Reformpolitik Stückwerk bleiben.|
+
* Klaus Dörre, a.a.O. (http://www.bundestag.de/dasparlament/2008/33-34/Beilage/001.html)
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{{Siehe|#Von Bismarck lernen}} }}
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{{Aufgabe|
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# Weche Bedeutung hat der Begriff "Prekarisierung"?
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# Wie definiert Otto von Bismarck das Kernproblem der Sozialen Frage?
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{{Siehe|#Soziale Frage: das Kernproblem}}
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* Bitte positioniere Dich:
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*: Ist der in der aktuellen politischen Debatte verwendete Begriff "Prekarisierung" geeignet, das Ausmaß (und die Facetten) der reaktualisierten sozialen Frage in die Gesellschaft zu [[Kommunikation|kommunizieren]] resp. '''allen''' Bürgern bewusst zu machen?
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{{Siehe|Sprache}} }}
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+
* Dr. Dierk Hirschel (E & W Niedersachen 11/2006; Gastkommentar): [http://www.gew-nds.de/E_W/nov06/01_02.pdf Die Republik entdeckt die soziale Frage (PDF-Datei, 2 Seiten)]
+
: ''Gefragt sind Reformen für mehr [[Arbeit]], [[Bildung]] und soziale Sicherheit. ''
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* Netz gegen Nazis (Amadeu Antonio Stiftung): [http://www.netz-gegen-nazis.de/inhalt/sozialarbeit-von-rechts Soziale Frage und Sozialarbeit der Rechtsextremen]
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: ''Seit Mitte der 1990-er Jahre betont die NPD die so genannte “soziale Frage” in ihren öffentlichen Auftritten und im Parteiprogramm und durch eigene Kampagnen. Im völkischen Weltbild der [[Rechtsextremismus|Rechtsextremisten]] wird die “soziale Frage” dabei immer mit rassistischen und fremdenfeindlichen Forderungen verbunden. Ziel ist es, Anschluss an die gesellschaftlichen Proteste im Bereich Sozial- und Wirtschaftspolitik zu finden und sich als vermeintlicher Interessensvertreter der so genannten “kleinen Leute” darzustellen.''
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{{Siehe|#Neoliberalismus als Wegbereiter für Rasissmus und Standortnationalismus?}}&nbsp;→&nbsp;''"Neonazis: Trittbrettfahrer der sozialen Frage"''
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=== [[Wirtschaft]] ===
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* Jakob Schlandt (FR vom 01.09.2010): [http://www.fr-online.de/wirtschaft/bundeswehr-schlaegt-alarm-/-/1472780/4608462/-/index.html Öl-Versorgungsprobleme • Bundeswehr schlägt Alarm]
+
: ''Eine Studie der Bundeswehr sieht durch die drohende Öl-Knappheit eine Gefahr für die [[Europäische Union]] und die {{wpd|Nato}}. [....] In der vorläufigen Fassung einer Studie [...] hat das Zentrum für Transformation der Bundeswehr die Auswirkungen von {{wpd|Peak Oil}} untersucht. Aus der Auswertung ihrer Quellen schließt das Militär, dass es möglicherweise schon dieses Jahr zum globalen Peak Oil kommen könnte. [...] Die Folgen haben es laut Bundeswehr in jedem Fall in sich.  [...]  Mobilitätskrise [...] „Mittelfristig bricht das globale Wirtschaftssystem und jede marktwirtschaftlich organisierte Volkswirtschaft zusammen.“ [...] Mehr Flexibilität, Energieeinsparungen und massive Investitionen in Erneuerbare können die eine Ölkrise noch entschärfen.''
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{{Siehe|Energie#Fossile Energiereserven / Peak Oil}}
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{{Aufgabe|
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{{Zitat|''[...] Vor 1800 gab es in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht keinen großen Kontrast zwischen [[Europa]], [[Asien]] und dem [[Osmanisches Reich|osmanischen Reich]], sondern „überraschende Ähnlichkeiten“ [...].''|
+
* Rudolf Walther (FR vom 17.08.2010): [http://www.fr-online.de/kultur/literatur/gestoertes-gleichgewicht/-/1472266/4564130/-/index.html Weltgeschichte •Gestörtes Gleichgewicht]
+
{{Siehe|Kampf_der_Kulturen#Denkanstöße}}}}
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<br />
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Betrachte bitte die folgenden Grafiken; was siehst Du und welche Schlussfolgerung ist daraus zu ziehen?
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:: ''Stichwörter:''
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::# {{wpd|Nord-Süd-Gefälle}};
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::# [[Imperialismus und Kolonialismus]]
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::# Ursachen und Folgen des [[Klimawandel]]s (vgl. hierzu: [[Diskussion:Klimawandel#Grundannahmen für die SRES-Szenariofamilien|Grundannahmen für die SRES-Szenariofamilien]]);
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::# ...
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}}
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{| class="wikitable center"
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! Lebensstandard <br />''vgl.: {{wpd|Lebensstandard#Indikatoren}}'' || Entwicklung der globalen CO<sub>2</sub>-Emission <br /> ''Zeitraum: 1860 - 1982''
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| [[File:Maddison GDP per capita 1500-1950.svg|thumb|center|250px|{{wpe|GDP}} pro Kopf (1500 - 1950)]]
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| width="50%"| [[Datei:Fossile_Brennstoffe_-_globale_CO2-Produktion_seit_1860.jpg|thumb|center|250px|]]
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|-
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|'''Abb. 2:''' Einkommen pro Kopf in Kaufkraftparitäten US$ 1870-1992,
+
: '''Quelle''' (dort Seite 4, Abb. 2): Ulrich Busch, Rainer Land: [http://www.rainer-land-online.de/media/DIR_41625/e4a04a29d6c633caffff88d3ac144221.pdf Deutschland zwischen 1950 und 2009 – Wirtschaftsentwicklung und Teilhabe (Der Teilhabekapitalismus und sein Ende, Entwurf Okt. 2009)] • PDF-Datei, 85 Seiten
+
: ''Vgl. Grafik: [http://www.nachdenkseiten.de/upload/bilder/100726_bip_1870-1992.gif Deutschland 1870-1992], [[Bruttoinlandsprodukt]] pro Kopf in 1990 {{wpen|Geary–Khamis_dollar|Geary-Khamis Dollar}},. Quelle: Maddison, A. 1995, nach Historische Datenbank (2009)''
+
: ''(publiziert von Wolfgang Lieb, [http://www.nachdenkseiten.de/?p=6286 NDS vom 26.07.2010])''
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|}
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{{Siehe|Industrielle Revolution#Weiterführende Weblinks}} ''→ Krisen und {{wpd|Kondratjew-Zyklen}}''
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{{Siehe|Energie#Energievernutzung_und_Klimawandel}}  ''→ Hans-Peter Dürr: Ökologische Herausforderung der Ökonomie''
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{{Siehe|Klimawandel#Weltklimabericht_2007}}
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{{Siehe|#Soziale_Frage_im_21._Jahrhundert_2}} ''→ ''Mohssen Massarrat: Nachhaltigkeit durch Kosteninternalisierung — Theorieansätze zur Analyse und Reform globaler Strukturen
+
 
