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Methodisches Vorgehen bei der Analyse eines Romanauszuges

Vorbereitung

  • erste Lektüre des Textes: Vergegenwärtigung des Inhaltes
  • Untersuchung der Aufgabenstellung: Welche Erwartungen sind mit der Aufgabenstellung verbunden?
  • Bearbeitung des Textes: Unterstreichungen, Verbindungslinien, Randbemerkungen ...
  • Konzeptartige Fixierung der Analyseergebnisse in Stichpunkten mit Deutungen, Erläuterungen ...
  • Zuordnung von Zitaten (Seitenzahlen genügen im Konzept)

Schriftliche Ausführung der Analyse eines Romanauszuges

  1. Einleitung (Autor, Titel, Textsorte, Gesamtüberblick über die Thematik des Romans, verkürzte Inhaltsangabe in wenigen Sätzen)
  2. Thematik des Auszuges (d.h. die übergeordnete Problemstellung) in einem oder zwei Sätzen auf den Punkt bringen
  3. Knappes Aufzeigen des Zusammenhanges der Textstelle mit vorhergehender Handlung und der nachfolgenden, d.h.: kurze Einordnung des Auszuges in den Gesamtkontext des Romans
  4. Linearanalyse bestehend aus den Bereichen: Inhaltsanalyse (Handlungsverlauf),Sprachanalyse (sprachliche Besonderheiten), Strukturanalyse des Auszuges:
    • wesentliche inhaltliche Aspekte darstellen und interpretieren
    • Handlungsschritte aufzeigen und erläutern
    • Analyse der Verhaltens- und Denkweisen, der Gefühle der Personen:
    • Sprachliche Besonderheiten (Wortwahl, Satzbau, rhetorische Mittel) benennen, fachterminologisch korrekt bezeichnen, erläutern und in der konkreten Funktion definieren und deuten
    • Erzähltechnik untersuchen (Perspektive bestimmen, Vorausdeutungen kenntlich machen
    • Reflexionseinschübe oder erlebte Rede verdeutlichen ...)
  5. Intentionen des Textauszuges bestimmen (Ergebnisse der Analyse als zusammenfassende Interpretation formulieren)
  6. Bewertung des inhaltlichen Problems der Textstelle (auch aus persönlicher Sicht)


Alle Aussagen (Deutungen, Erläuterungen, Erklärungen) müssen durch Zitate als Belege gestützt werden.