Vegetationsperiode

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Die Vegetationsperiode ist der sich rhythmisch wiederholende Jahresteil, in dem eine Pflanze aktiv wächst und sich entfaltet. Der Rest des Jahres ist die Phase der Vegetationsruhe, der Wechsel der beiden der Vegetationszyklus. Als Richtwert zur Abgrenzung von Vegetations- und Ruheperioden wird eine anhaltende Temperatur von +5 °C angesetzt, unter der Pflanzen normalerweise ihren Wuchs, d. h. die Zellteilung einstellen.

Dieser Richtwert ist vage, da nicht das unterschiedliche Wärmebedürfnis verschiedener Arten berücksichtigt wird. Wintergetreide kann schon ab +2,5 °C wachsen, während Mais erst bei +6 °C gedeiht, und typische Vorfrühlingsblumen schon bei Minusgraden zu sprossen beginnen.

Außerdem kann die Vegetationsperiode natürlich auch durch Hitze und Dürre unterbrochen sein. So ist im Mittelmeerraum die Vegetationszeit weitgehend ganzjährig, in der Trockenzonen etwa Spaniens aber schon auf das Winterhalbjahr beschränkt. In den Tropen ist die Vegetationsperiode überhaupt nicht mehr an die – dort fehlenden klassischen vier – Jahreszeiten gebunden, sondern schwankt im Rhythmus von Regen- und Trockenzeit, sodaß es auch mehrere Vegetationsperioden pro Jahr geben kann.