Unterm Rad

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unterm Rad ist eine Erzählung von Hermann Hesse. Sie erschien 1906.

Inhalt

Hans Giebenrath wird vom Rektor seiner Schule und von seinem Vater von Gleichaltrigen ferngehalten, da diese jeglichen „schlechten“, also kindlichen Einfluss auf den Jungen, verhindern möchten. Er wird sogar in den Ferien zum Lernen gezwungen, da er auf das Landexamen gehen soll. Seine Verbundenheit zur Natur wird immer wieder betont, der Erzähler beschreibt sehr detailliert die Natur und Hans' Gefühle dazu. Schließlich besteht Hans als Zweiter das Landexamen, welches ihm erlaubt, eine Klosterschule zu besuchen. Dort schließt er mit dem überschwänglichen, zum Künstler veranlagten Hermann Heilner Freundschaft. Seine anfängliche Empörung über Heilner, der sich nichts aus der Schule macht und den Lehrern ein Gräuel ist, da er zu intelligent und zu rebellisch ist, wandelt sich in Bewunderung. Hans' Anschluss an Heilner hat zur Folge, dass er bei den Lehrern selbst auch in Misskredit gerät. Seine Leistungen werden immer schlechter - auch, weil er mit seinen jungen Jahren wegen des zu hohen Druckes bereits völlig ausgebrannt ist und sich „müde“ fühlt.

Nach einem Fluchtversuch wird Hermann von der Schule gewiesen und Hans, der einen Zusammenbruch erleidet, begibt sich in den „Urlaub“ nach Hause, wobei aber den Lehrern genauso klar ist wie ihm, dass er das Internat nun für immer verlassen hat. Hans verbringt einige untätige Wochen zu Hause, seine „Müdigkeit“ steigt und er hegt Selbstmordgedanken. Zu alledem kommt die Liebe zu einem etwas älteren Mädchen, doch als Hans von diesem verlassen wird, bleibt er völlig gebrochen zurück. Schließlich beginnt er eine Lehre bei einem Schlossermeister und wird von früheren Klassenkameraden verhöhnt. Nachdem er sich mit einigen Gesellen betrunken hat, ertrinkt er im Fluss, an dessen Ufer er so viele glückliche Stunden zugebracht hat. Dabei bleibt ungesagt, ob es sich um einen Selbstmord oder um einen Unfall handelt. Allerdings lässt sich die entsprechende Passage („Niemand wußte auch, wie er ins Wasser geraten sei.“) als ironische Phrase lesen, welche die Ignoranz der Erwachsenenwelt kritisiert.


W-Logo.gif Unterm_Rad#Inhalt, Wikipedia – Die freie Enzyklopädie, 04.08.2006 - Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Siehe die Nutzungsbedingungen für Einzelheiten. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Materialien


Siehe auch