Einführung der Säge

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Inhaltsverzeichnis

Didaktische Überlegungen

Begründung der Unterrichtseinheit

Die Einführung und der Umgang mit den verschiedenen Sägen ist sehr wichtig, da viele Schüler ab der siebten Klasse als Wahlfach Technik wählen und hier das Sägen als Grundkenntnisse vorhanden sein müssen. Darüber hinaus schadet es niemandem, wenn man selbst Hand anlegen kann. Ein technisches Verständnis kann einem im späteren Beruf sehr hilfreich sein, auch wenn es nicht gerade ein rein technischer Beruf ist. In den folgenden Stunden werden weitere Sägeübungen durchgeführt und andere Sägetypen vorgestellt sowie damit gearbeitet.

Sachanalyse

Die Säge hat eine sehr wichtige Bedeutung für den Menschen im alltäglichen Leben und auch schon Jahrhunderte lang. Seit die Menschen den Werkstoff Holz kennen und nutzen, wird er mit irgendwelchen anfänglichen Werkzeugen gefällt, geschlagen oder geschnitten. Am Anfang hatten die Steinzeitmenschen nur scharfe Steine und nutzten das Holz hauptsächlich als Brennstoff. Über die Jahrhunderte wurden die Werkzeuge (spitze Steine) dann immer weiter entwickelt.

Eine griechische Sage erzählt von Dädalos, der ein findiger Mann war. Als er eines Tages im Wald spazieren ging, fand er zufällig die Überreste einer toten Schlange. Beim Betrachten des Schlangenkiefers mit seinen nach hinten gerichteten schön aufgereihten Zähnen kam ihm der Gedanke, daraus ein Werkzeug herzustellen: die Säge.

Zur kompletten Holzproduktion sind Sägen notwendig um die Bäume umzusägen, die Stämme in Bretter oder Balken zu sägen und beides dann wieder auf Länge zu bringen. Die verschiedenen Sägetypen haben sich immer weiter verändert und verbessert. Früher musste man die Bäume im Wald zu zweit mit einer so genannten Waldsäge umsägen. Heutzutage benutzt man dazu höchst moderne und leistungsstarke Motorkettensägen. Im Technikraum befinden sich auch einige Sägetypen. Sägen, mit denen die Schüler selbst arbeiten dürfen, sind zum Beispiel die Feinsäge, der Fuchsschwanz, die Laubsäge, die Spannsäge oder auch die Stichsäge. Zu den elektrischen Sägen zählen die Tischkreissäge, Handkreissäge, Stichsäge und die Bandsäge, die ausschließlich von den Lehrern benutzt werden dürfen.

Kommen wir nun wieder näher zu den Sägen, die in dieser Stunde von Bedeutung sind. Es werden die Feinsäge und der Fuchsschwanz eingeführt. Die Feinsäge benutzt man vorwiegend für kleinere Feinschnitte, wie der Name auch schon sagt. Sie hat kleine Zähne und Zahnlücken und greift daher nur leicht ins Holz ein. Der Fuchsschwanz hat etwas gröber und größere Zähne sowie Zahnlücken. Sie erfassen viel Material und hinterlassen daher auch keine so feine Schnittfläche. Man kommt allerdings schneller voran. Beide Sägen bestehen aus einem massiven Sägeblatt und einem Holzgriff an der Hinterseite. Die Zähne des Sägeblattes zeigen alle in die Gegenrichtung des Griffs: Es sind also beide Male Sägen, die auf Stoß arbeiten. Beim Arbeiten ist also darauf zu achten, dass man beim Zurückziehen nicht auf die Säge drückt, da sie ja nichts schneidet im Gegensatz zum Stoßen.

Zum Umgang ist ganz wichtig zu sagen, dass das Werkstück vor dem Sägen fest gespannt wird. Der überstehende Teil darf dabei nicht federn. Die Säge wird dann unter Ausnutzung der ganzen Blattlänge möglichst waagrecht und ohne senkrechten Druck auf das Sägeblatt geführt. Erreicht die Säge die Unterseite, wird das abfallende Ende ohne Gegendruck unterstützt. So reißt die Unterseite nicht aus und der Schnitt wird sauber.

Intentionen

Ziele

  1. Durch praktisches Arbeiten wie sägen oder anreißen soll die Feinmotorik und die Geschicklichkeit der Schüler in ihren Händen und Fingern verbessert werden.
  2. Durch Partnerarbeit wird die Teamfähigkeit gefördert und der soziale Kontakt der Schüler untereinander verstärkt.
  3. Unter einer gewissen Zeitangabe sollen Schüler eine bestimmt Aufgabe bearbeiten und abzuschließen.

Motivation

Noia 64 apps kontour.png   Meinung

In dieser fünften Klasse ist das Thema Motivation so gut wie überflüssig. Die Schüler sind wissensbegierig und interessiert. Sie sind ruhig und hören gut zu. Es gibt ein oder zwei unruhigere Kandidaten, aber solange der Unterricht interessant gestaltet ist, gibt es da überhaupt keine Probleme. Die Geschichte mit diesem Schlangenkiefer gefiel ihnen schon mal sehr gut. Das kleine Ratespiel um die Namen der Handsägen war auch noch spannend, so dass es ruhig blieb. Danach kam dann der praktische Teil, bei dem sogar die vorher etwas ruhigeren aufgeblüht sind.

So viel zum Thema Motivation! - Andreas Kaulbersch, 12.06.2006


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Siehe auch