+
=== [[Religion]] ===
+
* Graf-Zeppelin-Gymnasium Friedrichshafen (Jahrgangsstufe 12): [http://www.gzg.fn.bw.schule.de/lexikon/referate/kirchsoz.htm Vorschlaege der Kirchen zur Loesung der Sozialen Frage im 19. Jahrhundert]
+
 
+
* reliportal.de (Arbeitshilfen » GOS - Kurshalbjahr 12.1): [http://www.reliportal.de/232.0.html Almosen oder Gerechtigkeit? Die Kirche vor der Sozialen Frage]
+
 
+
* Karl Gabriel (Uni Münster):
+
# [http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/fb2/c-systematischetheologie/christlichesozialwissenschaften/gabriel/einfuehrung_ws0708/vorlesung_4.ppt Die Sozialverkündigung der Kirche: Entwicklungsschritte und Perspektiven I] - Folien (PPT)
+
#: ''([[PowerPoint]]-Präsentation)''
+
# [http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/fb2/c-systematischetheologie/christlichesozialwissenschaften/gabriel/vl-s03-04.rtf Einführung in die Christliche Sozialethik (rtf-Datei, 2 Seiten)]
+
#: Übersichten zur Vorlesung SS 2003
+
 
+
* planet-schule.de/wissenspool (SWR 2000 / 2006): [http://www.planet-schule.de/wissenspool/diakonie-ueber-die-zeit-hinaus/inhalt/unterricht.html Diakonie ... über die Zeit hinaus]
+
: ''Das Thema Diakonie ist für Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien in den Lehrplänen Religion und Ethik ab Klasse 7 vorgesehen, das Thema Industrialisierung / Soziale Frage findet sich in den Geschichtslehrplänen dieser Schularten (in Sekundarstufe I und II) und ist in seiner zeitgenössischen Ausformung ein wichtiger Fragebereich des Gemeinschaftskunde- u. Sozialkundeunterrichts aller Schularten, auch der Beruflichen Schulen und der Fachschulen (z.B. Arbeitslosigkeit; Soziale Gerechtigkeit, Strukturwandel und neue Industrielle Revolution, Globalisierung und ihre Folgen, die Rolle der Frau). Fächerverbindender Unterricht bietet sich bei diesen Unterrichtsinhalten an. Aus der Bedeutung dieser sozialpolitischen Fragen ergibt sich auch eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit der Filme in der freien Jugendarbeit und der Erwachsenenbildung. Jeder Film der Videoserie hat ein zentrales Thema; dadurch dass verschiedene Bereiche angesprochen werden (historisch, politisch, ethisch, religiös, philosophisch, psychologisch), ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten. [...]''
+
 
+
* planet-schule.de/wissenspool (SWR 2000 / 2006): [http://www.planet-schule.de/wissenspool/2000-jahre-christentum/inhalt/sendungen/menschen-und-maschinen-das-christentum-und-die-industrielle-revolution.html Menschen und Maschinen - Das Christentum und die Industrielle Revolution]
+
- - -
+
 
+
* Prof. Marianne Heimbach-Steins: [http://www.denk-doch-mal.de/node/277 Die Sozialverkündigung der Kirche angesichts der Globalisierung]
+
: ''Am 29. Juni 2009 hat Papst {{Wpd|Benedikt XVI.}} seine '''Sozialenzyklika Caritas in veritate''' unterzeichnet, das erste päpstliche Weltrundschreiben zur sozialen Frage im 21. Jahrhundert. Thema des Schreibens, dessen Erscheinen immer wieder verschoben wurde, ist „die ganzheitliche Entwicklung des Menschen in der Liebe und in der Wahrheit“ (Überschrift). Es richtet sich, wie alle Sozialenzykliken seit der Friedensenzyklika Papst Johannes’ XXIII. Pacem in terris (1963), nicht nur an innerkirchliche Adressaten, sondern zugleich an alle Menschen guten Willens. Benedikt XVI. knüpft mit seiner Enzyklika explizit an das Rundschreiben Populorum Progressio (PP, 1967) Papst Pauls VI. an.''
+
 
+
* Robert Berhorst (Uni Gießen): [http://www.uni-giessen.de/~g41007/encyc.html Päpstliche Sozial-Enzykliken] {{Hintergrund_gelb|Nicht mehr verfügbar: URL existiert auf dem Server nicht mehr und wurde dauerhaft entfernt.}}
+
 
+
*  Papst {{wpd|Leo XIII.}}: ''[http://198.62.75.1/www1/overkott/rerum.htm Enzyklika RERUM NOVARUM'' (1891)] - "Über die Arbeiterfrage."
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* {{wpde|Wilhelm_Emmanuel_von_Ketteler|Wilhelm Emmanuel Freiherr von Kettler}}, Erzbischof von Mainz (1864): [http://www.archive.org/details/diearbeiterfrage00kettuoft Die Arbeiterfrage und das Christentum]
+
: 4. Auflage, Verlag von Franz Kirchheim, 1890 (eBook, digitalisiert) - Schriftart: {{wpde|Fraktur_(Schrift)|Fraktur}}
+
: ''Von allen Seiten erheben sich Stimmen, welche die Lage der Arbeiter besprechen und Vorschläge zur Verbesserung ihrer Verhältnisse machen. Es bestehen weitverbreitete Gesellschaften, die den Zweck haben, zur Verbesserung des sittlichen und wirtschaftlichen Zustandes der arbeitenden [[Armut#Soziale Schichten|Klassen]] zu wirken. [...] ''
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+
* Kolpingwerk Deutschland gGmbH:
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# [http://www.kolping.de/grundinfos/adolph_kolping_6.html Kolping und die soziale Frage]
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# [http://www.kolping.de/grundinfos/zur_arbeiterfrage.html Zur Arbeiterfrage - Kolpingtext]
+
#: ''Aus Band 5 der Kolpingschriften stammt der Text "der unvollendete Text" zur Arbeiterfrage, eine grundsätzliche Auseinandersetzung Kolpings mit wichtigen Aspekten der sozialen Frage seiner Zeit und zugleich der letzte grundsätzliche Beitrag aus der Feder {{wpde|Adolph Kolping|Adolph Kolpings}}.
+
 
