Urheberrecht

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Kurzinfo
Vorlage:Kurzinfo Recht

Seit dem 1. Januar 2008 ist nach dem neuen Urheberrechtsgesetz prinzipiell nicht mehr erlaubt, Fotokopien aus Schulbüchern im Unterricht einzusetzen. Daher haben die Bundesländer mit den Verwertungsgesellschaften VG Wort, VG Bild-Kunst, VG Musikedition und der Vereinigung der Schulbuch- und Bildungsmedienverlage (VdS Bildungsmedien) einen Vertrag geschlossen, der rückwirkend zum 1.1.2008 bis zum 31.12.2010 ein auf 12% eines Werkes beschränktes Fotokopierrecht vorsieht. (Bestimmungen im einzelnen nach Pressenotiz des VdS Bildungsmedien vom 28.11.08)

Inhaltsverzeichnis

Denkanstöße

Eigentlich war 2006 ein Tucholski-Jahr:

Nachtrag: Wie es bei Mythbusters heißt: Don’t try this at home. Normalerweise veröffentliche ich keine Texte anderer Autoren, da diese urheberrechtlich geschützt sind. Tucholsky-Texte darf man aber seit diesem Jahr verwenden, da der Herr schon 70 Jahre tot ist und seine Texte damit gemeinfrei geworden sind. Insofern ist also keineswegs Mozart- oder Heine-Jahr, sondern eigentlich Tucholsky-Jahr. Man sollte das Jahr feiern, in dem die Werke in die public domain wandern, das ist doch wichtiger als das Geburtsjahr. Letztes Jahr war es übrigens Ringelnatz, nächstes Jahr ist es G.K. Chesterton, auf Sigmund Freud muss man dann noch drei Jahre länger warten.


http://www.herr-rau.de/wordpress/2006/02/jetzt-haben-auch-schon-die-lehrer-poesiealben.htm

Interview mit Eckhard Höffner zu seinem Buch "Geschichte und Wesen des Urheberrechts" - Teil 1
Teil 2: Eine Flut technisch-wissenschaftlicher Spezialliteratur

Wie ist das mit dem Urheberrecht?

"Der Film der Heinrich-Böll-Stiftung erklärt die wichtigsten Fakten zum Urheberrecht. Was ist überhaupt das Urheberrecht und wofür ist es gut? Wie funktionieren Verwertungsgesellschaften? Vor welche Herausforderungen stellt die Digitalisierung das Urheberrecht? Welche Interessen haben Nutzer/innen, Urheber und Verwerter? Wie kann das Urheberrecht modernisiert werden und welche Modelle gibt es für die Zukunft?"

Aus Schulbüchern kopieren - ist das erlaubt?

Fragen an Dr. Wolf von Bernuth, Rechtsanwalt und Experte für Urheberrecht in der Schule - von didacta-bildungsklick.tv

Neuregelung 2012

Die KMK stellte am 6.12.2012 eine Neuregelung hinsichtlich der Nutzung von digitalisierten Inhalten von Schulbuchverlagen vor. "Künftig" - ein exakter Termin ist in der Pressemitteilung nicht genannt - dürfen Lehrer unter bestimmten Bedingungen Digitalisate aus Materialien, die von Schulbuchverlagen vertrieben werden, erstellen und speichern. Dies gilt nur, wenn die folgenden Bedingungen eingehalten werden:

  • Die Materialien der Schulbuchverlage, aus denen Digitalisate erstellt werden, müssen im Jahr 2005 oder später veröffentlicht worden sein. Aus älteren Materialien dürfen auch weiterhin keine Digitalisate erstellt werden.
  • Digitalisate dürfen den Umfang von 10% des Ursprungswerks nicht überschreiten. Maximal dürfen aus jedem Werk 20 Seiten digitalisiert werden.

Allein durch die bisher vorliegende Pressemitteilung werden die Lehrer noch nicht von der Selbstverpflichtung, keine Digitalisate aus Materialien von Schulbuchverlagen zu erstellen, befreit. Diese Selbstverpflichtungen waren im Schuljahr 2011/12 von den Schulverwaltungen eingefordert worden. Die neue Rechtslage muss von den Kulturministerien noch verwaltungsrechtlich umgesetzt werden.

Urheberrecht in Schule und Unterricht

Kopieren aus Schulbüchern

Regelung für Schulbuchkopien

Sammlungen für Kirchen-, Schul- oder Unterrichtsgebrauch, § 46 UrhG

Paragraf 46 des Urheberrechtsgesetzes regelt die Nutzung von Sammlungen mit Werkteilen oder Werken geringen Umfangs u.a. in Schulen. Diese sind unter bestimmten Bedingungen erlaubt:

  • Es müssen Werke einer größeren Anzahl von Urhebern aufgenommen werden.
  • Der Urheber ist von der geplanten Verwendung in Kenntnis zu setzen und kann u.U. die Verwendung verbieten.
  • Die Sammlung muss tatsächlich im Unterricht verwendet werden.
Umfangreiche Nutzungen von Werkteilen oder Werken geringen Umfangs gestattet § 46 Abs. 1 UrhG zu Gunsten von Sammlungen, die für den Gebrauch in Schulen, nicht gewerblichen Weiterbildungseinrichtungen oder Kirchen bestimmt sind. In diesen Sammlungen müssen Werke einer größeren Anzahl von Urhebern aufgenommen werden. Von der geplanten Verwendung ist der Urheber in Kenntnis zu setzen. Dieser hat unter Umständen die Möglichkeit, die Verwendung zu verbieten, wenn sein Werk nicht mehr seiner Überzeugung entspricht.

