Chancen und Perspektiven

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
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Inhaltsverzeichnis

Die Arbeit mit dem Wiki in der Schule

Das Einzige, was man dafür braucht: einen funktionierenden Rechner mit Internetzugang und einem Browser ...

Was ist das Wiki?

An area where open collaboration and exchange of ideas is both natural and important as education. Wiki technology is a useful tool in this context.

Ward Cunningham in: http://beat.doebe.li/projects/wiki04/sld021.htm


Die Wiki-Plattform ist eine über das Internet verfügbare Seitensammlung (im Sinne eines Hyper-Textes), die von den Benutzern online verändert werden kann, und durch ein Content-Management-System einfach verwaltet werden kann.

Chancen auf einen Blick

1. einfache Handhabung
Das Arbeiten im Wiki ist relativ leicht zu erlernen, sowohl für Schüler (auch der unteren Jahrgangsstufen), als auch für Lehrer, die wenig Knowhow im Umgang mit Rechnern besitzen
2. flexibles System
(freie Layoutgestaltung, Einbindung unterschiedlichster Medien etc.)
Im Gegensatz zu anderen CMS-Systemen legt das Wiki von vornherein nicht fest, wie es genutzt werden soll. Das kann im Extremfall auch zu völligem Chaos führen, bietet gleichzeitig aber auch einen kreativen Spielraum/Freiraum.
3. zahlreiche Neuerungen ermöglichen eine einfache Umsetzung verschiedener Aufgabenformate
4. Einbindung unterschiedlichster Medien wie Bilder, Powerpointfolien, Einbindung von Filmen über Youtube etc. möglich
5. gute Strukturierbarkeit der einzelnen Seiten
(kann gleichzeitig auch als Lernprozess dienen) bei freier Layoutgestaltung (jeder kann sich seine Seiten gestalten, wie er möchte)
6. Offenheit der Plattform
Dieser Punkt wird von vielen als Schwäche gesehen. Dabei zeigt die Arbeit mit den Schülern im Alltag, dass gerade hier eine große Chance zum Erwerb der Medienkompetenz liegt, über die ständig diskutiert wird. Hält man Schüler zu bestimmten Verhaltensregeln im Internet und im Umgang mit dem Wiki an (gerade weil diese Plattform offen ist!), profitieren beide Seiten davon. Zum einen bedeutet dies eine Bereicherung für die Schüler, da sie von vornherein an ihrer Medienkompetenz arbeiten können, zum anderen eine Bereicherung auch für uns, da die Schüler neue, kreativere Wege gehen (müssen) und im Umgang mit dem Wiki eben nicht mehr nur alles abpinseln können/dürfen.

Des Weiteren liegt auch in dieser Öffentlichkeit ein Reiz für Schülerinnen und Schüler, da sie in dieser Plattform über das WWW ihre eigenen Arbeiten nach außen präsentieren können. Und dies relativ einfach und unkompliziert.

7. hilfsbereite Ansprechpartner im ZUM-Wiki
Gerade dies ist ein wichtiger Aspekt. Dank engagierter Kolleginnen und Kollegen erhält man an vielen Stellen Tipps und Hinweise.
Möglichkeit eines offenen Diskussionsforums
Dass das Wiki auch Raum für offene und sehr anregende Diskussionen bietet, zeigt das folgende Beispiel von Christian Spannagel.

[Link einfügen]

Stärkung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern im Umgang mit dem Wiki
Im Zeitalter des WWW ist es unablässig, die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit den neuen Medien zu schulen. Dabei geht es nicht nur um den bestmöglichen Umgang mit den einzelnen Medien, sondern auch um die thematische Auseinandersetzung über die Probleme und Gefahren, die die neuen Medien mit sich bringen. Gerade das offene Arbeiten im Wiki macht Schülern deutlich, dass Sie sich an bestimmte Rahmenbedingungen halten müssen (Copyright, Verhaltenscodex im Internet etc.). Die Praxis zeigt, dass die Schüler dies sehr ernst nehmen und entsprechend damit umgehen können.
Es hat sich gezeigt, dass Wikis vielseitig nutzbar sind. Vor allem konstruktivistisches Lehren und Lernen kann mit diesem Tool leicht umgesetzt werden. (Quantitativer Schwerpunkt bei „Lehren III“) Die Einfachheit seiner Handhabung und die kollaborativen Möglichkeiten unterstützen diesen Ansatz.

Dies setzt kreative und engagierte Lehrende voraus, die ihre Lehrerrolle als „Wegbereiter und Wegbegleiter“ betrachten. Den Weg muss der Lernende aber selber gehen, „Generierung“ von Wissen und das Erlangen von Kompetenzen ist etwas Persönliches. [...]

Wie oben erwähnt: Wikis sind vielseitig im Lehr-/ Lernprozess einsetzbar, ebenso wie Blogs, E-Portfolios, Suchmaschinen und andere E-Learning-Tools. Aber sie sind keine Allheilmittel, sondern können nur ein Teil in diesem Prozess sein. In Wikis Zeit und Engagement zu investieren, zahlt sich auf jeden Fall aus. Die Vergrößerung des „didaktischen Werkzeugkoffers“ der Lehrenden um den Bereich Wikis macht Unterricht einfach besser. Lernerorientierter Unterricht kann leichter stattfinden. Differenzierung und Individualisierung führen zu Motivation, Akzeptanz und Selbststeuerung der Lerner.


http://teaching.eduhi.at/alfredklampfer/bachelor-wikis-schule.pdf Alfred Klampfer "Wikis in der Schule - Eine Analyse der Potentiale im Lehr-/Lernprozess"

Perspektiven

Große Chance: Vernetzung von Inhalten; freier Informationsaustausch möglich ("kollektives Gedächtnis")

Im Unterricht sprechen wir meist vom "kollektiven Gedächtnis". Dies gilt es auch beim Arbeiten im Netz zu nutzen. Nicht jedes Rad muss neu erfunden werden. Gerade die Wiki-Plattform der Zentrale für Unterrichtsmedien zeigt in beeindruckender Weise, wie schnell Wissen "konstruiert" werden kann und wie auf kreative Art und Weise gemeinsame Lernpfade entstehen können.

Dies verfolgen auch wir als Ziel. ...