Benutzer:WKGE/Klimaveränderung/Ursachen

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Ursachen

Nadines Beitrag


Natürliche Ursachen

Vulkanausbrüche

Vulkanausbrüche können die Temperaturen auf der Erde für wenige Jahre beeinflussen. Der Staubgehalt der Atmosphäre wird durch Eruptionen verändert. Diese Aerosolpartikel werden in die untere Stratosphäre geschleudert, welche sich aufgrund der teilweise reflektierten Sonnenstrahlen erwärmt und wodurch sich die darunter liegenden Luftschichten abkühlen. Bekannte Vulkanausbrüche, welche die Temperaturen in den darauf folgenden Jahren verändert haben, waren der Ausbruch des El Cichon (1984, Mexico) und des Pinatubo (1991, Philippinen).

Eruptionen
Durch eine Eruption stößt ein Vulkan Material wie Gas, Flüssigkeiten und Festkörper aus.
Eruptionen reichen von einem gewaltigen, explosiven bis zum nahezu ruhigen Ausbruch
Aerosolpartikel 
Ein Aerosol ist ein Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen und Luft.
Stratosphäre
Die Stratosphäre von lateinisch stratum „Decke“ und griechisch σφαίρα, sfära „Kugel“ist die 
zweite Schicht der Erdatmosphäre, sie liegt über der Troposphäre; der Grenzbereich zwischen 
Stratosphäre und Troposphäre wird als Tropopause bezeichnet, diese liegt in einer Höhe 
zwischen ungefähr 8 Kilometern an den geographischen Polen und circa 18 km am Äquator.

Sonnenfleckenaktivität

Die Sonnenaktivität ist nicht konstant, sondern verändert sich etwa alle 11 Jahre. Dann nimmt die Anzahl der Sonnenflecken ab beziehungsweise zu und somit auch die damit verbundenen Sonnenfackeln und Protuberanzen. Dadurch wird die Energieabstrahlung verstärkt oder abgeschwächt, sodass sich die Temperatur auf der Erde um allerdings nur Zehntel-Grade verändert.

Sonnenfackeln
Sonnenfackeln sind Gebilde mit erhöhter Helligkeit und Temperatur auf der Sonne. Sie befinden 
sich typischerweise in der Nähe der Sonnenflecken und breiten sich flächig und in langen 
Lichtlinien aus. Naturgemäß kann man sie besonders gut an den Randzonen der Sonnenscheibe 
beobachten. Die mittlere Lebensdauer liegt bei etwa 15 Tagen; sie ist damit länger als die der 
dazugehörigen Flecken.
Protuberanzen
Protuberanzen sind Materieströme auf der Sonne, die am Rand der Sonnenscheibe als matt  
leuchtende Bögen beobachtet werden können.

Erdbahn

Die Erdumlaufbahn um die Sonne variiert innerhalb von 100.000 Jahren um etwa 5%. Dieses hat zur Folge, dass sich die Intensität der Sonneneinstrahlung und somit die Energieaufnahme der Erde verändert, was wiederum zu Temperaturänderungen führt. Durch die Veränderung der Erdbahn kann der Wechsel zwischen Kalt- und Warmzeiten erklärt werden, sowie die Veränderungen bei den ozeanischen Zirkulationen.

El Niño-Effekt

Der El Niño-Effekt ist ein gutes Beispiel für die Klimaänderung durch die Wechselwirkung zwischen Atmosphäre und Ozean. Die Oberflächentemperatur in Äquatornähe erwärmt sich im Mittel alle 3 bis 4 Jahre besonders stark, sodass Dürren beziehungsweise Überschwemmungen entstehen.

El Niño-Effekt
El Niño-Effekt nennt man das Auftreten ungewöhnlicher, nicht zyklischer, veränderter 
Strömungen im ozeanographisch-meteorologischen System des äquatorialen Pazifiks.


Klimawandel, Ursachen und globale Auswirkungen

Das Klima auf unserer Erde war in den bisherigen Millionen von Jahren noch niemals konstant und über längere Zeiträume gleichbleibend. Auch seitdem der Mensch die Bildfläche der Geschichte betrat, gab es Schwankungen. Eiszeiten und Warmzeiten wechselten sich ab, ein Klimawandel an sich ist nichts Außergewöhnliches. Was außergewöhnlich ist an dem Klimawandel, den wir gegenwärtig miterleben, ist vielmehr die rasante Geschwindigkeit, mit der dieser Klimawandel abläuft und dass dieser Klimawandel von uns Menschen selbst gemacht wurde und auch weiterhin selbst gemacht wird.

Doch was ist ein Klimawandel, wie wirkt sich dieser aus und wo liegen die Ursachen für den Klimawandel und welche globalen Auswirkungen sind mit einem Klimawandel verknüpft? Als Klimawandel wird die seit einigen Jahrzehnten bereits fortschreitende globale Erwärmung bezeichnet. Diese globale Erwärmung beträgt bisher nur einige Zehntel Grad Celsius der durchschnittlichen Temperatur im Jahresverlauf. Genauer, je nach Angaben 0,6 bis 0,8 °C während des letzten Jahrhunderts. Sicherlich nicht viel, doch dieser geringfügige Anstieg der Temperatur ist verantwortlich dafür, dass die Eismassen in den Polarregionen schneller abschmelzen, ebenso die Gletscher in Gebirgen, der Meeresspiegel steigt, Sturmfluten und Überschwemmungen in einem Teil der Welt zunehmen, in anderen Teilen der Welt dafür Trockenphasen und Dürren.

