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Wikis im Ethikunterricht: Unterschied zwischen den Versionen

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
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Version vom 3. Juni 2009, 12:39 Uhr

An welchen Stellen können Wikis im Ethik- und Philosophieunterricht sinnvoll eingesetzt werden? Welche Aufgabenstellungen sind möglich? Welche Regeln sollten gelten? Wie könnte eine Bewertung aussehen?

Inhaltsverzeichnis

Organisatorisches

Vorüberlegungen des Lehrers

  • Welches Ziel möchte ich mit dem Wiki-Eintrag in der jeweiligen Klassenstufe erreichen? (Bezug zum Lehrplan / Kognitive Entwicklung)
  • Welche Vorraussetzungen sind bei den Schülern bereits gegeben? (Fähigkeiten im Web 2.0 / Wiki)
  • Wie führe ich die Schüler an die zu erlernenden Informationen heran? (Webquests [Recherche], Texte, Filme, Vorträge)
  • Wie formuliere ich die Ergebnis-Vorstellung? (Verständlichkeit für die Schüler)
  • Möchte ich das Ergebnis benoten, und wenn ja, dann wie? (Bewertungsmatrix erstellen + transparent machen)

Regeln

  • ...

Bewertungsmöglichkeiten

Der veröffentlichte Artikel der Schüler kann bewertet werden. Dabei wird geprüft, in wie weit der Artikel den formalen und inhaltlichen Anforderungen entspricht. Die Bewertungskriterien müssen vorher klar sein und die Schüler sollten diese auch kennen. (Eventuell könnte man auch Bewertungen und Diskussionen zu den einzelnen Artikeln bewerten.)

Einsatz

Ein Wiki dient dem kooperativen Schreiben. Daher ist es sinnvoll, dieses durch die Aufgabenstellungen zu fördern.

  • Einen Text lesen: Die Schüler teilen einen längeren philosophischen Text (oder einen philosophischen Roman) in einzelne Teile und versehen ihn mit Teilüberschriften. Bereits diesen Schritt, den im Normalfall jeder für sich ausführt, erledigen sie im Wiki; er führt im Ergebnis zu einem Klassen- oder Kurskonsens. Im nächsten Schritt wählt jeder Schüler einen Abschnitt, den er intensiver liest und unter der jeweiligen Überschrift kurz zusammenfasst. Die Mitschüler können diese ergänzen oder mit Fragen oder Kommentaren versehen, um ein besseres Verständnis zu erzielen.
  • Philosophische Begriffe definieren: Zur Vorarbeit im Unterricht erhalten die Schüler verschiedene Quellen mit Erläuterungen zu philosophischen Begriffen (Gruppenarbeit). Im Wiki entwickelt nun jede Gruppe eine gemeinsame Definition. Dies fördert die schriftliche Argumentation der Schüler, da sie jede Formulierung belegen sollten. Anders als bei der Placemat-Methode spielt die Verzögerung durch die Verlagerung in das Wiki eine wesentliche Rolle: Die Schüler haben ausreichend Zeit, um über ihre Definition nachzudenken und ein Gedankennetz aufzubauen, da wichtige Schlüsselbegriffe miteinander verknüpft werden können. Hilfestellungen kann der Lehrer in Form versteckter Texte geben, die er nur bei größter Ratlosigkeit sichtbar macht.
  • Schreibprojekt I: Die Schüler schreiben zusammen einen philosophischen Essay. Der Lehrer erläutert Ziel, Umfang und thematische Ausrichtung, die Lerngruppe selbst legt im Wiki das konkrete Thema fest. Jeder Schüler trägt zur präzisen Formulierung des Essays bei. Der Schreibprozess wird nachvollziehbar und am Ende visualisierbar, da im Wiki jede Änderung gespeichert wird.
  • Schreibprojekt II: Jeder einzelne Schüler schreibt einen philosophischen Essay. Der Lehrer gibt wiederum die Rahmenbedingungen vor, und die Mitschüler beschränken sich auf Kommentare auf der Diskussionsseite.
Bitte angeben: Klassenstufe, Thema, Aufgabenstellung/Aufgabenidee

Grundschule

  • ..........

Mittelschule

  • ...

Gymnasium

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  • Klassenstufe 8, LB 3: Auf der Suche nach Sinn und Orientierung; Thema: Epikurs Glücksethik als philosophisches Sinnangebot
Aufgabenstellung
  1. Bildet Gruppen von 4 - 5 Schülern!
  2. Lest den Auszug aus dem Brief von Epikur an seinen Schüler Menoikeus und gliedert diesen in Abschnitte - veröffentlicht diese im Wiki, sodass am Ende eine Zusammenfassung eurer Textarbeit entsteht! (Schreibt mir eine Nachricht, dann erhaltet ihr eine gekürzte Fassung der Übersetzung von Olof Gigon, denn ich darf sie hier nicht reinstellen!)
  3. Gebt jedem Abschnitt eine passende Überschrift und notiert diese hinter eure in Aufgabe 2 niedergeschriebenen Zeilenangaben!
  4. Welche Auffassungen von Orientierung im Leben/glücklichem Leben kommen darin zum Ausdruck? Wenn es euch schwer fällt, herauszufinden, was der Text euch sagen soll, lest euch S. 160 - 162 in "Sofies Welt" (von Jostein Gaarder, Carl Hanser Verlag München Wien 1998) durch. Dieses Kapitel behandelt die Epikureer, die Anhänger Epikurs.
  5. Schreibt jeweils einzeln einen Antwortbrief an Epikur, in dem ihr auf dessen Äußerungen Bezug nehmt und dazu Stellung bezieht. Dabei könnt ihr z.B. darauf eingehen, ob Epikurs Ratschläge heute noch aktuell sind oder ob dessen Glücksvorstellungen für Jugendliche eine sinnvolle Orientierung für das Leben sein können. Begründet hierbei eure einzelnen Aussagen.
  6. Veröffentlicht eure Antwortbriefe im Wiki und diskutiert dort über den Inhalt des Textes, Epikurs Aktualität in der heutigen Zeit und ob er für euch persönlich eine Orientierungshilfe bietet!
  7. Schreibt eine Zusammenfassung eurer Ergebnisse und stellt diese ebenfalls ins Wiki!
Nuvola apps edu miscellaneous.png   Unterrichtsidee
  • Klassenstufe 10, Wahlpflicht 3: Gibt es einen gerechten Krieg? Thema: Dürfen wir Menschenrechte mit Gewalt erzwingen?
Aufgabenstellung

Nachdem wir uns schon mit verschiedenen Legitimationen für Kriege befasst haben, sollt ihr euch nun mit der Frage beschäftigen, ob auch die Durchsetzung von Menschenrechten einen Krieg rechtfertigen kann.

  1. Schreibt einen mindestens einseitigen philosophischen Essay, in dem ihr darauf eingeht, ob und in welchen Fällen Menschenrechte mit Gewalt erzwungen werden dürfen.
  2. Veröffentlicht euren Essay im Wiki.
  3. Jeder von euch kommentiert/diskutiert mindestens fünf Essays seiner Mitschüler.

Berufsschule

  • ...

Evaluation

  • ...

Siehe auch