Benutzer:Horn

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Teilnehmer: Geschichtskurs 13 Fontane44 09:52, 8. Sep 2006 (CEST)

Inhaltsverzeichnis

Arbeitsteil1

Zerfall der Anti-Hitler-Koalition

von Arbeitsgruppe 2:

Unter Anti-Hitler-KoalitionWikipedia-logo.png versteht man den Zusammenschluss von England, Frankreich, Sowjetunion und den USA und deren gemeinsamen Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland unter Führung von Adolf Hitler im zweiten Weltkrieg. Genauer gesagt seit dem Angirff Deutschlands auf die UdSSR 1941. Die USA hatten die Rolle des „Unterstützers“, zuerst unterstützten sie England indirekt durch Rüstungslieferungen( Leih- und PachtgesetzesWikipedia-logo.png), später auch Russland, das einen Großteil der Last des Krieges gegen Deutschland zu tragen hatte. In mehreren Konferenzen während des Krieges würden Kriegsführung, Strategien und Ziele der militärischen Gegen Deutschlands aufeinander abgestimmt.

-AtlantikchartaWikipedia-logo.png (1941, USA und UdSSR stimmen sich über weiteres Vorgehen gegen Deutschland ab)
-Konferenz von CasablancaWikipedia-logo.png (1943, Churchill und Roosevelt; bedingungslose Kapitulation Deutschlands, Japans und Italiens
gefordert)
-Außenministerkonferenz in MoskauWikipedia-logo.png (1943, Koordination allierter Zusammenarbeit in Europa und weltweit (vgl. Japan))
-Konferenz von TeheranWikipedia-logo.png (1943, USA, GB, UdSSR beschließen Aufteilung Deutschlands)
-Londoner AbkommenWikipedia-logo.png (1944, Besatzungszonen in Deutschland werden festgelegt)
-Konferenz von JaltaWikipedia-logo.png (1945, Nachkriegsordnung Deutschlands und Europas)

Die Atlantik Charta wurde von Churchill und Roosevelt vereinbart. Dort wurde unter anderem der Verzicht auf Annexionen und die Selbstbestimmung aller Völker bei der Wahl ihrer Regierungssysteme beschlossen. Auf der Konferenz von Teheran war erstmals auch Stalin vertreten. Er setzte dort die Westverschiebung Polens durch. Damit wurde der Beschluss der Antlantik-Charta, auf Annexionen zu verzichten, aufgegeben. Auch die Wahl der Regierungssysteme wurde in sowjetisch besetztem Gebiet nicht dem Willen der lokalen Bevölkerung überlassen. Wo die UdSSR ihre Truppen stationierte, wurde ein kommunistisches Herrschaft- und Gesellschaftssystem aufgebaut. Es ist also schon bei den ersten Konferenzen der Alliierten zu erkennen, dass gewisse Spannungen vorhanden waren. Die Einigungen, die man erzielte, waren Minimalkompromisse, sodass die gemeinsam gefundenen Absichtserklärungen großen Interpretationspielraum offen ließen.

Wie schwach die Anti-Hitler-Koaltion tatsächlich war, zeigte sich nach dem Ende des Krieges: Die Problematik des Potsdamer ProtokollsWikipedia-logo.png war zu groß. Es wurden dehnbare Begriffe verwendet wie „demokratisch“, „friedlich“, „gerecht“, etc. Weitere Probleme waren die Viermächte Kontrolle Deutschlands und „berechtigte Länder auf Reparationsanforderungen“.

Dabei war das „verschlechterte Verhältnis“ zwischen den USA und der Sowjetunion wohl eines der größten Probleme. Zurückzuführen war dies auf die Expansion der Sowjetunion, den Aufbau von kommunistischen SatellitenstaatenWikipedia-logo.png und die Bildung von russland-freundlichen Regierungen. Bereits 1945 sprach Churchill von einem Eisernen Vorhang. Nach einem Konflikt 1946 wegen der Wirtschaftspolitik im besetzten Deutschland ließen die USA (General Clay) Reparationslieferungen an die UdSSR aus dem Ruhrgebiet einstellen. Weiterhin wichtig war die „Atomaufrüstung“ der USA (Hiroshima 6.8.1945, Nagasaki 9.8.1945).

Roosevelt hatte im Gegensatz zu Stalin die Hoffnung, die Zusammenarbeit zwischen Ost und West werde nicht nur ein taktisch bedingter Schachzug zur Niederringung Hitler-Deutschlands sein, sondern sich zu einem langfristig gültigen Grundzug der internationalen Beziehungen entwickeln. 1949 wurde das westliche „Militärbündnis“, die NATOWikipedia-logo.png, und 1955 das östliche „Militärbündnis“, der Warschauer PaktWikipedia-logo.png, gebildet. Die Welt war also in zwei Lager gespalten, und die Anti-Hitler-Koaltion zerfallen.

KSZE

Von Arbeitsgruppe 2:

Die KSZEWikipedia-logo.png hatten das Ziel, ein sicheres und zusammenarbeitendes Europa herzustellen (Beschluss: 1. August 1975 in Helsinki). Sie sollten aus Sicht der Sowjetunion jedoch vor allem zur Auflösung der bestehenden Allianzen beitragen und die USA als nicht-europäischen Staat aus Europa “verdrängen“, jedoch nahmen Kanada und die USA an den Konferenzen teil. Heute ist aus der Konferenz (KSZE) die Organisation OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, 1994) geworden. Großes Interesse an der Gründung der KSZE hatte der Warschauer PaktWikipedia-logo.png, wobei es der DDR hierbei vor allem darum ging, ihren Status quo in Europa zu verbessern und das Einmischen in ihre inneren Angelegenheiten zu verhindern.

Die Schlussakte (Helsinki, 1975) war eine Absichtserklärung, z.B. für Gewaltverzicht, territoriale Integrität, Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten. Auf Folgetreffen wurde der Dialog fortgesetzt.


In den Folgejahren entstanden in den östlichen kommunistischen Ländern Bürgerrechtsbewegungen ,die sich auf die KSZE beriefen und letztlich zum Zusammenbruch des Ostblocks beitrugen. Die vielfältigen Kooperationen und Beziehungen trugen wesentlich zur Vertrauensbildung zwischen den politisch-ideologischen Blöcken bei und beendeten letztlich den Ost-West-Konflikt und somit den Kalten Krieg. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks bildete die KSZE bzw. OSZE die einzige gesamteuropäische Institution und nahm auch außereuropäische Mitglieder auf.


Tendenzen zur Aufhebung der Bipolarität: Entspannung zwischen USA und UdSSR und ihre Auswirkungen

von Arbeitsgruppe 2:

Die Berlin- und die KubakriseWikipedia-logo.png hatten das Risiko der wechselseitigen nuklearen Vernichtung aufgezeigt. Sogar der Weltraum war durch den Sputnik-SchockWikipedia-logo.pngin die Aufrüstungspolitik der UdSSR und der USA mit einbezogen worden. Das atomare Patt beider Seiten sorgte in den 60er-Jahren für ein Gleichgewicht des SchreckensWikipedia-logo.png. Trotz ihrer Rivalitäten waren die USA und die UdSSR daher an einer „Entspannung“ bemüht. Das Atomteststopp-Abkommen (1964) und der Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen (1968) zwischen USA, UdSSR und Großbritannien setzten den Atommächten erste Grenzen. Die USA wollten statt massiver atomarer Vergeltung nun abgestuft reagieren ( „flexible response“). Im Zuge dieser „Entspannung“ trat auch die KSZEWikipedia-logo.png(1972) zusammen.


Übersicht:

-1968: AtomwaffensperrvertragWikipedia-logo.png

-1971: Vereinbarung eines "heißen DrahtesWikipedia-logo.png"

-1972: SALT-1-AbkommenWikipedia-logo.png begrenzt Gesamtzahl bestimmter strategischer Angriffswaffen

-1973: MBFR-AbkommenWikipedia-logo.png regelt Truppenaufbau der NATO und Warschauer-Pakt-Staaten

-1976: Atomteststoppvertrag (PNE-Vertrag) begrenzt unterirdische Atomtests zu friedlichen Zwecken

-1979: SALT-2-AbkommenWikipedia-logo.png begrenzt Zahl der nuklearstrategischen Angriffswaffen

-1981/1982: INF-VerträgeWikipedia-logo.png beinhalten Abbau und Vernichtung der nuklearen Mittelstreckenraketen in Europa

-1991: START-VertragWikipedia-logo.png regelt Reduzierung der strategischen Offensivwaffen


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