+
=== Fächerübergreifend / interdisziplinär ===
+
* [[Deutschunterricht]] (beispielsweise):<br />''<small>Einen "brauchbaren" Überblick bietet die folgende private Website: [http://www.rheindrache.de/vormaerz.htm Preußenzeit  >> III. Restauration und Vormärz]</small>''
+
# [[Adelbert von Chamisso]] ''(sozialkritische [[Ballade]]: [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=310&kapitel=6&cHash=09052beb9dbettler#gb_found Der Bettler und sein Hund]; [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=310&kapitel=194&cHash=09052beb9driesensp#gb_found Das Riesenspielzeug])''
+
# [[Erich Kästner]] ''([http://www.erinnerungsort.de/brief-an-meinen-sohn--28rezitation-29-_288.html Brief an meinen Sohn], [http://ingeb.org/Lieder/morgenkn.html Weihnachtslied, chemisch gereinigt])''
+
# [[Gerhart Hauptmann]] („Die Weber“)
+
# [[Georg Büchner]] ''([http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=259&kapitel=1#gb_found Der hessische Landbote])''
+
# [[Kurt Tucholsky]] ''([http://www.textlog.de/tucholsky-nationaloekonomie.html Kurzer Abriß der Nationalökonomie])''
+
# Georg Seeßlen ({{wpde|Kolumne|Kolumne}} "Das Schlagloch", taz vom 02.02.2010): [http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/ich-schaf-du-hirte/ Ich Schaf - du Hirte?]
+
# Mely Kiyak ({{wpde|Kolumne|Kolumne}}, FR vom 29.01.2010): [http://www.fr-online.de/top_news/2247152_Kolumne-Lieber-Florian-Gerster.html Lieber Florian Gerster!]
+
#: ''Einst verheizten Sie Steuergeld, heute loben Sie moderne [[Sklaverei]] am [[Arbeit]]smarkt. <br/> Und nun reden Sie mit Anne Will über Moral, [[Ethik]] und Effizienz.''
+
* [[Musik]]:
+
# "Don't Give Up" ''(Peter Gabriel and Kate Bush: [http://www.youtube.com/watch?v=uiCRZLr9oRw Video] / [http://lyricskeeper.de/de/kate-bush/dont-give-up.html Text] / [http://members.tripod.com/~Porcinet/dngiveup.mid Midi])''
+
# Die Internationale ''([http://www.youtube.com/watch?v=UXKr4HSPHT8 Video] / [http://ingeb.org/songs/deboutia.html Text + Infos])''
+
# "All 4 One" ''(Kool Savas & Azad: [http://www.myvideo.de/watch/838380/Kool_Savas_Azad_All_4_One Video] / [http://lyricstranslate.com/en/forum/kool-savas-ftazad-all-4-one Text])''
+
 
+
=== Arbeitshefte / Materialien ===
+
* Park Körner GmbH: [http://www.park-koerner.de/Geschichte11-13/164_Soziale_Frage.4528.html Die soziale Frage: Lebensbedingungen, Massenarmut u.v.m.] - Sek. II
+
* Cornelsen Verlag (Pocket Teacher; PowerPoint-Referat): [http://www.cornelsen.de/sbk/1.c.1628498.de?pdl=1&file=%2Ffm%2F1272%2FReferat_Geschichte.ppt Industrialisierung und soziale Frage (PPT; 122 kb)]
+
: ''Schlagworte: Anfänge der Industrialisierung, Industrielle Revolution, Kennzeichen der Industrialisierung, wichtige Erfindungen, {{wpd|Kapitalismus}}, {{wpd|Sozialismus}}. - Das Referat ist sofort verwendbar und kann problemlos editiert werden.
+
 
+
* Sozialpolitik-aktuell (Uni  Duisburg-Essen): [http://www.sozialpolitik-aktuell.de/index.php/sozialstaat-datensammlung.html Infografiken & Tabellen: Datensammlung Sozialpolitik & Soziale Lage]
+
* BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales): [http://www.bmas.de/portal/33742/sozialgeschichte__heft__schueler.html Sozialgeschichte - ein Arbeitsheft für die Schule]
+
* BMAS: [http://www.bmas.de/portal/9966/ausstellungen__in__die__zukunft__gedacht.html In die Zukunft gedacht - Bilder und Dokumente zur Deutschen Sozialgeschichte (Wanderausstellung)]
+
* BMAS: [http://www.bmas.de/portal/9970/in__die__zukunft__gedacht.html In die Zukunft gedacht - Publikation zur Ausstellung] (Broschüre, 88 Seiten)
+
* Sozialgeschichte 1848 bis 1880: [http://www.sozialpolitik.com/webcom/show_article.php/_c-110/_nr-3/i.html Industrielle Revolution] <small>(kostenloses Medienpaket für den Unterricht von [http://www.sozialpolitik.com/webcom/show_article.php/_c-79/_nr-5/_lkm-452/i.html sozialpolitik.com])</small>
+
* Sozialgeschichte Fragebögen <small>''(sozialpolitik.com; Herausgeber: [http://www.jugend-und-bildung.de/ Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e. V.]):</small>''<br />[http://www.sozialpolitik.com/files/115/AB_SozPol_IndieZukunft_02.pdf Fragebogen: Industrielle Revolution (PDF-Datei)] &nbsp;/&nbsp; [http://www.sozialpolitik.com/files/115/AB_SozPol_IndieZukunft_01_09.pdf Fragebogen: Die Arbeiterbewegung entsteht (PDF-Datei)]<br />[http://www.sozialpolitik.com/files/115/AB_SozPol_IndieZukunft_03_09.pdf Fragebogen: Die soziale Situation der Frau (PDF-Datei)] &nbsp;/&nbsp; [http://www.sozialpolitik.com/files/115/AB_SozPol_IndieZukunft_04.pdf Fragebogen: Kinderarbeit (PDF-Datei)]<br />[http://www.sozialpolitik.com/files/115/AB_SozPol_IndieZukunft_03.pdf Fragebogen: Reichsgründung und Sozialgesetze (PDF-Datei)]
+
{{Meinung|Beachte die kritische Anmerkung von Albrecht Müller (NachDenkSeiten, 16. Juni 2006) zur ''“Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung”'' (vgl. nachstehender Hyperlink).|--[[Benutzer:Sandra Burger|Sandra Burger]] 16:35, 11. Okt. 2009 (UTC) (UTC)}}
+
: ''NachDenkSeiten (16. Juni 2006): [http://www.nachdenkseiten.de/?p=1353 Auch die Schulen werden in die unsägliche Kampagne zur privaten Altersvorsorge eingebunden.]''
+
 
+
; Bundeszentrale für politische Bildung
+
* Die soziale Situation in Deutschland: [http://www.bpb.de/wissen/I4WOAW,0,0,Sozialbudget.html Sozialbudget] Leistungen nach Arten, 2007 (geschätzte Daten, Datenstand Mai 2008)
+
 
+
=== Übungsfragen ===
+
* Zentrale für Unterrichtsmedien (ZUM e.V.): [http://www.zum.de/Faecher/G/BW/abbl/19jh/indu1.pdf Industrielle Revolution und Soziale Frage (Wiederholungsthesen),] PDF-Datei, 3 Seiten
+
* Testfragen (+ Lösungsskizze): [http://www.schultreff.de/klausuren/geschichte/k0011t00.htm Industrielle Revolution und Sozialen Frage]
+
* Deutsches Historisches Museum: [http://www.dhm.de/ausstellungen/industriebilder/quiz_schueler.pdf QUIZ (PDF-Datei; 5 Seiten)]
+
 
+
=== Didaktik / Methodik ===
+
* [http://www.gymnasiumlohne-wiki.de/home/kwe_inhalte/allgemeines/aktuell/akt05.htm#grundungsvater Bruno Huhnt]: Industrielle Revolution und Industriezeitalter
+
: ''[http://www.biblioman.de/info/booksmou1438/artikel_20303.htm Ein didaktischer Entwurf (Hrgb.: Niedersächsischen Landeszentrale für Politische Bildung, Hannover, 1966)]''
+
: ''Gliederung bzw. Inhaltsverzeichnis:''
+
{{Siehe|:Datei:Bruno_Huhnt_Gliederung_Soziale_Frage_didaktischer_Entwurf.jpg}}
+
 
+
* Z. Kulak: [http://library.fes.de/pdf-files/netzquelle/a84-05466/04-kulak.pdf »Industrialisierung, sozialer Wandel und Arbeiterbewegung in Deutschland und Polen bis 1914« in den Schulbüchern der Bundesrepublik Deutschland (PDF-Datei; 5 Seiten)] <small>(ein Beitrag zur [http://library.fes.de/pdf-files/netzquelle/a84-05466/02-inhalt-teilnehmer.pdf  XVI. deutsch-polnischen Schulbuchkonferenz der Historiker; 1983 (PDF-Datei; 3 Seiten)])</small>
+
 
+
* Prof. Dr. Dietmar Klenke (Uni Paderborn): [http://www.uni-paderborn.de/fileadmin/kw/Institute/Geschichte/Personal/Klenke/schulpraktikum_modell_unterrichtsentwurf.pdf Die Antwort der deutschen Sozialdemokratie auf die soziale Frage (PDF-Datei, 7 Seiten);] Unterrichtsentwurf für einen Grundkurs Geschichte in der Jahrgangsstufe 11/Gymnasium (Doppelstunde)
+
 
+
* Pascal Lagemann (Fachdidaktische Seminararbeit, Uni Münster, 1999): [http://www.grin.com/e-book/103228/die-industrielle-revolution Die Industrialisierung in Deutschland]
+
 
+
=== Medien / Ausstellungen / Gedenkstätten ===
+
* Simone Felgner: [http://schule.judentum.de/projekt/exkursionauschwitz.htm Exkursion nach Auschwitz]
+
: ''Bericht über eine Exkursion im Februar 2000 zur Gedenkstätte in [[Auschwitz]] und Birkenau. (Am Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz befindet sich der in Eisen geschmiedete - zynische - Schriftzug "Arbeit macht frei".)''
+
* "Der Prozess" - Dokumentarfilm, Deutschland 1984, Regie: Eberhard Fechner
+
{{Zitat|''Zwischen November 1975 und Juni 1980 fand in Düsseldorf der längste Prozess in der deutschen Justizgeschichte statt: gegen die mehr als 1500 SS-Bewacher des Konzentrationslagers in Lublin / Majdanek, in dem mindestens 250 000 Menschen ermordet worden sind. Seit 1976 befragte hierzu Eberhard Fechner Richter, Staatsanwälte und Verteidiger sowie Angeklagte und ehemalige Häftlinge, Historiker und Prozessbeobachter.''|Landesfilmdienst NRW}}
+
# [http://www.landesfilmdienst-nrw.de/search/details.asp?qTitleNumber=7018738&qCWID=92&qSearchString=&qSearchArea= Der Prozeß - Eine Darstellung des Majdanek-Verfahrens, Teil 1: Anklage]
+
# [http://www.landesfilmdienst-nrw.de/search/details.asp?qTitleNumber=7018739&qCWID=92&qSearchString=&qSearchArea= Der Prozeß - Eine Darstellung des Majdanek-Verfahrens, Teil 2: Beweisaufnahme]
+
# [http://www.landesfilmdienst-nrw.de/search/details.asp?qTitleNumber=7018740&qCWID=92&qSearchString=&qSearchArea= Der Prozeß - Eine Darstellung des Majdanek-Verfahrens, Teil 3: Urteile]
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==== Wandel der Arbeitswelt nach 1945 ====
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* WDR (Doku am Freitag): <br />''"Auf Schicht" erzählt die Industriegeschichte Nordrhein-Westfalens aus Sicht derer, die das Land aufgebaut haben. [...]"''
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# [http://www.wdr.de/tv/wdrdok_af/sendungsbeitraege/2009/0619/0619.jsp Auf Schicht - Ein Leben für den Stahl]
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# [http://www.wdr.de/tv/wdrdok_af/sendungsbeitraege/2009/0626/0626.jsp Auf Schicht - Ein Leben für Stoff und Mode]
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# [http://www05.wdr.de/wissen/wdr_wissen/programmtipps/fernsehen/09/12/11_2015_w.php5?start=1260558900 Auf Schicht (3) - Ein Leben für die Chemie]
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# [http://www.wdr.de/tv/wdrdok_af/sendungsbeitraege/2009/1218/auf_schicht_2.jsp Auf Schicht - Ein Leben für Autos und Motoren]
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* Hans-Dieter Hey (NRhZ-Online vom 26.11.2009): [http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14530 War da nicht noch was anderes? • Hauptsache Arbeit]
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: Zur ''Ausstellung „Hauptsache Arbeit – Wandel der Arbeitswelt nach 1945“.''
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=== Literatur ===
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* Robert Castel (Hg.), Klaus Dörre (Hg.): [http://books.google.de/books?id=jI9NxX2Y0xAC&printsec=frontcover&dq=Prekarit%C3%A4t,+Abstieg,+Ausgrenzung:+Die+soziale+Frage+am+Beginn+%22Robert+Castel%22&source=bl&ots=OEy-I7Q258&sig=6Mz_VwFbVk_UCTExqDuXH5hH3pA&hl=de&ei=948_TLqrNseIOK_X9JYH&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=7&ved=0CDEQ6AEwBg#v=onepage&q&f=false Prekarität, Abstieg, Ausgrenzung • Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts]
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: ''Die soziale Frage ist in die politische Öffentlichkeit zurückgekehrt. Begriffe wie Prekarität, Ausgrenzung und [[Armut#Soziale_Exklusion|Exklusion]] sind in aller Munde. Was aber wird genau mit diesen Begriffen bezeichnet? Lassen sich die sozialen Spaltungen, die meist von der Arbeitswelt ausgehen, damit angemessen analysieren? ([http://www.campus.de/wissenschaft/politikwissenschaft/Prekarität,+Abstieg,+Ausgrenzung.85735.html campus.de])''
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* Wolfgang Schröer (Uni Hildesheim): [http://books.google.de/books?id=AKam0D0TcgIC&printsec=frontcover&dq=%22Sozialp%C3%A4dagogik+und+die+soziale+Frage%22&source=bl&ots=Ik4vA58iAA&sig=FYqM2iYDYjSrf-o6enDxPi1io54&hl=de&ei=EtVHTNThGuKK4gav0qmuDA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBUQ6AEwAA#v=onepage&q&f=false Sozialpädagogik und die soziale Frage. Der Mensch im Zeitalter des Kapitalismus um 1900.] Juventa-Verlag; Weinheim und München 1999. ISBN 3-7799-1307-0
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: ''Zitat ([http://books.google.de/books?id=AKam0D0TcgIC&pg=PA16&lpg=PA16&dq=%22Sozialp%C3%A4dagogik+und+die+soziale+Frage%22+%22gesellschaftliche+Teilhabe%22&source=bl&ots=Ik4vB-akBx&sig=fQ4r0OHOLvRgldA-w-u1TE1joTQ&hl=de&ei=8XlITNHsGIOWsQbzlZmwDw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBUQ6AEwAA#v=onepage&q&f=false Seite 16]): [...] „Gerade die [[Bildung]] und [[Erziehung]] erschien den Sozialpädagogen als ein zentraler Bereich, über den gesellschaftliche Teilhabe vermittelt wurde.“ [...] ([http://books.google.de/books?id=AKam0D0TcgIC&pg=PA210&lpg=PA210&dq=%22Sozialp%C3%A4dagogik+und+die+soziale+Frage%22+%22Bildung+und+Erziehung%22&source=bl&ots=Ik4vB58pDz&sig=Ptw6ABsjN2rfWvaraZcj_Rtghe8&hl=de&ei=il5JTLDsPIShsQbE6PS8Dw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBUQ6AEwAA#v=onepage&q=%22Sozialp%C3%A4dagogik%20und%20die%20soziale%20Frage%22%20%22Bildung%20und%20Erziehung%22&f=false Seite 210]:) [...] „Die Sozialpädagogen zwischen 1888 und 1905 überschätzten die Bedeutung der [[Pädagogik]] und glaubten, über Bildung und Erziehung eine den Staat, die Gesellschaft, [[Arbeit]] und [[Wissenschaft]], [[Familie]] und {{wpd|Individuum}} umfassende einheitliche deutsche {{wpd|Soziokultur}} schaffen zu können.“ [...]''
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{{Siehe|#Bildung als "Soziale Frage des 21. Jahrhunderts"?}}
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* Eric Mührel (Emden; Januar 2005): [http://www.webnetwork-nordwest.de/dokumente/soziale_arbeit_schule.pdf Sozialpädagogik macht Schule. Eine ''alte'' richtungsweisende Zukunft (PDF-Datei, 7 Seiten)]
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: ''Die {{wpd|Sozialpädagogik}} in Deutschland ist in eine tiefe Krise geraten. [...] Die Sozialpädagogik kann seit ihren Anfängen bei Karl Mager (1820-1858) und Adolph Diesterweg (1790-1866, selber Volksschullehrer und Lehrerausbilder) als das Aufspüren einer pädagogischen Antwort auf die soziale Frage der jeweiligen Epoche verstanden werden. Ein entscheidender Ort für eine solche pädagogische Antwort ist die Schule. [...]''
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== Weiterführende Weblinks ==
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*  Robert Kurz: [http://www.scribd.com/doc/23309551/eBook-German-Kurz-Robert-Schwarzbuch-Kapitalismus  Schwarzbuch Kapitalismus (eBook)]
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* [http://www.ekd.de/EKD-Texte/44676.html Sozialwort der Kirchen vom 28. Februar 1997] („Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit“)
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<!-- *** Nicht mehr verfügbar: URL existiert auf dem Server nicht mehr und wurde dauerhaft entfernt.
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* Robert Berhorst (Uni Giessen): [http://www.uni-giessen.de/~g41007/soz_vers.html Sozialversicherung • Wie kam es dazu?] -->
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* Bundeszentrale für politische Bildung: [http://www.bpb.de/wissen/37OUAU,0,0,Die_soziale_Situation_in_Deutschland.html Die soziale Situation in Deutschland]
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* Florian Rötzer (Telepolis vom 17.09.2009): [http://www.heise.de/tp/blogs/8/145429 OECD warnt vor steigender Arbeitslosigkeit • Warnung vor einer "verlorenen Generation".]
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* Tagesschau (12.08.2010): [http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ilo104.html UN-Organisation stellt Bericht zu Jugendarbeitslosigkeit vor • ILO warnt vor "verlorener Generation"]
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: ''Die Jugendarbeitslosigkeit hat laut {{Wpd|Internationale_Arbeitsorganisation|Internationaler Arbeitsorganisation ILO}} aufgrund der [[Finanzkrise ab 2007|Wirtschaftskrise]] "das höchste je registrierte Niveau" erreicht. 13 Prozent aller 15- bis 24-Jährigen seien ohne Job, erklärte die UN-Organisation.''
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: ''In einigen Regionen - auch in der [[EU]] - liege die Zahl sogar deutlich höher.''
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{{Meinung|Wer mit offenen Augen durch die Weltgeschichte geht, dem ist nicht verborgen geblieben, dass seit Mitte der 1970er Jahre bei nicht wenigen Menschen deren "Träume" (Lebensentwürfe) wie Seifenblasen zerplatzt sind. Es gibt sie längst: die "verlorene Generation".<br /> --[[Benutzer:Sandra Burger|Sandra Burger]]|--[[Benutzer:Sandra Burger|Sandra Burger]] 16:35, 11. Okt. 2009 (UTC) }}
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=== Soziale Frage im 19. Jahrhundert===
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* [http://www.lrz-muenchen.de/~u51a111/webserver/webdata/vo300606.pdf Pauperismus und "Soziale Frage" (PDF-Datei; 9 Seiten)] Begriffsdefinitionen nebst Erläuterungen zur ''Sicht und Deutung'' von [[Armut]].
+
* Prof. Dr. Ulrich Pfister (Uni Münster, Sommersemester 2001): [http://www.wiwi.uni-muenster.de/wisoge/studieren/Skripte/ind-rev/S11InstitutII.html Wirtschaftsgeschichte II: Die Industrielle Revolution, 1750-1870]
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: ''»Pauperismus«, »soziale Frage« und staatliche Sozialpolitik''
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* Dr. Helmut Gebauer (TU Dresden, Zentrum für interdisziplinäre Technikforschung): [http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/fak/zit/lehre/ws0708/texte_ring/Die%20Industrielle%20Revolution.pdf Die Industrielle Revolution: Grundzüge (PDF-Datei, 3 Seiten)] (Technologische Entwicklung / Ökonomische Entwicklung / Demografische Entwicklung / Die Soziale Frage)
+
* Robert Berhorst (Uni Gießen): [http://www.uni-giessen.de/~g41007/soziale_frage.html Die soziale Frage] ("Sammelseite" - umfangreiche Materialsammlung.) {{Hintergrund_gelb|Nicht mehr verfügbar: URL existiert auf dem Server nicht mehr und wurde dauerhaft entfernt.}}
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=== Soziale Frage im 21. Jahrhundert ===
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* [http://www.gcn.de/publikationen.html Prof. Dr. Mohssen Massarrat] (Global Challenges Network e.V.): [http://www.gcn.de/download/M_Nachhaltig.pdf Nachhaltigkeit durch Kosteninternalisierung — Theorieansätze zur Analyse und Reform globaler Strukturen (PDF-Datei; 16 Seiten)]
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{{Aufgabe|Setz Dich bitte kritisch mit folgender Textpassage auseinander. ''(Wann wurde der Text publiziert? -<br />Auf welches Jahr datiert man den Beginn der [[Digitale Revolution|»Dritten Industriellen Revolution«]]?)''
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{{Zitat|''[...] während die anderen noch schlafen, beginnt in Deutschland eine neue Entwicklung, eine dritte industrielle Revolution, wie Hans Joachim Schellnhuber sie fordert. [...]''|
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* Sebastian Wienges (26. Mai 2008): [http://www.boell.de/klimatour/index-133.html Die soziale Frage des 21. Jahrhunderts: auch eine ökologische Frage!]}}
+
<popup name="Antwort">
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# Der Text wurde im Jahr 2008 publiziert.
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# Den Beginn der »Digitalen Revolution« (''synonym:'' »Dritte industrielle Revolution«) datiert man auf das Jahr 1975.
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{{Siehe|Soziale_Frage#Massenarbeitslosigkeit}}
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* Die Forderung von {{wpd|Hans Joachim Schellnhuber}} (und anderen Forschern) nach einer ''"dritten industriellen Revolution"'' ist mithin unsinnig. Gleichwohl wurde diese Forderung - unreflektiert (!) - von den [http://www.google.de/search?as_q=%22fordern+Dritte+industrielle+Revolution%22&hl=de&num=100&btnG=Google-Suche&as_epq=&as_oq=&as_eq=&lr=&cr=&as_ft=i&as_filetype=&as_qdr=all&as_occt=any&as_dt=i&as_sitesearch=&as_rights=&safe=images Medien aufgegriffen und publiziert].
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{{Siehe|Medienpädagogik#Die vierte Gewalt / Freiheit der Presse}} </popup>
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}}
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* Stefan Biskamp (NRhZ-Online vom 25.11.2009): [http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14517 60 Jahre DGB in Köln - und morgen? • Wie die Wirtschaft in zehn Jahren aussehen könnte]
+
* Goethe-Institut (Zukunft der Arbeit, [[Armut|Prekarisierung]], Generation Praktikum): [http://www.goethe.de/ges/soz/dos/arb/de1693269.htm Wohin geht eine Arbeitsgesellschaft, der die Lohnarbeit ausgeht?] Ein Interview mit Prof. Dr. Meinhard Miegel und Prof. Dr. Oskar Negt
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==== Von Bismarck lernen ====
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* Wolfgang Baudisch (27.04.2001): [http://www.wbaudisch.de/Arbeitslosigkeit.htm Arbeitslosigkeit und Faulheit in der Wissensökonomie]
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: ''(Brauchen wir einen neuen Otto von Bismarck?)''
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+
* Sozialrichter Dr. Jürgen Borchert (14.10.2002): [http://de.dir.groups.yahoo.com/group/feudalismus/message/1451 Zukunft des Sozialstaats; Analysen und Visionen.] 
+
:: ''bzw. (alternativ) zum Download als PDF-Datei ("Die unabdingbaren Strukturreformen in der 15. {{wpde|Legislaturperiode#.C3.9Cbersicht_.C3.BCber_die_Zusammensetzung_der_Bundesregierungen|Legislaturperiode}}"):''
+
{{Zitat|''Symptome und Diagnosen''
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''Massenarbeitslosigkeit, Börsen-, Banken- und Assekuranzkrise, Rezession, Deflation und Depression: Das "Wirtschaftswunderland" von einst zeigt heute alle Symptome einer schweren systemischen Erkrankung. Als Ursachen werden außenwirtschaftliche Einflüsse und Verkrustungen bzw. Wucherungen des Wohlfahrtstaates diskutiert. Weil aber die anderen europäischen Wohlfahrts- und Exportnationen weit weniger betroffen sind, kann diese Erklärung kaum überzeugen. Hier wird demgegenüber die These '''begründet, dass die fortschreitende Entkoppelung wirtschaftlicher Freiheit und sozialer Verantwortung mit ihren abnormen Verzerrungen in der Einkommens- und Vermögensverteilung für den steilen Absturz des einstigen Erfolgsmodells verantwortlich ist.'''<br />[...] ''Kapitel III. 3. {{Hintergrund_gelb|'''Von Bismarck lernen:''' Sozialreform als Chance''}}<br /> [...] Gegen den massiven Widerstand der herrschenden Stände und der {{wpde|Bourgeoisie|Großbourgeoisie}} setzten Bismarck und Wilhelm I. das für damalige Verhältnisse gewaltige Umverteilungsprogramm {{Hintergrund_gelb|von oben nach unten}} jedoch durch. Sie hatten nicht nur begriffen, dass Existenzangst radikal macht, sondern auch, dass die neue Zeit neue Antworten brauchte: {{wpd|Innovation}} und [[Gerechtigkeit]] eben. Die Maßnahmen erwiesen sich als goldrichtig. [...] Daraus entstand eine “win/win”-Situation für alle. Um nichts anderes geht es heute. Um unser lebendiges [[Grundgesetz]] nämlich, das die Lehren aus der Weimarer Katastrophe zog. Damit sich das nie wiederhole.''|
+
* Dr. Jürgen Borchert: [http://www.taxjustice.net/cms/upload/pdf/Strukturreform_14.10.02.pdf Die unabdingbaren Strukturreformen in der 15. Legislaturperiode (PDF-Datei, 11 Seiten)]
+
{{Siehe|#Soziale_Frage_im_20._Jahrhundert}}}}
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<br />
+
* Ernst-Erich Lange (tp vom 19.06.2006): {{wpde|1-Euro-Job|1-Euro-Jobs}} und andere Zahlenspielereien • [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22899/1.html Sozial ist, was Arbeit schafft, Teil 2]
+
* Bettina Winsemann (tp vom 05.01.2010): [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31808/1.html St. Adecco und Co.]
+
 
