Novemberpogrome 1938

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Geschichte:   Ur- und Frühgeschichte · Antike · Mittelalter · Neuzeit: Frühe Neuzeit - 19. Jh. · 20. Jh. · 21. Jh.

Die Novemberpogrome 1938 (bezogen auf die Nacht vom 9. auf den 10. November auch „Reichskristallnacht“ oder „Reichspogromnacht“ genannt) waren eine vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Zerstörung von Leben, Eigentum und Einrichtungen der Juden im gesamten Deutschen Reich. Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Tod getrieben. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, wo nochmals Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben. Fast alle Synagogen und viele jüdische Friedhöfe in Deutschland und Österreich wurden zerstört.

Die Pogrome markierten den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust an den europäischen Juden im Machtbereich der Nationalsozialisten mündete.

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9nov38

Einige Historiker und Historikerinnen haben den 75. Jahrestag der Reichsprogramnacht zum Anlass genommen, auf Twitter Meldungen hierzu mit dem Benutzernamen @9nov38 und unter dem Hashtag #9nov38 zu verbreiten, so als sei es ein aktuelles Ereignis, das wir quasi live mitverfolgen können. So entstehen in gewissem Sinne virtuelle "Stolpersteine":

Hierzu gibt es eine beachtenswerte Berichterstattung:

"400 Menschen starben, Tausende Synagogen wurden zerstört, etwa 30.000 Menschen wurden in Konzentrationslager deportiert. Das ist die brutale Bilanz der Pogrome im November 1938. Die Wochen davor und danach zeichnen junge Historiker nun auf Twitter nach."
"Am heutigen 9. November jährt sich die Reichspogromnacht zum 75. Mal. Eine Gruppe von Historikern erinnert daran in einem besonderen Format: Sie rekonstruieren die Ereignisse vor, während und nach diesem Datum in Tweets. Im Netz trifft das Projekt "9Nov38" auf große Resonanz."