Allein der Temperaturanstieg und die Abschmelzung der Eismassen in der Region von Grönland sollen nach neuesten Erkenntnissen von wissenschaftlichen Expeditionen besorgniserregend im rasant steigenden Tempo voranschreiten. Neben diesen Abschmelzen der Gletscher, der Anhebung des Meeresspiegels, Überschwemmungen, Sturmfluten und Dürren, bleiben auch wirtschaftliche Schäden, die nur in Milliardenhöhe zu messen und zu schätzen sind, nicht aus. Allein die Ernteausfälle in der Landwirtschaft sind mehr als nur besorgniserregend und werden noch zunehmen. Weiterhin ist mit einem Artensterben in bisher ungeahnten Ausmaß zu rechnen, die biologische Vielfalt würde schwer geschädigt, wenn der Klimawandel und die globale Erderwärmung ungebremst voranschreitet.

Verantwortlich für diese globale Erderwärmung und den Klimawandel ist vorrangig die Emission von Treibhausgasen, hier wiederum der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe, doch auch weitere Treibhausgase spielen eine Rolle. Weiterhin spielen die Abholzung der Tropenwälder und anderer Urwälder eine gewichtige Rolle, da diese Abholzung ebenfalls in einer rasanten und ebenso mit einer mehr als nur besorgniserregenden Geschwindigkeit voranschreitet.

Expeditionen
Eine Expedition ist eine Entdeckungs- oder Forschungsreise, die meist in fremde und entlegene
Gebiete führt und daher in der Regel mit besonderen Mühen und Strapazen verbunden ist.
Emission
Emission bedeutet allgemein Aussendung von Teilchen, Strahlung oder Kräften in die Umwelt.
fossile Brennstoffe
Fossile Brennstoffe sind tote Biomasse, die vor Jahrmillionen abgestorben ist und durch 
geologische Prozesse umgewandelt wurde: in Kohle, Erdöl und Erdgas sowie verschiedene
Mischprodukte wie Ölsande oder Ölschiefer.


Der Klimawandel findet statt und ist von Menschen verursacht

Lange haben sich viele Politiker und Einzelpersonen der Verantwortung für die Klimaveränderungen zu entziehen versucht. Inzwischen sind die wissenschaftlichen Fakten aber so eindeutig und die Zusammenhänge genügend offensichtlich, dass akzeptiert werden muss:


1. Die derzeitige Klimaerwärmung ist viel extremer und auch viel schneller als alle bisher beobachteten zwischeneiszeitlichen Erwärmungen.

Die maßgebenden Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2) und Methan, welche zu dieser starken Erwärmung führen, sind auf die höchsten, je gemessenen Konzentrationen angewachsen und steigen so schnell an wie noch nie.


2. Diese starke und schnelle Erwärmung ist hauptsächlich menschlichen Aktivitäten zuzuschreiben.

Das weltweit anerkannte wissenschaftliche Gremium IPCC kommt zu diesem Schluss. In vielen Kreisen der Bevölkerung und insbesondere auch in den evangelischen Gemeinden hat man bis heute gezögert über dieses Thema zu sprechen, da die gesicherte Beweislage für die Klimaerwärmung nicht gegeben schien.

Ja, die Schreckensszenarien wurden gar als Effekthascherei abgetan. Inzwischen ist das Wissen aber so, dass unser aller Handeln gefragt ist.


3. Die Klimaveränderung wird einschneidende Konsequenzen haben und die Ärmsten am härtesten treffen

Bereits kleine weltweite Temperaturerhöhungen haben Auswirkungen wie das Schmelzen der Gletscher und Polarkappen, das Auftauen von Permafrostgebieten verbunden mit Felsstürzen und Steinschlag, die Erhöhung des Meeresspiegels, vermehrte Hitzewellen, Trockenheitsperioden oder extreme Wettervorkommnisse wie sintflutartige Regenfälle, Flutwellen, Stürme etc. Es kann zudem zu drastischen Reduktionen der landwirtschaftlichen Erträge kommen, besonders in armen Ländern. Tiefliegende Gebiete, ja ganze Inseln, könnten vom Meer überflutet werden. Auch wird die Ausbreitung von Krankheiten wie Malaria und Cholera befürchtet.

Es ist offensichtlich, dass viele Menschen und vornehmlich bereits heute Benachteiligte akut gefährdet sind. Millionen von Menschen können in diesem Jahrhundert wegen der Klimaveränderung sterben, die meisten von ihnen gehören zu den Ärmsten dieser Welt.

Christen und die evangelischen Gemeinden haben sich in der Vergangenheit immer wieder aktuellen gesellschaftlichen Problemen gestellt und sollen sich nun auch in diesen Prozess zur Begrenzung der klimabedingten Schäden engagiert einbringen.

Reduktion
Das Wort Reduktion ist aus dem latein. reducere abgeleitet und bedeutet in der gehobenen 
Alltagssprache eine Verringerung des Ausmaßes einer Eigenschaft.
Cholera
Die Cholera ist eine schwere, bakterielle Infektionskrankheit, die vorwiegend den Dünndarm
befällt.


Pierres Beitrag


Mittlerweile ist sicher, dass der Mensch die größte Schuld am Klimawandel trägt. Laut internationaler Klimaexperten wird sich die Atmosphäre bis zum Jahre 2100 um bis zu sechs Grad erwärmen und der Meeresspiegel um fast einen Meter ansteigen.

Ein großer Erfolg ist der Vertrag von Kyoto 1997, dort haben sich die Industriestaaten darauf geeinigt, ihren Ausstoß an Treibhausgasen um 5% gegenüber dem Ausstoß von 1990 bis 2012 zu verringern. In Marrakesh, Bonn und Den Haag wurden die zu ergreifenden Maßnahmen diskutiert. Etwa 180 Staaten, die sich 1992 in Rio de Janeiro der Klimarahmenkonvention angeschlossen haben, einigten sich letztes Jahr darauf, wie das Kyoto-Protokoll umgesetzt werden soll.