eXpedition

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eXpedition ist eine Lernmethode des Online-Lernens. Dabei gehen Schülerinnen und Schüler eigenen Fragen zu einem Thema nach und dokumentieren ihre kommentierten Erkenntnisse, die sie in einer Unterrichtsstunde gewonnen haben in einem Etappenbericht. Eine eXpedition besteht aus mindestens drei Etappen, wobei im Prinzip jede Unterrichtsstunde eine abgeschlossene Etappe bildet.

Inhaltsverzeichnis

Pädagogisches Konzept

Die eXpedition-Methode beruht auf konstruktivistischer Didaktik und eignet sich besonders zum Online-Lernen ab der Sekundarstufe, kann aber auch „offline“ eingesetzt werden. Bei einer eXpedition können Schülerinnen und Schüler eigene Fragen zu einem bestimmten Thema mit Hilfe des Internet erforschen. Sie sind frei, eigene Schwerpunkte aus der zu behandelnden Thematik zu setzen und sich von eigenen Interessen leiten zu lassen und so ihre Erkenntnisse und ihr Lernen zu konstruieren.

Eine eXpedition lässt sich in vielen Unterrichtsfächern einsetzen. Sie eignet sich sowohl für Individualarbeit als auch für Team- oder Gruppenarbeit.

Um das zeitraubende Suchen im Internet zu verkürzen und auf wertvolle, für junge Menschen verständliche Quellen zurückgreifen zu können, stellt die Lehrperson den Lernenden eine überschaubare Liste von relevanten Links zusammen.

Das Kernstück jeder eXpedition bildet ein Etappenbericht pro Unterrichtseinheit. Die Lernenden wählen ihre Schwerpunkte so aus und grenzen sie in der Art ein, dass sie in einer Unterrichtsstunde erforscht und dokumentiert werden können. Dabei notieren sie ihre Entdeckungen, die sie während der Unterrichtsstunde unternommen haben, geben ihre Quellen an und kommentieren ihre Entdeckungen durch persönliche Überlegungen. Abschließend fassen sie ihr Schaffen in einem Titel zusammen.

Nach mehreren Unterrichtsstunden bzw. Etappen der eXpedition haben die Lernenden wie in einer Portfoliomappe [1], ihre Bearbeitung eines Themas dokumentiert und reflektiert. Als Abschluss einer eXpedition stellt jeder bzw. jedes Team dem Klassenplenum die eigene Lieblingsetappe zur Diskussion vor.

Entstehung, Entwicklung und Anerkennung

Diese Lernmethode geht auf Jean-Louis Gindt, Gymnasiallehrer am Athenäum in Luxemburg [2] zurück. Sie ist aus der Praxis des Unterrichts, in dem der Einsatz der digitalen Medien eine bedeutende Rolle spielt, in den Jahren 2002/2003 entstanden.

In Zusammenarbeit mit der Lernplattform rpi-virtuell [3] ist die Methode ausgebaut und weiter entwickelt worden. Diese Lernplattform hat inzwischen spezifische eTools [4] [5], d. h. besondere Online-Werkzeuge zum interaktiven Arbeiten mit der eXpedition entwickelt.

Die Lernmethode eXpedition hat sich in der Praxis als flexibel, vielseitig und anpassungsfähig erwiesen.

„Hier wird in hohem Maße Eigenverantwortlichkeit und soziale Kompetenz gefördert. Auch für den Unterricht ohne Netz und Computer können die beschriebenen Ideen und Konzepte Anregungen bieten.“ Reinhold Strube [6]
„Inzwischen ist sie (die eXpedition-Methode) anerkannt und verbreitet als eine der vielseitigsten Methoden des selbst bestimmten Lernens - mit und ohne Computer!“ (TeacherNews) [7][8]

Notizen und Referenzen

  1. Portfolio im pädagogischen Bereich
  2. Athénée de Luxembourg
  3. Die überkonfessionelle Plattform für Religionspädagogik und Religionsunterricht der evangelischen Kirche Deutschland
  4. Methode und eTool eXpedition von rpi-virtuell
  5. Julia Born, Das eLearnung-Praxisbuch, Baltmannsweiler 2008
  6. pti Kassel, forum religion 1/2009
  7. eXpedition-Methode: Wie Unterricht spannend wird!
  8. Wie Unterricht spannend wird!

Weblinks

Siehe auch