Für den Bildungsgebrauch ist erforderlich, dass die Sammlungen tatsächlich im Unterricht verwendet werden. Institutionen der Erwachsenenbildung sowie Musikschulen und Privatunterricht werden nicht erfasst.


W-Logo.gif Schranken_des_Urheberrechts#Sammlungen_für_Kirchen-,_Schul-_oder_Unterrichtsgebrauch,_§_46_UrhG, Wikipedia – Die freie Enzyklopädie, 03.06.2009 - Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Siehe die Nutzungsbedingungen für Einzelheiten. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Noia 64 apps kontour.png   Meinung

Dieser Paragraf kann wohl Anwendung auf Textsammlungen in gedruckter Form und eventuell auch auf lokalen digitalen Medien finden, aber wohl kaum auf Textsammlungen im Internet. --Karl.Kirst 21:25, 3. Jun. 2009 (UTC)


Bitte ändere den Inhalt dieses Beitrags nicht. Denn er gibt eine persönliche Meinung wieder.

Das Urheberrecht

Eine systematische, sachliche und allgemein verständliche Darstellung der Aspekte und Regelungen des geltenden Urheberrechts, die Privatpersonen betreffen.
Umfassende Informationen zum Urheberrecht im Bereich Recht von Lehrer-Online.

Urheberrecht und Urheberrechtsverletzungen

Diese vollständige Ausarbeitung zum Thema "Kommunikation in Netzen" des Thüringer Lehrplans kann als elektronisches Lehrbuch verwendet werden.
  • Internetrecht (PDF, 491 Seiten, 1,4 MB) (Prof. Dr. Thomas Hoeren, Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht, Universität Münster)

Wissenschaftliches Arbeiten

"Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet, sich auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Diskussion mit den Gedanken anderer auseinanderzusetzen, sich eigene Gedanken zu machen und das Ergebnis in einer verständlichen Form darzustellen. Bei der Form der Darstellung der Ergebnisse sind bestimmte Konventionen zu beachten, die im Wissenschaftsbetrieb üblich sind, aber in den verschiedenen Disziplinen etwas unterschiedlich gehandhabt werden können."
instruktiv
  • Siehe auch:


Fallbeispiele

Text aus Blog ins ZUM-Wiki kopiert

Hab' aus dem einem Blog (zB http://www.perun.net) Texte ins ZUM-Wiki kopiert. Hab' dort keinen Hinweis betreffend Copyright gefunden. Was meinst du dazu?

Ich interpretiere die Seite so, dass der Autor sich das volle Copyright vorbehält. Das heißt, dass nur zitiert werden darf. Das dürfte - ähnlich wie beim Kopieren - bei der 12%-Marke liegen, wird aber sicher nicht so genau genommen. Vollständige Texte zu übernehmen ist vermutlich ausgeschlossen.


Lied "Stille Nacht" in Webseite

Die Klasse 8b möchte auf ihrer Weihnachts-Website das Lied "Stille Nacht" als Hintergrundmusik abspielen - gesungen von den Regensburger Domspatzen weiterlesen auf Lo 20x20.gif Fall des Monats: Ein kleine Weihnachtsgeschichte (Redaktion Recht, 01.12.2005)

Songtexte

Dürfen Songtexte aus dem Internet im schulischen Bereich genutzt werden? Weiterlesen auf Lo 20x20.gif Songtexte auf WWW-Seiten (Lehrer-Online)

Urheberrecht und Marktwirtschaft

Urheberrecht kills historisches Gedächtnis

Die Übernahme eines Originalzitats in einer App soll so teuer werden, dass dies unmöglich wird.

Kurse

Literatur

(Darstellung zu: Geistigen Eigentumsrechten, Informationsmärkten, § 52 a, 52b, 53, 53a UrhrG und Open AccessWikipedia-logo.png von 641 Seiten)

EU und Urheberrecht

Stellungnahme der Wikimedia zu diesem Grünbuch

OER und Urheberrecht

Linkliste

Checklisten
Unterrichtsmaterial
In der Wikipedia
Hinweis auf ein 2005 erstelltes Pdf20.gif Rechtsgutachten
Weitere externe Links
"Multimedia und Internet werfen in den Schulen und Hochschulen eine Fülle Rechtsfragen auf, welche nahezu alle Rechtsgebiete berührt. Eine besondere Rolle spielt dabei das Urheberrecht. remus will allen Verantwortlichen die Möglichkeit bieten, sich treffsicher und aktuell mit Hilfe eines zentralen Informationssystems im Internet über rechtliche Probleme beim Einsatz von Multimedia und Internet in den Schulen und Hochschulen zu informieren.
Das Angebot von remus besteht aus zwei Teilen: remus Hochschule behandelt Rechtsfragen von Multimedia und Internet in der Hochschule, remus Schule beschäftigt sich mit ähnlichen Rechtsfragen aus dem Bereich der Schulen."
Sehr anschaulich werden anhand von Fallbeispielen ("Schulgeschichten") und in für Kinder und Jugendliche ansprechender Form verschiedene Rechtsfragen geklärt.
Verschiedene Begriffe werden in der Remuspedia, einem Schulrechts-Wiki erklärt; daran kann man (per E-Mail) auch selbst mitarbeiten.

Siehe auch