Kosten- und Leistungsrechnung (AHR12F 2010-2011)

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Kurzinfo
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Inhaltsverzeichnis

Exkurs: Kostentheorie (1)

kein Lehrplanthema

  • fixe Kosten / variable Kosten
  • Gesamtkosten / Stückkosten
  • Kapazität und Beschäftigungsgrad - Leer-/Nutzkosten
  • absolute und relativ fixe Kosten
  • Erlösfunktion - Gewinnschwelle - Gewinnmaximum


Fixe Kosten

- werden mit in die Gesamtkosten einberechnet

- die Kosten fallen immer an, egal wie hoch die Produktionsmenge ist

- bleiben über eine bestimmte Zeit konstant

- Bsp.: Mieten, Löhne

Variabele Kosten

- auch Einzelkosten genannt

- fließen unmittelbar in das Produkt mit ein

-variieren in Abhänigkeit zu der Produktion -> je mehr produziert wird, desto höher werden die Variabelen Kosten

Gesamtkosten

- Summe aller angefallenen Kosten in einem Betrieb während eines bestimmten Zeitraumes

Stückkosten

- Alle Kosten die ein einiges Erzeugnis verursacht

- Selbstkosten

- ermittelt mit der Kalkulation

Kapazität

- maximale Produktmenge die ein Unternehmen mit ihrem Produktionsverfahren erreichen kann

Industrielle KLR als Vollkostenrechnung (2)

Aufgaben und Gliederung (2.1)

Lehrplan BWR:

  • Aufgaben und Gliederung der Vollkostenrechnung


Hier darf geschrieben werden ...


Kostenartenrechnung (2.2)

Lehrplan BWR:

Kostenartenrechnung

  • Definition und Abgrenzung wesentlicher Grundbegriffe:
- Auszahlung und Einzahlung
- Ausgabe und Einnahme
- Aufwand und Ertrag
- Kosten und Leistung
- Grundkosten und neutraler Aufwand
- Leistungen und neutrale Erträge
- interne und externe Kosten
  • Ergebnistabelle als Instrument zur Ermittlung des Betriebsergebnisses
  • Kostenrechnerische Korrekturen
- kalk. Abschreibungen
- kalk. Zinsen (keine anderen!)
  • Gliederung der Kosten nach ihrer Zurechenbarkeit zu Kostenträgern:Einzelkosten und Gemeinkosten


Kostenartenrechnung (S. 548-552)

Kosten und Leistungen

Kosten: bewertete Güter- und Dienstleistungsverzehr durch Verwertung betrieblicher Leistungen. Leistungen: Bezeichnung für betriebliche Erträge aufgrund der Sachzielverfolgung; bspw. Umsatzerlöse


Grundkosten und neutraler Aufwand


* Grundkosten – Zweckaufwand

o bewerteten mengenmäßiger Verzehr an Gütern und Dienstleistungen einer Rechungsperiode

o betrieblicher Aufwand (Zweckaufwand)


* betriebsfremde Aufwendungen

o keine Verbindung zum eigentlichen Betriebsziel

o Zusammenhang mit Nebenzielen

o Reparaturen, Steuern etc. an einem vermieteten Gebäude


* betrieblich außerordentliche Aufwendungen

o Zusammenhang mit dem eigentlichen Betriebsziel

o Zufallsaufwand

einmalig und/oder völlig unerwartet in der Rechnungsperiode

o zeitraumneutrale Aufwendungen

kein bestimmter Abrechnungszeitraum

o periodenfremde Aufwendungen

bereits abgeschlossene Rechnungsperiode

o Rohstoffverderb, Reparatur



Leistungen und neutrale Erträge


* Leistungen


o Absatzleistungen

Erlöse auf dem Verkauf von Erzeugnissen und Handelswaren

o Lagererzeugnisse

Bestandsmehrung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen

o aktivierte Eigenleistungen

selbst hergestellte Anlagegüter für den eigenen Betrieb


* betriebsfremde Erträge


o Entstehung nicht durch die eigentliche Betriebstätigkeit

o Verwirklichung von Nebenzielen

o Miet- und Zinserträge aus Wohnungen etc.


