Katharina von Siena

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Kurzinfo
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Der wirkliche Name von Katharina von Siena (griech.: „Die Reine“) lautet Caterina Benincasa.

Geboren: 25. März 1347 in Siena in Italien
Gestorben: 29. April 1380 in Rom
Vater: verarmter Adeliger, Pelzfärber Jacopo Benincasa
Mutter: Lapa Benincasa
Gedenktage: 29. April

Sie erhielt keine Ausbildung (lesen lernte sie mit 20, schreiben mit 30). Sie war Mystikerin, Ordensfrau und Kirchenlehrerin.

Ihre erste Vision hatte sie mit sechs Jahren: Auf offener Straße sah sie Jesus Christus im Ornat (Amtstracht) des Papstes, umgeben von Petrus, Paulus und Johannes. Mit sieben Jahren legte sie das Gelübde der Jungfräulichkeit ab.

Mit zwölf Jahren sollte sie heiraten, weigerte sich aber. Dies führte zum Konflikt mit ihrer Mutter, der nach drei Jahren jedoch endete, da ihr Vater über Katharinas Kopf eine weiße Taube sah und anordnete, sie in Ruhe zu lassen.

Nachdem ihr Gesicht durch Pockennarben entstellt worden war, blieb sie zu Hause und zog sich zurück. (Sie schloss sich in eine Zelle ein und kam erst mit 15 Jahren wieder heraus). Mit 17 trat sie dem Dominikanerorden bei, dort lebte sie das Leben einer Mantellatin (d.h. sie kümmerte sich um Kranke und Arme), lebte aber dennoch in Askese (Sie fügte sich selber Schmerzen zu). Aufgrund dessen und aufgrund ihrer häufigen Übungen zur inneren Sammlung verfügte sie über einen klaren Blick für die Dinge um sie herum (z.B. das Fehlverhalten der Kirchenträger).

Sie war zwar jung, wies aber trotzdem auf die Missstände der damaligen Gesellschaft hin und warb um eine Schar von Anhängern (famiglia). Diese waren von ihr (ihrer Vision, ihrem klaren Blick ...) fasziniert und so wurde sie zu einer ratgebenden, politisch aktiven Frau gewählt, in welcher Rolle sie sogar dem Papst helfen sollte.

Ihre politischen Bemühungen waren:

  • die Rückkehr des Papstes nach Rom
  • die Wiederherstellung des Friedens zwischen den europäischen Herrschern
  • die Reform der Kirche, die Befreiung der heiligen Stätten
  • die Bekehrung von Nicht-Christen durch einen weiteren Kreuzzug

Im Jahre 1970: Papst Paul VI verleiht K. von Siena den Titel einer Doktorin. Damit ist sie eine der zwei einzigen Frauen, die diesen Titel je erhalten haben.

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Bedeutung des Namens Katharina