+
==== Neoliberalismus als Wegbereiter für Rasissmus und Standortnationalismus? ====
+
* Prof. Dr. Christoph Butterwegge: Marktradikalismus und Rechtsextremismus - [http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12533 Teil 1/4], [http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12534 Teil 2/4], [http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12535 Teil 3/4], [http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12536 Teil 4/4]
+
* Pressemitteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (09/2007): [http://www.dgb.de/themen/themen_a_z/abiszdb/abisz_search?kwd=Rassismus Neonazis: Trittbrettfahrer der sozialen Frage] <br />Die Broschüre "Neonazis: Trittbrettfahrer der sozialen Frage" zum [http://www.dgb-jugend-saar.de/uploads/media/broschuere_trittbrettfahrer_01.pdf Download als PDF-Datei]
+
{{Aufgabe|1=
+
{{Kasten_blau|
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;Denkanstöße
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# Der [[Mensch]] ist ein Säugertier. Wie verhalten sich Tiere, wenn das "Futter" knapp wird?
+
# Werden die Funktionäre in Politik, Medien und Wirtschaft (Deiner Meinung nach) ihrer Verantwortung für die gesellschaftliche Entwicklung gerecht, wenn - namentlich vor dem Hintergrund der weltweiten Massenarbeitslosigkeit - durch Phrasen wie ''"Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen"'' oder {{wpde|Idiom#Idiomatische_Redewendung|Idioms}} wie ''"Lohn und Brot"'' niedere Instinkte angesprochen und [http://www.duden.de/definition/instrumentalisieren instrumentalisiert] werden?}}
+
'''Positioniere Dich bitte.'''
+
# Unterscheiden sich die beiden folgenden Zitate hinsichtlich ihrer '''inhaltlichen''' Aussage?
+
# Ordne die Aussagen (bzw. die jeweilige Person) zu: <br />a) [[Armut#Soziale_Schichten|Soziale Schicht]];<br />b) {{wpde|Sprachebene|Sprachebene}}.
+
# Welche Ängste werden geschürt oder "bedient"?
+
 
