Content-Management-Systeme

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Um leicht abänderbare Online-Seite zu erstellen, an denen viele mitarbeiten können, eignen sich besonders CMS (Content-Management-Systeme). Wenn das System installiert ist, benötigt man meist keine HTML- oder Programmierkenntnisse.

Im Gegensatz zu Wikis bieten CMS mehr Anpassungs-Möglichkeiten beim Aussehen, eine nicht so starre Struktur mit Verknüpfungen fast nur über Links, teilweise auch Einbindung von Erweiterungs-Modulen mit speziellen Funktionen und eine mehr oder weniger diffenzierte Verteilung von Lese-, Schreib- und Bearbeitungsrechten.

Inhaltsverzeichnis

Definition eines CMS

Ein Content-Management-System (CMS) ist ein Anwendungsprogramm, das die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia-Dokumenten (Content) ermöglicht und organisiert. (...) Der Benutzer sollte das System auch ohne Programmierkenntnisse bedienen können, ebenso sollte er das System auch ohne Kenntnis von HTML oder XML benutzen können


W-Logo.gif Content-Management-System, Wikipedia – Die freie Enzyklopädie, 27.07.2006 - Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Siehe die Nutzungsbedingungen für Einzelheiten. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Vergleich der Formatierung und Veöffentlichung von Internetseiten mit und ohne CMS

Beispiel: Formatierung und Veröffentlichung in HTML

Damit dieser Text im Internet verfügbar wird, müssen zwei Schritte getan werden:

  • Mit einem Code-Editor muss eine Datei erstellt werden.
  • Per FTP oder mit einem Online-Upload in einem Browser muss die Datei auf einem Server veröffentlicht werden.

Beispiel: Formatierung und Veröffentlichung in einem CMS

Zum Erstellen einer Homepage mit einem CMS geht man meist anders vor:

  • Man muss das System auf dem Web-Server installieren oder man nutzt einen Webspace-Anbieter, der das CMS bereits als vorinstallierten Service anbietet. Danach benötigt man keine weitere Software als einen Browser.
  • Zur Formatierung muss meist kein Editor verwendet werden, denn die meisten CMS bietet einen zur Eingabe der Inhalte eine Maske mit integriertem WYSIWYG-Editor.
  • Per Klick ist der Inhalt dann bereits im Internet veröffentlicht - ein Upload ist nicht mehr nötig!
  • Wie der eingegebene Text formatiert wird, ist davon abhängig, in welchem Textfeld im Eingabe-Fenster er eingegeben wird, und von sogenannten Templates (Vorlagen). Solche Templates können einfach ausgetauscht werden, wodurch die gesamte Homepage in wenigen Momenten ein neues Aussehen erhält.
  • CMS bieten die Möglichkeit, den Textinhalt online zu ändern, man kann also von jedem Computer mit Browser, der Zugang ins Internet hat, den Inhalt ändern.

Ideen für die Anwendung

  • Schul-Homepage ... da das System nicht von einer Person abhängig ist und Viele Beiträge schreiben können, kann man eine solche Seite leicht aktuell halten.
  • Private Homepage ... wenn man Schülern Material und Informationen zur Verfügung stellen will. Vorteil: Die Seite lässt sich von jedem Internet-Computer aus bedienen.
  • Als Baustein-Sammlung zur Unterrichtsvorbereitung für LehrerInnen, inkl. umfangreichem Dokumentenserver (Arbeitsblätter, Klangbeispiele etc.) und Forum. Lese- und Schreibrechte können im Gegensatz zu den meisten Wikis individuell gesetzt werden, unvollständige Artikel brauchen nicht sofort veröffentlicht zu werden. So kann eine Plattform entstehen, zu der Viele beitragen können, die aber weniger unkontrolliert wächst als ein Wiki ...

Ideen für den Unterricht

Für die Arbeit im Frontend wie auch im Backend braucht man ein CMS, das auf einem Server läuft. Dieser Umstand erschwert den Unterricht, es sei denn, die Schülerinnen und Schüler nutzen ein CMS auf einem Standalone-Server. Bei dieser Voraussetzung ist es leicht, produktive Fehler zu machen, denn man kann die Datenbank schnell löschen und wieder in den Urzustand versetzen. Das hier im ZUM Wiki vorgestellte All-Inclusiv-WEB-LAB kann mit CMS auf einem USB-Stick installiert werden und eignet sich darum auch zur Arbeit am Schulrechner wie am häuslichen Rechner der Schülerinnen und Schüler.

Kriterien zur Auswahl eines CMS für den schulischen Einsatz

Administration und Planung
  • kostenlos, komplett in deutsch, Support
  • einfache Installation
  • Benutzerverwaltung und Rechtemanagement
  • Schutz vor Manipulation und Abstürzen
  • hohe Geschwindigkeit
  • barrierefreies Webdesign
Bereiche, die Benutzerfreigaben erfordern können
  • Passwort-geschützter Bereich
  • Ehemaligenbereich
  • Stundenplan: Dies ist besonders schwierig, da diese Funktion nur Sinn macht, wenn sobald der Stundenplanmacher Änderungen in seinem "Verwaltungssystem" eingibt, diese dann automatisch auf der Schulhomepage veröffentlicht werden. Zwei verschiedene Systeme zu betreuen wäre zu viel verlangt. Also sehr schwierig zu realisieren.
wünschenswerte Funktionen
  • Druckversion
  • Backupfunktion
  • letzte Aktualisierung
  • Erstellung der Vorlagen
  • automatische Bildergalerie
  • Newsletter
  • Zeitsteuerung von Beiträgen
  • Erstellung von pdf-Dokumenten
  • Forum
  • Gästebuch
  • Statistik
  • Umfragen
  • Editor mit Vorschau
  • Terminkalender

CMS-Software

Die folgende Auflistung ist unvollständig und darf gerne ergänzt werden. Erwähnt werden CMS, die in irgendeiner Weise im schulischen bzw.. unterrichtlichen Kontext bedeutsam sein könnten.

PHP-Nuke

  • Lo 20x20.gif PHPNuke (Markus Assmuth, 30.11.2005)
"PHPNuke ist ein Content-Management-System, das auf PHP und MySQL basiert und Open-Source-Software ist. Es hat sich beim Entwickeln und Administrieren einer Schulwebsite bestens bewährt."


weitere CMS

ContentLion

ContentLion ist ein Open Source CMS geschrieben in PHP.

Plone

Plone ist ein OpenSource-CMS auf Basis von Zope.

Pixie

Pixie ist ein kleines und kompaktes CMS, dass sie auf die grundlegendsten Funktionen beschränkt und für kleinere Webauftritte gut geeignet ist.

SPIP
Ein CMS (das sich selbst so nicht nennt), das u.a. von Cord Santelmann auf seiner Seite Spanisch für Schüler und Lehrer genutzt wird. siehe auch: [1]

Spezielle CMS-Varianten

  • Ein Wiki ist ein spezielles CMS.
  • KnowledgeRoot ist eine Wissensdatenbank, welche Daten in strukturierter Form speichern und pflegen lassen. Dafür wird ein Tree verwendet. Zur Pflege der Daten wird FCKeditor verwendet. - Zum Testen gibt es eine Online-Demo-Version.

Linktipps

CMS an Schulen

Informationen über das kostenlose Content-Management-System für hessische Schulen

Vergleich verschiedener CMS


Siehe auch