Kosten- und Leistungsrechnung (12BWR3 2007-2008)

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kurzinfo
Vista-kdmconfig.png
Bei dieser Seite handelt es sich um eine Projekt-, Kurs- oder Klassenseite.

Inhaltsverzeichnis

Exkurs: Kostentheorie (1)

kein Lehrplanthema

  • fixe Kosten / variable Kosten
  • Gesamtkosten / Stückkosten
  • Kapazität und Beschäftigungsgrad - Leer-/Nutzkosten
  • absolute und relativ fixe Kosten
  • Erlösfunktion - Gewinnschwelle - Gewinnmaximum



Fixe Kosten:

Fixe Kosten sind ein Teil der Gesamtkosten. Sie sind bei bestimmten Leistungsbereichen konstant. Die Fixen Kosten sind unabhängig von der Leistung die erbracht wird. Ein größerer Warenumsatz führt zu Kostensprüngen die zu Mindest- bzw. Leistungssteigerungen führen. Man unterscheidet absolut fixe Kosten, sie beruhen auf Potentialfaktoren die für eine Unternehmung notwendig sind, und Sprungfixe Kosten, sie werden durch Potentialfaktoren ( z.B.: Gebäude, Maschinen, etc. ) verursacht. Beispiele für fixe Kosten: Abschreibungen, Gehälter, Zeitlöhne, Mieten, Pachten, etc. Wenn die Beschäftigung steigt gehen die fixen Kosten proportional in Nutzkosten von Leerkosten über.

Variable Kosten:

Variable Kosten sind ein Teil der Gesamtkosten. Sie sind abhängig von der Beschäftigung des Unternehmens. Sie sind abhängig vom Beschäftigungsgrad. Andere Bezugsgrößen können dennoch Ursachen von variablen Kosten sein. Man unterscheidet zwischen : proportionale Kosten = die variablen Kosten steigen und sinken gleich progressive Kosten = die variablen Kosten steigen und sinken stärker als bei den proportionalen Kosten degressive Kosten = die variablen Kosten steigen und sinken weniger stark als die progressiven Kosten

Gesamtkosten:

Gesamtkosten sind die Summen von anfallen Kosten in einer Abrechnungsperiode. Außerdem sind sie Kosten für eine bestimmte Ausbringungsmenge. Man unterscheidet zwischen variablen und fixen Kosten.

Stückkosten:

Stückkosten auch genannt Durchschnittskosten oder Einheitskosten sind Kosten die sich auf eine einzelne Leistungseinheit beziehen. Sie setzten sich aus variablen und fixen Stückkosten zusammen.

Leerkosten:

Leer kosten sind die nicht genutzten Kapazitäten von fixen Kosten.

Nutzkosten:

Nutzkosten sind die genutzten Kapazität von fixen Kosten

absolut fixe Kosten:

Absolut fixe Kosten sind Kosten die unabhängig vom Beschäftigungsgrad in einer Kapazitätsstufe anfallen. Sie entstehen dadurch, wenn sich Kosten in einen Beschäftigungsbereich an einer Kostenstelle nicht verändern

Erlösfunktion:

Bei der Erlösfunktion handelt es sich um den Zusammenhang zwischen Erlösen und Bezugsgrößen.

Gewinnschwelle:

Ab der Gewinnschwelle erzielt man einen Gewinn.

Gewinnmaximum:

Bei einem Gewinnmaximum erzielen die Umsatz- und Gewinnfunktionen den höchstmöglichen Gewinn.




Industrielle KLR als Vollkostenrechnung (2)

Aufgaben und Gliederung (2.1)

Lehrplan BWR:

  • Aufgaben und Gliederung der Vollkostenrechnung


Rechnungswesen = Dienstleistung, die den Kernprozess

„Einkauf-Lagerung-Produktion-Lagerung–Verkauf“ unterstützt und diesen mit Informationen versorgt. (Unterstützungsfunktion)

Hinsichtlich des Informationsgegenstandes und der Informationsempfänger sind externes und internes Rechnungswesen zu unterscheiden.