+
;Hintergrund-Info
+
* sternTV (Sendung vom 28.10.2009): [http://www.stern.de/tv/sterntv/streit-um-hartz-iv-wie-viel-geld-braucht-eine-familie-wirklich-1517058.html Streit um Hartz IV: Wie viel Geld braucht eine Familie wirklich?]
+
Als Beispiel für eine Geringverdienerfamilie wird von G. Jauch (Sendung Stern TV vom 29.10.09) die Familie Igert vorgestellt. Im Verlauf der Sendung fragt G. Jauch den Familienvater Ronald Igert, was er denn gewählt habe. Diese Frage beantwortet R. Igert zunächst mit einer Geste (er zeigt nach rechts), sagt auf weitere Nachfrage alsdann "rechts". - Jauch fragt nach, ob er CDU meine. Igert antwortet: "Nein, NPD." Jauch traut seinen Ohren nicht und fragt nach: "NPD?" - Igert: "Ja, NPD." Jauch entgegnet: "Na, die werden ihre Probleme auch nicht lösen."
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+
<!-- auskommentiert => politisch "rechts" - transportiert xenophobe Parolen
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# [http://de.altermedia.info/general/auweia-ein-npd-wahler-bei-stern-tv-29-10-09_36875.html Auweia, ein NPD-Wähler bei Stern TV (29.10.09)]
+
-->
+
{{Zitat|''[...] Die kommen hierher, können kein Deutsch ... Aber wo sie Geld herkriegen, das wissen die. [...]''|2= Ronald Igert in der Sendung Stern TV vom 29.10.09 (nahezu wörtlich, jedenfalls aber sinngemäß).
+
* '''Video''' zur Sendung (Ausschnitt:  "Ich hab NPD gewählt"): http://www.youtube.com/watch?v=TmRYa7ed7Tw)}}
+
* sternTV (Sendung vom 28.10.2009): [http://www.stern.de/tv/sterntv/streit-um-hartz-iv-wie-viel-geld-braucht-eine-familie-wirklich-1517058-faq.html Das bekommen Hartz-IV-Empfänger]
+
* [http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/warum-stern-tv-hartz-iv-falsch-berechnet9980.php Warum Stern TV Hartz IV falsch berechnet]
+
{{Zitat|''Entscheidend ist für mich, dass wir deutlich machen, dass es keine andauernde Zuwanderung in unsere Sozialsysteme geben darf.''
+
|{{wpde|Joachim_Herrmann_(CSU)|Joachim Herrmann}} (CSU) -  Innenminister Bayerns
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* Tagesschau (04.12.2009 20 Uhr): <br />[http://www.tagesschau.de/multimedia/video/sendungsbeitrag24392_res-.html Bleiberecht für Flüchtlinge: Flüchtlinge ohne dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung dürfen länger bleiben] <br />(Voraussetzung ist, dass sie sich um einen Arbeitsplatz bemüht haben.)}}}}
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<br />
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{{Zitat|''[...] Westerwelles Versuch, die Steuerzahler gegen die Arbeitslosen aufzuwiegeln und zu suggerieren, der Sozialstaat verspreche dem Volk "anstrengungslosen Wohlstand", widerspricht nicht nur den Tatsachen, sondern auch der Gefühlslage der Mehrheit der Bundesbürger. Das [[Weltwirtschaftskrise#Krise_ab_2008|Schreckensjahr 2008]] hat übereinstimmenden Umfragen zufolge die Zahl derjenigen, die einen starken, intervenierenden Wohlfahrtsstaat fordern, in die Höhe schnellen lassen. Mehr als drei Viertel der Befragten sehen die Einkommens- und Vermögensverteilung als [[Gerechtigkeit|ungerecht]] an. Weshalb sich der Zorn der Befragten gegen betuchte Steuerhinterzieher richtet und nicht gegen angebliche Hängematten-Arbeitslose. [...]''|2=
+
* Christian Semler (taz vom 15.02.2010): [http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/in-den-ruinen-des-neoliberalismus/ In den Ruinen des Neoliberalismus]}}
+
{{Siehe|Familie#Höhe des Existenzminimums als "dekadent" kritisiert}}
+
 
+
==== ... der auf seine Verwertung "abgerichtete" Arbeitsnomade ====
+
{{Schrift_orange|'''''Erschaffen werden soll der sich ständig selbst auf seine Verwertung ausrichtende Arbeitsnomade.'''''}}
+
* Prof. Dr. Helga Spindler: [http://psychiatrie.de/data/pdf/99/06/00/sp_121_8.pdf »Der sozialpolitische Konsens wird aufgekündigt« • Die Steuerungstechniken des aktivierenden Sozialstaats und die Durchsetzung sozialer Rechte (PDF-Datei)]
+
{{Aufgabe|1=
+
Zu der von Helga Spindler angesprochenen „aggressiven geistigen Umerziehung“ (neoliberale "Umdeutung der Werte") gibt es eine Parallele im dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte: Auch zur Zeit der [[Nationalsozialismus|Nazidiktatur]] wurden ethische Werte mit vergleichbaren Methoden ''(bzw. mittels vergleichbarer Mechanismen)'' in ihr Gegenteil verkehrt, beispielsweise durch den inflationären Gebrauch von {{wpde|Adjektiv|Adjektiven}}, was dazu führte, dass das korrespondierende {{wpde|Nomen|Nomen}} – zwangsläufig - unter den Definitionsvorbehalt<ref name= "Bourdieu"> ''[...] Der Kampf der Klassifikationssysteme als Teil eines Kampfes um gesellschaftliche Ressourcen. Bourdieu hat dies so formuliert: [...]'' Rudolf Stumberger (Telepolis vom 15.03.2006):  [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22246/1.html Der Internet-Krieg der Editoren]</ref> jener menschenverachtenden politischen Propaganda geriet.
+
* Beispiel: {{Wpde|Positives Christentum | positives Christentum}}.
+
'''Versuche, die folgenden Begriffe voneinander abzugrenzen:'''
+
# Soziale Marktwirtschaft ''versus'' „Neue“ soziale Marktwirtschaft<ref name="NSM-CDU" />;
+
# {{wpd|Sozialstaat}} ''versus'' [http://www.springerlink.com/content/j83u43h1797126r4/ "aktivierender" Sozialstaat] (''versus'' {{wpd|Aktivierende Sozialhilfe}});
+
# Soziale Frage ''versus'' [http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=Y31TMM Neue soziale Frage].
+
Kennst Du weitere "kreative" politische (neoliberale) Wortschöpfungen?
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{{Siehe|Sprache}}}}
+
 
