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Fachdidaktik

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Fachdidaktik ist die Konkretisierung von Didaktik (die Wissenschaft vom Lehren und Lernen) für ein bestimmtes Fach. Fachdidaktik steht somit an der Schnittstelle von Pädagogik und jeweiliger Fachwissenschaft.

Die Fachdidaktik nimmt großen Raum ein in der zweiten Ausbildungsphase im Studienseminar. Mehr und mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass Fachdidaktik keineswegs nur eine auf die Schule zu beziehende Disziplin ist; vielmehr handelt sie von der Sinnhaftigkeit, der Kommunikabilität und der Zukunftsbedeutung der jeweiligen Fachinhalte. So gesehen, muss jeder, der sich an ein Publikum wendet - Referenten, Schreiber von Artikeln, Professoren in der Hochschule - sich mit fachdidaktischen Fragestellungen auseinandersetzen.

Zu den Inhalten von Fachdidaktik kann an dieser Stelle nicht mehr gesagt werden; mit Inhalt füllt sich der Begriff Fachdidaktik erst, wenn man sich auf ein konkretes Fach bezieht. Fachdidaktik kann auch als metawissenschaftliche Disziplin betrachtet werden, die überhaupt erst auf der Grundlage einer fachlichen Disziplin ("Fach") entwickelt werden kann. Sowohl in Fremdsprachen als auch in Naturwissenschaften herrscht gegenwärtig die konstruktivistische Didaktik. Im methodischen Bereich werden eklektische Konzepte gegenüber geschlossenen Modellen bevorzugt. Eine kohärente Umsetzung des konstruktivistischen Ansatzes in der Praxis versucht die im Französischunterricht entwickelte und auf alle Fächer übertragbare Methode Lernen durch Lehren zu liefern. Bei dieser Methode wird die Lernergruppe zum neuronalen Netz umgeformt, mit der Aufgabe, Wissen zu produzieren.

Das Theorie-Praxis Problem

Besonders akut stellt sich das in allen Wissenschaften vorhandene Theorie-Praxis Problem für die Fachdidaktik. In den 1970er Jahren wurde die Fachdidaktik ins Leben gerufen, um die in den Hochschulen ausgebildeten Lehrer auf die Realität ihres Berufes besser vorzubereiten. Die fachwissenschaftliche Theorie sollte durch den fachdidaktischen Praxisbezug ergänzt werden. Es wurden bundesweit Fachdidaktikerstellen an den Hochschulen geschaffen und mit besonders qualifizierten Praktikern besetzt. Allerdings wurde von den Neuberufenen eine lebhafte Theoriebildung entwickelt, um inneruniversitär Anschluss an die angesehenen Fachwissenschaften zu finden. Dieser Schritt in die Abstraktion verlief vielfach auf Kosten des Praxisbezuges, was an der gelegentlichen Abgrenzung der Fachdidaktik gegenüber der Methodik abzulesen ist. So war die Fachdidaktik in den letzten dreißig Jahren nur beschränkt in der Lage, einerseits Anschluss an die etablierten Wissenschaften zu finden, andererseits die Lehrerstudenten und Praktiker zufriedenzustellen. Angesichts dieser Situation sind Bestrebungen an den Hochschulen zu erkennen, Professorenstellen in der Fachdidaktik abzubauen und durch praxisorientierte, sog. Mittelbaustellen zu ersetzen.

Die einzelnen Fachdidaktiken

Siehe auch

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