Externes Rechungswesen (Finanzbuchhaltung):

-bildet die Geldströme und die deren entgegengesetzen Güterströme zwischen den Industrieunternehmen und der Außenwelt(z.B. Lieferer von Leistungen und Werkstoffen oder auch Kunden) durch Erfassung der Ausgaben und Einnahmen und der Aufwendungen und Erträge ab.
-hält die Geldzu- und abflüsse durch finanzwirtschaftliche Vorgänge (Eigenkapitalzufluss, Fremdkapitalaufnahme usw.) fest
-verdichtet die in der Vergangenheit erfassten Informationen im Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung)zu einer Dokumentation der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und –gebarung

Internes Rechnungswesen (Betriebsbuchhaltung):

-bildet die innerbetrieblichen Prozesse ab, gesteuert durch die Mitarbeiter im Unternehmen
-sie erfasst den Verzehr an Produktionsfaktoren im Industriebetrieb: Werkstoff-, Arbeits- und Betriebsmitteleinsatz
-sie erfasst die Leistung des Industriebetriebes: Umsatz von Erzeugnissen und Dienstleistungen
-sie überprüft die Wirtschaftlichkeit von Leistungserstellungs- und Leistungsverwertungsprozess
innerbetriebliche Kosten werden nicht veröffentlicht, sondern sind Informationen zur Planung, Entscheidungsfindung-/begründung in allen Bereichen, sowie Steuerung und Kontrolle des Betriebsprozesses.

Informationen und Mängel der GuV-Rechnung

Die Finanzbuchhaltung (oder die Geschäftsbuchhaltung) ermittelt das Gesamtergebnis der Unternehmung (Gewinn oder Verlust) durch Gegenüberstellung der Aufwendungen und Erträge

Ø Möglichkeit einer Wirtschaftskontrolle der Unternehmung

Dieses macht jedoch keine Aussagen über die Wirtschaftlichkeit des Betriebes, einzelner Teilbereiche oder einzelner Produkte.
Solche Information stellt wiederum das interne Rechungswesen (Kosten- und Leistungsrechnung) bereit.
Die Kosten- und Leistungsrechnung dient also der innerbetrieblichen Kontrolle getroffener Entscheidungen (Kontrollrechnung) und der Vorbereitung von Änderungsmaßnahmen (Entscheidungs- und Dispositionsrechnung):

Die Aufgaben der Kosten und Leistungsrechnung:

Sie ermittelt,

-welche Leistungen der Betrieb erstellt und welche Kosten diese Leistungserstellung verursacht hat,
-wo die Kosten verursacht werden,
-welchen Leistungen die Kosten zuzurechnen sind und

die Herstellkosten der Erzeugnisse zur Bewertung im Inventar und kalkuliert die Verkaufspreise.

Das Betriebsergebnis kann durch die Gegenüberstellung der betrieblichen Erträge (Leistungen) und betrieblichen Aufwendungen (Kosten) ermittelt werden.


Hilfestellung:

Kosten:
Werteverzehr an Produktions-
Faktoren in einem Rechnungs-
Zeitabschnitt durch die
Betriebstätigkeit


Leistungen:
Wertezuwachs in einem
Rechnungszeitabschnitt
durch die Betriebstätigkeit


Gliederung der KLR

Entprechend sind Kostenarten-, Kostenstellen-, und Kostenträgerrechnung als Bereiche der KLR zu unterscheiden.


Kostenartenrechnung Kostenstellenrechnung Kostenträgerrechnung
Erfassung und Gliederung der Kosten Verteilung der Kosten auf die Betriebsbereiche (Kostenstellen), in denen sie angefallen sind Verteilung der Kosten auf die Leistungen (Produkte)
Welche Kosten sind entstanden? Wo sind die Kosten entstanden? Welcher Kostenanteil entfällt auf die einzelnen Produkte?



Kostenartenrechnung (2.2)

Lehrplan BWR:

Kostenartenrechnung

  • Definition und Abgrenzung wesentlicher Grundbegriffe:
- Auszahlung und Einzahlung
- Ausgabe und Einnahme
- Aufwand und Ertrag
- Kosten und Leistung
- Grundkosten und neutraler Aufwand
- Leistungen und neutrale Erträge
- interne und externe Kosten
  • Ergebnistabelle als Instrument zur Ermittlung des Betriebsergebnisses
  • Kostenrechnerische Korrekturen
- kalk. Abschreibungen
- kalk. Zinsen (keine anderen!)
  • Gliederung der Kosten nach ihrer Zurechenbarkeit zu Kostenträgern: Einzelkosten und Gemeinkosten


Ausgabe und Einnahme

Unter Ausgaben versteht man alle Minderungen des Geldvermögens. Ausgaben bezeichnet man auch als Geldvermögensminderungen.