+
{{Zitat|'' [...] Auf dem 22. Bundesparteitag der Christdemokraten im Jahr 1973 ließ der Professor in einer Rede die Katze aus dem Sack und forderte eine "Revolution durch Sprache". Durch die Schöpfung von neuen Begriffen, so Biedenkopf, müssten Politik und Partei das eigene Versagen relativieren. Sprache sei Strategie, mit der die Medienlandschaft in Deutschland besetzt werden müsste. [...]''|
+
* Udo Schulze (tp vom 02.02.2010): [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32010/1.html {{Hintergrund_gelb|Die deutsche Tradition der manipulativen Wortschöpfung}}] - Von der Leyen: Wenn nichts mehr hilft, wird getrickst.}}
+
* Stephan Hebel (FR vom  01.02.2010): [http://www.fr-online.de/top_news/2257866_Hilfe-fuer-Frau-von-der-Leyen.html Kommentar Hartz IV • Hilfe für Frau von der Leyen]
+
<br />
+
* A. Müller (Nachdenkseiten, 27.01.2010): [http://www.nachdenkseiten.de/?p=4480 Ziel der Einführung von Hartz I-IV etc. ist der Aufbau des größten Niedriglohnsektors in der EU]
+
: ''Erstens: Unser Autor zitiert aus der Rede des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder vor dem Word Economic Forum in Davos vom 28.1.2005. In dieser Rede nennt Schröder das Ziel seiner Agenda: den Aufbau eines Niedriglohnsektors. Er sagt auch sonst noch einiges, was im Rückblick die Rolle dieses Bundeskanzlers und auch die abgeklatschte Dürftigkeit seiner Argumente sichtbar macht. Er beruft sich auf die gängigen Glaubensmuster, wonach [[Globalisierung]] und demographische Wandel uns zu seinen Reformen quasi gezwungen hätten. Und Schröder bekennt sich eindeutig zur Teilprivatisierung der Altersvorsorge und der Gesundheitsvorsorge. [...]''
+
* Jens Berger (tp vom 11.02.2010): [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32068/1.html Hartz IV und der hausgemachte Niedriglohnsektor]
+
:''Die Diskussion rund um das {{wpd|Lohnabstandsgebot}} wird unredlich geführt – um die Einkommensschere zwischen [[Hartz IV]] und Arbeit zu vergrößern, müssen nicht Transferleistungen gesenkt, sondern die Löhne erhöht werden.''
+
* Franz Segbers (NRhZ-Online, 27.01.2010): [http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14741 Vom Recht der Erwerbslosen: Beteiligung – nicht Anpassung an den Markt]
+
: ''„Würde hat keinen Preis.“ Dieser Satz des bedeutenden Philosophen Emmanuel [[Kant]] aus dem Zeitalter der [[Aufklärung]] bezeichnet den prägnanten Gegenbegriff zu allem, was in der warenproduzierenden Gesellschaft bis heute gilt. Wie kaum jemand vor ihm hat Kant die unveräußerlichen und unaustauschbaren Persönlichkeitsrechte formuliert. Deshalb hat er fortgeführt und gesagt: „Der Mensch ist über allen Preis erhaben.“''
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+
* Prof. Dr. Michael Wolf (FH Koblenz):  Über die Zurichtung von Arbeitskraft im Zeitalter des Neoliberalismus
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# '''Teil 1/3:''' [http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15570 Was haben ›Bologna-Prozeß‹ und Hartz IV gemein?]
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# '''[http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15579 Teil 2/3:]''' (Vom Welfare State zum Workfare State / Ökonomisierung des Sozialen)
+
# '''[http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15601 Teil 3/3:'''] (Gemeinsamkeiten von ›Bologna-Prozeß‹ und Hartz IV <small>[...]</small> <auf> der Ebene der Gesellschaft (1), der Ebene der Organisation (2) und der Ebene der Subjekte (3).)
+
#: ''Im ersten Teil ging Michael Wolf zum einen auf den "stummen Zwang der ökonomischen Verhältnisse" ([[Marx]]) ein, der die Menschen zwinge, ihre Arbeitskraft nach kapitalistischen Verwertungsinteressen als Ware zu vermarkten. Im Zweiten Teil ging es um die weitere "Radikalisisierung der Wettbewerbslogik" und in Folge dessen um die Beschneidung und Ökonomisierung des Wohlfahrtsstaates. [...] Damit ist gewissermaßen der hintergrundinformatorische Bogen gespannt, um sich den Gemeinsamkeiten von ›Bologna-Prozeß‹ und Hartz IV zuwenden zu können. [...]''
+
 
+
==== Primat der Politik ist eine Überlebensfrage der Demokratie. ====
+
* Edzard Reuter: [http://www.zeit.de/1999/50/199950.shareholdervalue.xml Ratlose Zauberlehrlinge] in: DIE ZEIT 50/1999
+
* Prof. Dr. Helga Spindler: [http://www.nachdenkseiten.de/?p=4212#more-4212 War die Hartz-Reform auch ein Bertelsmann Projekt?]
+
* Albrecht Müller (16. November 2006): [http://www.nachdenkseiten.de/?p=1872 Gleichschaltung der Medien im Dritten Reich, in der DDR. Und jetzt zunehmend auch bei uns?]
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==== "Die neuen Staatsfeinde" ... ====
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{{Schrift_orange|'''''“Die neuen Staatsfeinde”: Neoliberalismus widerspricht entscheidenden Anforderungen der {{wpde|FDGO|freiheitlichen demokratischen Grundordnung}} des Grundgesetzes'''''}}
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* Dr. Wieland Hempel (10. Januar 2007): [http://www.nachdenkseiten.de/?p=2887 Die schleichende Revolution • Mit neoliberalen Reformen in eine andere Republik?]
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{{Zitat|''[...] '''Die Bertelsmann-Stiftung als Promotor neoliberaler marktwirtschaftlicher Bildungsstrategien'''<br />Hauptakteur des ideologischen und konzeptionellen Prozesses in der neoliberalen Transformation des Bildungssektors ist die in Deutschland und im europäischen Kontext aktive {{wpd|Bertelsmann-Stiftung}}, deren Konzern- und Stifungsstrategien zwischenzeitlich die Grenzen zwischen Philanthropie und Profitinteressen bis zur Unkenntlichkeit aufgehoben hat, {{Hintergrund_gelb|so dass die Aktivitäten dieses Hauptakteurs dieser Transformation vom Soziologen Arno Klönne zwischenzeitlich als „Umsturz“ charakterisiert werden.}} In dem vom Böckelmann und Fischler herausgegebenen Bertelsmann-Buch lassen sich sowohl Philosphie, Weltsicht und Strategien explizieren, auf dessen Hintergund Konzeptvorlagen für den Niedriglohnsektor, „Agenda 2010“, „Hartz-IV“, „Bündnisse für Arbeit“ etc. erstellt wurden, ebenso wie die Gründung des „Centrums für Hochschulentwicklung“ (CHE: Umbau der Hochschulen nach betriebswirtschaftlichen Kriterien, Einführung des Bachelor-Master-Studiensystems, Einführung der Studiengebühren) und des „Centrums für angewandte Politikforschung“ (CAP: Einflussnahme auf strategische Projekte, wie Entwurf einer europäischen Verfassung etc.). Es gehört zur expliziten strategischen Zielsetzung der Bertelsmann-Stiftung, auf gesellschaftliche Reformprozesse Einfluss zu nehmen [...].<br />[...] <br />In 16 Bundesländern benutzen 1.255 Schulen Verfahren der „Selbstevaluation der Schulen“ des Bertelsmann-Konzerns. Die Postulate der „Freiwilligkeit“ und „Autonomie“ verkommen zur Karikatur, da die Landesregierungen ihre Mittelzuweisungen und die Definition des „guten Rufs“ einer Schule von deren Teilnahme an Bertelsmann-Projekten abhängig machen (Bertelsmann-Repräsentanten sitzen zwischenzeitlich in den Kultusministerien der Bundesländer). [...]|
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* Günter Ludwig (Dissertation, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg,  10/2007): [http://opus.bsz-bw.de/phlb/volltexte/2010/3006/pdf/ludwig.pdf Entwicklungslinien gesellschaftlicher und sozialer Exklusionen und deren Konsequenzen für erziehungswissenschaftliche Reflexion und (schul)pädagogische Handlungsfelder (PDF-Datei, 620 Seiten)]}}
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== Siehe auch ==
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* [[Gerechtigkeit]]
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* [[Imperialismus und Kolonialismus#Unterrichtsmaterialien]]
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== Einzelnachweise ==
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<references />
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[[Kategorie:Geschichte]]
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[[Kategorie:19. Jahrhundert]]
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[[Kategorie:20. Jahrhundert]]
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[[Kategorie:21. Jahrhundert]]
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[[Kategorie:Politik und Sozialwissenschaften]]
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[[Kategorie:Deutschland nach 1945]]
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[[Kategorie:Fächerverbindendes Thema]]
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[[Kategorie:Gesellschaft im Wandel]]
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Aktuelle Version vom 17. Februar 2019, 11:42 Uhr

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