Kommunikation

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ACHTUNG: BAUSTELLE

Für den Begriff Kommunikation gibt es diverse, z.T. recht unterschiedliche Konzeptualisierungen. Ganz allgemein kann man unter zwischenmenschlicher Kommunikation Formen sozialer Interaktion verstehen, bei denen die Beteiligten unter Rückgriff auf Symbolsysteme (z.B. Sprache) gemeinsam Probleme bearbeiten und sich wechselseitig in ihrem Verhalten/Handeln beeinflussen.

Agenda: LINK(s) (Kommunikationsbegriff allgemein)

Prominent als Modell, aber weitgehend ungeeignet für die Analyse zwischenmenschlicher Kommunikation ist das "Allgemeine Kommunikationsmodell" von Shannon & Weaver, das Kommunikation als einen technisch determinierten Prozess fasst, bei dem Informationen den Besitzer wechseln, indem sie (von Apparaten) über einen Kanal verschickt werden. "Sender" und "Empfänger" sind in diesem Modell technische Apparate, nicht handelnde (denkende, soziale) Individuen. Das Modell stammt ursprünglich aus der Nachrichtentechnik, was seine Reduzierung von Kommunikationsstörungen auf Probleme bei der Übertragung erklärt.

Agenda: LINK(s)

Wichtige Faktoren, die - über den Übertragungskanal hinausgehend - einen entscheidenden Einfluss auf das Gelingen/Misslingen von zwischenmenschlicher Kommunikation haben, sind im Modell von Shannon & Weaver nicht vorgesehen. Solche Faktoren sind u.a. Unterschiede im individuellen Sprach- und Weltwissen sowie die Situationseinschätzungen der Kommunikationsbeteiligten, Hypothesen über das Wissen und die Handlungsabsichten der Kommunikationspartner, die kommunikative Vorgeschichte und die Beziehung der Beteiligten.

Ein Faktorenmodell zwischenmenschlicher Kommunikation ist z.B. von cvcvcv beschrieben.

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Ein Modell des sprachlichen Zeichens, das Handlungsabsichten sowie unbewusst Mitgeteiltes bei der Sprachverwendung miteinbezieht, ist das Modell von Karl Bühler.

Agenda: LINK(s) (Organon-Modell) (Memo: ggf. Hinweis/Link auf Platon, Kratylos - Werkzeugcharakter des sprachlichen Zeichens; plus Kurzkommentar)

Friedemann Schulz von Thun entwirft - angeregt durch das Modell von Bühler und unter Einbeziehung des Beziehungsaspekts zwischenmenschlicher Kommunikation - das "Vier-Seiten-Modell einer Nachricht", dessen Seiten verschiedene Aspekte repräsentieren, die bei der Zeichenverwendung eine Rolle spielen: die Übermittlung eines Sachinhalts, die Selbstoffenbarung (= Informationen über den Produzenten der Nachricht), Informationen darüber, in welcher Beziehung der Nachrichtenproduzent zu seinem Adressaten steht, sowie den Handlungsaspekt (Appell), der der Tatsache Rechnung trägt, dass sich jeder sprachlichen Äußerungen grundsätzlich eine Absicht verbindet, den oder die Adressaten der Äußerung in spezifischer Weise in ihrem Handeln, Denken, Fühlen zu beeinflussen.

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