Diskussion:Rechtschreibreform

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Duden oder Wahrig?

Die zum 1. August 2006 in Kraft getretenen reformierten Rechtschreibregeln sollten ja eigentlich Unklarheiten und Streitigkeiten um die Rechtrschreibung beseitigen. Jetzt höre ich, dass angeblich "Wahrig" und "Duden" unterschiedliche Rechtschreibempfehlungen geben und dass die Neuausgabe des "Wahrig" beser sei als die des Rechtschreib-Dudens. Stimmen diese Aussagen? --Karl.Kirst 15:13, 7. Aug 2006 (CEST)

Ich kann diesen Vergleich nicht anstellen mangels Buch und Zeit, kann nur zitieren, was in der ZEIT vom 3.8.06 auf Seite 1 steht:"Der frühere bayerische Kultusminister Hans Zehetmair, lange ein erbitterter Gegner der Reform, klagt zu Recht darüber, dass der Duden, der doch an allen Sitzungen des Rechtschreibrats teilgenommen hat, jetzt sogar manche Schreibung favorisiert, die nicht den Regeln entspricht." --Klaus Dautel 15:54, 7. Aug 2006 (CEST)

Reformierte Regelungen nur für Deutschland?

Eigentlich sollte die Rechtschreibreform von 1996 ja einheitliche Regelungen für den gesamten deutschen Sprachraum festlegen. Soweit ich es verfolgt habe, sind die jetzt reformierten Regelungen nur in Deutschland festgelegt worden. Bedeutet dies, dass es jetzt unterschiedliche Regelungen innerhalb und außerhalb Deutschlands gibt? --Karl.Kirst 17:59, 15. Jun 2006 (CEST)

Zum Thema "ß"

Der Buchstabe "s" wurde früher in zwei Formen geschrieben: Das "lange" Binnen-s und das "runde" End-s. Bei der Umstellung der Schriftform auf die heute benutzte, wurde in der Schweiz 1934 sinnvollerweise das Binnen-s nicht übernommen, wohl aber in Deutschland 1940/41. Hier galt es auch weiterhin als Doppel-s. Bei der Rechtschreibreform jetzt aber wird unterschieden zwischen "ss" und "ß" - und das bedeutet, dass das "ß" zum 27. Buchstaben unseres Alphabetes definiert wird. Dabei tauchen zwei Fragen auf:

  1. Ich will / muss den Text in Grossbuchstaben schreiben: "groß" wird dann "GROß", da es ja keine Schriftform für grossgeschriebenes "ß" gibt.
  2. Wie ordne ich das "ß" alpabetisch ein? Zwischen "s" und "t" oder nach "z"? Denn Wörter mit "ß" darf ich ja nicht mit "ss" schreiben, das würde als Fehler angestrichen.

Dazu kommt, dass Ausländer beim Deutsch-lernen zuerst die Aussprache lernen müssten, damit sie die Wörter richtig schreiben können - oder Sie lernen erst das Schreiben, damit sie die Aussprache leichter lernen können. Ich halte mich - wie man an diesem Text sieht, an die Schweizer Schreibweise.

Herbert Birett


Vielen Dank für die hilfreiche Erklärung und die Herleitung des Buchstabens ß.

Als Nicht-Schweizer fehlt mir allerdings ein wenig das Einfühlungsvermögen. Ein Beispiel: Vor einigen Tagen habe ich an einer Litfasssäule eine Werbung gesehen mit der Überschrift "Omas Idealmaße". Da kam mir spontan in den Sinn, dass in der Schweiz auf diesem Plakat stehen müsste: Omas Idealmasse!

Wäre das dann tatsächlich der Fall und wie ginge man als Schweizer Leser damit um?

Klaus Dautel


Warum wird "komisch" mit einem und "kommen" mit zwei "m" geschrieben? Weil das "o" im ersten Beispiel lang und im zweiten kurz ist. Derselben Logik folgt die Schreibung von "Fuß" und "Kuss". - Das scheint mir nur konsequent und hilft im Einzelfall Irritationen vermeiden (siehe das obige Beispiel von Klaus Dautel). --Karl.Kirst 11:27, 20. Aug 2005 (CEST)

@Herbert Birett: "die Schweizer Schreibweise" gibt es nicht. Es gibt eine Schweizer Sonderorthographie, die von der Schulschreibung in den anderen deutschsprachigen Ländern nicht nur bei der ss-Schreibung abweicht, sondern auch in anderen Schreibweisen, weil die Schweiz viersprachig ist. Auch außerhalb der Schulen gibt es genauso ein Durcheinander wie in Deutschland, da sich unterschiedliche Hausorthographien der Verlage herausgebildet haben, die obendrein die Wünsche ihrer Autoren und den deutschsprachigen Absatzmarkt berücksichtigen müssen.

@Klaus Dautel: Die „Litfasssäule“ gibt es nicht; es heißt „Litfaßsäule“ nach deren Erfinder Litfaß.

@Karl Kirst: So einfach ist es nicht. Vgl.

Ich habe im Ausland Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, als die Rechtschreibreform beschlossen wurde. Abgesehen davon, dass ich mit etlichen Regelungen auch so meine Bauchschmerzen hatte und habe, empfand ich es sinnvoll und für Sprachanfänger hilfreich, dass jetzt stärker das Stammprinzip gilt, also Wörter mit gleichem Stamm auch gleich bzw. nach dem gleichen Prinzip geschrieben werden. - Die Regelung der Scheibung des "ß" war meines Wissens vor der Rechtschreibung die einzige ohne Ausnahme und für den, der sie beherrschte also auch ganz klar. Für den, der die Sprache neu lernt, ist aber die derzeitige Regelung meines Erachtens hilfreicher, weil sie Regelugnen folgt, die auch für andere Laute und Schreibweisen gilt. Und für den Sprachanfänger, sei es in der Muttersprache oder in der Fremdsprache, ist es doch günsitg, dass er sich im Zweifelsfall die richtige Schreibweise durch Analogien erschließen kann und nicht jeweile noch eine besondere Regel mehr lernen muss. --Karl.Kirst 23:51, 19. Apr 2006 (CEST)

Kritiker der Rechtschreibreform

Unter Auch die Gegner kommen zu Wort habe ich vorerst nur einige Organisationen aufgeführt, die die Rechtschreibreform abschaffen wollen. Man verschweigt sie gern: