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Existenzphilosophie

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Als Vorläufer der Existenzphilosophie werden die Philosophen Arthur Schopenhauer, Ludwig Feuerbach und Sören Kierkegaard gesehen. Literarische Vorbilder sind Dostojewskij, Rilke und Kafka.

Der Begriff Existenzphilosophie wird seit 1929 im deutschen Sprachgebrauch für eine Richtung der Philosophie, die an der Existenz orientiert ist, verwendet. Sie umfasst verschiedene Denker, denen es um den Menschen, das Individuum, sein Leben und sein Dasein geht. Es ist eher eine bestimmte Denkweise, als ein geschlossenes philosophisches System. Grundlage ist die Annahme eines Menschen als ein sinnlich-leibliches und bedürftiges Wesen, dem Vernunft zukommt. Diese jedoch ist keineswegs autonom, sondern steht unter den Bedingungen des Leibes und der Kommunikation mit Anderen, der Gesellschaft. Nicht das, was allen menschlichen Individuen gemeinsam ist, sondern der Einzelmensch steht im Zentrum (in seiner Einmaligkeit, Unvergleichlichkeit und Unverwechselbarkeit). Ausgangspunkt ist also das konkrete menschlichen Leben und die Reflexion auf menschliche Grundsituationen.

Als Basis dient die grundsätzliche Differenz zwischen Mensch und allem anderen (Uhren, Bäume, Häuser...), was wissenschaftlich objektivierbar ist. Im Menschen gibt es aber etwas, was nicht objektiv ist, was der reinen Subjektivität unterliegt. Nur der Einzelne kann sich zu sich selbst verhalten.

Die Entwicklung der Existenzphilosophie lässt sich in ihrer Frage nach Gott oder etwas Ähnlichem, Umgreifendem in zwei Richtungen unterscheiden: Zum einen in die atheistische Existenzphilosophie, zu der neben Feuerbach und Heidegger auch Camus sowie Sartre zählt; zum anderen in eine theistische Richtung, die u.a. von Kierkegaard, Jaspers, Martin Buber und Marcel vertreten wird.

Als Existenzphilosoph versteht sich jedoch nur Jaspers (Existenzerhellung - Ablehnung der Sinnfrage), Heidegger nennt sein Denken „Existentialontologie“ (Suche nach dem Sinn des Seins). In Frankreich wird diese philosophische Richtung als Existenzialismus bezeichnet, zu der neben Albert Camus und Jean-Paul Sartre noch Simone de Beauvoir, Gabriel Marcel, Maurice Merleau-Ponty gehören.

Oben stehender Text ist Bestandteil der Staatsexamensarbeit von Mandy Schütze
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