Ursachen dafür sind:
Auszahlungen = Abflüsse liquider Mittel ( Lohnzahlungen durch Banküberweisungen )
Zunahme des Verbindlichkeitenbestandes ( Einkauf von Rohstoffen auf Ziel )
Abnahme des Forderungsbestandes


Unter Einnahmen versteht man alle Mehrungen des Geldvermögens.

Ursachen dafür sind:
Einzahlungen = Zufluss liquider Mittel( eine fällige Rechnung wird durch einen Kunden mit einer Banküberweisung beglichen )
Zunahme von Forderungen ( man verkauft Erzeugnisse auf Ziel )
Abnahme von Verbindlichkeiten a.LL
 Geldvermögen = Zahlungsmittelbestand + (Forderungen - Verbindlichkeiten)

Aufwand und Ertrag

Unter Aufwendungen versteht man den gesamten Werteverzehr von Gütern und Dienstleistungen in einer Rechnungsperiode eines Unternehmens, egal ob sie aus den Sachzielen oder den Betriebszweck entstehen. Aufwendungen mindern das Reinvermögen.

Bespiele für Aufwendungen sind:
Verbrauch von Rohstoffen während der Fertigung
Reperaturaufwändungen an vermieteten Gebäuden
Verkäufe von Anlagen unter den Buchwert


Unter Erträge versteht man den gesamten Wertezuwachs des Reinvermögens (=Eigenkapital) in einer Rechnungsperiode eines Unternehmens, egal ob es aus den Betriebszweck ensteht oder nicht. Erträge mehren das Reinvermögen.

Bespiele für Erträge sind:
Bestandsmehrungen
Mieterträge aus vermieteten Gebäuden
Umsatzerlöse aus verkauften Erzeugnissen


Aufwendungen und Erträge werden im GuV-Konten gegliedet und zur Ermittlung des Gesamtergebnisses gegenübergestellt. Außenstehenden wird so die Ertragsenstehung und Ertragslage geschildert.

Reinvermögen = Geldvermögen + Sachvermögen - Schulden

Kosten und Leistung

Unter Kosten versteht man den Güter- und Dienstleistungsverzehr der durch Erstellungen und Verwertungen der betrieblichen Leistungen in einer Rechnungsperiode verursacht werden.

Beispiele dafür sind:
Löhne
Gehälter
Miete für Lagerräume


Unter Leistungen versteht man betriebliche Erträge die sich aufgrund der Sachzielverfolgung ergeben.

Zum Beispiel:
Umsatzerlöse
Bestandsmehrungen


In der KLR werden Kosten und Leistungen aus den Gesamtaufwendungen und - erträgen gefiltert und zur Ermittlung des Betriebsergebnisses gegenübergesetllt.

Externe und interne Kosten

Externe Kosten sind Kosten, die außerhalb des Betriebes anfallen. (Kosten aufgrund von Gesundheitsschäden, Kosten aufgrund der Klimabelastung)

Diese Kosten werden nicht in die Preise der Produkte des Industrieunternehmens eingerechnet. Man bezeichnet sie als Umweltkosten, die von der Allgemeinheit und nicht von dem Verursacher getragen werden (gesellschaftliche Kosten).

Externe Kosten werden zu internen Kosten, wenn:

- die Regierung durch politische Instrumentarien (Ökosteuer, Gebühren, Ordnungsstrafen)für die Verursacher Emissionsgrenzwerte festlegt.

-> das Verursacherprinzip wird umgesetzt und die Kosten werden mit in die betriebliche Kalkulation einbezogen


Beispiele:

- Entsorgungsgebühren für Müllabfur und Abwasser
- Maßnahmen zur Wiederverwendung und Recycling von Verpackungen
- Abschreibungen auf Investitionskosten zum Umweltschutz
- Schornsteinfegergebühren zur Kontrolle von Emissionsgrenzwerten
- Strafen bei Umweltbelastungen



betriebsfremde Aufwendungen

Aufwendungen die nicht mit der Verfolgung des eigentlichen Betriebszweck entstanden sind, wie z.B.

  • Dachreperaturen an vermieteten Gebäuden
  • Spenden
  • Verlust aus Wertpapierverkauf


betriebsfremde Erträge

Erträge die nicht durch die Betriebstätigkeit verwircklicht werden, sondern sind das Ergebnis aus der Verwircklichung von Nebenzielen, wie z.B.

  • Mieterträge
  • Zinserträge
  • Erträge aus Wertpapierverkäufen


betrieblich außerordentliche Aufwendungen

Aufwendungen die bei der Verfolgung des Betriebszwecks entstehen. Sie fallen oft einmalig und unerwartet an und lassen sich keinem Abrechnungszeitraum zurechnen, wie z.B.

  • Verlust aus Schadenfällen
  • Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegnständen


betrieblich außerordentliche Erträge

Erträge die im Zusammenhang mit dem Betriebsgeschehen stehen. Sie sind jedoch nicht das Ergebnis des Betriebsprozesses, sondern stellen oft nur eine Stornierung eines zu hohen Aufwandes früherer Perioden da, wie z.B.

  • Forderungsverzicht von Gläubigern
  • Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen


betrieblich periodenfremde Aufwendungen

  • Nachzahlungen


betrieblich periodenfremde Erträge

  • Steuerrückerstattung


Die betrieblich periodenfremden Aufwendungen und Erträge betreffen oft eine abgeschlossene Rechnungsperiode und werden in der Ergebnistabelle mit den betrieblich außerordentlichen Aufwendungen und Erträgen zusammengefasst bzw. in die Spalte geschrieben.

Kostenstellenrechnung (2.3)

Lehrplan BWR:

Kostenstellenrechnung

  • Einstufiger BAB (kein mehrstufiger BAB)
  • Material-, Fertigungs-, Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten
  • Herstellkosten der Erzeugung versus Herstellkosten des Umsatzes


Einstufiges BAB

Hilfsmittel der Kostenrechnung, mit dem Gemeinkosten verursachungsgemäß auf die einzelnen Kostenstellen (Material, Fertigung, Verwaltung und Vertrieb) verteilt werden. Bei der Verteilung der Gemeinkosten unterscheidet man :

-Kostenstelleneinzelkosten Kosten können direkt mit Hilfe von Belegen den Stellen zugeordnet
werden (z.B.Gehälter)
-Kostenstellengemeinkosten Kosten können nicht direkt den Stellen zugeordnet werden, da sie
von mehreren Stellen verusacht worden sind. Hier nutzt man geeignete Verteilungsschlüssel. (z.B. m²
für Miete oder Mitarbeiteranzahl für Versicherungen)

Zu den Aufgaben des BAB gehören:

-Zuteilung der Kosten auf Kostenstellen, Funktions und Verantwortungsbereiche
-Zeitvergleich zeigt Kostenentwicklung
-Wirtschaftskontrolle in einzelnen Kostenstellen
-Grundlage für Kostenträgerrechnung
-Zuschlagssäte können ermittelt werden

Material-, Fertigungs-, Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten

Materialgemeinkosten (MGK)

Materialbeschaffung,-annahme,-prüfung,-lagerung,-ausgabe...

Fertigungsgemeinkosten (FGK)

Arbeitsvorbereitung, Reperaturwerkstatt, Hilfslöhne...

Verwaltungsgemeinkosten (VwGK)

Geschäftsleitung, Rechnungswesen, Personalabteilung...

Vertriebsgemeinkosten (VtGK)

Marktforschung, Werbung...

