Diverses

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Inhaltsverzeichnis

Gehirn-Jogging

  • Ein Student schreibt an seine Eltern eine Postkarte mit folgendem Text:
   SEND
+  MORE
= MONEY
  • "Beziehungskiste":
Ein Mann und eine Frau sind zusammen 42 Jahre alt.
Er ist heute genau doppelt so alt wie sie war, als er so alt war wie sie heut ist.

Wie Kinder (den "Stoff") begreifen

Sprich mit den Kindern in ihrer Sprache, und höre ihnen zu,
dann werden sie dir auch zuhören, wenn du zu ihnen in deiner Sprache sprichst.

Berthold Otto, Pädagoge
(Zitate über über Beziehungen und Konflikte zwischen den Generationen.)


  • "Begreifen" (anschauen, anfassen, fühlen, riechen, schmecken ...):
Kinder haben andere Spielregeln als Erwachsene

Der Vater, der seinem Kind zum Geburtstag und damit meistens sich selbst eine Eisenbahn geschenkt hat, erwartet von dem Kind, dass es so damit spielt, wie er, der Vater es täte. Das kann das Kind nicht. Es muss mit der Eisenbahn auf seine eigene Weise seine eigenen Erfahrungen machen. [...] Erst, wenn es die Eisenbahn hat begreifen können, wird es mit ihr vertraut. Zu diesem Begreifen gehört nicht nur das Spielen nach gewissen Spielregeln, wie es für Erwachsene üblich ist. Es betrifft vielmehr die gesamte Aktivität des Kindes. Die Eisenbahn wird auseinandergenommen, zerlegt, das Innere der Maschine nach außen geholt. Die Räder werden demontiert. Dieses Verhalten entspricht dem Interesse des Kindes; es will wissen, warum denn die Eisenbahn sich bewegt oder Rauchwolken ausstößt. Es stellt eine Form des kindlichen Forscherdrangs dar, seines Versuchs, die Welt und ihre Zusammenhänge zu verstehen.

In den Augen der Erwachsenen, die kindliches Verhalten nicht im Entwicklungsbezug sehen, ist das Kind ein Kaputtmacher und Zerstörer. Auf den Erwachsenen übertragen, sähe dieser Vorwurf folgendermaßen aus: Ein Mann sitzt im Restaurant und verspeist ein delikates Gericht. Ein anderer Mann setzt sich zu ihm und sieht ihn kritisch und analysierend an, wie er das Fleisch zerteilt, mit der Gabel aufspießt, zum Mund führt und mit den Zähnen zerkaut. Während er jeden einzelnen Vorgang des Essens mit den Blicken verfolgt, beginnt er zu sprechen. Er macht Vorwürfe: »Fällt es Ihnen überhaupt auf, dass Sie die Nahrungsmittel, das Fleisch, den Salat, ganz zerstören, bis zur Unendlichkeit zerkleinern, wenn Sie diese verzehren? Sie machen die ästhetisch schöne Platte, die vor Ihnen steht, kaputt.« Während unserem Gast schon der Appetit vergeht, spricht sein Gegenüber weiter von einer destruktiven Ernährungsphase, aggressiven Impulsen und dergleichen mehr. So absurd uns eine derartige Szene erscheint, so sehr gleicht sie dem Beispiel des Kindes mit der Eisenbahn. [...]


Nossrat Peseschkian, Psychotherapie des Alltagslebens – Konfliktlösung und Selbsthilfe Seite 111 f. (Fischer Taschenbuch Nr.1855)


  • Als Denkanstoß:
Hohe Bildung kann man dadurch beweisen,
dass man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht.

George Bernard Shaw, irischer Dichter [1856 – 1950]
(Zitate - Weisheiten)


  1. Erziehung zum Frieden - Der Erbfeind
  2. Stationen - Entwicklungsphasen aus Perspektive eines Mannes.
    Dto. - aus der Perspektive einer Fau: "Das Spiel" (Annett Louisan: Video / Text)


  • Ein Papa "erklärt" seinem Kind Erziehung(stheorien):
"Menschenjunges" (Reinhard Mey: Video / Text)

Fundsachen

  • Fundort: Aufzeichnungen eines Kriegsgefangenen (1945/46).
  • Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand sagen könnte, wie der Autor des folgenden Gedichtes heißt?

Lass dir Zeit!

Wie man heut' doch jagt und hastet,
Selten stillsteht, selten rastet!
Wie das Tempo unserer Zeit
zunimmt stets an Schnelligkeit!

Ja, man kennt nicht Rast und Weile,
jeder treibt zur höchsten Eile.
In dem Drängen, Vorwärtsstreben
wird zur Rennbahn unser Leben,
und wenn einer dann den andern
umstößt bei dem schnellen Wandern,
ist's den Menschen einerlei,
denn: was ist denn schon dabei?
Jeder hat an sich zu denken,
um sich selbst ans Ziel zu lenken;
jeder steht zum Sprung bereit,
denn wir haben keine Zeit!

Wie im Kleinen, so im Großen
gilt das Drängen, Hasten, Stoßen.
Völker stacheln sich zu Eile,
und da setzt es oftmals Keile.

Erster will man sein am Weltmarkt,
erster will man sein am Geldmarkt;
Wer da strauchelt, wer da fällt,
der wird eben kaltgestellt.

