E-Gitarre

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Gitarre

Zum Thema Gitarre: Sicher sind Fender und Gibson solche Gitarren, die von Profis gespielt werden und daher eigentlich zu speziell und teuer für Anfänger. Aber die offiziellen Kopien (von den original Herstellern lizensiert) "Squier" (Fender) und "Epiphone" (Gibson) sind absolut interessant, sehen für den Nicht-Kenner im Grunde genauso aus wie die echten und klingen recht ähnlich. Bei beiden Herstellern kann man allerdings Glück und Pech haben, was die Tonabnehmer angeht. Diese liefern nicht immer die gleiche Qualität und sind speziell bei Epiphone leider oft verbesserungswürdig. Epiphone liefert interessante Formen und Farben (Flying V, SG, Les Paul, etc) und die Instrumente beginnen preislich bei 160 (Les Paul special) Euro. Zu empfehlen aber erst ab "Les Paul Standard", ab ca. 400 Euro. Squier Gitarren beginnen preislich schon bei ca. 120 Euro (Special /Affinity), zu empfehlen aus meiner Sicht etwa ab Modell "Strat Standard" für ca. 250 Euro. Auch hier gibt es ein paar interessante Formen, aufpassen muss man allerdings im Bereich Pickups und dabei, dass z.B. eine "special" nicht so hochwertig ist, wie eine "standard". Die Bezeichnung ist da eher irreführend, sondern bezieht sich eher auf den Preis.

Ibanez ist sicherlich auch eine interessante Marke, allerdings aufgrund der sehr dünnen Hälse und des aus meiner Sicht nur bedingt hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Es gibt Ibanez e-Gitarren ab ca. 250 Euro. Ibanez ist auch eine renommierte Firma, aber erst ab 400 Euro beginnt mit der RG-Serie die Reihe der guten Gitarren. Ich rate allerdings zu zwei ganz anderen Herstellern:

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten meiner Meinung nach momentan die OLP-Gitarren. OLP steht für "Officially Licensed Produkt". Dabei handelt es sich um Nachbauten der Music Man Gitarren aus der Schmiede "Ernie Ball" und die OLP-Gitarren entsprechen mit Lizenz den Spezifizierungen (Form, Name, etc) von Ernie Ball. Absolut und ohne Einschränkung zu empfehlen sind die Modelle

Axis (199,- !) mit zwei Humbuckern und der Form einer MusicMan Axis / Van Halen,

Silhouette (329,-) HSS-bestückt in zwei wirklich schönen Farben und einer sehr ergonomischen Form.

besonders zu empfehlen sind die Signature-Modelle (d.h. namhafte Gitarristen stehen mit Ihrem Namen für die Qualität dieser Gitarren)...

LUKE (379,-) HSS (entwickelt von Gitarrist Steve Lukather von TOTO)

und

Petrucci (439,-). (entwickelt von Gitarrist John Petrucci der Band Dream Theater) Bei der Petrucci bekommt man für 439,- Euro unheimlich viel Gitarre fürs Geld. Ein hervorrangend eingestelltes Instrument mit exzellenter Hardware und einem sehr guten Tremolo, schön lackiert (metallic rot), schöne Form und vor allem wirklich guten Tonabnehmern (zwei Humbucker), bei denen die Zwischenposition genug Brillianz für Clean-Sounds und die Humbucker wirklich genug Signalstärke für verzerrte Sounds bringt. Ausserdem gibt´s dazu einen erstklassigen Hart-Schalen-Koffer, einen Gurt, Pickups und ein Poster (na gut... nicht besonders wichtig) dazu. Für 439,- habe ich noch kein Vergleichbares Instrument gesehen.

Ich selbst spiele diese Gitarre sogar hin und wieder live (im Professionellen Rahmen), nicht zuletzt weil Halsform und der Gesamtcharakter der Gitarre wirklich Spaß machen.

Bei den Yamaha-Gitarren (Pacifica oder RGX-Serie) in der Preislage ist die Werksjustierung und der Zustand der Bünde meist auf einem sehr hohen Niveau. (Übrigens auch bei den Modellen von Ibanez...)

Verstärker

Als Verstärker ist ein Peavey Rage 158 ein hervorrangendes Einsteiger-Modell, da er preislich bei nur ca. 84 Euro liegt und trotzdem zwei wirklich flexible und gut klingende Kanäle (clean / verzerrt) hat, die sich auch bei leisen Lautstärken hören lassen können. Für Schüler, die explizit e-Gitarre spielen wollen ist der verzerrte Kanal immer noch der wichtigere und dieser bietet selbst bei minimaler Lautstärke einen schönen Gesamtsound, dem es an nichts mangelt! Leider fehlt ein Hallgerät, man muss die Kanäle von Hand umschalten und die Erweiterungsmöglichkeiten sind im Grunde nicht vorhanden, aber die braucht auch kein Anfänger der Gitarre... ich sage eben nur "84 Euro". Interessant ist die Anschlussmöglichkeit eines CD-Players und einen Kopfhörerausgang hat er auch.

Die kleinere Variante "Backstage" ist nicht zu empfehlen, aber der etwas größere "Rage Blazer 158" bietet für 129 Euro dann schon einen Federhall und einen Fußumschalter.

Im Bereich der günstigen Verstärker sollte man den kleinen Amp von Line 6 - den Line 6 Spider III 15 Watt vielleicht mit aufführen. Dieser Amp verfügt über 15 Watt. Dazu bietet er vier verschiedene Ampmodelle, 4 Speicherplätze, einen FX-Prozessor, CD- und MP3 sowie Kopfhörereingang. Der Amp liegt mittlerweile (Stand 01.2009) bei ca. 95,-- Euro. Man hat hier etwas umfangreichere Soundmöglichkeiten. Klar: mit dem Druck von Röhrenamps kann so etwas natürlich nicht mithalten.

Wer in die Liga der Amps eintauchen will, mit denen man auch in einer Band spielen kann, sollte sich mal die Line 6 Produkte (trotz digitalem Hintergrund) ansehen, speziell dem "Spider 112", der bei ca. 329 Euro liegt und extrem vielseitig ist.

Zubehör

Nicht vergessen werden muss bei Kauf die Anschaffung eines Gig-Bags oder Koffers, eines Stimmgerätes und (nicht zu großen) Plektren. Bei Plektren empfehle ich die Jazz3 der Marke "Jim Dunlop" oder zumindest Plektren in entsprechender Größe.

Abraten möchte ich an dieser Stelle von Billig-Sets wie z.B. der Marke "Collins/Marshall" oder noch schlimmer aus Geschäften wie "Toys´r´us". Damit hat man letztlich nur Ärger. Man sollte schon in ein Fachgeschäft gehen und sich vor allem nicht nur mit Verkäufern (die haben nur ein Ziel und werden leider oft von bestimmten Herstellern unterstützt und bevorzugen dieser daher) sondern von aktiv spielenden Musikern beraten lassen.


Siehe auch

Weblinks