Kostenträgerrechnung (2.4)

Lehrplan BWR:

Kostenträgerrechnung

  • Kostenträgerzeitrechnung:
- Kostenträgerblatt auf Ist- und Normalkostenbasis
- Kostenüber- und Unterdeckung
  • Kostenträgerzuschlagskalkulation:
- Zuschlagskalk. als Angebotskalkulation
- Vor- und Nachkalkulation


Die Aufgaben der Kostenträgerzeitrechnung beziehen sich auf die Ermittlung:

- des Betriebsergebnisses des Gesamtbetriebes
- Der Gemeinkostenzuschlagssätze ( Kostenträgerblatt, BAB )
- der Selbstkosten ( BAB II )
- der Erfolge der Erzeugnissgruppen



Kostenträgerblatt auf Ist- und Normalkostenbasis

- Das Kostenträgerblatt auf Istkostenbasis, dient zur Ermittlung des Betriebsergebnisses
- Das Kostenträgerblatt auf Normalkostenbasis, dient zur Ermittlung des Umsatzergebnisses
--> Der Vergleich der Ergebnisse zeigt ob eine Kostenüberdeckung oder eine Kostenunterdeckung vorliegt.



Kostenüberdeckung

= Istkosten < Normalkosten = Überdeckung (+)
-> Daraus folgt, dass das Umsatzergebnis der Normalkosten kleiner als das Betriebsergebnis der Istkostenrechnung ist.


Kostenunterdeckung

= Istkosten > Normalkosten = Unterdeckung (-)
-> Daraus folgt, dass das Umsatzergebnis der Normalkosten größer als das Betriebsergebnis der Istkosten ist.




Hier darf geschrieben werden ...

Kosten- und Leistungsrechnung als Teilkostenrechnung (3)

Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung als sich ergänzende Rechnungssysteme (3.1)

Lehrplan BWR:

Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung als sich ergänzende Rechnungssysteme


Hier darf geschrieben werden ...


Teilkostenrechnung als betriebswirtschaftl. Entscheidungshilfe (3.2)

Lehrplan BWR:

  • Teilkostenrechnung als betriebswirtschaftl. Entscheidungshilfe:
- Bestimmung der Preisuntergrenzen
- Entscheidung über Zusatzaufträge
- Sortimentsbereinigungen
- Engpassplanung
- Eigenfertigung oder Fremdbezug


Bestimmung der Preisuntergrenze

Preisuntergrenze:
- gibt den Verkaufspreis an, den ein Unternehmen für sein hergestelltes Erzeugnis fordern muss
- bei wirtschaftlich schlechten Zeiten ist das Unternehmen gezwungen den Verkaufspreis zu senken
Voraussetzung:
- das Unternehmen soll/darf keine Verluste machen
langfristige Preisuntergrenze:
- unternehmensbezogen: für die Deckung der gesamten Kosten verantwortlich
- produktbezogen: für die Deckung der variablen und erzeugnisfixen Kosten zuständig

Berechnung:

  Alter  Nettoverkaufspreis
- Preissenkung
= Neuer  Verkaufsnettopreis

kurzfristige Preisuntergrenze:
- für die Deckung der variablen Kosten zuständig

Berechnung:

 variable Kosten / Absatzmenge = Kurzfristige Preisuntergrenze

Liquiditätsorientierte Preisuntergrenze:
- für die Deckung der variablen Kosten und den Fixkosten (welche kurzfristig zu Ausgaben führen) zuständig.


Entscheidung über Zusatzaufträge

Vorraussetzung: -genügend freie Kapazitäten
-zusätzliche Verkaufserlöse müssen größer sein, als zusätzliche Kv (positiver DB)
Ziel: maximierung des Betriebsgewinnes (dieses wird dadurch erreicht, das jedes zusätzliche verkaufte Produkt ein Teil der fixen Kosten deckt. => Fixkostendegression).


Ein Zusatzauftrag lohnt sich nicht, wenn: -z.B. ein Discounter das Produkt günstiger einkaufen will und somit unser zusätzlicher DB negativ wird
-hohe sprungfixe Kosten anfallen, welche durch die Verkaufserlöse nicht mehr gedeckt werden können. Folge: Verschlechterung des Betriebsgewinnes bzw. Verlust
-unsere Kapazitäten zwar nicht optimal ausgenutzt werden, wir jedoch Aufträge von z.B. Stammkunden erwarten und uns dadurch ein wichtiger Puffer fehlt
-z.B. ein Discounter das Produkt günstiger verkaufen will, sodass unser Produkt ein Image-schaden befürchten muss