Wenn die kleinen Leute streiten,
wie's sich gehört um Kleinigkeiten,
stört man gern die Herrn der Staaten
mit verschiedenen Attentaten.
Denn, um ja nichts zu versäumen,
gilt's einander wegzuräumen.
Um den freigewordenen Platz
raufen in der Weltenhatz
teils um Throne, teils um Thrönchen
schon zehn andere Persönchen.
Jeder steht zum Sprung bereit,
denn: wir haben keine Zeit!

Wie im Großen, so im Kleinen:
Ja, heut' ist die Welt zum Weinen,
denn man zieht trotz Vorwärtsdrängen
an den altgewohnten Strängen;
trotz der größten Schnelligkeit
hat ein jeder keine Zeit.

"Ja", sagst Du, "wer heut' im Leben
vorwärts will, der muß halt streben!"
Ach, du triffst das Rechte, Freund,
doch nicht ganz, wie mir erscheint!
Frohe Arbeit, ernstes Streben,
das gehört zum Menschenleben,
aber du sollst unterdessen
niemals auch dich selbst vergessen.

In beschaulichem Ergründen
Sollst du dich und dich nur finden.
Einkehr sollst du manchmal halten,
sollst dich selber frei gestalten,
und du sollst auf allen Wegen,
was du tust erst überlegen.

Eile ohne viel Verstand,
die hat weder Fuß noch Hand.
Willst du etwas ernst beginnen,
mußt du es zuvor besinnen,
denn, trotz kleinerer Schnelligkeit,
hast du sicher immer Zeit.

Darum fahrt im neuen Jahre
weniger euch in die Haare;
überlegt, was ihr beginnt,
denn der Lebenssand verrinnt,
und du kommst zum Lebensschlusse,
drauf mit steigendem Verdrusse,
daß du dich, seit du gelebt hast
schnell, doch stets im Kreis bewegt hast.

Nicht die Schnelligkeit regiert,
der Verstand ist's, der uns führt!
Paart das Herz sich mit Verstand,
hat das Leben Fuß und Hand,
und das neue Jahr wie auch das Leben
wird dir nichts als Freude geben.


In diesem Kontext
Denkanstöße


Selbstkritik

Selbstkritik
Die Selbstkritik hat viel für sich.
Gesetzt den Fall, ich tadle mich,
So hab' ich erstens den Gewinn,
Daß ich so hübsch bescheiden bin;

Zum zweiten denken sich die Leut,
Der Mann ist lauter Redlichkeit;
Auch schnapp' ich drittens diesen Bissen
Vorweg den andern Kritiküssen;

Und viertens hoff' ich außerdem
Auf Widerspruch, der mir genehm.
So kommt es denn zuletzt heraus,
Daß ich ein ganz famoses Haus.


* Wilhelm Busch: Die Selbstkritik hat viel für sich

Menschliche Schwächen

Falscher Verdacht
Ein Mensch hat meist den übermächtigen
Naturdrang, andre zu verdächtigen.
Die Aktenmappe ist verlegt.
Er sucht sie, kopflos und erregt,
Und schwört bereits, sie sei gestohlen,
Und will die Polizei schon holen
Und weiß von nun an überhaupt,
Daß alle Welt nur stiehlt und raubt.
Und sicher ist's der Herr gewesen,
Der, während scheinbar er gelesen
Er ahnt genau, wie es geschah...
Die Mappe? Ei, da liegt sie ja!
Der ganze Aufwand war entbehrlich
Und alle Welt wird wieder ehrlich.
Doch den vermeintlich frechen Dieb
Gewinnt der Mensch nie mehr ganz lieb,
Weil er die Mappe, angenommen,
Sie wäre wirklich weggekommen
Und darauf wagt er jede Wette
Gestohlen würde haben hätte!


Fundort: Gedichte / Eugen Roth (Website von Susanne Ludewig, Karlsruhe)

Songtexte

WENN DU NICHT WÄRST (von Mario Hené)

Wenn du nicht wärst gäb's keinen Frühling und kein Lachen

Kein Licht und keine Zeit

ich existierte wie ein Stein und wüsste nicht, dass Blumen träumen.

Ich wär nicht fähig neue Feuer zu entfachen

Mein Leben wär Vergangenheit

Ich würd im Gestern und im Morgen meine Gegenwart versäumen

Du hast mir gezeigt, dass man mehr sieht wenn man schweigt

hab Dank für die Sonne und den RegenbogenWikipedia-logo.png

Hättest du mich manchmal nicht einfach festgehalten

Wo fast nichts mehr zu halten war

Ich hätte vieles nicht gelernt

Und wäre blind und stumm geblieben

Ich wäre Sklave ständig wechselnder Gewalten

Kämpfte für Fahne und Altar

Und wäre nichts als Staub vom Sturm des Lebens durch die Zeit getrieben

Du hast mich gelehrt wie der Klügere sich wehrt

Hab Dank für dein Lächeln an jedem neuen Morgen

Wenn du nicht wärst gäb's keinen Frühling und kein Lachen

Kein Licht und keine Zärtlichkeit

Ich existierte wie ein Stein und wüsste nicht, dass Blumen träumen.


http://www.beepworld.de/members34/zauberfee35/songtexte.htm