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Birgit Vanderbeke

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Inhaltsverzeichnis

Aktuell

  • 18. September 2008: Filmstart "Friedliche Zeiten", Tragikomödie, Regisseurin: Neele Vollmar
"Deutschland, 1968. Vor genau sieben Jahren kam Familie Strieslow in den Westen, um endlich in Freiheit leben zu können. Doch Mutter Irene versinkt immer stärker in Depressionen. Zusätzlich ist sie permanent eifersüchtig, ihr Mann könne seine Freiheit im Westen ein bisschen zu sehr genießen und sich eine Geliebte halten. Die Töchter Wasa und Ute machen sich immer größere Sorgen um ihre labile Mutter und beschließen, die Eltern müssen sich scheiden lassen, damit alles wieder gut wird." (Kurzinhalt nach http://www.cinefacts.de)

Biografisches

  • 1956 in Dahme in der Mark Brandenburg (DDR)
  • 1961 Flucht der Familie nach Westdeutschland
  • Abitur und Studium der Literaturwissenschaft in Frankfurt
  • Der „Fall der Mauer“ Ende 1989 veranlasst sie zu der Erzählung „Das Muschelessen“
  • 1990 für einen Text aus dem „Muschelessen“ mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt ausgezeichnet
  • lebt seit 1994 in Südfrankreich
  • 1996 „Friedliche Zeiten“ (Erzählung)
  • 1997 „Alberta empfängt einen Liebhaber“
  • 1999 „Ich sehe was, was Du nicht siehst"
  • 1999 Solothurner Literaturpreis für das Gesamtwerk
  • 2003 „Geld oder Leben“
  • 2005 „Sweet Sixteen“

Zu einzelnen Werken

Das Muschelessen

Zum Klicken

"Wenn drei sich streiten, lacht die Vierte: Der Preissegen beim diesjährigen Dichterwettbewerb in Klagenfurt hing in den Augen mancher Beteiligter und des Publikums etwas schief im Fernsehstudio des ORF, als die Entscheidung der Jury völlig unerwartet zugunsten des Nachwuchses, will heißen für die bisher unbekannte bundesdeutsche Autorin Birgit Vanderbeke, gefallen war." (Heini Vogler, Neue Züricher Zeitung, 3.7.1990)

Zum Lesen

  • B. Heizmann: Birgit Vanderbeke, Das Muschelessen, Interpretationshilfe Deutsch, Stark Verlag 2004
  • M. Gross: "Diese ewige Ergebenheit ist doch widerlich!" Streit thematisieren anhand von B Vanderbekes Erzählung Das Muschelessen, in: Praxis Deutsch 174 2000 S.42-45
  • M. Gross: Befreiung vom Vater. Eine handlungsorientierte Lektüre von B Vanderbeke Das Muschelessen, in: RAAbits Deutsch/Literatur, 49,I B3
  • B. Noll: Birgit Vanderbeke Das Muschelessen. Unterrichtsmodelle mit Kopiervorlagen. Cornelsen 2004
  • A. Saupe: Birgit Vanderbekes „Das Muschelessen“: Vorschläge für eine Einbeziehung der „gender studies“ in den Deutschunterricht, in: Der Deutschunterricht 52 2000, H.1, S. 89-93.
  • E. Poulain: L’idylle familiale ou la guerre des couples dans les récits de Birgit Vanderbeke, in: La nouvelle génération d’écrivains de langue allemande, Villeneuve d’Ascq 2006, S. 135-148.

Friedliche Zeiten

Geld oder Leben

Birgit Vanderbeke fragt mit schriller Stimme: "Geld oder Leben", Uwe Wittstock in: Die Welt 16. August 2003
Birgit Vanderbeke fragt sich, an was man eigentlich glauben soll. Von Bettina Albrecht (literaturkritik.de » Nr.4, April 2004)
Kaum erschienen, hat man ihn auch schon wieder verschlungen, den neuen Roman von Birgit Vanderbeke. Auf leider wieder nur knapp 140 Seiten geht ...
"Es ist damit nicht anders, als mit der Demokratie oder der großen Liebe oder der heilen Familie oder dem Weltfrieden. Früher gehörte der liebe Gott noch dazu, und es ist immer dasselbe Prinzip: Entweder man glaubt es, oder man glaubt es nicht. Wenn alle daran glauben, heißt es, es funktioniert."
"Im Dauerlauf durch die letzten 50 Jahre, durch DDR und BRD, Wirtschaftswunder und Wohlstandsmüll, Flower Power und Studentenproteste, durch "Atomkraft-Nein-Danke"-Bewegung und Dritte-Welt-Tourismus, Basisdemokratie und Generation Golf. Birgit Vanderbeke kann das. Sie schreibt auf 139 Seite die Geschichte einer Generation, die mit der Frage "Geld oder Leben" aufwächst, ob sie will oder nicht."

Sweet Sixteen

"Im neuen Buch von Birgit Vanderbeeke verschwinden an ihrem 16. Geburtstag Jugendliche spurlos. Gemeinsam ist den 'Ausreißern', dass sie eher gut in der Schule und mehr oder weniger computerbegeistert waren."
"Leider gelingt Birgit Vanderbeke die Abrechnung mit der menschlichen Gesellschaft nur bedingt. Was ihr gelingt ist ein Possenspiel, die Autorin reißt die bestehenden Probleme zwischen den Generationen an: Erziehungsnotstand, Bildungsnotstand, Verfall von Werten, das Zerbrechen vieler Kleinfamilien, die Entfremdung zwischen den Generationen... In einigen Nuancen gelingt ihr eine Punktlandung auf den Gefühlen einer Generation, dann ist das Buch großartig zu lesen."
  • Ohne Pulverdampf kein Abenteuer Ran an die Jugend: Birgit Vanderbekes oberspießiger Rebellionsroman „Sweet Sixteen“ (Süddeutsche Zeitung, 20.07.2005)

Vanderbeke in der Schule

ZUM.de (Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.) Birgit Vanderbeke: "Das Muschelessen" und "Friedliche Zeiten"

Dokumentation einer Unterrichtseinheit, in der ein Deutschkurs 12 gleich zwei Erzählungen der Vanderbeke liest, behandelt und weiterschreibt. Das methodische Prinzip heißt dabei: "Nimm zwei!" und hat experimentellen Charakter. (Klaus Dautel, Juli 2006)

Gesamt

  • Richard Wagner (Hg.): „Ich hatte ein bisschen Kraft drüber“ - Zum Werk von Birgit Vanderbeke, Fischer Verlag 2001