Eichendorff als romantischer Dichter

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Joseph von Eichendorff

  Eichendorff 1788-1820

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff wurde am 10. März 1788 in Oberschlesien geboren. Er ist einer der wichtigsten deutschen Lyriker des 19. Jahrhunderts und bis heute eine Legende der Prosa (unmelodische, raue Gedichtsart) Eichendorff (10. März 1788 Schloss Ludowitz bei Ratibor) kam als Sohn des preußischen Offiziers Adolf Theodor Rudolf von Eichendorff und seiner Frau Karolin(geb. Freiin von Kloch) auf die Welt. Er wuchs in einer katholischen Adelsfamilie auf.Schon als kleiner Junge versuchte er sich an ersten kindlich literarischen Werken. Am 12.November 1800 begann er dann seine Tagebuchsaufzeichnungen und die Abfassung einer Naturgeschichte mit eigens erstellten Illustrationen.

Nachdem er bis zu seinem 13. Lebensjahr privat unterrichtet wurde, wechselte er auf das katholische Matthias-Gymnasium in Breslau (1801-1804). In dieser Zeit soll Eichendorff schon frühe Gedichte verfasst haben und viel im Theater gewesen sein. Nach Abschluss des Gymnasiums begann er in Halle sein Studium für Jura und Geisteswissenschaft. Im Mai 1807 fuhr er mit seinen Brüdern nach Heidelberg, zur Fortsetzung ihrer Studien. Zwischen vielen Vorlesungen schloss er dort eine enge Freundschaft mit dem Dichter Otto von Loeben. Zusammen mit den befreundeten Theologen Strauß und Budde gründeten sie dort den „Eleusischen Bund“ in dem sie untereinander Dichtungen austauschten. Im Jahre 1808 begann er dann eine Bildungsreise nach Paris und Wien, die er nach zwei Jahren abbrach um seinem Vater zu Helfen.

„Florens“ war seine erste Veröffentlichung, die eine Reihe selbst geschriebener Gedichte unter einem Pseudonym vorführte. Zu der Zeit begann er auch die Märchennovelle „ Die Zauberei im Herbste“ zu schreiben. 1809 verlobte er sich mit der siebzehnjährigen Tochter eines Pogrzebien Luise von Larisch. Im sommer 1810 setzte er das Studium in Wien fort und schloss es 1812 ab.

Von 1813-1815 nahm er an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil und trat ein Jahr später dem preußischen Staatsdienst als Refrendar bei. 1815, im selben Jahr in dem Eichendorff auch die Ehe mit Luise von Larisch einging, kam sein erster Sohn Hermann auf die Welt. 1817 folgte der zweite Sohn Rudolf und 1819. Nachdem 1818 der Vater Johann Eichendorffs starb wurden die meisten der hoch verschuldeten Güter der Familie verkauft. Eichendorff trauerte seinem Verlust des Vaters und der Erinnerungen an die Kindheit sein Leben lang nach.( In der Fremde: „…Aber Vater und Mutter sind lange tot, es kennt mich dort keiner mehr…“

Eichendorff 1821- 1857

… 1821 wurde Joseph von Eichendorff zum „Regierungsrat für katholische Kirchen- und Schulsachen bei der Regierung zu Danzig“ ernannt. Auch privat konnte sich Joseph Eichendorff freuen, denn in dem gleichen Jahr wurde auch seine Tochter Agnes geboren. Die Freude über die Geburt wurde jedoch ein Jahr danach zerstört, als sie mit nur einem Jahr verstarb. 1824 wurde er schließlich zum Oberpräsidialrat von Königsberg ernannt. Im Jahr 1826 schrieb er „Aus dem Leben des Taugenichts“. Nach fünf Jahren im Dienst, zog er mit seiner Familie nach Berlin. Bis er 1841 zum geheimen Regierungsrat ernannt wurde schrieb er: 1833 Dichter und ihre Gesellen 1833 Viel Lärmen um nichts 1834 (oder 1838) Auch ich war in Arkadien! 1835 Eine Meerfahrt 1837 Das Schloß Dürande 1839 Die Entführung

Nachdem es jedoch Meinungsverschiedenheiten in Konfessionsfragen gab und zusätzlich 1843 noch eine schwere Lungenentzündung dazu kam, ließ er sich 1844 pensionieren. 1846 übersetzte er schließlich auch ein paar „religiöse Dramen“ von Pedro Calderón de la Barcas. Er zog zusammen mit seiner Frau Luise zu seiner Tochter Therese und deren Mann, dem preußischen Offizier Louis von Besserer-Dahlfingen. Sei Bruder Wilhelm von Eichendorf starb am 7. Januar 1849 und vererbte dessen Grundherrschaft Sedlnitz. 1849 reiste er schließlich ein paar Tage nach Köthen, weil er den Unruhen der Revolution entkommen wollte. Obwohl sich die Tochter kaum in Köthen aufhielt, kaufte sie von Major Nicolaus Joseph von Holly - Ponienczecz ein Haus. Eichendorff selbst sah sich als Hauseigentümer und fuhr im April 1855 erneut nach Köthen. 1856 bis zu seinem Tod hielt er sich als Gast in der Sommerresidenz Schloss Johannisberg vom Breslauer Erzbischof auf. Am 26. November 1857 starb Joseph von Eichendorff an Magenkrebs.

„Hervorzuheben sind der Liederzyklus "Frühling und Liebe", die "Zeitgedichte", die unter der Einwirkung der Freiheitskriege entstanden, die "Geistlichen Gedichte" und die "Lieder auf den Tod meines Kindes". Auch in den Novellen, namentlich dem Meisterstück "Aus dem Leben eines Taugenichts", waren es hauptsächlich die Fülle der lyrischen Stimmung und die Anmut des Vortrages, die sich wirksam erwiesen.“ (Mandy)

Gedichte:

Joseph von Eichendorff befasste sich vor allem mit der Prosa Dichtung. Besondere Eigenschaften und Merkmale bei Gedichten waren zum Beispiel "Die harmonische Verschmelzung der humanen Gesinnung mit einem reinen Naturgemüt und die innige Schlichtheit kunstvoll geprägten Ausdrucksvermögens." Man identifiziert seine Werke meist mit folgenden Bildern im Kopf: "Rauschende Wälder als Kulisse fürs Wandern und romantische Gefühle, alles mustergültig in einige berühmte Gedichte gegossen, deren Bandbreite an Motiven und Begriffen recht begrenzt ist."

Diese Gedichte gehören zu seinen wichtigsten und bekannten Werken:

1809 Die Zauberei im Herbste

1815 Ahnung und Gegenwart

1819 Das Marmorbild

1823/24 Krieg den Philistern

1826 Der Taugenichts

1830 Der letzte Held von Marienburg

1833 Die Freier

1834 Dichter und ihre Gesellen

1837 Das Schloss Dürande

1840 Der Giebichenstein

1841 Die Glücksritter

Quellen:

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Eichendorff ; http://www.gedichte-fuer-alle-faelle.de/allegedichte/gedicht_1822.html ; http://www.eichendorff.com/ ; http://gedichte.xbib.de/biographie_Eichendorff.htm (Teresa)
  1. http://www.goethezeitportal.de/wissen/enzyklopaedie/eichendorff.html , http://gedichte.xbib.de/biographie_Eichendorff.htm , http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Eichendorff , http://www.feiertagsgedichte.de/autoren/e/eichendorff/home.html (Mandy)
  1. http://www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/eichendorff.php; http://jo_aenne.beepworld.de/werkeeichendorfs.htm