* betriebliche außerordentliche Erträge

o keine Ergebnisse des Betriebsprozesses, aber im Zusammenhang mit dem Betriebsgeschehen

o Rückerstattung von Steuern, Zinsen für Kundendarlehen, Erträge aus dem Verkauf von betrieblichen Anlagen über Buchwert


Kostenrechnerische Korrekturen

Kalkulatorische Kosten (S. 562)

> Einige betriebliche Aufwendungen werden nicht in gleicher Höhe in die KLR übernommen, weil die dort das Betriebsergebnis der Abrechnungsjahrs und somit die Wirtschaftlichkeits- und Preisvergleiche verfälschen würden.

siehe: Arte-der-kalkulatorischen-Kosten (Grundkosten, Zusatzkosten, Anderskosten)


bilanzmäßige Abschreibungen

  • Erfassung des Werteverlustes der Anlagen
  • Beeinflussung des Gewinns, der gewinnabhängigen Steuern und der Ausschüttungspolitik
  • Bestimmung der Höhe durch handels- und steuerrechtliche Bestimmungen

kalkulatorische Abschreibungen

  • Erfassung des Werteverlustes der Anlagen, die dem Betriebszweck dienen bzw. betriebsnotwendig sind
  • Beeinflussung der Preispolitik
  • Bestimmung der Höhe durch die individuelle Nutzungsdauer, den Wiederbeschaffungswert oder die Abschreibungsmethode

bilanzmäßige Abschreibungen

  • Grundlage für die Berechnung ist das betriebsnotwendige Vermögen
  • Betriebsnotwendiges Vermögen = Gesamtvermögen - nicht betriebsnotwendigen Vermögensteile
  • Von dem betriebsnotwendigen Vermögen ist das so genannte Abzugskapital(Kapital, für dessen Nutzung keine Zinsen gezahlt werden) abzuziehen.

bilanzmäßige Abschreibungen

  • Grundlage für die Berechnung der kalkulatorischen Zinsen ist das betriebsnotwendige Vermögen
  • Von dem betriebsnotwendigen Vermögen ist das Abzugskapital(Kapital für dessen Nutzung keine Zinsen anfallen) abzuziehen.

Kostenstellenrechnung (2.3)

Lehrplan BWR:

Kostenstellenrechnung

  • Einstufiger BAB (kein mehrstufiger BAB)
  • Material-, Fertigungs-, Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten
  • Herstellkosten der Erzeugung versus Herstellkosten des Umsatzes

Kostenstellenrechnung

- in Unternehmen, wo mehere Produkte mit unterschiedlicher Kostenstruktur produziert werden

- differenzierte Zuschlagsklakulation ist mit der Kostenstellenrechnung möglich.

- wird in Form einer Tabelle dargestellt -> BAB ( Betriebsabrechnungsbogen)

- Einteilung in verschiedene Kostenstellen: Material, Fertigung, Vertrieb, Verwaltung,..


Ziele der Kostenstellenrechnung:

- Gerechte Verrechnung der Kosten auf die Kostenträger

- ermöglicht die Ermittlung der Gemeinkostenzuschlagssätze für die Kalkulation

- Wirtschaftlichkeitskontrolle

Kostenträgerrechnung (2.4)

Lehrplan BWR:

Kostenträgerrechnung

  • Kostenträgerzeitrechnung:
- Kostenträgerblatt auf Ist- und Normalkostenbasis
- Kostenüber- und Unterdeckung
  • Kostenträgerzuschlagskalkulation:
- Zuschlagskalk. als Angebotskalkulation
- Vor- und Nachkalkulation


Kosten- und Leistungsrechnung als Teilkostenrechnung (3)

Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung als sich ergänzende Rechnungssysteme (3.1)

Lehrplan BWR:

Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung als sich ergänzende Rechnungssysteme


Hier darf geschrieben werden ...


Teilkostenrechnung als betriebswirtschaftl. Entscheidungshilfe (3.2)

Lehrplan BWR:

  • Teilkostenrechnung als betriebswirtschaftl. Entscheidungshilfe:
- Bestimmung der Preisuntergrenzen
- Entscheidung über Zusatzaufträge
- Sortimentsbereinigungen
- Engpassplanung
- Eigenfertigung oder Fremdbezug


Hier darf geschrieben werden ...